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nun die Mercianer und Northumbrier sich durch die Möncheeinen haß gegen ihn einpffantzen lassen, so verstiessen sie ihn,und machten seinen bruder Edgarn zu ihrem Könige, zum we-nigsten in so weit, daß Edwin nichts mehr behielt, als dieWest-Sachsen. Dieses mochte ihn vermuthlich sehr schmer-tzen, und seinen tod beschleunigen, denn bald darnach starber , und wurde zu Winchester begraben. (Wer-e, in,vim 8.Lunstsvi. D« Ol>e«e, üb. VIII. c. 14. kill. Lngl.
Edzardi, (Esras) wurde an. 1629. den 28. jun. zu Ham-burg gebohren , woselbst sein vatter Iacobus Edzardi, welchervon seinem groß-vatter mütterlicher seile den zunahmen Gla-näus führte, Prediger war. Den gründ seiner studien legteer in dem O^mnslio zu Hamburg, worauf er sich an. 1647.nach Leipzig begab, unv daselbst von Hülsemanno viel freund-schafft genoß. An. 1648. reisete er nach Wittenberg, und an.1649. nach Zwickau, allwo er sich ein halbes jähr der conver-sation des Zechendorffii und Daumii bediente. Von bannenkam er wieder nach Leipzig, machte sich bey Caspar Barthio be-liebt , und reisete nach Gotha, um mit Salomone Glaßio be-kannt zu werden. Hierauf verfügte er sich nach Tübingen, undwurde von Thoma Lansio wohl aufgenommen. An. i6;o. kamer nach Basel, bediente sich in iksbbimcis und lalmuläicisder unterrichtung Buxtorffii, und wurde auf dessen recommen-dation an andern orten in der Schweiß gar wohl gehalten,von bannen er an. 1651. zu Straßbnrg ankam, und sich da-selbst über 2. jähr bey Dorschäo aufhielt. Als aber derselbean. 161 z. nach Rostock beruffen wurde, begab er sich nach Gies-sen, hielt sich 2. jähr allda auf, und bediente sich der unter-richtung Feurbornii und Habertornii. Endlich muste er an.16;;. aus verlangen seiner eitern nach Hause kehren , hielt sichaber nicht gar zu lange daselbst auf, sondern begab sich an. 1656.nach Rostock, um Dorschäum zu besuchen. Zur selbigen zeitthat er auch eine reise nach Greyphswald, und blieb einige zeitbey Abraham 0 Balto. Von bannen kam er zurück nach Rostock,und erlangte daselbst den graclum eines lÜLsmiLti in der Theo-logie, nachdem er vorhero seine Lilpucationsm insugurräem äs
prresipuin LocüinX LbrWsnX Lapitibus Lciverlus Iuäceo8 <L
khotimnrl08 gehalten. Hierauf kehrte er in sein vatterland ,und fieng an, alle die sich seiner anführung bedienen wollten, i»der Hebräischen und andern Orientalischen sprachen zu unter-richten , und solches zwar ohne entgelt. Gleichwie er nun hier-durch einen grossen rühm erlangte, also wurden ihm hin undwieder ansehnliche bedienungen aufgetragen, die er aberaus-schlug, ja er wollte auch die LrokeLioliem Lingusrum Orienta-liuru bey dem 67MNLÜ0 zu Hamburg nicht annehmen, sondernrecommendirte Eberhard Anckelmann, damit er auf keine weisean seinem Vorsatz möchte gehindert werden, welcher hauptsäch-lich dahin gerichtet war, fremde religions-verwandte und in-sonderheit Juden, auf einen andern weg zu bringen, wie danndieser letzter» eine ziemliche anzahl durch ihn soll bekehret wor-den seyn. In dieser arbeit fuhr er fort, bis er den i. jan. an.1708. starb. Er hat 8. söhne gezenget, worunter merckwür-dig l.) Georgius Eleazar, OrLLT Lingü-e L Liltoriarum Lro-fellor zu Hamburg; 2.) Johannes Esras, kMior der Luthe-rischenkirche zu Londen; ;.) Sebastianns, Logier L iviem-xkvtlce8 krcifellor bey dem 6ymugslo zu Hamburg. Von demerster» und letzter» stehe folgende 2. artickul.
menke Lebr. 1708- Lxist. A 8 L. sä
Luxtorkum in Likl. Lc. Lsf.
* Edzardi, (Georgius Eleazar) ein berühmter klnlologu8,und des Eftä Edzardi söhn, war zu Hamburg den 22.jan. an. 1661. gebohren. In dem jähre rsgi. begab ersich auf die Universität Giessen, und zwey jähre darauf nach, Franckfurt am Mayn , ingleichen nach Heidelberg , und bliebj- dann den Winter über zu Worms, allwo er öfters in öffent-lichen zusammenkünften mit Verwunderung der zuhörer mit dendaselbst befindlichen Rabbinen disputiret. Hierauf verfügte ersich an. i68z. wieder nach Giessen, und that hiernächst einereise durch die vornehmsten städte und Akademien in Teutsch-land. Nach seiner Wiederkunft in Hamburg bekam er an. 163;.die durch Rud. Capelli absterben erledigte krolellionem 6r.länguse <L Ulkoriarum an dem OMnalio , und bekleidete die-se stelle; 2. jähre, bis man ihn an. 1757. zum krokLÜore ÜINM.Orient, ernennte, welches amt er auch noch 10. jähre verwal-tet, worauf er endlich den 2;. jun. an. 1727. mit tobe abgieng.Ausser verschiedenen krogrgmmstibus hat man von ihm folgen-de fchriften: IrLÄJtus r^ImucÜLi üvoäa 82m, f. cle iclololg-t»Ä c. r. ö OeMam Lab^IonicL Lsrine reääitum, <L necellb-rÜ8 rinnotstionibu8 illulirstum; ej. 1r3iststU8, üvncls 8-rrac. 2. 1r3<st3tu8 Talmuäici Lersekot, f. cle Leneäiätionibusöc kreciMc>mbu8 s. r. e Lemsm Lsb^I. L^tine reääitum chLnnotLtioniku8 illulirstum. Die übrigen cspits von den jetztangeführten beyden tractaten aber, ingleichen seine LxserpmOemcirke Lab^IonisD coäicum LsvL Xsmina , Lsvia MeriL,
L kLvs LntKra, sind noch nicht heraus; ob er sie gleich beyseinem tobe zum druck fertig hinterlassen. Neue Zeitung,von gei. fachen 1727.
* Edzardi, (Sebastianus) ein söhn des Eftä Edzardi, warzu Hamburg an. 167;. gebohren. Sein vatter hielt ihn sehrfrühe zum studiren, sonderlich zu lefung der H. Schrift in ih-ren grund-sprachen an, und unterrichtete ihn selbst sowol in
der Theologie, als in andern wissenschafften. Hierauf kam erin seinem 14. jähre in das Hamburgische Oymnslinm , thatauch sechs jähre hernach eine reise nach Engelland und Hol-land , und gieng folgends nach Wittenberg, allwo er an. 1695»Mlsgitler, an. 1696. LcftunÄu8 der philosophischen Facultät,und an. 1698. Lsnclicl2tU8 Ibeologise wurde. In dem fol-genden jähre erhielt er die krofeüiooem Logic-e und Aetgpb^ 'iiLX an dem 6;-mns6o in seiner vatter-stadt, welches amt esnicht allein in ansehung seiner gelehrsamkeit, sondern auch sei-nes eifers in Unterweisung der jugend, und endlich seiner frey-gebigkeit sehr rühmlich geführet. Nach dem tobe seines vat-ters an. 1708. übernahm er auch die beschwerliche arbeit derJuden-bekehrung, deren er eine grosse anzahl auf den rechtenweg, und zum Christlichen glauben gebracht, und starb denio. jun. an. 17; 6. In seinem Umgang war er gegen jeder-man freundlich; in seinen theologischen streit - fchriften aberbezeigte er sich überaus heftig ; wiewol man vorgeben will /daß, wenn er auch in seiner Hitze zuweilen etwas zu weit ge-gangen seyn möchte, er solches aus trieb seines gewiffens ge-than : Seine merckwürdigsten fchriften sind: Luum kentaceu-clm8 2 Lsrnsritsno 8scerclotL iir cunftnptus? cle Leku8 in IIfpania gefti8 1 )ilIertLtionL 8 IV. Ltrum Nomen Llobim aproft-no Lansn-eorum errors originem äucst? Lsajse csp. n. Lkri-üo vincliestum; l2sobi cle 8oliilo vaticinium ; Lxsmen Logi-c-e .so. Lleriei; cle LecretN Lei H^potberiei8; cle Lku Logi^c-e in empfiLübus lseri8 Lillert. VII. Lc. Derjenigen, welcheuer seinen rechten nahmen nicht vorgesetzet, zu gefchweiqen.Neue Zeitung, von gel. fachen, k. VI.
Eedes, (Richardus) von Londen gebürtig; nachdem er dieuntern grade der schule durchloffen, wurde er an. 1578. Mgister,hernach Iksol. Lacoslaur. hierauf Lsnonicus, endlich LecsnusVigornienfl8 und krof. Tkeol. in Oxford. In seinen jungenjähren war er der Poesie, und sonderlich den comödien ergeben;im alter aber ließ er sich allein angelegen seyn , seinen Oräineinmit heiligen studien und leben zu zieren. Unter seinen freun-den war ihm niemand angenehmer, als der vecLE. vcmel-meniN, Tobias Matthäus , welchen er mit einem o-iimine,Iter Loreale genannt, beehret; sonst hatte er allerhand anderekoemara in Englisch und Latein verfertiget, und eine anzahlPredigten an das licht gegeben, verstärke zu Worcester den » 9 'nov. an. 1604. antig. Oxcm. *
* Essen, (Justus van) ein gelehrter Niederländer, war zuUtrecht den n. april an. 1684. gebohren. Nachdem er dasLateinische und Griechische nebst andern academifchen studienzulänglich begriffen , legte er sich sonderlich auf die Französi-sche spräche und literatur, und wurde darauf einem junge»Herrn zum Hofmeister gegeben. Wie er nun eine ziemlicheehrbegierde besaß, also that er sich auch von dieser zeit an m>»verschiedenen angenehmen und nützlichen fchriften hervor; wre-wol er, besonders im ansang, alle svrgfall gebrauchte, seine»nahmen verschwiegen, und dadurch die leser von parteyische»urtheilen zurücke zu halten. In dem jähre 1719. that er m»dem Printzen von Hessen - Philippsthal eine reise nach Sch"^"den, gieng auch an. 1727. mit dem Holländischen ausserorbeiu-liehen Ambaffador, Grafen von Welderen, als Gesandtschaift^8eoretsrm8, nach Engeüand, und starb endlich als InlpsAoeüber die Magazine der Staaten zu Hertzogenbusch den r8. W'an. I7;z. Seine fchriften sind folgende: ls Mlüntrope , einewöchentliche schrift, so zusammen aus zwey bänden bestehet,ls LsMtelle, in ;. tomi8; Nnuvecm Lpeklsteur Lrsngoi^.-in 2. bänden; äs Lollsnälcbe Lpeeistor, in 12. volmnirN'bu8 ; ferner eine Französische Übersetzung von dem Mrvormocierne; den Leosee8 likrer für 1s religion, 1'eglift ^ jbonbeur cle ls n-itioo des Lr. Mandeville; den VosÄges Nftobmlon Lrusos ; wie auch den zwey ersten büchern aus Gee«van Loon Liü. metLlligue ÜL8 17. krovince8 unie8 clesLs8. So hat er auch an dem lournsl lirrersire den grolle»antheil gehabt, und etliche bände desselben allein verfertige^über dieses aber auch noch Lllsi für ls msniere cle trsiter rcontroverfe8 , u. a. m. heraus gegeben. LrL/rorl^E
, rom. XXV. k. I.
* Effendi, oder Efendi, ein ehren - titul bey den TürekeAwelcher so viel als Meister oder Herr bedeutet. Er wird v» ^nemlich dem Mufti, und hernach auch denen Emirs "v.Gouverneurs der städte beygeleget. Sonsten werden auM'le Priester und Gelehrte also genennet. Lrcn«e, äs I'bnvOeroman. L. I. c. z. ibigue kelpisr.
Esserdmgen, eine kleine stadt, nebst einem schlösse,len oberhalb Lintz in Ober-Oesterreich, nicht weit von der ^nau gelegen. Ausserhalb der stadt auf einem berge stehet Aschloß Schaumburg, wovon die Grafen des geschlechts I'»den nahmen geführet, welche diese stadt an. i z o-?. mit aller ^gehör und gerechtigkeit von dem Bifchoff Albrecht zusau um 4000. gülden erblich an sich gebracht haben-der stadt-kirche daselbst, so mit einer sehr künstlichen iey> §gezieret ist, sind sowol ihre, als anderer vornehmenmonumsnm und grabschriften zu finden. Nach der» ^adgang ist beydes Esserdmgen und Schaumburg 0» ^Herren von Stahrenberg gekommen. An. i?26.die Ober - Enftrischen bauren die stadt ein, mästen sie »