Band 
Dritter Theil. D - Ha.
Seite
241
JPEG-Download
 

eim ein

viele arbeit verursachten erschöpfung seiner krafsten, den r. jan.an. 170;. mit tobe abgegangen, da er sein alter nicht völlig aufa?. jähr gebracht. Doppelmayr, Nachricht von den Nurn-bergischen Narbem-niLis und künstlern.

* Eimmartin, (Maria Clara) des vorhergehenden tochter,ward zu Nürnberg den 27. may an. 1676. gebohren, und trugin ihrer zartesten jugend zu den kunsten, mit welchen steh ihrvatter beschäfftigte, nicht nur ein besonderes belieben, sondernZeugte auch eine grosse begierde solche zu erlernen. Sie legtefch bey zeiten auf das zeichnen, mahlen und radiren, und er-lernte s-wol die Lateinische und Französische Dache, als auchverschiedene theile der Mathemaiic, hatte auch in allen diesenMcken fast keine andere anweisung als ihres vatters, der in-sonderheit die Geometrie und Astronomie ihr trachtete beyzu-bringen. Sie zeichnete allerhand bilder, blumen und vogel sehrkünstlich nach dem leben, und radrrte auch sehr wohl. Ihremvatter stunde sie gewöhnlich in seinen obLrvanomims bey,«nd zeichnete von an. 169;. bis 1698. gegm 250. kDLs deswonds mit trockenen färben auf blau papier, legte mithin da-durch den qrund zu einer verbesserten Zelenograxw». An. 1706.erwiese sie ihre aeftbicklichkeit bey der den 12. may erschienenentotalen LL-finLnis, welche sie nicht nur genau odservirte,sondern auch gantz künstlich mit den damals sichtbaren zweyenPlaneten Saturno und Venere in einem risse vorstellete. Siehat sichxben diesem jähr an den Altdorfischen LrokeftoremmnkLseos Jvh. Henr. Müller verheurathet, ist aber den 28.Mbr. 1707. gestorben. Doppelmayr» Nachricht von denNurnbergischen künstlern.

* Eimot, oder Eime, ein fluß in Westmorland, an dersrentze von Cumberland, welcher seinen Ursprung aus ernemgrossen see nimmt, und nachdem sich der Low oder Lotber mit'hm vereiniget, in den fluß Eden fällt, (-'amsie-rr Lrm xag.r<-8.8i8.

Eindhofen, siehe Eyndhofen.

Einigkeit-orden, siehe Brüderliche liebe.

Einsheim, siehe Ensishetm.

Einsiede!, war ehedessen ein kloster im Schönbuch, einemWald, daher es auch der blaue Münch im Schönbuch genen-uet wird, liegt eine kleine weile von Tübingen. Hertzog Eber-hard der bartigte, hat dasselbe an. 1492. gestiftet, nachdem eran. 1482. »n seiner deswegen nach Rom gethanen reise von demPapst erlaubms darzu erhalten. Nachqehends haben es dieHertzvge secularisirt, und ein jagd-haus daraus gemacht, worin-nen sie eine stuterey angelegt. Im Hofe des klosters stehet ein ho-her und manns-dicker dorn-strauch, oder vielmehr bäum, wel-chen Eberhard der bartigte auf seinem Hute mit aus dem ge-lobten lande gebracht. Zgürtemb. citsris ann.

, ann. 8uev. k. III. lib. VIII. ^c. 17. L üb. IX. c. z.

Einfledel, eines der ältesten und vornehmsten adelichen hän-m in Meisten. Einige geben vor, daß es vor alters in derE-chweitz gewöhnet, und seine güther unter der Abtey Einsiede!schabt, sich aber um das jähr 1231. in Meisten niedergelassenhabe; andere aber führen es mit befferm gründe aus Böhmenper, Massen nicht nur unterschiedene güther und schlösscr,Dhmens Einsiede!, daselbst zu finden, sondern auch bekannt ist,W.die von Einsiede! ehemals in Böhmen florirt haben. Die-^ 0 'st gewiß, daß bey den alten Böhmischen scribenten diesesScschlechts öftere Meldung geschiehet. Curt von Einsiede! ließan. 1426. m der schlacht bey Außig seine tapferkeit sehen, indem? sich durch die Böhmen durchschlug, und, nebst andern, aufvas veste schloß Schreckenstein seine retirade nahm. Er gerietst«per dennoch in der feinde Hände, nachdem die besatzung Geor-§w Dieckzinski, welcher tags zuvor die partey der Taboritenheimlich ergriffen, die thore geöfnet hatte, wiewol er bald wie-der ohne ranzron auf freyen fuß gestellet wurde. Kurtz hierauf«seng er wider die Türcken in dem gelobten lande zu felde, gerietst«ver gleichfalls in die gefangenschafft, und setzte sich allererst14;;. durch die flucht in die freyheit. Seine beyden söhne!°areni.) Friedrich, welcher 4. männliche erben gezeuget,5 Vllch Albrechten, Georgen, Nicvln und Hansen, die mel-W,?" Bohmen ihren stamm fortgesetzet haben. Ewer von

Wegen' AÄrtenMstandem feindftWett

welcher einen söhn, nahmens Htldebran-

«n^soude^mÄ,^"' "Echt allein diewichtigstenGesandtschaff-ein ig?nvertrautten die entscheidung der landes-therlungLiters ,undbin 5 L? «n- ^° 7 . in dem 72. jähre seines

' welche waren: I.) Haubold,Chur-SäckgM,v"nÄim-^ Abraham auf Scharffenstem,welcheU c Rath ; ) Heinrich Hildebrand,

eines Ratk^ n-p,Hertzogen zu Sachsen dte stellekeinem an ^cc^ -^l^?n?^^üuter freund gewesen. Beypoch fünft, lebten von seinen y. söhnen

Ä««r. „s-.

e i n

241

erben verstorben, und in der Hebräischen spräche so bewandertgewesen, daß er selbige fertig reden können. Die übrigen 4.haben nachfolgende linien angeleget:

I. Heinrich, war bey dem Churfürsten August» geheimerRath, Ober-Hof-Richter zu Leipzig , wie auch Amts-Haupt-mann zu Colditz, und fieng die Sanftste linie an, so von demin dem Amte Borna gelegenen gulhe Saus den nahmen hat.Heut zu tage wird sie die Anhaltische, wie auch die Reformirtelinie genennet. Seine söhne waren: Georg Heinrich aufSa-lis, sind Heinrich Hildebrand auf Schweinsburg; dieser hin-terließ 4. söhne, von denen der vierte, gleiches nahmens,Schweinsburg verkaufte, und Zchöpperiz erhandelte, wel-ches quth aber sein söhn Haubold veralienirt, und Vatterode indem Mannsfeldischen an sich gebracht, woraufdeffen nachkom-men noch heut zu tage floriren. Obgedachter Georg Heinrichwar anfangs Chur-Sächsischer Rath, wie auch Präsident derStifter Zeitz und Naumhurg; doch weil er sich zu der Reformir-ten religion bekennete, und darüber in vielfältige Verdrießlich-keiten fiel, so verkaufte er seine in Meisten gelegene güther, undbegab sich nach Nürnberg, von dar in die Ober-Pfaltz, (wo-selbst er m einem Pfleger der Grafschafft Chamb bestellet wurde)und endlich an. 1614. in das Fürstenthum Anhalt, da er dennzugleich Fürstlich-geheimer Rath und Regierungs-Präsident zuBernburg worden, und an. i6;8. indem 8;. jähre seines alterSverschieden. Von seinen söhnen kam Georg Haubold, Anhäl-tischer Hofmeister, in der Saale um; der altere aber, Hein-rich Friedrich, Fürstlicher Rath und Hofmeister, hinterließ r.söhne: i.) Wolf Curt, Anhaltischer geheimer Rath und Hof-meister , starb an. 1691. ohne erben; 2.) August Ludwig, ge-heimer Rath und Cammer-vireÄor zu Bernburg, wie auchAnhältischer gesamter Rath, starb an. 1707. Des letzter» söh-ne find (a) Gustav Wilhelm, Casselischer geheimer Rath, wel-cher an. 1714. die Freyherrliche wurde erhalten, (b) LudwigChristian , so sich in Heßische kriegs-dienste begeben, (c) VictorAugust.

II. H-ubold, Chur-Sächsischer Cantzler und Ober-InipcÄorder Cvnsistorien, legte die Scharffenftemische linie an, so vondem in dem Amte Wolckenstein gelegenen schlösse Scharffenstemden nahmen bekommen. Er starb an. 1592. und hinterließsöhne: 1.) Heinrich Abraham, Chur-und Fürstlich-Sächsischergeheimer Rath, starb an. 1610. ohnvererbt; 2.) Georg Hau-bold gieng auch ohne erben ab ; ;.) Heinrich Hildebrand,Chur-Sächsischer Rath , Vice-Ober-Hof-Richter zu Leipzig,und Ober-Steuer-Einnehmer, hatte 2. söhne: 0 ) RudolphHaubold auf Wolckenberg, starb an. 1654. dessen söhn HansHaubold, Herr der Erb-und Standes-Herrschafft Seidenberg,auf Wolckenberg, Ehrenberg, Löbichau, Reibersdorff undGörsdorff, war an. 169;. bey der verwittibten Churfürstin zuSachsen Obrist-Hofmeister, und hat mit seiner gemahlin, ei-ner von Rumor, 2. söhne gezeuget, Johann Georgen undKay Rudolph Haubolden, welche an. 171z. eine reise in frem-de länder gethan, und nach ihrer rückkunft Königlich-Polnischeund Chur-Sächsische Cammer - Juncker worden, (b) Hein-rich Hildebrand auf Scharffenstem, Chur-Sächsischer gehei-mer Rath und Appellations - Präsident, hatte;. söhne, diewaren 1.) Heinrich Hildebrand aufLumpzig und Hohenkirchen,Fürstlich-Sächsischer geheimer Rath, und Cantzler zu Alten-burg , wie auch Landschaffts - llirecior, nachdem er vorherMerseburgischer geheimer Rath und Cantzler gewesen; 2.) CurtHeinrich auf Weißbach, Dietersdorff, rc. Königlich-Polni-scher und Chur-Sachsischer geheimer Rath und Cammer-Prä«sident, starb an. 1712. und hinterließ einen söhn, nahmensCurt; z.) Haubold Abraham, Anits-Hauptmann zu Stoll-herg und Grünhayn, der ebenfalls einen söhn gezeuget.

III. Hildebrand, Chur-Sächsischer Land-Rath und Ober-Steuer-Einnehmer , stiftete die Gnandfteinische linie, welchevon dem schlösse Gnandstein, in dem Amte Borna gelegen, alsogenennet worden. Bey seinem an. 1598. erfolgten tode lebten sei-ne drey söhne: 1.) Hans aufPrießnitz, welcher Heinrichen hin-terließ ; 2.) Hildebrand aufGnandstein, Chur-Sachsischer Land-Rath und Ober-Steuer-Einnehmer, dem drey söhne, ziem-lich Hildebrand, Heinrich und Alexander, gebohren worden ;z.) Abraham; dessen Nachfolger, Curt, Fürstlich-SächsischerMagdeburgsscher geheimer Rathund Hof-Marschall, hatte ei-nen söhn gleiches nahmens mit ihm, welcher ss 0. voeior wor-den , die vatterlichen bedienungen erhalten, und an. 1668. daszeitliche gesegnet, nachdem er einen tractat äs keMlibus herausgegeben , und an seinem söhne, Heinrichen, Chur.SächsischenAppellatrons-Rath, viel freude erlebet hatte.

IV. Abraham, auf Syra und Hopfgarten, war ein ge-lehrter Herr, und stiftete die von dem in dem Amte Borne ge.legenen guth Syra benennte Syrische linie. Er starb an.1598. Von seinen drey söhnen setzte der jüngste, Hans Hau-bold , seine linie fort, und ward ein vatter von 9. tochtern undn. söhnen, von denen aber nur ein einziger ,nemllH Jnno-centius, ihn überlebet, und an. iS;-. als Chur-SachsischerHof-und Appellations-Rath, das zeitliche gesegnet hat. Seinesöhne waren 1.) Haubold, der an. ^12. als Königlich-Pol-nischer und Chur-Sächsischer geheimer Rath, Ober-Steuer-vireüor,md Kreis-Hauptmann m dem Ertzgeburge und Voigt,lande, im 72. jähre seines alters Morden; ».) Jnnveentius,

A v«