Band 
Dritter Theil. D - Ha.
Seite
242
JPEG-Download
 

242

e r n

der durch einen zufall sein gesichtc verlohr; ;.) Conrad; 4.)Heinrich; 5.) Christoph Jnnocentius. Leckmanns Anhalt, hist.?. Vlll. p. 2n. Meißnische land-chron.p. 174 -

xrollr. lVliln. snnul. 8sx. T'-eot-a/ak. Hußiten-kkieg, ?. I.

p.Weingartens Fürsten-spiegel, x. 261.

ikeatr. 8sx. p. 7z. miscel. it. exir. Xegn. Lok. Gpan-

gendergs Adel-spiegel, ?. II. Milk. üuer. nobil.

Einstedlen, lat. Lremus Helvetiorum, Marien-Einsiedeln,ist eine Fürstliche reiche Abtey, Benedrctmer-ordens, in demCanton Schweitz, rechter hands des Syl-flusses, gelegen, vonderen anlas und Ursprung folgendes erzehlet wird: Es habenemlich im ansang des 9. Look gelebet Berchtolf, ein Graf imSulgow in Schwaben, dem ferne gemahlin einen söhn geboh-ren, nahmens Meynrad; wer! sie ihn aber GOtt in geistlichenstand verlobet habe, sey er m das kloster Reicherm» gethan wor-den , allwo er auch den orden angenommen. Es stunde ihmaber sein sinn und gemuth zu einem einsamer» und gantz abge-sonderten leben, derohalben er sich auch aus dem kloster be-geben , und auf dem Etzel (so ein gegen Rapperschwyl übergelegener berg rst) eine Hütte gebauen, darinnen er etlichejähre gewöhnet. Endlich aber begab er sich in den finsternwald im lande Schweitz, wo nun das kloster stehet; obschonnun dieses eure grausame Wildnis war, so bekam er doch vonden land-leuthen am Zürich-see öftere besuchungen, nöthigehulffe, nahrung und beysteuer, und brachte also sein leben zubis an. 861. da er von zwey Mördern zu tobe geschlagen wor-den, welche darum zu Zürich ihre verdiente strafe empfan-gen , des Meynrads eörper aber wurde in die Reichcnau ge-führt , und allda begraben. Seine gehabte zelle im finsternWalde blieb öde bis an. 92;. da ein Dom-Vecsnus des hohenStifts Straßburg, Eberhardus genannt, aus ebenmäßigerliebe zum Einsiedel-stande, an den ort gekommen, und, mithulffe und beysteuer der land-leuthe , nicht nur des St.Meynrads zerfallene zelle wiederum hergestellet, sondernauch eine capelle darbey gebauet. Es soll auch ein andererEinsiedler, Benno oder Bernhard von hoch-edlem Burgundi-schem geblüte, wie auch Gregorius, ein Königlich-EnglischerPrintz und bruder Ediths, der gemahlin Kaysers Otto I. zuihm dahin gekommen seyn, daher des klosters chronicken sieunter die ersten Aebte setzen, deren ordnung folgende ist:

1. Benno, war vorher ein Dom-Herr zu Straßburg, undkam mit Eberhard an diesen wilden ort, wurde aber an. 92;.Bischoff zu Metz.

2. Eberhard, unter diesem wurde die capelle an. 94;. vonSt. Conrad, Bischoffe zu Lostnitz, oder, nach aussag der Ein-siedler - chronick, von unserm Heylande selbst eingeweyhet, der-gestalt , daß er allda die messe nach aller form gelesen, unddie heilige Jungfrau Maria, samt allen Aposteln und Mär-tyrern , auch eine grosse anzahl Engel bey sich gehabt, welcheihm dabey gedienet. Ein gewisses buch, intitulirt: vs 8ecrs-t!8 8screwrum; welches einige Bischoff Conraden von Costnitzzuschreiben, der noch vor ende des X. ftsLuIi gelebet, weisetsogar die besondere Verrichtungen , welche jeder dabey ge-habt , und die orte, wo sie gestanden. Was davon zu hal-ten, ist nicht nöthig, hier zu erörtern; gewiß ist, daß dieseeinweyhung, welche gemeiniglich die Engel-rveyhe genennetwird, noch heut zu tage alle jähr pfleget gefeyert zu werden.Wer die fache etwas genauer untersuchen will, kan die hierüberzwischen Augustino Redina , vscsno , und hernach Abt zuEinsiedlen, und dem Zurichischen Tkeologo, Joh. Hein-rich Heidegger, gewechselte schriften, die langst in offenem-ruck sind, aufschlagen.

;. Gregorius, sein schwager Kayser Otto I. und seine zwey-te gemahlin Adelheid, haben dieser Abtey den ersten ansanggegeben, und selbige mit einkünften, leuthen und guthern,reichlich begäbet, der meynung, daß die mit vielen söhnenbeladene Fürsten , Grafen und Herren , ihre söhne chareinthun, und also selbige und die übrigen besser versorgen möch-ten. Es haben auch die Papste den ort mit trefltchem ab-laß begnadiget; wie nicht minder die beyden Hertzoge inSchwaben , Hermann und Burckard, grosse steuer an daskirchen-gebäu gethan, nebst noch vielen andern Herren undFürstinnen, also, daß das kloster bald reich worden. Grego-rius starb an. 996.

4. Wirandus, Graf zu Wandelburg und Rapperschwyl,starb an. 1026.

5. Embncus , Freyherr von Abensperg, starb an. io;r. Un-ter diesem ist das kloster verbrannt.

6. Hermannus, Graf von Winterthur, starb an. 106;.

7. Henricus I. Grafvon Stellingen, starb an. 1070.

8. Selinger , Freyherr von Wollhusen, starb an. 1094.Dieser verließ seine ehefrau, und gieng ins kloster. Er gab dieAbtey an. 1090. wiederum auf.

9. Rudolphus l. Grafvon Rapperschwyl, starb an. nor.

10. Gero von Froburg, starb am 1122. Dieser hat diesogenannte teufels-brucke über die Syl bauen lassen.

11. Werner!. Grafvon Lentzburg,, starb an. H42.

r2> Rudolph 11. Landgraf von Stulingen , starb an. 1171.Bey dessen wähl gab es grossen Zwiespalt zwischen den Mon.chen, ihrem Kasten-Vogt, dem Grafen zu Rapperschwyl, undden wald-leuthen zu Einsiedlen. , ^ ^

iz. Wanmus, Graf zu Rapperschwyl, dieser ward m dem

e i r

zweyten jähre nach feiner erwehlung auf begehren des Capituksvom Kayser Friedrich I. vertrieben.

14. Werner III. Graf zu Toggenburg. Dieser war, demZwiespalt im kloster zu steuren, an. 117;. vom Kayser FriedrichI. gesetzet im kloster zu Seckingen. Er übergab die Abtey an.1192.

1;. Ulricus l. em Graf zu Rapperschwyl. Dieser hat übelhaus gehalten / darum er auch an. 1206. entsetzt worden.

,6. Berchthold, Baron von Waldsec. Unter diesem ist derlangwierige marchen-streit mit dem lande Schweitz ausgemachtund beygelegt worden, an. 1217.

17. Conrad, Graf von Thun, starb an. 12; 4. Unter die-sem ist die kirche und kloster , zusamt dem archiv, an. 1226.kläglich verbrannt.

18. Anselmus, Baron von Schwanden , starb an. 1267.Dieser erhielte, der erste unter den Prälaten, die inful vomPapst Jnnocentio IV.

19. Ulrich II. Grafvon Winden, starb an. 1277. Dieser istder erste aus den Prälaten, so vom Kayser Rudolpho I. mitder Hoheit und würde eines Fürstens des H. Römischen Reichsbegnadiget worden.

20. Petrus, Baron von Schwanden, starb an. 1280. Die-ser ist zu Zug in einer capelle vom donner erschlagen worden.

21. Henricus II. Baron von Guttingen, starb an. 1298.

22. Johannes, Baron von Schwanden, welcher die Äbteyaufgegeben.

2;. Johannes von Hasenburg. 24. Conrad von Gößqen.

2;. Henricus von Brandts, ward an. i;;6. Bischoff zuCostnitz.

26. Marquard, Baron von Grünenberg, starb an. i;?6.Er hat Rychenburg mit aller zugehör und Herrlichkeit an daskloster gebracht.

27. Nicolaus von Guktenburg. »8. Petrus von Wollhusen.29. Ludovicus von Thierstein. Hugo von Roseneck.

; i. Burckard von Krenchingen. Dieser ist mit dem CantonSchweitz in streit gewestn , wegen des klosters Kast-Vogtey;es wurde aber derselbe vom Kayser Siegmund an. 14;zu Ba-sel vertragen.

Z2. Rudolph ö 8sxime 8anci2.

Franciscus von Hohen-Rechberg.

;4. Gerold n 8sxime 8aucis.

Conrad von Hohen-Rechberg. Unter diesem ist an. i;cw.den ;. mart. in eines Priesters Hause feuer ausgekommen, wel-ches so schnell und starck um sich gegriffen, daß es das kloster,samt dem Münster und dem flecken, in die asche geleget.

; 6 . Ludovicus Blaarer von Wartensee, starb an. 1544.

Joachimus Eichhorn von Wyl, starb an. 1569.

; 8 . Adamus, Herr von Rapperschwyl. Er gab die Abteyan. i; 8 ;. wiederum auf; unter ihm ist an. i;7;. abermal kir-che , kloster und flecken, bis an zwey Häuser verbrannt.

;9. Ulricus Wittweiler von Rorschach, starb an. 1600.

40. Augustinus Hofmann von Baden, starb an. 1629.

41. Placidus Reymanu von Einsiedlen, starb an. 1670. ^

42. Augustinus Reding von Biebereck, von Schweitz, starban. 1692.

4/ Raphael Gottraw von Freyburg in Uchtland. Er gabdie Äbtey auf an. 1698.

44. Maurus, Freyherr von Roll, von Solothnrn, lebtenoch an. 1706.

4;. Thomas Aquinas Schenckli, von Wyl im St.Gallischen /ward Abt an. 1714. „

46. Nicolaus äe Kuxe, im feld, von Unterwalden, wardAbt an. i?i 4 .

Die Kast-Vogtey dieses klosters hatten anfänglich die benach-barte Grafen von Rapperschwyl. Nach deren abqang ist sie a»das Haus Habspurg gekommen, dahero die wald-leuthe zu EM-siedle», dem Hertzoge Leopold von Oesterreich zu hulffe, an-izi;. mit in der Macht am Morgarten , wider die drey lan-der, Ury, Schweitz und Unterwalden , gestritten, nachdemjahrs vorhero die von Schweitz das kloster überfallen, geplnmdert, alle gefundene briefe und urbarien verbrannt, auch dcdAbts Vicarium mit allen Conventualen gefangen hinweg Eführt hatten. Hernach an. 141;. da im Costnitzer-OpncllmErtz-Hertzog Friedrich in die acht und bann fiele, und aller 'ei-ner länder beraubet worden, hat der Canton SchweitzsoNKast-Vogtey an sich gezogen, und deswegen an. 1424. Kavtaliche briefe ausgebracht, welche conceßivn der Kayser an. l4)4'zu Basel bestätiget hat. üb. VI. p. 165. leg.

annal. Lmüelll. Helv. x. 40;. *

* Eiras, ein gebürge der Messenier, aufwelchem diese En. jähr wider die Lacedämonier beschützet. Dann nach ew/Macht, welche die Lacedämonier gewonnen , verschantzteAristomenes auf diesem berge, und vergnügte sich nicht am'eid feindabzutreiben, sondern griff sie noch an, und beunruM,te sie mit vielfältigen ausfällen. Und obschon endlich Aristoma'gefangen genommen worden, so fuhren doch die MeM"-'-nicht minder fort, sich tapfer zu wehren, und da sich Arwmenes durch die flucht wieder frey gemachet, so hielt er dre ss §lagerung noch etliche jähre aus. Endlich aber, in dem ea >jähr der XXVII. 01 >mp. 668. jähr vor Christi geburt,, bem^sterten sich die Lacedämonier des Platzes. , m m

leiüscir.