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Cicero sä Ltt. epitt. XIH. ;4- gedencket. In eben denselbendriefen X. r;. stehet L. Egnatius. Ob es derselbe oder ein an-derer sey/ dessen Cicero »ä Ln. IV. ir. xrinc. und VII. iz.Meldung thut/ können wir nicht sagen. In VI. i- stehet Egna-tius Sidicinus. Aus der Or. pro Lluemio 48. erhellet, daßeben damals auch Cn. Egnatius vatter und söhn gelebet. Inden LM. aä ksm. Xllss 4;. 44.4?. 7t- rühmt er einen Rö-mischen Ritter als seinen besonders guten freund, nahmens L.Egnatium Rnfum, dessen söhn mag vielleicht der M. Egnatiusgewesen seyn / der, nachdem er Läilis und krs-tor gewesen,ehe es ihm erlaubt war nach der Burgermeister-wurde trachtete,und weil ihm der Kayser Augustus darinnen zuwider war,so conspirirte er wider ihn u. 728. muste aber, weiles entdecket wurde, mit dem leben bezahlen. Lug.
Iy. TVicÄr//, snnsl. I. 10. cie clement. I. y.
II. yr. n. 4. O/» cv---«,, ÜIII. p. ^87. Unter Kayser Neronewar Egnatia Maximilla an Glitium Gallium verheurathet,dem sie , als ihn der Kayser ins elend schickte, folgte. 7 a-c/E, gnnsl. XV. 71. Egnatium Marcellinum, einen tzus-sso.rem, lobt Plinius epiü. IV. I2. daß er des in seinen bim-sten verstorbenen schreibers verdienten lohn nicht bey sich be-halten, sondern, denen er gehöret, zugestellet. Unter An-tonino kio war Egnatius Festus LäiUs. L/-^r«ru <L««,, ksm. ssom.
* Egnatius , (Metellus oder Mecenius) einer der vor-
nehmsten Römer. Dieser ward einst gewahr, daß stinefrau wein getruncken hatte, und da es nach den gesehen einemmann erlaubet war, seine frau in vier fällen zu todten, in wel-chen man seinem Mich geglaubten zorn verzeihen sollte, und erdiesen fall unter den vieren fände, fo gab er ihro einen solchenstreich auf den köpf, daß sie davon todt bliebe. Auch wurde erdeswegen von Romulo nicht gerechtfertiget, dieweil nach dengesehen dafür gehalten wurde, er hätte recht gethan, zumal daeine frau in diesem stück ihre ehre und keuschheit auf das spielsetze, üb. vl. c. ;. üb. XIV. L. 1;.
Egnatius, ( Johannes Baptista) hieß eigentlich Johannescie Ctpelles, und ward mit dem Papst Leone X. auferzogen.Er lehrte zu Venedig , welches sein vatterland war, die Huma-niora , und erlangte einen grossen rühm, ja man hielt ihn fürdie studirende jugend so nützlich, daß man ihm bey heranna-hendem alter seine dimißion nicht geben wollte. Endlich erhielter dieselbe in seinem hohen alter, die Republick aber ließ ihm sei-ne besoldung , und machte seine güther von allen aussagen frey.Er hat sich zwar durch unterschiedene schriften bekannt gemacht,doch durch seine mündliche unterrichtung einen grösser» rühmerworben. Nicht weniger wird seine frömmigkeit und tugend-haffte aufführung gerühinet, so daß er eine sonderbare zierde desgeistlichen standes, darinnen er gelebet, gewesen, wiewol manihn nach seinem tvde in einer gedruckten epistel beschuldiget,daß er ohne religion gelebt und gestorben; es war aber diesesmehr eine satyre oder pasquill, als ein schreiben eines ehrlichenund wahrhassten manns. Sonst hat Egnatius verschiedenestreitigkeiten mit Sabellico gehabt, aber sich doch mit ihm ver-glichen. Robortelli aufschneidereyen und Verleumdungen konn-te er so wenig leiben, daß als dieser ihm einmal zu Venedigaus der gasse begegnete, er von leder zog, und bey seinemalter dennoch den streit mit dem degen ausmachen wollte.Seine erben sind drey berühmte Venetianische familien ge.Wesen , die Nolini, I-oreci-mi 1 und Lrsgsämi. Er starb den4. jul. an. r;;;. im achtzigsten jähre seines alters. Seineschriften sind : cie Ü0MSM8 ?rincipibu 8 vei L-issruibuk, übn III.LlmotÄtione8 iu Vits8 LLÜirum, apuci 8uetonium, Mium 8par-tisnum, ^ulium Lspirolinum, Ae. cie Origiue ssurcarum; Ob-servstione8 in Oviciium ; InterpretsmeniÄ in familiäre Lpiss.Liceronib; Lxempiorum iibri XI. und andere. 7 '/>«aE, bild.üb. XII. eiog. äe8 8sv. wm. I. p. 74. L segg.
7«,. ?o^evr»r,/. cie Hiss. I-at. tbeatr. x. r.
Lgtrte. *
Egnatius , (Publius) ein küi1osopbu8 aus der secte derLwioorum, lebte zu den zeiten des Kayfers Neronis, und ließsich als einen falschen zeugen wider Soranum, seinen Wohlthä-ter , gebrauchen. Tacitus beschreibt ihn als einen ertz-heuchler,der seinen geitz und treulosigkeit unter einer philosophischenernsthafftigkeit habe vorstellen wollen, ssnnsi. Üb. XVI.
cap. ;2.
* L 60 I 81 L, also werden diejenigen wahnsinnigen Welt-weisen genennet, davon ein jeder für sich glaubet, daß er alleinin der welt, und keine subftantz ausser ihm sey; das übrige, wassie von creaturen ausser sich sehen, halten sie nur für Hirns - ge-spunst und ideen, welche ihnen so vorkommen, und nicht an-ders würcklich als in ihrem köpf oder sinn existiren. Der ersteUrheber dieser närrischen meynung soll ein Pariser gewesen seyn,und sich das gehirn in der ssletspk^sica Nsiebrsncii verrückethaben, welche zu beareiffen, er sich zu starck hat angelegen seynlassen. Er hatte dessen ohngeachtet etliche disctpel, welche gleichethorheit mit ihrem lehrmeister behaupteten.
l>. 188. in einer nota.
Egram, siehe Eram.
* Egremont , ein schloß und städtgen in der GrafschasstCumberland in Engelland, der insul Man gegen über. Esliegt auf einem berge, und gehörte zu des Königs Henrici I. zel-ten Wilhelmen von Meschines, Durch seiner tochrer Heurath
mit Wilhelm Fitz-Duncan, welcher auS der KöniglichenSchottländischen familie war, kam es an die Lucifche familie,und von dieser durch die Moltons und Fitz-Walters an dieRadcltffs, Grafen von Sussex. Unter dem König Henrico VI.hatte es Thomas Perey, welcher sich davon schrieb.
Lrit. psg. 821.
Egres, vor zeiten ein Cistercienser - kloster in Hungarn vonder Pontigniacenser linie in der Chanadienser vioeees, so an.1200. fuüdiret worden.
* Egueblank, (Petr. äs) oder im Lateinischen Lgundellavon feinem vatterlande in Savoyen zugenannt, war an. 12;-.Bischoff zu Hereford in Engeüand, weil König Henricus III-der sehr viel aufihn hielt, seine wähl dergestalt beförderte, daßder vom Capitnl bereits erwehlte wieder abzutreten vor dien-lich befand. Kein wunder war es also , daß .er sich demKönige davor auf alle weise gefällig zu machen suchte. Dochals er demselben an. 12; 5. den anschlag gab, von der Geistlich-keit eine ansehnliche summe gelbes zu heben, lud er sich dadurchgrossen haß auf den hals, und verursachte, daß man seiner öf-fentlich zu spotten ansieng, als er in dem folgenden jähre, daihm weiß gemacht worden, der Ertz-Bifchoff von Bourdeaupwäre todt, um dessen charge er sich nicht nur grosse mühe gab,und vieles geld dahin anwandte, sondern auch selbst eine reistdeswegen vornahm, aber unterwegs die Nachricht erhielt,daß der Ertz - Bischoff noch am leben, und wohl auf sey.Endlich widerfuhr ihm an. 126;. das unglück, daß er von dentumultuirenden Barons aus der kirche weggenommen , und inein vestes schloß gefangen gesetzt ward, nachdem sie vorher alledas seinige beraubet, und seine daarfchasst, die sich auf einegrosse summe beltef, unter ihre soldaten in seiner gegcnwart ver-theilet hatten. Er starb zuletzt an einer unheilbaren kranckheit,die er sich noch vor seiner gefangenschafft zugezogen, undvor eine art des aussatzes gehalten ward, den 27. nov. an. 1268.nachdem er seinem Capitul jährlich 190. maas getreyde untergewisser bedingung vermacht. Sein Hertz soll in das von ihmin seinem vatterlande gestiftete kloster beygesetzet worden seyn.
üiü. Lngl. cls üpilc. Lngl. k. I.
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Eguinarius Bars, siehe Bars (Eguinarius)
Egypten, eine der vortreffichsten provintzen inAfrica, wel-che von den einwohnern Chibilt, und von den Arabern Barda-masser genennet wird ; den nahmen Aegyptus aber, womit sievon den Griechen und den Europäern insgemein belegt wird,soll sie von Aegypto, einem söhn des Beli und bruder des Da-nai, haben. In der heiligen Schrift heisset sie Mizraim. Beyden alten Heydnischen scridenten , als Beroso, L'enophonte,Herodoto und andern hat sie noch andere benennungen. Sieerstreckt sich von dem 60. grsciu ionMuäinis bis zu dem 67.und von dem 22. linituäinis bis zu dem ; I. Ihre grentzen ge-gen Mitternacht sind das Mittelländische meer, gegen morgen .ein theil Arabiens und dessen see-busen, gegen mittag Nubienund Äethiopien, und gegen abend die Barbarey und die Liby-sche Wildnisse. Was ihre eintheilung betrift, so ist die erste inOber-Egypten, so mittaawärts liegt, und Unter-Egypten, stlängst dem Mittelländischen meer sich erstreckt. Ober - EgiM"wird wiederum in das Libysche oder Afticanische gegen abend,und das Asiatische oder Arabische gegen morgen unterschieden,und der berühmte fluß Mus macht die grentzen dazwischen.Andre theilen sie in vier stücke, davon Sahid Ober - Egyptttz^Bechria, sonsten Demefor genannt, Mittel-Egypten, Er"«Nieder-Egypten , und endlich der strich längst dem Rothen Mee-re das übrige ausmachet. Sonsten wurde sie auch nach den ver-schiedenen regierungs-arte» in gewisse Land-oder Reichs-Haupt-mannschafften eingetheilet, so Callif genennet wurden, dergle^chen die Türcken, welcher botmäßigkeit dieses land unterwort-fen ist , noch heute zu tage zwölfe haben , davon die Haupf-mannschafft Girge vor etwas mehr als zweyhundert jähren emeigenes Königreich gewesen. Die Alten hatten noch andere em-theilungen , und machte bey ihnen das so genannte Delta, (wa-ches stück wegen seiner figur, so von den zweyen äussersten ar-men des Nil-flusses, deren einer der äusserste gegen osten, »Eandere der äusserste gegen Westen ist, und dann von dem tvchdes meers, so an das Unter - Egypten anschlägt, formte-wird, und würcklich die figur eines ä machet, diesen nähme»hat) sodann das östliche Egypten, Troglodyten, Theben/Cyrenaica, sonst auch Pentapolis, die gantze provintz E'Ihre länge von dem einflusse des Nil-stroms bis zu der stadt t-atabathmum erstrecket sich auf 150. und die breite von dem emffluß besagten stroms in das meer bis zu der stadt Conzahundert Teutsche Meilen; wiewol andere auch hier eine a>E,rechnung haben. Ohngeachtet die luft wegen der allzugrE,wärme sehr ungesund, so ist doch diese landschafft vor andern'Aftica jederzeit bewohnt gewesen , wie dann Diodorusbehauptet, daß sich vormals über lyovo. städte darinnen bet»den; neben dem,daß die erstaunliche wercke und gebäude,diezu den ältesten zeiten in Egypten aufgerichtet sind, und v» .hunderttausend
menschen Hände nothwendig erfordert h»b ^ein unwidertreibliches beweisthum geben, daß diese landM».damals eine ungläubliche anzahl einwohner müsse gehabt l)M"so sind auch noch heut zu tage verschiedene Plätze, welche ihrerige macht an den tag legen können. Hierunter gehörenoder Alcair, um deren gegend herum die mit »«gemeiner pr» ^