Band 
Dritter Theil. D - Ha.
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cher sie an. 1414. zur Regenlin des ReichS hinterließ. Alleindie Portugiesen ernennten Petrum von Portugall, Hertzogvon Coimbra, zum Regenten, darüber sich Eleonora vergeb-lich beklagte, und nach Toledo begab, woselbst sieden 18.febr. an. 1445. plötzlich starb. 2V«»«»«, Üb. XX. L XXI.

<Lc.

Eleonora von Castilien, Königin von Navarra, war ei-ne tochter Henrici II. Königs von Castilien, und vermahltesich an. i;7?. den 27. May mit Carolo III., Könige von Na-varra. Als sie sich aber nachmals mit ihrem gemahl verun-einiget , begab sie sich in Castilien, da sie einige ausstände un-ter den Grossen des Reichs wider ihres bruders söhn Henri-cum III. erregte, der daher gezwungen wurde, sie auf demschlösse Roa zu belagern, und sie endlich ihrem gemahl Ca-rolo zuschickte; welcher sie mit sonderbarer großmüthigkeitaufnahm, und mit ihr 8. kmder zeugte. Sie starb zu Pam-pelona den mertz an. 1416. üb. X.

Eleonora, Königin von Engclland, war eine tochter Rai-Mlndi Berengarii V., Grafen von Provence. Sie wurde an.!2;6. an König Henricum III. von Engelland vermählt, wel-cher mit ihr Eduardum I., Edmundum, Grafen von Lanca-ster, und drey töchter, Margaretham,,Beatricem und Ca-tharinam, davon die erstere an Konig Alexandrum III. inSchottland , und die andere an Hertzog Johannem von Bre-tagne , verheurathet worden, gezeuget. Nach dem tobe ihresgemahls ließ sie sich in der Abtey zu Ambrebury als eine Non-ne einkleiden, und starb daselbst an. 1292. Sie wird vonvielen wegen ihrer klugheit und gottesfurcht gerühmt. 7§->-Lc äs , lull. äs Is krovence.

in bitt. Lnßl.

Eleonora, vderAlienora, Königin von Franckreich undhernach von Engelland , war eine tochter und erbin Wilhel-mi IX. des letzten Hertzogs von Guienne. Sie wurde an.n;?. an Ludovicum VII. von Franckreich vermählet, welchemsie dadurch das Hertzogthum Äquitanien oder Guienne undPoitou zubrachte, und ihm in währender ehe zwey töchter,Mariam und Adelheiden gebahr. («) Nachgehends, als sie ih-ren gemahl in dem zuge in das heilige land begleitete, giengsie etwas zu frey mit einigen ausländischen Printzen, insonder-heit aber mit dem Fürsten zu Antiochia, ihrem nahen ver-wandten, um ; dahero man sie beschuldigte, als wenn sie eineverbotene liebe mit ihnen unterhielte, zumal weil sie einmalvon ihrem gemahl sagte, sie hatte an ihm keinen Konig, son-dern einen Mönch. Weswegen Ludovicus, als er wieder inFranckreich kain, unter dem vorwand der gar zu nahen an-verwandtschafft, sich auf der zusammenkauft der Geistlichenzu Beaugenci an. n?2. von ihr scheiden ließ, (/-) wodurch«r aber seinem Reiche grossen schaden that. Denn gleich 6.Wochen hernach vermählte sich Eleonora wiederum mit Hen-rico , Hertzoge von der Normandie, so hernach König in En-gelland worden, und brachte demselben Guienne und Poitouzu, wodurch solcher den halben theil von Franckreich beses-sen , welches der gründ der nachmaligen kriege zwischen bey-den Cronen war. (->) Doch ward ihr dasjenige, womit sieihren ersten gemahl beleidigt, von diesem wieder vergolten.Denn Henricus II. legte sich unterschiedliche concubinen bey, undals Eleonora die partey der kinder, die sich wider den vatterempöret, angenommen, ließ sie Henricus ins gefängnis legen,darinnen sie 14. oder r6. jähre geblieben, und nicht eher, als bisnach dem tobe dieses Königs heraus gekommen. (ä) Endlichbegab sie sich in ein kloster, und starb in dem zu Fontevraudden; l. mertz an. 1204. Sie war sonst von grossem verstände,und hat an den Papst Cölestinum III., ingleichen an Henri-cum VI., Richarbum und Johannem ihre söhne, briefe ge-schrieben , welche davon zeugen können. Es werden auch ;.briefe, die sie an den Papst geschrieben, dem Petro Lleleulibeygelegt, und befinden sich m seinen wercken. O) (»)§«-

, vita Ouäovici Oralst. stb. XIII. aä an.

HZ 7 - p. ;n. c^ro». lih. III. sä ci. a.

ap. Ler/r äans 1'hist. äss Lvegnes äs koiricrs.

( H , sth. XVI. c. 27. be/Ia

Lp. , k. IV. p, Z9l. Ap. tom.

IV. P- 441 - , in cstron. acl an. 1152. n

»ror». stb. V. , »ä ä. a. ( c') st. I.

p. 124.

lib. III. c. 24. chron. äst an. 1175. (-) Ti/E-. T'».

^ gä an. nyz. in annal. tom. XII. aä an. nyz. n.

z. nsgue ry- K/e/c-«/ epist. ,26. it. 144. 14;. 146. 1^4.

, in not. äst ketr. Llelenst p. 751.

Eleonora von Oesterreich, Königs Francisci I. in Franck-reich andere gemahlin. Sie war Philippj I. Königs in Spa-nien, und Johanna von Castilien tochter, gebvhren zu Lösenden 24. nov. an. 1498. Sie hielt sich m den Niederlanden bey ih-rem bruder, dem damaligen Ertz-Hertzoge Carlen auf, und spun-ne da ein liebes-verständnis Mit dem PfaltzgrafFriedrich, ei-nem Wohlgestalten und in ritterlichen Übungen sehr geschicktenHerrn, an ; allein der von Croi, welcher an diesem Hofe al-les galt, dem Pfaltzgrafen nicht gut war, und vor rathsa-mer befand, durch Vermählung bemeldtee Prmtzeßm an denverwittlbten König in Portugall, vor den jungen Printzen denSpanischen thron von selbiger feite zu bevestigen, verrieth hast

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selbe König Carl» um die zeit, da derselbe an. 1917. stine erstereise nach Spanien thun wollte, und deswegen zu Mittclburgauf guten wind wartete. Zu allem ungiück hatte der Psaltzgrafan Eleonoren geschrieben, und ihr einige anschlüge gegeben,daß sie zurücke bleiben und ihm nach Teutschland folgen sollte,welchen brief König Carl, weil er davon Nachricht erhalten,seiner schwester aus dem busen hervor zöge, dem Pfaltzgrafenden Hof verbot, und sie mit nach Spanien nahm, da denn an.1519. die Heurath mit dem Könige in Portugall vollzogen ward,dem sie einen Printzen und Printzeßin gebohven. Nachdem sieaber an. 1521. znr wittwe worden, lebte sie in Spanien an demKayserlichen Hofe, da sich denn der Psaitzgraf «dermal vergeb-lich um ihre liebe bewarb, indem sie theils selbst als eine gewe-sene Königin sich nicht niedriger bethen wollte, theils auch derKavser mit ihr auf eine neue Lrtaats-vermählnng bedacht war.Deswegen versprach er sie anfänglich Carln von Bourbon, alser denselben auf seine feite zog, hernach aber ward sie in demMadritischen frieden an. 1526. dem Könige in FranckreichFrancisco l. zugesagt, wiewol die Vermählung wegen aller-hand darzwischen kommenden irrungen eher nicht als nach demCambrestschen frieden an. 1529. vollzogen ward, da sie mit denFranzösischen Printzen, die als geissel in Spanien gewesen wa-ren , nach Franckreich zog. Wiewol sie nun der König, demsie nicht schön und unmuthig genug war, nicht liebte, und siealso mit dieser Heurath gar mißvergnügt war, so wußte sie sichdoch mit grossem verstände in ihr fchicksal zu richten, und thatnach Möglichkeit alles, was sie zum wenigsten bey ihm in anse-hen erhalten konnte, gestalt sie denn mtttel fand, den MarschaÜvon Montmorenci zu gewinnen, der dazumal alles galt, auchsich immerdar bemuhete, zwischen ihrem gemahl und dem Kay-ser friede zu stiften, inmassen denn ihr zum theil der zu Nizzageschlossene stillstand zugeschrieben, auch qeglaubt wird, daß dienachmalige unvermuthete Unterredung beyder Monarchen zuAigues-mortes ihr werck gewesen, weil sie in Nizza selbst kei-ne persönliche Unterredung zwischen ihnen zuwege bringen kön-nen. So war sie auch um den frieden, der hernach zü Cresprgeschlossen ward, sehr aeschäffrig, allermassen denn der Kayserausdrücklich sagte, daß er in ansthung ihrer dem Hertzoge vonOrlcans seine tochter geben wollte, und sie that, um ihn beydiesen guten gedancken zu erhalten, eine prächtige reise zu ihmnach Brüssel. Dahin begab sie sich auch aus Franckreich, nach-dem ihr gemahl an. 1547. gestorben war, weil sie von ihm keinekinder hatte, und endlich begab sie sich nebst ihrem bruder Kay-ser Carln nach Spanien, wo sie an. r;;8. zu Badajoz gestor-ben und begraben worden. L«

»E, in vita kriäerici kslstini.

Eleonora, Königin von Portugall, war aus dem vorneh-men geschlechte derer Teller von Meneses entsprossen, und anJohannem Laurentium äs Acunha vermählt. Allein der KönigFerdinandus von Portugall ließ ihre sonderbare schönheit sich si>weit verleiten, daß er sie mit ihrer guten bewilligung ietztgedach-tem ihrem gemahl nahm, und vor Königin erklärte.Unterthanen waren mit dieser Handlung sehr übel zufrieden, undeiner von des Königs brüdern, nahmens Dionystus, wolltelieber das Königreich mit dem rücken ansehen, als Eleonorendie einer Königin geziemende ehrerbietung erweisen. Doch dasvolck, welches einen aufstand erregt, ward durch harte bestra-fungen gestittct, und die Grossen bey Hofe accommodirten sichgleichfalls. Der erste gemahl aber begab sich in das KönigreichCastilien, und trug daselbst aufsiiner mütze ein paar göldene Hör-ner, oder, wie andere schreiben, ein paar silberne, um damit ausder ihm angethanen beschimpfung gleichsam einen schertz zu ma-chen. Des Königs anderer bruder, Johannes, erkennte nichtnur Eleonoren vor Ferdinand! rechtmäßige gemahlin, sondernließ auch durch dieselbe sich bereden, seine eigene gemahlin, wel-che deren leibliche schwester war, und Maria Telle; äs Meneseshieß, aus einem beygebrachten falschen argwohn hinzurichten«Die eigentliche Ursache, welche Eleonoren zu einer so unverant-wortlichen that bewog, war diese, daß sie ihrer schwester nEgönnete, etwan einmal nach Ferdinandi tobe durch ihren geniEKönigin zu werden, indem sie selbst nur eine einzige tochteftnahmens Beatrix , hatte, zu deren Vermählung sie Johann'Hoffnung machte, um ihn desto mehr wider die unschuldMMariam anzufrischen. Doch eben dadurch verschertzte Verseifseine anwartung zu der Portugiesischen Crone; indem er des-wegen flüchtig werden muste, und hernach, da Ferdinandus nmtode abgieng, von dem Castilianischen Könige in gefänglE'hasst gehalten wurde. Vor ihre übrige anverwandten soEEleonora besser, als vor ihre schwester, indem sie zuwege bramte, daß ihr bruder Gongalo Tellez äs Meneses zum GratAvon Neira und Faria, der andere bruder Juan Alonso zu«Grafen von Barcelos, dessen söhn, gleiches nahmens, SA'Grafen von Viana, und andere zu andern dignitäten erhE>wurden. Ungeachtet aller dieser absonderlichen gnade, wenHihr und ihrem gantzen Hause von dem Könige widerfuhrmä -ste demselben untreu, und warfihre liebe auf einen CavalterwGallicien, nahmens Johannem Ferdinandum Andeiro, wem)'sie die würde eines Grafen von Ourem nebst so vielen a»ocVortheilen verschaffte, daß ein allgemeines Mißvergnügen darusentstund. Der König ward am spätesten inne,was es mit dmfavoriten vor eine eigentliche beschassenheit hatte; da er denn > ^nem natürlichen bruder, Johanm, Großmeister des orden» v-