Band 
Dritter Theil. D - Ha.
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dnmiassea gcrührct, daß er sich so bald zu dieftr opera-^.^^lrunde, ob er schon sehr betaget war, und sein leben. U auf das spiel setzte. /»/^. üb. XX.

eazar, Dinei söhn, aus Galiläa, war ein berühmter>.j"/v:ganger, welcher die flecken um Samaria herum durchUnd d^ubere^n gäntzlich zu gründ richtete und ausplünderte.

wider

E oa er endlich von den seinen zum Haupt der parteydre Samaritaner erwehlet worden, that er ihnen noch mehruberdrang an. Dieser krieg aber entspönne sich zwischen beydenParteyen aus folgenden Ursachen. Etliche Galilaer bekamenstreu mit denen von Nais, welches ein dorfwar, so auf demgrossen Samaritanischen felde gelegen, und von ihnen abhänge-»r. Die vornehmsten Galiläer nahmen sich der rhrrgen an,brachten ihre klägden für Cumanum den Landpfleger, und such-len recht bey ihm. Dieser aber, von den Samarrtanern besto-chen, nahm ihre partey , und also wurden die Galiläer abge-wiesen. Dieses ungerechte verfahren Cumam erbitterte dre Ga-llaer so sehr, daß sie sich entschlossen, das recht durch gemalt derWaffen zu suchen, und sprachen, ihre drenstbarkert sey an sichselbst schon groß genug, ohne daß sie noch durch UngerechtigkeitUnd dergleichen unbilligkeit sollte vergrößert werden. Zu demende erwehlten sie abgedachten Eleazar zu ihrem anftihrer,welcher sich mit seinem volck an die spitze stellte, die Sama-Utaner zu verschiedenen malen angriffe, schlüge, und ihnenwr land gäntzlich verheerte und ausplünderte. Und wann sichCumanus mit seiner reutercy und der übrigen RömischenWnison nicht in die mitte geschlagen hätte, sollte Eleazar mitseinen Galiläern noch weiters gegangen seyn. »mi-

stuu. .suä.

^ ' Eleazar , ein söhn Ananiä, des Jüdischen Hohenpriesters,War ein sthr verwegener und frecher mann. Er warf sichiun» Haupt einer bände auf, welche nicht besser war, als er,und bemächtigte sich mit ihnen der porten des tempels zu Je-rusalem , und geböte mit erhabener stimme, es sollten diePriester keine gaabe oder vvfer als von ihrem volck, und nichtwehr von den fremden nehmen, welches gerade der alten ge-wvhnheit zuwider lief. Die andern Priester aber, nebstden Aeltestrn des volcks und andern vornehmen eiferern für dieehre des tempels, und die erhaltung des gemeinen wesens, sa-hen wohl, daß dieses nur den Römern zum trotz geschehen,und der zunder seyn würde, einen innerlichen krieg.anzuzün-den , welches nicht änderst als durch ihr eigen blut konnte ge-dampfet werden. Deswegen widersetzten sie sich dem EleazarWerst mit guten Worten und Vorstellungen, und endlich mitgemalt. Dieses alles aber war unnütz, man muste dadurch;und Eleazar trieb fein werck fort, bis endlich der tempel zugründ gerichtet wurde, /o/ej-l-. bell. M. llb. II.

.* Eleazar, ein Jude; er war der söhn eines gewissen Simo-nis, und trachtete nach der tvranney , und wollte ein unum-schräncktes commando über Jerusalem haben, erhielt auch end-lich seinen zweck, nachdem er die ersten Hindernissen überwundenhatte. Er sammlete sich einen grossen schätz in der zeit, da dieJuden Cestii armee geschlagen, sonderlich dieweil Cestiuseben die gelber zur bezahlung der trouppen empfangen, undwit sich geführet hatte. Dieser beute wußte er sich in dem an-sang des Jüdischen kriegs treflich zu bedienen, und machte sichmu beyhülffe seines gelbes Meister über Jerusalem. Man thatvon ansang alles, was möglich war, um sich seinem vorhabenW widersetzen; aber, dieweil das geld aller orten durchdrm-M, so machte er es auch damit richtig, und bekam so vielMunde und helffer, daß er endlich ein grausamer tyrann wur-de. ,/o^z,. bell. ^uä. lib. II. L. 42. üb. IV. c. L zr.

* Eleazar , ein Jüdischer Hauptmann, in der armer Simo-nis, des sohns Gioras, welcher in das schloß Herodion ge-kommen , und die besatzung bereden wollte, diese vestung mdie Hände Simonis zu übergeben. Aber er hatte mcht so baldßmen vortraq gethan, so entrüsteten sich die soldaten dermas-Kn, daß sie ihn aufder stelle zu erschlagen gedachten. Er suchte^flucht, und dieweil die thore geschlossen waren, und er alsof0burch nicht entkommen mochteilurtzte er sich zu einemsilier hinaus, fiel aber so unglücklich , daß er sich gantz zer-schmetterte, und alsobald dengelst aufgäbe. L. Z. im. iv.

-7 * Eleazar, ein sehr tapferer und Handvester mann , welcherssch nach der einnahm der stadt Jerusalem und des tempelsür schloß Machärus flüchtete, wo er nut Änderbarer ta«

pferkelt dle belagerung wider Bassum (zugenannt Lucrlms) aus-Mlte.. Eines tages stellte er sich vor die mauren, und ruckteden Römern ihre feigheit vor; dieser unvorsichtige und unnu-^.schimpf aber wurde ihm sogleich bezahlet, dann em EgYPtr-scher soldat, Rufus genannt, gieng so geschwind und heftigauf ihn los, daß er Eleazarum m beysevn seiner leuthe leben«v»g Wegnahme, und ihn also wie er bewafnet war in Baßtherbrachte, L. ^uäsic. üb. VII. c.; 7.

* Eleazar, ein Jude und das Haupt der räuber-banden, wel-^uach der zerstörung Jerusalem sich in Massala geworffen,."ddiebelagerung wider Flavium Silvam tapfer auSgehal-

Da er aber sahe, daß der platz nunmehr bald würde

eingenommen werden, und er sich nicht mehr erweh-teraeb^ erst. viel gemalt über die gemüthrr seiner un.aV^U' daß sie sich alle ehender selbst das leben nahmen,als sich m dre knechtschafft der feinde begeben wollten. Des-

wegen metzelten sie sich unter einander sechsten auf, und sollvon allen nicht ein mann beym leben geblieben seyn. Jo/eF-ibeüum fulliÜLuin, lib. IV. esx.

Electra, eine tochter des Agamemnonis, überredete ihrenbruder Orestem, den tod ihres vatters zu rächen, welcher vondem Aegistho war umgebracht worden«

Ovräre«.

, Electra, ist in den poetischen getichten der nähme i.) ei-ner tochter des Atlantis und der Pleione, welche Corithum,König von Italien, geheurathet, und von demselben, oder,wie andre schreiben, von dem Jupiter, den Dardannm gebvh.ren. Sie soll sich zuletzt nach Samothracien begeben, unddaselbst gewohnt haben, aüwo sie von den einwohnern StrategiSund Electrione genennet worden. Oorck. Xsk. lib. IV. v.

L.) Eine tochter Oceani von der Thetis, welche nach-mals den obgemeldten Atlantem zum gemahl bekommen.

Electra, hieß vor alters ein fluß und eine stadt in Pelo-ponneso, und zwar in der landschafft Messenien, ungefehri;ooo. schritte von den grentzen der landschafften Elis und Ar-cadien, von Laconien aber noch einmal so weit.

* LIHKWL8 M8VI.L, oder die Electridischen insuln,indem Adriatischen Meer, lindem einflusse des Po-flusses, anwelchem ort Phaeton soll gesturtzet worden seyn ; man sagt, daßdaherum der ambra in Überfluß zu finden sey, und daß er daherden nahmen Lleckrum bekommen habe, oder wahrscheinlicherdie insuln deswegen Lleätrilles genennet werden. Es sollen nochüber diß statuen von Dadalo und Jcaro daselbst gefunden wer-den, und ohnfern dem Po ein kleiner see von warmen wasserseyn, daraus ein so garstiger gestanck komme, daß die vögel, soungefehr darüber fliegen, alle davon sterben müssen, und in densee fallen ; heutiges taqes sollte man diese insuln vergebens su-chen, dann sie nicht mehr da sind. äislo^i.

LLLLN 08 'VK^i<!v 8 , hieß ehemals derjenige, welcherüber die an die kirchen und klöster angebauete Häuser, die manL 1 eemo 5 /NL 8 nennte, gesetzt war, und das almosen austheilte,auch die testamente ereguirte. Älsgnu8 üleemolynsrin8 waran dem Hofe der Franckischen Könige einer von den vornehm-sten Geistlichen, und gleichsam der Bischofs bey Hofe. Ertheilte die geldcr unter die armen aus , und war Ober-Aufseher über alle Hospitäler des gantzen Königreichs. 0«

Ls.kl.LII8 , oder LLL 1 I 8 , ein zunähme des Heydnischengotts Bacchi, von dem Griechischen wort ! welchesein kriegs-geschrey und eine aufmunterung zum streit in sichhält. Bey begehung des fests OrZIu, oder der Bacchanalien,bediente man sich dieses Worts, rngleichen wenn man mit denfeinden in einem würcklichen gefechte begriffen war. OE üb.IV. metsmorpk. in krometb. ksmbson

m^tbicum p.

* Elemedin, eine Afrikanische stadt, von 1200. caminerroder heerden in der provintz Escura. Sie liegt anderthalb stun-den von Almedina gegen abend in einem thal, so mit 4. sehehohen bergen umgeben ist, weswegen es sehr kalt zu Elme-din ist. Die alten Afticaner haben sie schon aufgebauet; dieeinwohner sind von den Bereberen, aus der Iribu Alucs-molla, und zwar einem haupt-aste dieses geschlechts , welchesHassara heisset. Sie sind tapfer, und wollen überhaupt für Ade-llche gehalten werden. Doch giebt es viele handels-leuthe undhandwercker unter ihnen, und das land erstrecket sich weit,und hat Überfluß an früchten, öl und guten schäfereyen und an-dern vieh-weyden. Die stadtElemedin, welche ehedessen eine freyeRepublick war, verlohr ihre freyheit; ein Handelsmann vonFez gab den anlas darzu, dann er brachte factionen auf, underhielt dadurch endlich, daß sie sich nebst der stadt Almedinadem Könige von Fez unterwerffen musten. Sein lohn war dieGouverneur-stelle auf lebenslang,,für welches er dem Königejährlich nichts als 7000. ducaten für den tribut bezahlen mu-ste, und das übrige einkommen für sich behalten konnte,

äelLript. X. Nsrocao. tom. II. üb. III. o. 71. Ts-om,L?o,Vision. 6eogr.

^Elenus, (Hieronymus) ein Rechtsgelehrter, gebürtig auSBrabant, legte sich anfangs zu Löven auf die sprachen und Üi-terL8 eieAsmiorL8. Nachgehends, da er zu Orleans und zuParis die Rechtsgelehrsamkeit studirt hatte, lehrte er selbige ei-ne zeit zu Loven, woselbst er auch in dem Griechischen unterrich.tet, und hernach Advocat zu Antwerpen wurde, da er an.1576. noch gar jung starb. Man hat von ihm vmtribsrun,

Leu XxercitLtlonum sä fu8 Livilö üb. III.; Lnnotstionee sckInlütutiones ssuris Lsnonic! I-snceüoti Lc. bibl.

LeIZ.

*Eleocart , oder Eleochet, eine Wohnung der Araber , irrder wüste Barca in Africa; sie liegt an einem kletnensee, welchesin den sand-wüsteneyen gegen den grentzen Cgyvtl befindlichist. Man muthmasset, doch ohne daß es änderst als nur gläub-lieh kan dargethan werden, daß es das land, so dle Alter»Osli8 xsrvs nenneten, gewesen sey.

Eleonora , von Aragonien, Königin von Portugall, wardie andere tochter Ferdinandr IV. Kömgs von Aragonien,und wurde an König Eduardum von Psrtugall vermählet, wel-cher