Band 
Dritter Theil. D - Ha.
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Am dritten tage opferte man der Cereri eine barme (ist em fisch,der bey den Lateinern unter dem nahmen mulli bekannt,von denGriechen aber g'enennet wurde, und also in diesersprache aufdie dreyfache gestalt und eigenschafft, so man derSöttm Ceres vorzulegen pflegte, gleichsam ftielete,) nebst etwasZestvssener gerste, dabey niemand von der Iunoms thrm Prie-stern seyn durfte. Den vierten tag setzte man emen korb mttblumen, granat-äpftln und mvhnhauptern angefüllt auf emenwagen, welcher von ein paar ochsen gezogen ward. Hinrerdemselben gienq das frauenzimmer her, welches auf ihren Häu-pten eben dergleichen körbe trug. Man that dieses zum ge-dachtnis, weil die Proserpina, als fie Pluto geraubet, blumen

gesucht, und weil die Ceres ihre traurigkeit zu vergessen, mohn

gegessen hatte. Den fünften tag gierigen die Nylt«, mannö-und weibs-personen mit fackeln des nachts m proceßron, und«n ieder befliß sich darbey eine grössere sacket M haben als derandere. Den sechsten tag trug man den Bacchum, Jvvis undCererissohn, meiner proceßion aus der stadt Athen von demLersmico an, durch die sogenannte heilige Pforte, und überden weg, der auch von dieser ceremonie die heilige stratz genen-net ward, bis nach Eleusis. Den siebenden ssag ließ man sichauf dem kampf-platz mit ringen sehen, der uberwmder bekam«n maas gerste zur belohnung , weil die Ceres die gerste zuEleusis erfunden hatte. Der achte tag hieß Lpiäauria, weilAesculapius, als er sich zu Athen rnituren lassen wollte, densel-ben tag von Epidaurus ankam. Man opferte wieder an dem-selben, und wer die initiativ« versäumt hatte, oder aus gewissenUrsachen nicht darzu kommen können, mit dem ward sie densel-ben tag vorgenommen. Der letzte tag hieß welches

ein töpfern gefäß heißt, so unten einen ebenen boden hat,daraufmans stellen kan, deren nahmen sie zwey, fulleten solche mit wasstr, und setzten den einen gegen abend, den andern gegen mor-gen zu. Hierauf kam einer, welcher einige mystische Wortesagte, und die töpfe mit dem wasser umstieß. So lange diesesfest wahrte, durste niemand den andern in arrest nehmen las.sen, oder eine supplic übergeben, bey welchem letzter» fall derschuldige gar sollte das leben verwürckt haben; keine werbs-person durfte nach Eleusis auf einem wagen mit zweyen pfer«den bespannt, fahren, bey 6000. clr-ickmLs strafe; und schei-net gar, daß man bey diesem qottesdienst keine Pferde habe lei-den wollen; Massen auch alles dazu nöthige gerathe lediglichdurch estl hat müssen herbey qeschleppet werden. Vielleichthatte man die nrsach davon hergenommen, daß eben Proserpi-na durch den Pluto auf einem mit 2. Pferden bespannten wa-gen sollte emführet worden seyn ; man pflegte auch, eine fachedesto mehr zu betheuren, bey den in-vlwrü8 zu schwören. Die-ses fest wahrte bis zu des Kaysers Valentiniani zeiten, welcheres abschaffen wollte, aber von Prätextato, drsecis- kroconlnle,verhindert ward. Endlich aber machte Theodosius 8emor demgantzen Unwesen ein ende. Man hatte dergleichen fest nicht al-lem zu Athen, sondern auch an verschiedenen andern orten,wnderlich aber zu Lacedämon, Phlius, Celea, Parrhasus,vey den Pheneatern in Creta, und endlich auch zu Rom, aü-wo Kayser Claudius zuerst dieses Vernehmens gewesen, Ha-vrianus aber dieselbige würcklich und vollends eingeführet hat.

stehe Lleustm-i, Ar/keF«»«m und äe festis

iriXcowIN. *

g Eleusius , Bischofs von Cyzicus, war das Haupt der Semr-Avlaner oder Macedonianer, und befand sich mit auf dem erstenAllgemeinen Constantinopolitanischen Loncilio, welches an.W. gehalten wurde. Der Kayser Theodosius setzte scharf inwn, daß er nebst Bischössen von feiner partey sich mit den^chtgläubigen vereinigen mochte, und stellte ihm vor, daßste sich schon an. ;6g. durch ihre Deputirten an den Papst Li-o«lum darzu verstanden. Allein Eleusius antwortete, daß eres lieber mit den Arianern als mit denen, die sich rechtgläubigepennten, halten wollte, und begab sich also von Constantino-V« weg. Vorhero unter dem Kayser Julians ward er in einSefangnis geworffm, weil er das Heydenthum m CyzicusMurotten war bemühet gewesen. Der Kayser Valens be-W ihm an. ;66. -aß er den Arianischen glauben annehmenWe »welches Eleusius zwar anfänglich Nicht thun wollte, end-sA aber aus furcht sich darzu entschloß. Doch gereuete chnwlches wieder, also daß, da er wieder nach Cyzicus gekom-er sich in der gemeine mit thränen beklaget, daß man ihnM thun gezwungen; verlangte auch, daß man emenAdern an seine stelle setzen sollte, welches er doch Nicht erhal-konnte, weil er bey dem volcke sehr beliebt war. 5-cE,,»v. V. c. 8. M. c. 7. Sara», aä an. j8r.

1N VW.KLÜ1. Lo.

Georgius, ein Priester, welcher unter demM?r -öeracllv und dessen söhn Constantino in dem VII. iseoulo»d^^dasleben St. Theodori seines pr^Lexwris,ches bey dem Surro auf den 20. april zu finden.

Weuchera, siehe Apoüonia.

m - waren ehemals ein theil der Lsäurcorum

den ' welche diesen nahmen von der freyheit, die sie vorLsäurob gehabt, zu führen scheinen, um soGrieck,s^?^ andem orlern Cäsaris klar wird, daß dieSar mmt nlA^'sonderlich bey den mittägigen Galliernmcyr unbekannt gewesen rst. Für ihre Haupt-stadt wirdHlstor. /ts. Theil.

das heutige Albi in Languedoc angegeben. c^5-r, cle bell.6 sI 1 . üb. VII. c. 7;. *

, war ein fest, welches die einwohner derstadt Platäa in Böotien und anfangs neben ihnen alle Grie-chen , nach der anordnung Aristidis, als deren obersten Feld-herrn gegen die Perser dem Jovi Llemkeiio alle jähr ein-mal hielten, um sich dadurch des sieges zu erinnern, welchendie Griechen über den Persischen General Mardonium beyPlatäa befochten. Sie hielten dabey einen wettlauf oder ago-nem gymnicum bey dem altar des Jovis Lleutberii. Nach-gehenos feyerten dieses fest die Platäenser allein alle jähr am16. tage des monats Nsem^Äerionis, an welchem sie eine so-lenne proceßion hielten. Vorher giengen die trompeter, her-nach wägen mit Myrten- und andern krantzen beladen, ferner einschwartzer stier zum opfer. Hierauf folgten vornehmer leutheAnder, welche wein, milch, öl und salben, die man bey dem tod-ten-opfer gebrauchen wollte, trugen. Nach diesem kam der ssr-ckon zu Platäa, hatte ein purpur-farbes kleid an, und einschwerdt in der Hand, da er ausser diesem fest weder einiges ei-sen anrühren, noch andere als weisse kleider tragen durfte, undgieng also mitten durch die stadt bis zu den gräbern der in derobgedachten schlackst gebliebenen männer. Daselbst schöpfte erWasser aus einem brunnen, wusch damit die grab-säuien ab,und salbete sie. Es wurde darauf der ochse geschlachtet, undsowol der Jupiter als der Mercurius angeruffen,

daß er diese braven männer zu diesem todten-mahl und opfereinladen sollte, zugleich goß er einen becher mit wein aus, womiter ihnen gleichsam zutranck. Bey dieser solennität durfte keinknecht einige dienste thun. Zu Samos hieß auch ein fest also,welches sie begiengen, nachdem sie dem Cupidini einen tempel ge,bauet hatten. Sonst war auch Llemberia ein tag, welchendiejenigen knechte, die zu ihrer freyheit gelanget waren, vorsich begiengen. , l-rXcia kerists. F'a/ö/cM,, cle ke-

üis 6rsec. *

St. Eleutherius, der 15. Papst, rvareinsohnAbundihsoDiaconus unter dem Papst Aniceto gewesen, von Nicopoli, ei-ner stadt in Griechenland, gebürtig. So bald er aus den Apo-stolischen stuhl erhoben worden, schickte Lucius, der König inBritannien, zu ihm, und verlangte in die zahl der Christen 'auf-genommen zu werden, worauf er Fugatium und Damianumhinsandte, das volck in Britannien zu taufen. Zu seiner zeitbreitete sich die Christliche religivn aus, und zwar vornemlichzu Rom, allwo sich ihrer viel von dem Römischen Adel nebst ih-ren weibern und Andern taufen liessen. Er besaß den heiligenstuhl von an. i?r. bis an. 18;. Einige meynen, er sey als einMärtyrer gestorben. üb. III. c.üb. IV. L V.item in cbron. in vitis Pont. *

St. Eleutherius, ein Bischofs und Märtyrer. Man mey,net, er sey um das jähr 70. gebohren, an. 8». zu Rom unter dieGeistlichen aufgenommen, und hernach Bischofs worden, ob eraber zu Troja in Italien die Gräfliche würde besessen, ist unge-wiß. Als er in dem vorhaben die Heyden zu bekehren auf derreise nach Jllyrien begriffen gewesen, soll er getödtet wordenseyn. Kayser Arcadius vauete ihm zu ehren in Constantinopcleine Arche, und legte seine reliquten darein, welche aber jetzozu Rieft und Terracina gezeigt und verehrt werden.

18- spül.

Eleutherius, des Kaystrs Heraclii Exarch oder Gouver-neur zu Ravenna, strafte anfänglich diejenigen, welche widerden Kayser rebeüirten, that aber hernach selbst dergleichen.Denn er wollte gerne König in Italien seyn, und bemühete sichzu dem ende, den soldaten mit grossen geschencken und verheif-sungen zu schmeicheln, in Hoffnung, dadurch zu seinem zweck zugelangen. Allein sie hatten einen abscheu an dieser verräthe-rey, schlugen ihm deswegen den köpf ab, und schickten selbigendem Kayser Heraclio, im dec. «11.617. csn. isg§. 0.169.

in Lxsrob. ftavennAtenli.

Meuthcrooolis, eine stadt in Palastma, rm stamme Ju-dn. « meilen von Hebron, und 20. von Jerusalem, an demweae nach Gaza gegen abend. Hieronymus rechnet von die-str , als einer bekannten stadt, die distantz unterschiedlicher

^Eleutherus, ein fluß in Phönicien, welcher aus dem bergeLibanon entspringet, und nun Volama genennet wird. Erläuft durch Jturäam und Galilaam, und ergeußt sich in die see,weilen von Tyro, und -. Meilen von Sarepta, allwo «negrosse menge schnecken zu finden, die sehr Wohlgeschmack! fleischhaben, sorretl»,. s>r'»ek«t.

Eleutherus, ein fluß in Sicilien, siehe Bajaria.

Eleward, oder Etelwerd, ein Engelländcr, lebte unterder regimmg Wilhelmi II. um das jähr 1090. und war ein en,ekel des Königs Ethelredi. Er wird pstricms zugenannt, untihn von etlichen andern dieses nahmens zu unterscheiden. AnMathildim, seine baase, hat er viel briese geschrieben, ingleicheneine Historie in 4. büchern, vom ansang der weit bis zu ende derregierung Edgari, heraus gegeben. Wilhelmus äe Malmes-bury gedencket seiner in xroleZomcn. bittor.

Elfled, war eine tochter Alftedi, Königs von Enqelland,und Egelswithä, einer tochter des Grafen Ethelreds aus Mercia.Sie war von einem kriegerischen gemuthe, und wollte nach

A ihres