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^Eisdorf, ein flecken und gerichts-stuhl im Amte Lützen ,vas zum Stift und Bißthum Merseburg gehöret.
* Eisen , (Carolus Christophorus) war zu Nürnberg an.^49. den 26. may gebohren. Als er zu Jena, Straßburg und«vasel die Medicin studiret, und an dem letztem ort an. 167;.ven graäum voÄoris angenommen , wurde er im folgendenMr in das Lollssmni Usäisorum in seinem vatterlande auf-genommen , und erhielte an. 1680. die stelle eines Stabt-kst^-ULl zu Culmbach. Er starb an der schwindsucht, den z. febr.an. 1690. und schrieb: cls ksciente Nelansboliso L Nllnikoo ;us 8uppre6:onc Äenstum enrumgus excretions per aurem«nistkLm; cls Lornste lomnolenw. Le«rco/r.
. Eisenach, lat. Ilenocum, eine stadt und Fürstlich-Sächsi-sche restdentz in Thüringen, an der Heßischen grentzc, an demW Nessa, bey dem Thüringer walde, soll von der Heydni-ichen gottin Isis den nahmen haben, welche, wie man sagt,vonvm alten Schwaben und Thüringern verehret worden; allein,andere verwerffen solches, und führen den nahmen vielmehrvom eisen her, dessen vor alters hier viel geschmiedet worden,wre auch noch heutiges tages an einigen benachbarten orten ander Ruhla geschiehet. Christian Juncker hält nicht unrecht da-vor , Eisenach habe stinen nahmen von dem fluß Nassa oder Ni-st / woran es liegt , und sey nur durch gewohnheit vor Niffe-nach, Jftuach, oder Eisenach, ausgesprochen worden. DieZegend um Eisenach ist bergicht, und sonderlich gegen mittagvcstndet sich der Enselberg, welcher das höchste geburge in Thü-^ngen ist. Die luft allhier ist gesund , und der boden ziemlichmichtbar, doch mehr an Hopfen, als an acker-bau und wiese-^achs. Wer zu erst die stadt erbauet, davon ist keine nach-geht/ wiewol man sie für eine der ältesten städte in Thüringenvalt, und soll sie allvereit an. 450. eine namhaffte stadt gewesenpdu, allwo der Hunnen König Attila mit seiner armee sollst'st gelegen, und einen grossen land-tag ausgeschrieben, auchmit des Thüringischen Königs Güntheri tochter, Grimmhild,orylager gehalten haben; welches aber von andern als fabel-derworffen wird. Nach der an. 909. zwischen Burchar-e>em letzten Hertzoge der Thüringer, und den Hunnen all-gehaltenen schlacht, darinnen gedachter Hertzog geblieben,> e Etstnach, welches damals an dem Petersberge zwi-Neffe und Hörsel gestanden, samt zwey kir-enmn kloster, nebst andern Thüringischen städten ver-Hstrauf hat Graf Ludwig zu Thüringen undder Springer, das alte gemäuer und diesteust der ^stocken stadt über die Hörsel bringen lassen, undstM zri bauen , auch selbige mit einer ring-mauer zuumfangen, angefangen, welches an. 1070. soll geschehenD - da denn em legliches dorf, so unter Graf Ludwigen/ em stuck an der stadt-mauer bauen müssen. An.hat man dre stadt Etsenach auch innwendig zu bauen an-gefangen, da denn dre rmwohner aus dm benachbarten dör-Stiche "t den vorhergehenden kriegen verwüstet worden,AM drese neu-erbauete stadt gezogen, und daselbst bürgerworden. An. i2?9. rst von der Hertzogin Sophia von Bra-emrathen Hertzogs Alberti von Braunschweig, derMr MarggrafHeinrichen zu Meisten, so damals das schloßWHburg rnne gehabt, krieg gefuhret, ein schloß an der mit-Machtrgen serte der stadt erbauet worden, welches man die^renime genennet, weil man daraus die bürger im zäum zuElen gedachte, daß sie sich nicht an MarggrafHeinrichen vonjWssen ergeben sollten. An. izo6. wurde dieses schloß vonx^ ourgecn ju Eisenach abgebrochen. Als sie sich aber 2. jähr^guf an ihren Erb-Herrn, Landgraf Friedrichen, ergebenlösten, haben sie es wieder aufbauen müssen. Das Fürst-' we schloß, so vor diesem der alten Landgrafen in ThüringenL^'hof und amt-haus gewesen, darinnen sie sich , wenn sie inUsstadt etwas zu thun gehabt, aufgehalten, da sie sonst aufEinschloß Wartburg residirt, ist an. 1(96. und 1597. andersrrvauet und erweitert worden, und hat an. 1598. Hertzog Jo-Wnes Ernestus der ältere seine Hofhaltung von MarcksuhlWer verleget. Als er nun an. is;8. ohne linder gestorben,W Hertzog Albertus, ein söhn Hertzogs Johannis zu Weimar,sitz genommen. Als aber auch dieser an. 1644. ohnegestorben, hat seines bruders Wilhelmi zu Weimar an-Adolphus Wilhelmus, seine restdentz allhier gehabt,b-u '668. ohne posterität mit tobe abgegangen,
Arav!A,,ki^-.?ruder, Johannes Georgius, an. 1671. vonlin?e §Ä!L 5 Gegeben, von welchem die jetzige Eisenachische4 MöÄemL' Es sind sonsten um Eisenach vor alters nochvura gewesen, als die Wartburg, die Eifenacher-
aber die - ,Ä^er ocrauenburg und der Mittelstein, davonben. ^Das kriegen ums jähr 1260. zerstöret wor-
deniienwen ^rlburg aber ist noch geblieben, und von
Die stK hat a?osse'»V.k^ mit Luthero daselbst begeben,vorigen witen nebst schoren, und in den
An. L 7 !ua llnd «nd klöster allhier gewesen,theil der stadt" in Mauser, und fast das dritte
auch an 16^ ^ worden. Desgleichen hat sie
de LandgrafÄinr?ck erlitten. An. 1248. wur-
Fridericum ii und Hessen, der wider
Naben. nch aufgeworffen worden, allhier be-
Slvn empov^nnss ben Vrfolater^^bier die Lutherische reli,Hitler. landes-visitation an.
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izrg. ließ Churfürst Johannes zu Sachsen die Catholischegäntzlich abschaffen. An. i?; 6 . wurden viel GeistlichenachEisenach verschrieben, sich wegen des streits v. Georgii Majo-ris, von den guten wercken, zu unterreden. An. 1704- wurdedie bisherige land-schule mit einem, 8 smingrio Isteologico ver-sichert , und an. 1707. zu einem Fürstlichen Lymnssto Illullrigemacht, , cls lVlgrcbion. Uistiiss. äs nr-
bib. Gpangenbergs Sächsische chron.
Ls. Thüringische chron. sn-
rig. Mur. Ilb.n. c.;. und im bericht von Landgraf Heinrichin Thüringen , rc. copogr. 8iiX. super. kiiior.
Iken. O/ea^r, s^ntagma rer. Iliur. ;6. Leg. anmerck»
Über Toppii Historie von Eifcnach, rc.
s Eisenach. Die linie der Hertzoge von Sachsen-Eisenachist von dem Hertzoge Johann Georgen, Hertzog Wilhelms hm-terlassenem dritten söhne, der an. 16^4. den 12. jul. zu Wei-mar zur weit kam, angelegt worden. Nach des vatters tode(bey währender communen landes-regierung) bekam er zu sei-nen einkünften Marcksuhla und andere zugeschlagene stücke aßi«gnirt. Nach dem tode seines bruders Adolphi Wilhelmi, unddessen letzten Printzen zu Eisenach und dem Altenburgischen an-fall aber erhielt er in der an. 1672. im monat julio gemachtenHaupt-theilung des Weimarischen Hauses die Eisenachischelandes-portion oder Fürstenthum, wo er auch eine besonderelandes-regierung anstellete, die wichtigsten angelegenheiten aber,als Reichs- Kreis- und andere zum allgemeinen interesse dienen-de fachen , blieben unter dem virsÄorio des ältesten Commun.Er vermählte sich an. 1661. mit Johannetten, Graf Ernsten zuSayn und Wittgenstein tochter, und Landgraf Johannis zuHessen-Braubach wittwe, dahero auch ein gut theil der Graf-schafft Sayn an die Sachsen-Weimarische linie kommen. Erthat an. 1677. einen zug, als Kayserl. General-Feld-Marschall,in Elsaß, und starb an. 1686. den 9. sept. unweit dem jetzigenjagd-und lust-hause Wilhelmsthal an einem schlag-fiuß. Seinehinterlassene gemahliu aber folgte ihm erst an. 1701. den 28.apr. zu Jena. Unter ihren kindern ist die Printzeßin EleonoraErdmuth Louisa, erstlich an Marggraf Joh. Friedrich vonBrandenburg-Anspach , nach dessen tode aber an. 1692. anChurfürst Jöh. Georg IV. von Sachsen vermahlt worden, undden 9. sept. an. 1696. in Pretsch gestorben. Friderica Elisabeth»wurde an Hertzog Georgen von Sachsen-Weissenfels den ».jan. an. 1698. verheurathet, und an. 1712. zur wittwe. PrintzJohann Georg II. folgte dem vattev in der regierung, wollteaber seinen bruder nicht mit dazu lassen, sondern als appana-girt tractiren, weil der vatter das Jus primoZeniwrL eingefüh-ret , daher nicht geringe mißhelligkeiten entstunden; er aiengaber an. 1698. ohne erben ab, und hinterließ Sophiam Char-lottam, Hertzog Eberhards zu Würtemberg tochter als wittwe,die bis an. 1717. zu Alstädt residirt, da sie gestorben; HertzogJoh. Georgs bruder, Johann Wilhelm, fuccedirte darauf inallen Sachsen-Etsenachischen landen. Er war als andrer Zwil-ling seines bruders Maximiliani Henrici , welcher den 17.oct. an. 1666. gebohren, und den 22. jul. an. 1668. gestorben,auf diese weit kommen, hatte anfangs, wie gedacht, mit sei-nem bruder, dem vorher-regierenden Hertzoge, Joh. Georgen II.einige mißhelligkeiten, weil dieser ihn, vermöge des von dem vat-ter eingeführten.juris primoZenimrL, nur mit einem gewissenverordneten depntat und appanage abweisen, und nichts weiter,als das Amt Alstädt einräumen wollte, womit er zwar nichtwohl vergnügt seyn können, jedoch endlich, weil man gesehen,daß Hertzog Johann Georg ohne leibes-erben gewesen, mitweiterer prätension angestanden ; zu dem setzte ihn die Mutter,eine gebohrne Gräfin und Erb-tochter von Sayn, zu einer er-götzlichst in ihrem antheil der Grafschafft Sayn zum erbenein, worauf er auch eine zeitlang die restdentz in gedachter Graf-schafft zu Altenkirchen genommen, bald aber wiederum nachAlstädt zurück gekehret, und allda Hofgehalten, bis er an. 1696.am 2z. dec. durch einen gewissen getroffenen vergleich das Amtund stadt Jena mit aller zugehörde erhielte, allwo er sich auchan. 1697. im mertz hingewendet, und die regierung angestellet,welche er allda so lange geführet, bis er aufdas erfolgte abster-ben seines bruders in dessen landen völlig fuccedirte, da er dennseine restdentz nach Eisenach verleget hat. So hat gedachterHertzog auch unweit Eisenach einen schönen und grossen ihrer,garten nebst einem angenehmen lust- und jagd-hause mit grossenkosten angeleget, wo sich die Hofstatt des sommers öfters auf,zuhalten pfleget. Jetzt regierender Hertzog besitzet an land undleuthen folgende stucke: i.) Stadt, restdentz und Amt Eisenach.2.) Stadt und Amt Creutzburg, Gericht Marcksuhl und Bur-ckersrode. ) Amt Gerstungen und Haus-Breitenbach. 4.)Das Amt Creyenberg oder Tiefrnvrt. Das Amt Riuglebenund Groß-Rudestett, item die Voqtey Schwansee. 6.) Stadtund Amt Alstädt. 7. ) Stadt und Amt Jena, item Amt Bur-gau und städtlein Lobeda. 8.) Das Amt und schloß Lrechten-derg mit der stadt Ostheim , und anders / so zum Fürsten,thum Eisenach gehörig. 9.) Das Amt Kalten-Norbheim.r°.) Das Forst-Amt Zillbach, so beyde zum Furstenthum Hen-neberg zu rechnen sind. n.) Das schloß, Amt und stadt Al,tenkirchen. 12. ) Die veste und Amt Freusberg. 1;.) Dasschloß, Amt und flecken Friedewald. 14. ) Das Amt Bendorfzum theil, alle 4. in der Grafschafft Sayn liegend; dieserwe-gm führet auch Eisenach das besondere Sachsen-Eisenachische
X r Reichs-