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ist es gäntzlich an Marggraf Wilhelmen nebst der HerrfchafstColditz verkauft worden. Von welcher zeit an dieses alles beyden Marggrafcn von Meisten und ihren nachkommen, den Her-bogen von Sachsen , geblieben ist. Es forderte zwar an. i?49-Ferdinandus, König von Böhmen, Eilenburg rc. als ein durchabsetzung Churfürst Johann Friedrichs henngefallenes Böh-misches lehn, auch wegen seiner aufgewandten Unkosten vonChurfürst Mauritio; wurde aber durch abtretung des Hertzog-thums Sagan rc. in Schlesien zur ruhe gestellet. Übrigens istdie stadt auf,. Meilen mit der Mulda umflossen. Simons Ei-lenburgische chronick. äillert. äe Ileburgo. Iunckers
«nleitUNg zur Mitl.gevgr. p-174- VoetT 8sxon. sä sn. 8oz.
chestr. 8sx. ?. III. l>. 67. Meißnis. chronick,p. 4?4. sntig. lVlsgäeb. p. ,0. ckron. lib. VI.
L VII. Ldron. Nontis 8ereui. Lnnsl. Ililäes. sä an. 10,4.
Eilenburg, vor zeiten Ilburg oder Ilenburg, ein Frey-herrliches geschlccht in Preussen, welches seinen nahmen vonder stadt und Herrschafft Eilenburg in Meisten bekommen. Vondessen eigentlichem Ursprünge findet man gantz unterschiedeneMeynungen, doch ist es am wahrscheinlichsten, daß es von Ot-tone von Ronnov , der um das jähr 1289. gelebet, und damalsjetzt-gedachte stadt von König Wrntzeln in Böhmen zu lehn be-kommen , entsprossen sey. Es hat sich diese familie nachgehendsin Sachsen weiter ausgebreitet, wie denn um das jähr iz;r.Bodv, Herr von Eilenburg, die stadt Libenwerde, und einandrer dieses nahmens an. 146;. die Herrschafft Sonnewalde inbesitz gehabt. Die Herrschafft Eilenburg aber ist an. 1,70. aneinen von Bercka aus Böhmen gelanget. Zu ansang des XV.Iseculi haben sich einige in Preussen gewendet, da sie denn bisjetzo die güther Gallingen, Tollsdorff, Prassen , Hermanns-dorff, Orlowe u. a. m. besitzen. ^ilemmswgr. prooem.
bitt. llovorr. Simons Eilenburgische chronick. Hart-knochs Preußisch, hist. Abels staats - geögr.
* Eilshemius, (Daniel Bernhard ) war zu Eilsum, einemdorfin Ost - Frießland, an. 1555. gebohren. Nachdem er seinestudien auf hohen und niedern schulen vollendet, wurde er im20. jähre seines alters in seinem vatterlande zum Prediger ernen-net. An. 1590. berief man ihn nach Embden, und setzte ihnzugleichjähr hernach zum kr^stäs Loews. An. 1613. wurdeer auf den 8xnoäum zu Dordrecht abgeschicket, da er denn sei-nem amt wohl vorgestanden. Er starb endlich den ,0. jun. an.1622. zu Embden, und hinterließ Hsnclboecli äes vsren Ls-looks, oder eine kurtze auslegung des Emddischen Catechismi;Oosts - Vrieslsnäs Xleinooä, und Veräeäiging äes Xleinonäs,Wider Balthasar Menzerum, Ikeologum zu Giessen. Seinebeyde söhne, Abraham und Petrus Daniel, sind gleichfalls Pre-diger gewesen. vsrlckornvinAe , p. 64,.
Eimbeck , oder Einbeck , die Haupt - stadt des Fürstrn-thums Grubenhagen, 2. weilen von der stadt Gandersheim,und so viel von Northeim, zwischen dem hohen und dürren kal-ten gebürge, die Huffe genannt, und dem ströme der Jlme ge-legen. Sie soll ihren nahmen von den unterschiedenen wassernführen , so allda zusammen in einen dach, oder nach der Nieder-Sächsischen aussprache, deck, die Jlme nemlich , zusammenfliesten. Anfänglich ist allhter ein flecken angelegt worden, undzwar um der vielen wallfahrten willen, so nach der capelle desheiligen bluts, die man noch jetzo zeiget, geschehen. Nachdemaber die Gräfin Gesa von Catlenburg an. 1094. solche zur ehredes heiligen Alerandrini in ein Stift zu erheben beschlossen, unddeswegen allen ihren Gräflichen schmuck, kleinodien und einegrosse summe geldes darzu vermacht, auch endlich der bau vonihres sohns gemahlin, Gertruden, an. n«- 8 . vollführet wor-den , gab dieses zu häufigern wallfahrten gelegenheit; da dannder ort von tag zu tag in grössere aufnähme kam, zumal da diedörftr Diedepen, Künhausen, Beesen und Oldendorff,in sel-bigen mit eingeschlossen wurden , und zu einer solchen grosse ge-diehen , daß man dieselbe auf dem wall zu umgehen eine stundehaben muß. Sie hat 5. thore, die mit ravelinen versehen, und;. kirchen. Die beste nahrung war ehedessen das gedachte Ein-beckische bier, welches aber nach und nach herunter gekommen.Die stadt hat von uralten zeiten her den Rüge - Grafen zu Das-sel gehöret, und ist derselben bester ort gewesen. Als aber an.1267. GrafBernhard die bürger über ihr vermögen beschwerte,erregten sie einen auffuhr, und ergaben sich an Hertzog Alber-lum IVl. zu Braunschweig, der damals zu Grubenhagen war;und von der zeit an ist die stadt jederzeit unter Braunschweigi-scher Herrschafft geblieben. Sonsten ist dieselbe durch verschre,Vene feuersbrunsten hart mitgenommen worden, sonderlich aberan. 1417. und an. 1540. von gründ aus verbrannt. An. 1549.,da sie sich kaum ihres schadens erholet, wurde aufs neue feuereingelegt, welches izoo. Häuser verzehrte. So hat sie auch inden kriegen nicht wenig erlitten, zumal, da sie sich nebst andernHansee - städten in ein bundnis wider die Fürsten eingelassen,dadurch sie sich der Hertzoge zu Braunfthwelg haß auf den halsgeladen. Absonderlich hat sie von Hertzog Wilhelm zu Braun-schweig und Lüneburg an. 1478. eine grosse Niederlage erlitten.An. r. ist sie von dem General Pappenheim mit accord einge-nommen , und 9. jähr hernach von der Kayserlichen armee, soden Ertz - Hertzog Leopold Wilhelm zum Haupte hatte, durchfeuer zur Übergabe gezwungen worden,wiewol der Brauyschwei-qische Commendant, Georg Friedrich von Gürtsch , vor dasKriegs - Recht gefordert, und weil er seine schuldigkeit nicht ge-
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than, enthauptet worden« An. 164;. ist die Kayserliche besir-tzung auf getroffenen vergleich ausgezogen, und die stadt demLands - Herrn wieder abgetreten worden. - Dasselisthe
chronick , üb. VI. I'opogi. Zrunlu. L I.ünek. HofmannsRegenten-stial, p. ?98- leg. 2 «/^. topogr. Lrirnsu. p. 77. feg.
Eimeric, (Nicolaus) ein Dominicaner und General - In-gurluor in dem Königreich Aragonien in dem XIV. steculo, hatein DireNoiiuin Inguisiwrum geschrieben, welches zu Barcello-na an. izoz. und nachgehends zu Roman. 1578. und i;8;. vonFrancisco Pegna ediret worden.
* Eimmart, (Georg Christoph) zugenannt der jüngere ,ein in der Astronomie, zeichnen, mahlen, schmeltzen und radi-ren treflich geübter künstler, ward den 22. aug. an. 16; 8. zuRegcnspurg gebohren, allwo sein vatter, gleiches nahmens mitihm , ein erfahrner und guter mahler war. In seinem 16.jähre war er in den studien sowol als im zeichnen, mahlen, ra-diren und kupferstechen sehr weit gekommen, und zog an. 1654.nach Jena, um die studien fortzusetzen, da er dann seine zeittheils auf die .jurs, theils aber auch unter anführung des vor-treflichen Msrkemstici Erhardi Weigelii auf die Mathematic,zu deren er von kindheit an eine sonderbare Neigung hatte, wen-dete. An. 16,8. kehrte er wieder nach Hause, und fände die um-stände, in welche ihn seines vatters tod gefetzt hatte, so beschaf-fen , daß er das kupferstechen und radiren wieder vor die Handnähme, und solches mit grossem eifer fortsetzte. Um aber sol-ches mit besserm fortgang zu thun, begab er sich nach Nürn-berg , und ließ sich allda haushäblich nieder. Hier nun kanman sagen, daß es schwer sey zu entscheiden, ob Eimmart sichmit grosserm fleiß auf die Astronomie oder auf kupferstechenund radiren geleget habe, indem er es" in beyden sehr hoch ge-bracht , und von den grossen meistern in beyden sehr hoch ist ge-halten worden. Wir wollen also von seinen astronomischen Un-ternehmungen zuerst , und demnach von ihm als von einemgrossen zeichner und kupferstecher handeln. Seit an. 1678. leg-te Eimmart sich auf die krsxin Lstronvmicsm, schaffte sich diezu den Oblervstionikus nöthige instrumenten an, und er-fände selbst einen sextanten , welcher ihm sehr gute dienste lei,. stete. Mittlerweile hatte ihm der Magistrat zu Nürnberg erlau-bet , auf einem in der stadt gegen Mitternacht liegenden boll-wercke sein OKlervswrium anzulegen, da er dann im nov. an.1673. seinen grossen quadranten, dessen rsäivs zehen schuhe hat-te , allda aufrichtete, und in der krsxi Lkronomics zu unter-weisen anfieng. An. 168». und 1681. observirte er mit grosssem fleiß den damals erschienenen cometen. An. 1687. ließ ersich einen trienten von 16. Nürnbergischen schuhen im rsäioverfertigen. An. 1688. mnste er wegen dem wider vermuthensich ereigneten embrnch der Franzosen in den Fränckischen kreis,mit grosser betrübnis sein bisheriges Oblei-vstorium zu martia-lischen zurüstungen einräumen, und seine obffrvsrionss ein-stellen. Doch nahm er nachgehends diesen platz wieder ein,und versähe ihn mit noch mehrern instrumenten als zuvor.Die gantze sammlung seiner observationen von an. 1678. bis1704. ist seinem tochtermann Johann Heinrich Müller, kroK -5fori kl^f. 6c Mstk. zu Altdorff zugekommen. Der sppsrstusaber seiner instrumenten ist der stadt Nürnberg, nachdem derdasige Magistrat selbige von den Eimmartischen erben erkauft,verblieben. Er hat übrigens verschiedene seiner observationenvon zeit zu zeit dem publico durch den druck mitgetheilet. An.1701. forderte er einen neuen entwurfeines künftighin von dersonnen beschaffenheit zu edirenden grossen werckes, darinnen erverschiedene merckwürdige betrachtungen von selbiger aus altenkkiloloxstis hervor gebracht, unter folgendem titul: Icknogrs-pstis liovs Lontemplsrionum äs 8ols in äelolstis sntiguo-rum Llülolopliorum ruäeribus concepks , in fol. zu Nürnberg »zum druck. Das versprochene grosse werck aber hat ergen vielen Hindernissen, und dem darauf gar zeitlich sich er-eigneten tobe, nicht zu stände gebracht, sondern nur eine disp»-sition mit den dazu gehörigen Lollscisneis hinterlassen.treffend nun seine kunst im zeichnen , und kupferstechen,.!"hat er nach seiner ankunft zu Nürnberg, sowol durch sckM"kupferstiche, als durch viele nette zeichnungen und risse sichMassen zu erkennen gegeben, daß man ihn an. 1674. zur Ml-direction der dasigen Mahler-Academie zöge. Er hat des Herr"von Hochberg Davidischen Lust - und Artzney - garten mitfchönen kupfern versehen. Verschiedene Sandrartische rveraesind auch durch seine kupferstiche nicht wenig gezieret worden-Jmmittelst erlangte Eimmart auch in fremden landen einengrossen rühm, wie solches von Schweden aus folgenden u>"ständen erweislich ist. Er muste nemlich ums jähr 1675-2^wol den prächtigen einzug des damaligen Schwedischen K"nigs Caroli XI. in Stockholm zu kupier bringen , als. aUAverschiedene kupfer - platten zu einer Königlich - SchwedE-chronick ausfertigen. Diese sämtliche arbeit ward von demnigeso beliebet,daß er diesen vortreflichen mann nach Stockenzu beruffen sich entschlösse, wie dann an. 168;. eine wurckuevvocation an Eimmart erfolgte, die er aber, wegen versctM^.neu Hindernissen, mit aller submißion von sich ablehnte.der zeit hat er mit Jacob von Sandrart eine grosse menge ccher zeichnungen zu einer Bilder - Bibel in 4. welche Chrm^Weiqel an. 1691. zum stich befördert, verfertiget. Zu Achgrossen Opsre vanubisli des Grafen von Marsigli hat er w ^viele kupfer - platten gestochen, und ist endlich an einer durch ^