Band 
Dritter Theil. D - Ha.
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Reichs-und Kreis-votum, und concurrirt reff. bey den Fürst-lichen Hennebcrg-Schleusingischen, wie auch Graflich-Saym-fchen voüs. Hertzog Ioh. Wilhelm hat sich vier mal vermahlt,i.) An. 1690. mit Ämalien, Fürst Wilhelm! Friderici zu Nas-fau-Dietz tochter, so an. 1699. gestorben. 2.) An. 1697. mttChristina Julian«, Marggraf Caroli Gustam von Baden-Dur-lach tochter , so an. 1707. im kindbeth verschieden. 9.) MitMagdalena Sibylla, Hertzog Johann Adolphs zu Sachsen-Weissenfels Printzeßin an. 17°«. welche an. 1726. dreses zeitlichegesegnet hat, und 4. ' mit Maria Christian« Felrcitas, GrafJoh.Caroli Augusti zu Leiningen-Hlldeshelm tochter, und Marg-graf Christophori von Baden-Durlach wittwe. Mit der erstenhat er gezeuget i.) WilhelmumHenricum, gebohren an. 1691.den io. nov. welcher sich das erste mal vermahlet an. 171;. mitAlbertina Julian«, Fürst Georgii Augusti Samuelis von Nas-sau-Jdstein tochter, und als diese den io. oct. an. 1722. mit todeabgieng, das ander mal den 9. tun. an. 172;. mit Anna So-phia Charlotta, Marggraf Alberti Fnderici von Brandenburglochten -.) Albertinam Johannettam, gebohren an. 169;.den 28. ftbn und gestorben den 1. apr. an. 1700. Mit der an-dern i.) Ioh. Anton. Julianam, gebohren an. 1698. denz i.jan. so an. 1721. an Hertzog Johann Adolph zu Sach-sen'Weissenfels vermahlet ivorden, und den 19. apr. an. 1726.gestorben ist. 2.) Carolinam Christinam, gebohren den 19. apr.an. 1699. so den 24. nov. an. 172;. an Carolum, Landgrafenvon Hessen-Philippsthal und Französischen General-Lieutenantvermählet worden. ) Antonium Gustavum, gebohren den12. aug. und gestorben den 5. oct. an. 1700. 4.) CharlottamWilhelminam, gebohren den 27. tun. an. 170;. ;.)Joh. Wil-hclminam Julianam, gebohren den io. sept. an. 1704. und ge-storben den9. jan. an. 1709. 6 .) Carolum Wilyelmum, ge-bohren den 9. jan. und gestorben den 24. febr. an. 1706. 7.)Carolum Augustum, gebohren den 10. jun. an. 1707. und ge-storben den 21. febr. 1711. Mit der dritten r.) Ioh. Magdale-uam Sophiam, gebohren den 19. aug. an. 1710. und gestorbenden 26. febr. 1711. 2.) Christ. Wilhelminam, gebohren

den9. ftpt. an. 1711. 9.) Ioh. Wilhelmum , gebohren undgestorben den 28. jan. 171;. Er selbst starb den 4. jan. an. 1729.Ihm folgte sein söhn Wilhelmus Henricus. Geneal. Handb.

* Eisenacher Burg, ein wüstes aber vor zeiten vestes berg«schloß in Thüringen bey Eisenach gelegen, welches Hertzog Al-bertus von Braunschweig als Vormund Henri« aus Brabantan. 1299. aufführen ließ, und damit die Wartenbnrg einschlies-sen wollte. Ehe es aber völlig zum stände kam , wurde es nochin demselben jähr von Henrico Illustri, Marggrafen in Mis-sen , zerstöret. An. i6;o. haben noch 2. grosse hohe thürne ge-standen, wovon man noch die ruäera siehet. Melisantes, schau-platz denckwürdiger geschichten, wm. I. n. 12. x. 91.

Eisenärtz, ist ein grosser marck-flecken in Ober-Steyermarck,nicht weit von Marienzell, westwärts gelegen. Es befindetsich daselbst ein sehr berühmtes eifen-bergwerck , dessen verrath,wie einige vorgeben, zulänglich seyn soll, gantz Teutschland mitdiesem metall zu versehen.

Eisenberg, eine stadt und Amt im Osterkande, zwischenZeitz und Jena gelegen, und znm Fürstenthum Altenburg ge-hörig. Es soll vormals eine Grafschafft gewesen, auch die stadtvon Marggraf Ottone zu Missen und Laußnitz, Heinrichs II.söhn, mit einer mauer umgeben worden seyn. In hiesigemschloß hat Hertzog Christian , Ernsts des frommen von Sach-sen-Gotha söhn, residirt, der aber den 28. apr. an. 1707. ohnemännliche erden verstorben. Seine landes-portion, so er amFürstenthum Altenburg gehabt, und in stadt und Amt Eisen-berg , Stift Laußnitz, Amt und stabilem Ronnenbura, Amtund städtlein Camburg, Amt und städtlein Roda bestanden,ist durch gewisse vertrage an Hertzog Friedrich von Sachsen-Gotha kommen , welcher den Lori-8uccessoribu8 und übrigeninteressenten anderweitige, sonderlich durch die Sachsen-Co-burg- und Römhildischen anfäüe, satisfaction geben muffen.

Eisenberg, ein schönes berg-schloß, nebst einer darzu ge-hörigen Herrschafft, in dem Satzer-Kreise in Bohmen, einemeile von Commotau, nahe an den Meißnischen Ertz-gebürgi-schen grentzen gelegen. An. 1499. gelangte es an Cuntz vonKauffungen, welcher daher» die entführte Sächsische Printzenhiehcr in Verwahrung bringen wollen. Heut zu tage gehö-ret es dem Hause Lobkowitz. orig. 8sx. Üb. VII.

x. 770.

Eisenberg, siehe Corbach.

Eisenburg, Vaswar , Lassrum ksrri, eine kleine stadt,nebst einem schloß, m Nieder-Ungarn an der Raab gelegen.Sie wurde von Maximilians I. nach Matthiä Corvini tode,vergebens belagert. Von ihr hat eine gantze Gespanschafft,so zwischen dem Rabcr, Vesprrner und Salader Comitat, undden Steyerischen und Oesterreichischen grentzen lieget, den nah-men, lat. Lomitatus LastrirerrieE. isr. Run§.

Ilb. III. tox. Uung.

Eisenburg , siehe Ruffach.

Eisengretn, (Guilielmus) Lsnonicus zu Speyer in seinemvatterlanoe, lebte in dem XVl, fTLulo. Er schrieb LentenariosXVI. coniinents8 äsfcripiionsm rsrum msmorabilium in ssc-clella contra N^ckiam placium Ill^ricum ; so d«NN auch einechronick von Speyer, bis auf das jähr i;;6. rc. *

Etftngrein, (Martin) von Stuttgard im Würtembergischmgebürtig, war ssbeoloxike OoÄor, und Vice-Cantzler der Aca->demie in Jngolstadt, und starb an. 1978. Er war vorhero derProtestantischen religion zugethan, und hat sich in einer öffent-lichen schuft erkläret, daß er beständig bey derselben verharre«wolle, auch Vergerio glück gewünschet, daß er gleichfalls diewahre kirche erkannt habe. Allein nachgehends ist er anderssinnes worden, hat sich an. 1960. wieder zur Römischen kirchebekannt, und wider die Protestanten mit grosser Heftigkeit ge-fchrieben. Georg Liebler, khylices Professor zu Tübingen, hakihm in einigen dingen geantwortet.

* Eisenhart , (Johann) ward zu Erxleben in der altenMarck an. 164;. den 18. oct. gebohren. Nachdem er zu Helm-städt studirt, und in Nagissrum und voÄorsm loris promovjsret, ward er anfangs daselbst Professor luris extraoräinarius ,darauf Uilloriarum und koefsoz oräinarit!8 , ferner stlora»lium, Intliwrionum , Iriris criminalie, kanäessarum und Lo-ch cis , auch endlich 8enior seiner Facultät, und starb, nach-dem er sich zweyma! verheurathet hatte, am stein, an. 1707.den 9. may. Er hat Lommentsrium cle kiäe üillorica , widerChristianum Thomasium, Helmstädt 1680.1702. in 8. Inüitu-tiones IririsprucientiL OoÄrinX Generales, ib. 1689. in 4. Inül-tutioner 8cisnti» .(uris Xsturau8 in Noralia kbllofoxkisslla-«tlrins, ib. 1684. in 12. äs ssegsli Netallifoäinarrim lure,ib. i68i. in 4. äs Lfu princixiorum stloralis kkilofopki» irrZure Livili conäenäo L interpretanäo, Helmstädt 1676. in 4.Dlanum mortusm, ib. 169z. IN 4. äs Zure Uiplomatnm, ibiä.170;. in 4. ingleichen Oifpostrione« Netbväica8 XovsIIarum ,^uris crirnirmli8, kanäsclsrum L Loäicia, welches letztere nochnicht gedruckt ist , hinterlassen.

* Eisenkeck, (Emmeranus ) war zu Regenspurg an. 1972»von geringen eltern gebohren. Nachdem er zu Jena die Zumstudiret, und in Dossorsm promoviret, auch sich daselbst mitlesen und dispuciren hervor gethan hatte, ward er in seinemvatterlande Consulent, und schrieb: I)ifputarione 8 äecem aäLonfueruäins 8 feuägle 8 . Einige zeit vor seinem ende überfiel ihndie gicht dermaßen , daß er nicht reden, auch kein glied seinesleibes rühren, sondern nur ein wenig mit dem köpf nicken konnte,damit er doch aber seine bedürfnis zu erkennen geben möchte,hatte er beständig seinen diener bey dem bethe sitzen, der ihmeine tafcl vorhalten müssen, auf welcher das Lateinische undTeutsche A, B, C gestanden. Dieser hatte zugleich ein stäb-lein , damit er auf die buchstaben wiese, traf er nun den rech-ten , so winckte der voüor mit dem köpf, wo nicht, so schüt-telte er. Dieses trieb er nun so lang, bis es ein völliges Wort,-eile oder verö, oder endlich einen gantzen ssnssm ausgemacht.Bey diesem allem erlitte der patient diese beschwerlichkeit mitgröster gedult; behielte auch seinen verstand und gedächtnis un-verrückt, und verfertigte auf gedachte art sehr viel schöne Latei-nische Larmina; wie er dann ein tresticher Poet gewesen sey»soll. Er starb endlich den 9. april an. 1618.

* Eisenmenger, (Ioh. Andreas) ein berühmter kbilolo-gu8, war zu Manheim in der Pfaltz an. 1694. gebohren. Nach-dem er zu Heidelberg studirt, that er eine reise auf Churfürst-liche Unkosten nach Holl-und Engelland , wurde auch daraufgar nach dem Orient gegangen seyn, wo ihn nicht der todseines Churfürsten daran gehindert hätte. Zu Amsterdam legteer sich besonders auf die erkänntnis der Arabischen spräche, undschrieb den Alcoran aus drey exemplarien mit eigener Hand ab.Als an. 169z. die Pfaltz von den Franzosen verstöret wurde,gieng er Mit der gesamten Churfürstlichen regieruna nachFranckfurt am Mayn, und verwaltete bey derselben die stelle ei-nes ssegillratorie und ssrcbivsrü. Die erstere stelle behielte erauch nach der zeit, bey der Chur-Cantzley zu Heidelberg, undbekam endlich daselbst die krokssswnem längusrum Orientslium. Als er noch zu Franckfurt war, gaff er sein entdecktesJudenthum in zwey bänden heraus, darinnen er der Juden bos-hcit, welche er aus fleißiger lesung der Rabbinen sattsam hattekennen lernen, gründlich entdeckte. Allein die Juden würcktenbey dem Kayserlichen Hof einen dreyfachen inhibitions-beWaus, daß das buch nicht verkauft werden durfte. Endlich "eses der König in Preussen an. 1711. zu Königsberg aufeigEUnkosten wieder auflegen, und verehrte den erben des verfaßfers, nachdem derselbe bereits an. 1704. gestorben war, einengrossen theil der exemplarien, damit sich selbige einiger mästendes erlittenen schadens wieder erholen könnten. Sonst ist tMauch eine Profession zu Utrecht an Leusdenii stelle angebotenworden , welche er aber ausgefchlagen. Er hat auch an einen»I-exico Orient-äi Uarmonico gearbeitet, welches aber nicht znstände gekommen. Schudt, Jüdische merckwürdigkeiten.

* Eisenmenger, (Samuel) oder 8iäerociates, war j»Breiten in der Unter-Pfaltz an. 1994. den 28. sept. gebohren^

Straßburg und Speyer. Er schrieb eine oration äs MmoÄleäico - Äatliematicorum , und starb zu Brüssel an. lden 28. febr. Man hat ihn beschuldigt -, daß er Mit eSchwenckfeldischen rrrthümmern eingenommen sey , weöwev ,er mit Jacob» Andreä streit gehabt, davon er selbst emenricht aufgesetzt, vir. Nsä. Arnolds ketzer-hrstar«

»6.20.26. ^ ^jset^