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Dritter Theil. D - Ha.
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endlich ;um Königlichen kupferstecher, wie auch zu einem Rathin der Mahler-und Bildhauer-Academie ernennet wurde. Manhat unter andern von ihm eine grosse anzahl Portraits von dengrasten leuthen, vie zu seiner zeit gelebet; inglerchen ein vortref-liches stück von der Magdalena / wie sie den eltelkette» der weltabsaget; nebst einem tAblesu, worauf die familre Christi ab-gebildet , und einem andern/ da Alexander lVlagnu» des Darr»familre besucht ; welche beyde letztem in dem sogenannten Ls-inner äu koi befindlich/ und von so ungememer schonheit sind ,-aß man nicht weiß / ob man mehr die Nettigkeit des stichs,oder die vollkommene austheilung von licht und schatten be-wundern soll. Er starb zu Paris an. 1707. Sein bruder/nah-mens Johann / hat sich ebenfalls als einen guten kupferstecherin der weit hervorgethan / ist aber noch in seinen besten jäh-ren mit tobe abgegangen. ä« remi.

Edelftetten / ein weltliches Stift vor adelich frauenzim-mer / zwischen Ulm und Augspurg gelegen / deren Aedtißinnur allein die gelübde thun muß. Es ist an. 1126. vonGisela / einer Gräfin von Schwabeck / zu einem Benedictiner-kloster angelegt worden. Es ist auch ein uraltes adeliches ge-schlecht in Schwaben dieses nahmens / von welchem JohannJacob an. 1647. Obrister und Commendant zu Memmingengewesen. snnsl. 8uev. k. II. lib- IX. L«ce//«. 6. 8.

k. I. II.

Edelwalk/ oder Ethelwold / war der erste König in Süd-Sachsen/ welcher in einer fchlacht von Kedwella / einem West-Sachsischen Könige / gelobtet wurde; hierauf nahmen dessenzwey brüder / Berrune und Andune / unter dem Hertzoglichentitul die regierung über sich / und behielten sie so fange / bisihnen Edric / Edelwalks söhn / dieselbe aus den Handen riß.kill. LnZl.

Eden / eine insul in Africa / siehe Bourbon.

* Eden/ der ort / da ehedessen das Paradies gewesen/ so et-

liche vermeynen der nähme des orts, da es gestanden / gewesenzu seyn / andere halten es für ein nomsn »ppelisrivum, so ei-nen fehr angenehmen ort bedeute. Wo es gewesen / ist mangar uneinig/ und haben es fast alle völcker in ihrem landehaben wollen. Viä 6s krLaäamiti«. In der H.

Schrift wird dieser nähme an etlichen orten gewissen gegenden,so in Orient gelegen sind / gegeben/ als Csajä XXVII. 12.4. XeZum XVIII. n. <L XIX. ir. aus welchen orten fastscheinen will / als wäre dieses Eden in Medien gelegen ge-wesen. Siehe den artickul Paradies.

* Eden, ist auch der gröste fluß in der EngelländischenGrafschafft Cumberland, uyd entspringet in der GrafschafftNorck / durchläuffet das sogenannte Westmorland, bey Applebyund Kirbysteven vorbey. Endlich fället er in die Eimot / aufden Cumberländischen grentzen / und durchwäffert es / bis ernach und nach grösser wird / indem viele kleine bäche dareinfallen/ und endlich sich in das Jrrländische meer zwischen demEnglischen schloß Boulneffe und dem Schottländischen Anandgenannt ergiesset. Carlile und einige andere städte dieser Graf-schafft ziehen grosse kommlichkeit von diesem siiessenden waffer.

Edenburg/ oder Edtnburg / lat. Läenburgum, Läi-num vor alters Llata MÜrL oder LÄÜrum puellsrum ge-nannt / ist die Haupt-stadt in Schottland/ in der landschafftLothiana / hat in der länge mehr als eine Schottlandische mer-le, in, umkreise aber mehr als drey/ und führt den titul einerGrafschafft. Sie bestehet vornemlich aus 2. Haupt-gassen,deren eine ost-die andere westwärts lieget, worein eine grosseanzahl kleine gaffen gehen. Die vornehmste gaffe Kegel aufeinem Hügel, und hat an einem ende das castell, und mn an-dern den Königlichen pallast und lhier-garten; auf jeglicher fet-te stehen sehr hohe und prächtige steinerne Häuser. Auf dernord-seite wird sie von einem fee beschützet; an den übrigenorten aber ist sie überall mit einer hohen steinernen mauer um-geben. Das castell liegt auf der spitze eines sehr hohen felsen,und zwar fo , daß man nur auf der feite gegen der jiadt darzukommen kan, allwo es ftarck bevestigt ist. Mitten darinnen ,st«in sehr prächtiger pallast, worinnen der Gouverneur wohnet.In diesem castelle werden auch der Schvttländer regalm. archi-ven und Magazinen verwahret, und man will ausrechnen, daßes schon über 2000. jähr gestanden habe. Allein obwol diesevestung unüberwindlich scheinet, so pflegt sie doch gemeiniglichdem exempel der stadt zu folgen. Wenigst hat sie Cromwelan. i6;o. nach der schlacht bey Leyth ohne grosse mühe undzwar im Herbesten Winter in seine gemalt gebracht; welchesjedoch einige einer bestechung zumessen wollen , so aber darumnicht wohl zu glauben, weil der Commendant Dundas, alser sich darauf mit der garnison zu Carolo II. verfügt, vonihm qantz wohl empfangen worden. Auch ergab solche derLertzoa von Gourdon an. 1689. den 1;. jul. an den KönigWilvelmum. Über dieses hat Edenburg noch viel andereschöne qedäude, als das Parlement-Haus, die börse, sehr gros-se und prächtige kirchen, und msonderlieit ist der glocken-thurnder alten kirche sehr hoch und künstlich gebauet. Der Kö-nigliche pallast ist sehr regulier und ansehnlich , und demHospital, Herriots Work genannt, kan m ansehung desprächtigen baues, der lustigen gärten und reichen elnkunfte ,davon sehr viel junge leuthe auf schulen, Universitäten und beyhandwerckern erhalten werden, schwerlich ein ander sttft »er-

glichen werden. So ist auch allhier eine Universität, welcheJacobus VI. gestiftet. Nachdem sich die Könige im unter-lan-Le nieder gelassen, so ist diese stadt allezeit ihre residentz gewe-sen , wie denn auch noch immerfort die regierung, das Par-lement, daS Reichs - Raths - LnlleZium , nebst allen hohenReichs - Gerichten daselbst zu finden. Die kirch-spiele sind sehrweitläufig, und da die Bifchöffliche regierung in Schottlandnoch die oberhand hatte, war allhier ein Bischöffiicher sitz.Es ist auch allhier ein LallsZinm Neäicorum , ingleichen ei-nes, worinnen die Rechte gelehret werden. Weil diese stadtauf einem gesunden fruchtbaren boden lieget, ist sie mit al-len nothwendigen lebens-mitteln zum Überfluß versehen, undob sie wol zur Handlung nicht sonderlich bequem lieget, sowird sie doch von dem benachbarten orte Leith, und dem ar-me, welcher insgemein Edinburg Firth genennet wird, mitallerley waaren versehen, und kan dieser ort, weil er unterdie stadt Edenburg gehöret, derselbigen an statt eines Hafensdienen. Vor nicht langer zeit ist diese stadt mit guten wasser-quellen versehen worden, welche man von einigen ziemlichweit davon entfernten Hügeln dahin geleitet und also zugerich-tet hat , daß sie auf den straffen der stadt aus prächtigenspring-brunnen heraus schiessen. An. 1701. litte sie durch eineftuers-brunst grossen schaden, dabey das archiv der Geistlich-keit , worinnen die acta derselben seit der religions-änderungverwahrt gewesen, mit darauf giengen. äslsr. Lri-

ran. rer. 8cot. üb. I. äelsr. 8cot. *

Edenburg, in Ungarn, siehe Oedenburg.

Eder, Lärsna , Läera, ein fluß, welcher in der Graf-schafft Wittgenstein entspringet , bey Battenberg und Fran-ckenberg hin, durch die Herrfchafft Jtter, wie auch durch dieGrafschafft Waldeck fliestet, und endlich anderthalb weilenüber Cassel, unweit dem kloster Breiten«« , sich in die Fulvaergiesset. Er ist reich an salmen und lachsen, führet auchgold-sand mit sich, welchen Landgraf Carl zu Hessen an.167-7. sammlen, und ducaten daraus schlagen lassen, lvin-ckelmanns beschr. Hessen.

Eder, ein thurn , flehe Ader.

Ederus, wird für den 15. König in Schottland gehalten-Er war ein söhn Dogan oder Dothan, und regierte das Reichin guter ruhe. Als er erfahren , daß Bredins ein Fürst vonden insuln in Schottland angeländet, und das platte landausplünderte, stellete er seine trouppen heimlich ins seid, undließ die feindlichen schiffe verbrennen, alle soldaten aber,ans land ausgestiegen waren, umbringen. L

kill. 8aot.

Ederus, (Georgius) ein berühmter Rechtsgelehrter, ge-bürtig von Freysingen , lebte um das jähr 1570. und i;8»'Er war bey den Kaysern Ferdinands I. Maximiliano II. undRudolpho II. Rath, und hinterließ unter andern Osconoml^öibliorum, iivs ksrtirionum Liblicsrum libros V.

*St. Edesius, ein Märtyrer zu Alexandrien, war a»sLycia, einer provintz in Klein-Asien. In der jugend legte frsich auf die Weltweisheit, und blieb darbey bis er den ChrEchen glauben angenommen hat. Seine Hertz - und standhält"tigkeit, die er zu verschiedenen malen in beschützung des ClMstenthums erwiesen, haben ihn bekannt gemachet. Er stun^endlich im april an. ;o6. den Märtyrer-tod aus , und die la-teinische kirche feyert sein fest auf den 5. oder 8. april. E"libr. äs Mgrtx. kslLilin. /'«//aärrii.ter, vit. 8snäkor. ä. 8- men8. axrilis.

Edessa-, eine Haupt-stadt in Mesopotamien unter demtriarchat von Antiochien. Sie war sonst sehr berühmt, uuhatte unter den Römischen Kaysern das müntz-recht, wie dfn'noch viele schöne stücke von deren gepräg vorhanden; hem Ltage führet sie den nahmen Orsa in Diarbeck. Eusebins N.dafür, Seleucus habe sie erbauen lassen. Abgarus, welEan Christum soll geschrieben haben, war König allhier, ^besser zu sagen , so war Abgarus der nähme aller Fürsten/.,Edeffa. Um das jähr 52;. wurde sie fast gar durch ein er.beben ruiniret; allein der Kayser Justinus gab grosses Ichher, sie wieder aufzubauen, und ließ sie nach feinem nahm/Justinopolis nennen. Cofroes, König in Persien, als er »höret, daß diese stadt noch niemals eingenommen morde ^wollte sein hevl davor versuchen, und belagerte selbige, M">.aber gar bald unverrichteter fachen wieder davor abzich.^in ckron. , lib. IV. c. 8. 26.

II. äs bello kerk. geogr. eccles. äsler r

äs la ville ä'Läelle. *

* alte völcker in HilpLnia 1'Lrrgconenst

che ihr land zwischen den Sedetanern , Bastitanern,stanern, und dem Mittelländischen ineer hatten. JheeHaupt-städte waren Saguntum und Segobrigum. W'chet dieses land den nördlichen theil des Königreichs N«'aus. DiÄionnsire.

Edeus, (Johannes) ein Franciscaner-Mönch. Er m^,hisEngelländer, und lehrte um das jähr 1406. mit gutem ^auf der Universität zu Oxford. Man leget ihm bey

in Lpocal^piln, in Mgikrum 8emenl:iarurn ; Oputcul» .logic»; kslsiculum VirtMum L Viüorum; ksxieon