weste» anf, und wohnten in den dicksten Wälder«; Strabönennet sie LlepdgmovKgMs, und sagt/ sie haben in der stadt Da,raba gewöhnet; sie lebten allein aus der elephanten-jagt, undtrieben sonst kein ander gewerbe.
Elerius, ein Engelländer / war ein Benedictiner - Mönchzu Cambridge, und lebte um das jähr 660. Er schrieb das le-ben St. Beneftedr, daraus der Mönch Robertus / welcher es,00. jähr hernach von neuem heraus gegeben, ein grosses theilvon seiner erzehlung genommen, cle script. ltnZI.
, cle liiü. l.st. lib. II. c. 26.
Elesbaan , ein König in Aethiopien / war ein weiser, tu-gendhaffter Herr. Er gab an. 522. das commando über diemndschafft der Homeriten dem Dunaan, einem Iüden undChristen-feindb, welcher zur danckbarkeit die Waffen wider ihnergriff/ und da er überwunden worden, seinen grimm an denChristen / so in derselben gegend lebten, ausließ, und mit ih-nen tyrannisch umgieng. Als der Kayser Justinus von solchergrausamkeit Nachricht erhalten, sandte er Asterium, den Bi-schoff zu Alexandria, zu dem Elesbaan, um ihn zum kriegewider den Dunaan anzureitzen, der dann denselbigen in zweyschlachten ruinirte und tödtete, worauf er über die Homeri-ten einen überaus gottseligen Fürsten, mit nahmen Abraha-men, setzte, und seine lebens-zeit vollends in einem klosterzubrachte. Lardr«/, tt. L.
§22. legg. hjL Lck. lib. II. L. 4.
Eleusin , oder Eleusis, war eine kleine stadt in Attica,gegen die Megarischen grentzen, an dem 8inu 8sronlco, welcheEleusin , des Mercurü und der Dairä söhn, soll erbauet ha-ben. Sie war wegen des tempels der Cereris berühmt, undhatte ehemals ihre eigene Könige, muste aber die stadt Athen,da sie mit derselben zu des Erechthei zeiten in krieg gerieth,für ihre gebieterin erkennen; da hingegen ihr diese zugab, daßdie 8LLlL Lereris niemals an einen andern ort sollten verlegtwerden. Vorjctzo heißt sie Leptine, und ist ein geringer ortan dem Golf» äl Engia, oberhalb der insul St. Brusia inLivadia.
ssss> l 78 IXI^, ein fest der Athenienstr, so aber in der stadtEleusis gefeyert wurde, war i deswegen angestellet, damit dieleuthe den göttern geheiliget, und dadurch zu einer unbefleck-ten lebens-art von jugend auf gewehnet würden. Diest Lieu-fmia waren zweyerley, major-l und minorg. Jene wurden imMonat Lneäromione gehalten, und zwar zum andencken derCeres, welche, da sie ihre von dem Plutone geraubte tochter,Proserpinam, mit fackeln suchte, unter andern nach Eleusis,einer unweit Athen gelegenen stadt, gekommen, daselbst aus-geruhet, und die art das getreyde zu säen sowol, als den heim-lichen gottesdienst, oder die mMeris, dem Triptolemo, Eumol,po, Diocli, Celeo und andern einwohnern obiger stadt gewie-sen. Wiewol Diod. 8ic. lib. I. ohne von der ankunft dergöttin Ceres in dieser gegend, als welches ein offenbares getichtist , zu gedencken, erzehlet, Erechtheus hätte diesen gottesdienstangestellt, und aus Egypten mit sich in das land gebracht, alser zur zeit einer grossen dürre, und daher erfolgtem Mangel anlrbens-mitteln, flüchten aus Egypten geholt, und damit dasvolck von der grossen hungers-noth befreyet hatte; für welcheautthat er auch von dem Attischen volck wäre zum König an-genommen worden. Die minora geschahen zu Agra, einerKeinen stadt bey Athen, im monat flntbeüeriE, und zwaraus folgender Ursache: Als Herculi von dem Eurystheo aufge-geben ward, den Cerberum aus der Holle zu holen, er abernicht eher, als bis er imtisru8 war, hinunter gehen wollte,and gleichwol auch niemand die mysterls wissen durfte, wenner nicht von Athen gebürtig war, so gieng Hercules nach Eleu-sis, woselbst ihn Pylius zu seinem söhne annahm, worauf manihn der initiativ« , nicht zwar der grossen, aber gleichwol derkleinern mMriorum fähig achtete. Ehe sie aber sowol zu denkleinern als grösser» mMerüs gelangen konnten, musten sie erstlustriret oder qereimget werden, welches bey dem fluß Jlisso ge-schahe , wobey erstlich blumen, und kräntze, aus blumen ge-flochten , oder genannt, gebraucht wurden, her-nach der, so die lustration oder reinigung verrichtete, und
oder der fackeltrager genennet wurde, dem andern ein fettvon dem opfer, so man dem Jupiter gebracht hatte, undhieß, umgäbe. Hierauf wurde selbiger ferner mit wasfer gebadet, und zwar in dem flusse Jlissus, da man den, sodiese function verrichtete, nennete; auch pflegte da
ein opftr geschlachtet zu werden, und zwar von einem schwein,oder eigentlicher zu lagen , von einem tragenden mutter-schwein, entweder weil dieses threr, als welches gleichsam in auf-wühlunq der erde mtt fernem russel furchen machet, der göt-ttn Ceres absonderlich gehemget war; oder auch wegen derungemeinen fruchtbarkeit desselblgen. Hrernächst musten sie sichder keuschheit beflissen haben, auch sich ferner von aller fleischli-chen Vermischung zu enthalten vorsetzen, so lang die initiativnoder einweyhung währen sollte; sonst half ihnen das wercknichts. Wer sich nun also durch dre mmom vollerm hattereinigen lassen, der hieß , ölvü-r, und durfte in demtrmpel der Ceres nur in dem vorhofe stehen, nach der zeit aberkam er weiter, nemlich zu den grossen mMriir, und ward
da er in das innerste des tempels eingelassen, undalso die geheimsten fachen von diesem gvttesdienste zu sehenbekam; wiewol auch solches diesen kxoxtis selbst nicht vonder ersten stund an, sondern erst nach und nach vergönnetwurde; neben dem, daß immer wenigst jähre verlaustenmusten, zwischen der einweyhung mit den kleinern und derenmit den grösser« mysterüs, oder zwischen dem stände derNMarum und Der Lpoxrarum. Die initstio selbst aber ge-schahe folgender Massen: Diejenigen, so sich heiligen lassenwollten, giengen zu Agra des nachts in den tempel der Ce,res, hatten myrten-kräntze auf den Häuptern, und so bald siedahin kommen waren, wuschen sie sich die Hände, hieraufrief der llleropkkmta aus, das; sie sich mit heiligen hertzen undHänden bey diesem gottesdienst finden lassen sollten, und lasihnen hernach aus ihren alten ritual - büchern, (welche sie
in einem steinern gefäß, genannt, aufbehielten,)
wie sie sich verhalten sollten, verschiedenes vor, welches allessie aufschreiben musten. Hierauf wurden sie gefragt, ob siegegessen hätten oder nicht, worauf sie antwortetensie hättenzwar noch nichts gegessen, aber etwas von dem tranck, cxcecmgenannt, genossen. Solches geschahe zum andencken der Ce-res , welche, da sie ihre tochter gesucht, gefastet, und in Atti-ca nur etwas von gedachtem tranck getruncken. Hierauf sollenihnen allerhand gesichter und stimmen vor die äugen und ohrenkommen seyn, welches ihnen grossen schrecken verursacht, auchwill man, daß sie das bild der göttin mit einem gantz äusser-ordentlichen glantz funckelnd gesehen haben; soll auch dabeybald finster, bald helle worden seyn. Endlich aber wies manihnen allerhand m^lksris, darunter auch ein weibliches gliedwar, und entließ sie mit den Worten , worauf
diese ab, und andere an deren stelle traten, mit welchen maneben dergleichen ceremvnien vornahm. Die Personen, so beydiesen letzter» ceremvnien ihr amt verrichteten, waren üie-roxtiLMs, Oaäuclms, k.ex 8-»cr»rum, und "gs-
Es wurde auch eine Magistrats-perjdn von Obrigkeitswegen dazu ernennet, die auf alles gute acht haben, und wasda der Obrigkeit zukam, besorgen sollte, die ward genennetB-rr/Xkör oder der König, ohne zweifel, weil sie dabey dasje-nige that, was vormals, da das Attische und Grusinischevolck noch Könige hatten, von diesen ist verrichtet worden;wie aus einer gleichen Ursache bey den Römern auch der titul,Kex 8scrorum, geblieben ist. Das kleid, so sie bey dergleicheninitiation anhalten, zogen sie nicht eher vom leibe, als bis eszerrissen war, und alsdann consecrirten sie es entweder der Ce-reri und Proferpinä, oder machten vor ihre kinder windelndaraus. Im übrigen ist auch zu mercken, daß zwar in denersten zeiten nur Athenienstr zu dieser einweyhung gelassenworden, welche fast alle durchgehends dieselbe annahmen (da-her es auch Socrati und Demonacti für eine Missethat ausge-deutet ward, daß sie dieselbe nicht gesucht hatten) aber in denfolgenden zeiten, alle Griechen , und demnach ferners gar allevölcker den zugang dazu erlanget haben; Massen dann schonvon Anacharsi dem Scythen gewiß ist, daß er die weyhungerhalten, wie lange zeit hernach mehr Römer, so vielen eSnur beliebte, an diesem aberglauben theil genommen, unterwelche so gar T. Pomponius Atticus, der grosse freund desCiceronis, und Kayser Augustus selbst zu zehlen sind. D«enun endlich also geweyhet waren, stunden m den gedancken,sie wären vielmehr als andre leuthe zu ausübüng der lugendengeschickt, und würden auch darzu von der Ceres, als welcheihnen allezeit guten rath eingäbe, stcundiret. Sie glaubtenauch, sie würden deswegen sowol in ihrem leben glücklich, alsauch nach dem tode in grösserm ansehen seyn , und vor denandern verstorbenen die ober-stelle besitzen; hingegen wer nichtinitiirt war, der würde nach dem tode im schlämme stecken,und nicht heraus kommen, im leben aber durfte er in dentempel Cereris nicht kommen, wie denn der letztere Philipp"",König aus Macedonien , deswegen mit den Athenienstrn einenkrieg angefangen, weil sie ein paar junge pursche von seinenUnterthanen, die sich, ohne vorher die weyhung empfangen i"haben, unter dem übrigen volck in diesen tempel begeben, r""urtheil und recht zum tod verdammt und umgebracht hatten«Die fremden, ingleichen wer nicht lust darzu hatte, der zauberevergeben war, einen menschen tvdtgeschlagen hatte, oder sonst e>"lasterhaffteS leben führte, konnte nicht initiirt werden. DUdurfte aber von allem dem, was dabey vorgieng, niemand vevlebens-strafe etwas sagen, wie denn Aeschylus, als er intragödien einige dahin zielende Worte lausten ließ, beynahe""'seinen köpf gekommen wäre; und wer dergleichen gerne anhoUder verfiel in gleiche strafe, zudem so würde auch alles t>uUfremde und sonst ungewöhnliche nahmen verdeckt, wie dann 0»Ceres selbst allda nicht änderst als purste genennet n>A
den. Die Cretenser hingegen machten daraus nichts, st>"^<offenbarten es allen keuchen, weil sie meynten, die mitten» wren von ihnen her und zu andern völckern gebracht woro«Dieses fest währte neun gantzer tage. Der erste hießjköc) congregstlo , an demselben geschah die schon beschriebinitiation. Der andere hieß ^5--«, sä msreü«, weil sie sich ans meer verfügen und daselbst waschen