Band 
Dritter Theil. D - Ha.
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destoweniger wollte er die Französischen dienste nicht anders alSmit des Allerchristlichsten Königs bewilligung verlassen,und nach-dem ihm Nr. 6s Terlon derselben versichert, ward er den i. jan.an. 1661. als Staats-8ecremrius zu den ausländischen assairenbey dem Könige von Dänemarck, Friderico III. in Pflicht genom-men:. An. i66r. begleitete er als Königlicher Legations - 8e-«rLwriu8 den Reichs - Schatzmeister, Hannibal Schested / wel-cher als Gesandter seines Königs nach Franckreich gjeng. Vondemselben ward er an. 166z. im mertz wieder nach Coppenhagen,und von bannen im april zurück nach Paris geschickt, ,von wel-chem letztem orte er im nächstfolgenden aug. seinem Könige dasoriginal der damals aufgerichteten tractaten überbrachte. Hier-auf ward ihm die correspondentz mrt den auswärtigen Nmiüris,nebst vielen andern wichtigen gesthäfften, in der qualität einesStaats-8ecrecsrii aufgetragen. In den jähren r66z. und 1666.ward er zuoleich Cantzley - Rath, auch beysitzer in dem Staats-Rath und in dem höchsten Gerichte. Nachdem an. 1670. derKönig Fridericus III. mit tobe abgegangen, blieb er nicht nurunter dessen Nachfolger Christians V. in seinen vorigen ehren«stellen, sondern erhielt auch noch mehr und höhere ; denn an.1677. ward er Staats - und Justitz - Rath. An. 1679. adjun-girte man ihn dem Grafen Antonio von Altenburg und dem Ba-ron Jano Juel, welche als Königliche klsnipotemisrü zu völli-ger bevestigung des mit Schweden geschlossenen friedens nachLunden in Schonen abgeschickt waren. An. 1680. den 4. mertzward er unter die würckliche geheime Räthe aufgenommen, undan. 1681. den 28. oct. erhub der König ihn und seine nachkom-men in den stand des Dänischen Reichs - Adels mit beylegungdes nahmens von Ehrenschild. Nachgehends ward er auchLand-Drost der Grafschafft Pinneberg, und hierauf schickte ihnder König in wichtigen angelegenheiten an die Fürsten des Hau-ses Lüneburg, ingleichen an den Churfürsten von Brandenburg,zu welchem letztem er zu zwey unterschiedenen malen gehen mu-ste. An. 1684. den 5. may empfieng er nebst einigen andernauf dem schloß zu Rosenburg den Königlichen Ritter - orden vonDanebrog. An. 1687. ward er auf den congreß zu Altenagesendet, in welcher Verrichtung er fast zwey gantze jähre in Ham-burg zubrachte. Nach deren endigung, als er kaum etlichemonat wieder in Coppenhagen gewesen, schickte ihn der Königan den Hertzog von Holstein - Gottorff, um denselben zu abdan-cknng der fremden trouppen, so er auf die deine gebracht , zudisponiren. An. 1690. kam er zurück an den Königlichen Hof,gieng aber bald darauf wieder nach Hamburg, allwo er bis ansein ende geblieben , doch so, daß er allezeit in den angelegen-heiten seines Königs gebraucht worden, sonderlich aber zu bey-legung der entstandenen streitigkeiten mit dem Hause Lüneburgwegen der neu-angelegten vestung zu Ratzeburg, ingleichenbey denen zu Pinneberg an. 1696. angefangenen neuen tracta-ten mildem Hertzoge von Holstein-Gottorff; in welchen Ver-richtungen , gleichwie auch in allen vorhergehenden, er sich nichtweniger durch seine treue und redlichkeit, als durch seine son-derbare klugheit, Moderation, und unverdrossene sorgfalt, ei-nen grossen rühm erworben. Er starb den 24. apr. an. 1698.zu Hamburg; sein cörper aber ward nach Coppenhagen ge-bracht , und den 14. jul. desselben jahrs in der Peters - kirche da-selbst in seinem begräbnis lolsnnicsr beygesetzet. Von an. r66i.bis an. 1669. ist er vermählt gewesen mit Anna Knopfin, einertochter Daniel Knopfs, zuerst General - vireÄoris und Inlpe-ökoris über die Königliche zölle in Norwegen, und nachgehendsAmtmanns zu Stavanger in Norwegen. Von derselben hat erhinterlassen r.) Martinum Conradum von Ehrenschild, Herrnvon Enggaard, Königlich-Dänischen Staats-und Justitz-Rath, auch Land - Drosten von Pinneberg; 2.) Elisabetham,eine gemahlin Thomä Balthasars von Iessen, Herrn auf Nien-hof, Clixbüll und Binnenau, Ritters von Danebrog, wie auchKöniglich - Dänischen geheimen Raths und einige jähre gewese-nen Königlichen Ambassadom bey dem Könige und der Repu«blick Polen, wie auch bey dem Könige von Schweden. ;. )Annam Mariam, so an Iohannem Böfeke von Forslev-Gaard,Königlich - Dänischen Staats - Cammer - und Commercien«Rath, wie auch Amtmann der insul Bornholm verheurathetworden. /)«-

äs red. xefl. 4 Lsrol. 6nü. 6k s Lriä. Vollst,ckeDe-lo«, As. *

Ehrenstetn, ein altes schloß, nebst einer aus 6. dörfern be-stehenden Herrschafft in Thüringen, unweit Kranichfeld, gele,gen. Es ist em Kayserlich lehn, dem Fürsten zu Rudelstadt zu-ständig. Graf Ludwlg zu Gleichen soll es an. 1241. seiner Sa-racenischen gemahnn zum leib - gedinge vermacht haben. 0/?«»-.lvnt. rer. Tbur. tom. I. x. 229. jetzt - florirendes Thü-

ringen, p. >98- DrsMisi.

Ehresburg, siehe Eresburg.

Ehrholtzbach, ein Bayerischer marck - flecken im BißthumNegenspurg, und dem Pfleg - Gericht Trißbach, meilen vonLandshut, zwischen Rotenburg und Dingelsingen gelegen.Lhur-Bayern, x. 294.

Ehrnau, siehe Ernau.

, Lhud, war einer von den Israelitischen Richtern, Geräsöhn, welcher lincks war, den König der Moabiter Eglon tödte-1e, als er ihm ein geschencke brachte, und dadurch die Israeli-kn L. N. 258;. L. L. 1401. wieder in die vorige freyheit setzte.Er hat 18. iahe regieret, m.

Eivanfchitz, siehe Ewanczitz.

Eibenftock , eine kleine berg - stadt in dem Meißnischen Ertz-geburge, eine meile von Schneeberg , welche viel zinn - berg-wercke und einen eigenen Bergmeister hat, sonst aber in das AmtSchwartzenberg gehöret. xroär. Niln.

- gewisse ketzer, welche im VII. lsculo entstunden,und ein Mönchs - leben erwehlten, jedoch in gesellschafft derfrauens-personen, weil sie glaubten, man könnte GOtt ohnmög-lich ohne tantzen und singen dienen, worinnen sie Most und Mir-jam nachahmen wollten, welche dergleichen gethan, als die kindekIsrael durch das Rothe meer gegangen, OaE/i. I. äs IiT-res. verb. Liest. b-er. rzo. cliron. sä üesul. VII.

Eiche, (Ritter-orden von der) soll an. 722. vonGarsiaXimene, König in Navarra , vor alle Edle seines Reichs ge-stiftet worden seyn, nachdem er kurtz vor einem glücklichen mitden Mohren gehaltenen gefechte, das zeichen des heiligen Cren-tzes auf einer eiche gesehen. Der drdens - Habit war weiß, dasordens - zeichen aber ein rothes creutz auf dem gipffel einer grü-nen eiche, wobey diese Worte stunden : Xon rimsbo iniliis m«circumäsntium. Indessen ist nicht zu läugnen, daß man vondiesem allen keine gar sichere Urkunden und beweisthumme habe,daher auch viele, die von Ritter - orden geschrieben, diesen or-den auslasten. *

* Eichelstein , ist ein hoch erhabenes werck von steinen aufder St. Jacobs - schantze in Mayntz, welches von weitem einereichet nicht ungleich sieht. Es ist ehemals 164. fuß hoch gewe-sen , und steht noch so daurhafft, daß es keiner gewalt nachgiebt.Otta , III. 4. /a. Laco-rr«, , cstsl. Lrskiepilc. No-

gunt. sp. icript. rsr. 8sxcm. tom. III. p. 411. Die

meisten beschreiben es noch 100. fuß hoch, und hält man insge-mein davor, daß es dem Römischen General Druso Germani-co zu ehren nach seinem tobe sey aufgerichtet worden, deswegenes auch vruli Normmentmn pfleget genennet zu werden. Esmeynet zwar Wicelius in Hsgioloßis, daß solches falsch sey, undder nähme Eichelstein nicht von der gestalt einer eiche!, sondernvielmehr von einem Teutschen Fürsten, nahmens Eigil, der hierbegraben liege, seinen Ursprung habe. , äs läik. Lsr. II.

zz. p. 411. Fast gleiche Meynung hegt Helge! in einem brief anTentzeln, welcher solcher in den monatlichen Unterredungen an.1698. p. 677. auch beypflichtet, und soll dieses werck eher ange-leget seyn, als die Römer in diese gegenden gekommen. Alleinda die Teutschen, nach Taciti äs mor. 6erm. i6. zengnisse,nicht viel von solchen kostbaren denckmalen gehalten, scheint dieerste meynung doch wahrscheinlicher ; ^ , not. sä sa-

tom. I. s. p. 411. Isgg. zumal da schon Otto Lrilin§enli8 III. 4 -derselden beypflichtet. Masco», hist. der Teutschen, III. 16.Lucä Fürsten - saal, p. 94; Blumbergs beschreibung von Ei-chelstein zu Mayntz. Von Lunaus Teutsche Reichs - Historie,tom. I. üb. I. p. 160.

Elchholtz , ein schloß in Schlesien, in dem FürstenthukNLiegnitz, davon ein adelich geschlecht den nahmen führet. Luc«*Schlesisthe chronick.

Eichsfeld, lat. Licbskeläis, ein kleines land, so zwischenHessen, Thüringen und Braunschweig liegt, und dem Chur-fürsten von Mayntz gehöret. Serarius hält dafür, daß es ent-weder Liskskeläis von den alten eich-wäldern, oder Liskeläis vonder kälte genennet werde. St. Bonifacius, als er auf das Eichs-feld gekommen, soll daselbst auf dem hohen Stuffcnberge das go-tzen-bild Stuffa herunter gemorsten, und zu oberst aufdem ber-ge ein bat - Hauslein erbauet haben, woraus folgends CarolusN. eine grosse kirche zu machen befohlen. Der Ertz-Bischoff vollMayntz hat, wie einige wollen, dieses Eichsfeld von dem Grafenvon Gleichenstein erkauft ; andere aber geben für, daß HertzogOtto zu Braunschweig solches an. i;66. Churfürst Gerlachenverkauftet, darwider aber allezeit von dem Hause Braunschweig/auch noch, da im XVll. steculo Ernestus Augustus die regierungangetreten, protestirt worden. Der Ertz-Bischoff zu MayMDaniel Brendel, so an. i;8r. gestorben, hat in diesem lande dieCatholische religion wiederum eingeführet. Es ist sonst ein fruch^bares getreyde-land, und liegen darinnen die stäbte Duderstadl/Heiligenstadt, Worbis, Dmgelstedt, Rümspring, und die Mtey Gerade. Nogimtisss. topogr. Nossunt.

EichstadiUs, (Laurentius) von Stettin in Pommern, einNeäiLU8 und Nstkemsticu8 , hat Lxbemeriäsb, kwäism sssteo-loZissm Lc. geschrieben.

Eichftädt, Eickftädt, eine alte adeliche familie, welAdas Erb - Cammerer - amt in Pommern besitzet, wird unter Usogenannten schloß - gesessenen ggehlet, und hat die von PfEund Kötteritz in der Marck zu affter - lehn - leuthen. Conrad /Kaysers Lotharii II. Kriegs - Rath und Abgesandter, ward rnHalle erschlagen, worüber der Kayser die stadt belagert, unWthäter zu gebührender strafe gezogen. Johann ist des Kanst^Hennci VI. Feld-Oberster, und 5. jähr Marschall gewesen-George ward an. 1264. Heermeister in Liefland. Friedrich stu»^an. 1; 24. dem Stifte Cammin, als Bischoff vor. Frantz h>^den Pommerischen schild und Helm, welche man bey beerdtguIHertzogs Ottonis III. mit in das grab gemorsten, wiederum HAaus, um dadurch zu behaupten, daß der Pommerische staw"'noch nicht erloschen sey. Vincentz auf Klempenau war Edie mitte des XVI. gxculi erstlich Cantzler, und hernach MvHofmeister in gantz Pommern. Seine söhne waren i.Wub^^