Band 
Dritter Theil. D - Ha.
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ihres gemahks tode sich nicht zum andern mal verheurathem son-dern half ihrem bruder, Eduard v , die regrerungs - geschaffteverwalten, bevestigte unterschiedene orter, führte m eignerverson kriegs-völcker wider die Danen, und erhielt unterWede-ne vertheile über sie. Sie starb um das mhr yrr. zu Tam-worth, der residentz-stadt von der provmtz Mercia, worüber sieihr vatter zur Königin gemacht hatte. cornx/ear <

LrZ/. vol. I. x. 5Y. 6c>.

Elfsborg, siehe Elsborg.

Elfftadt, siehe Jlmstadt.

Elfwald, ein söhn und Nachfolger Oswulfs, Komgs vonNorthumberland. An. 78°., welches das andere ,ahr seinerreqierung war, brachten zwey Grosse seines Reichs, nahmensOswald und Ethelheart, eine armee wider ihn auf die deine,und schlugen nicht nur seinen General Bearne, sondern ver-brannten auch denselben in der flucht an einem ort, nahmensSeletune. An. 788. erregte ein anderer Grosser, Siggan ge-nannt, eine empörung wider ihn, und erschlug ihn zu Seme-ster , nicht weit von der Römischen mauer. Man erzehlt, daßbey seinem grabe zu Hexham an der Tine unterschiedene wun-der geschehen, und daß Siggan nach 5. jähren sich selbst ent-leibt. bitt. o 5 LnZl. boolc IV. LriMruüa.

Elfwold, oderAlftvold, war Konig von Northumber-land, nachdem er vorher Eardulphum vom thron geflossen. Erregierte aber nur 2. jähr, und starb um das jähr 806. L«»-

* Elgada, eine stadt in der insul St. Michael, eine vonden Azorsschen, welche die schiff-armee der Franzosen an. l?8r.mit stürmender Hand eingenommen, da sie Dom Antoniumvon Portugall in diese insuln geführet, um dieselben für ihnzu erobern. Die zwey flotten, nemlich die Französisch-und Spa-nische, fliesten an diesem ort auf einander, und lieferten ein har-tes see-treffen , in welchem der Admiral Stroßi nebst zoo. an-dern gefangen genommen worden, unter welchen 80. Edel-leute waren, welche die Spanier, so der Marquis äs SamteCroix commandirt hat, alle auf eine grausame weise umbringenlassen, Üenr. III.

Elgin, die Haupt-stadt der Schottländischen GrafschafftMurray, an dem fluß Löß, nicht weit von dessen Vereinigungmit dem meer, in einer angenehmen und fruchtbaren gegend, ge-legen. Sie ist ziemlich groß, aber nicht mehr von solchem anse-hen, als sie vormals gewesen. Ehe die Schottlander die Pro-testantische religion angenommen, befand sich ein Bischofs da-selbst, welcher unter dem Ertz-Bischoss von St. Andrews stund.Die von dem geschlecht derer Bruce, welche an. 1664. zu Gra-fen von Ailesbury in Engelland gemacht worden, schrieben sichGrafen von Elgin. öecEe//, äslis. cle ILsolle p. IL;;.

Help to Lnxllsb hlü. x. 199.

Eli , ein Hohepriester im Israelitischen volcke, der nach desSimsons tode das volck richtete, stammele von Jthamar, demandern söhne Aarons her. Er fieng an das volck zu regieren umdas jähr der weit 2869. L. L. 111;. ein jähr vorhero, ehe Sa-muel gebohren wurde; versündigte sich aber an dem HErrn, in-dem er der grossen bosheit seiner söhne zusähe, und dieselbigenicht nachdrücklich bestrafete. Daher» GOtt ihm seinen zornankündigen ließ, und unter andern strafen seine beyden söhne,Hophni und Pinehas, auf einen tag tödtete, Eli selbst aber,da er vernahm, daß die bundes-lade von den Philistern genom-men worden, fiel zurück von dem stuhl am thore , brach denhals entzwey, und starb ü. N. 2888. ü. L. 1096. da er 98.jähr alt war. I. Ärm. I. II. III. <L IV. /o/epl,«,, antig. )uä.lib. V. o. n. <L 12.

Eliachim , ein Hoherpriester der Jüden, welcher für den Ur-heber des buchs Judith gehalten wird. äs scrlxt.

eccles.

* Eliä, (Paulus) ward zu Wartburg in Halland geboh-ren, und hatte es in den wissenschafften so weit gebracht, daßman in dem XV. Lculo zu seiner zeit wenige fand, die ihm angelehrsamkeit gleich kamen. Es wollte anfangs das ansehen ge-winnen, als wann er der Evangelischen lehre, welche anfiengebekannt zu werden, beytreten,und einen Verfechter derselben ab-geben wollte. Er war auf eine zeit ein ordens-bruder zu Helsin-gör, und begunte schon damals wider unterschiedene irrthüm-mer, so er in der Catholischen lehre zu finden vermeynte, zu ei-fern. Nachgehends wurde er Prior des Carmeliter-klosters inder St. Petri straffe zu Coppenhagen, und auch daselbst auf derhohen schule LeÄor und LLccslsursus 88. Uni. Er trat aberbald zurück. Denn als der Bischofs zu Rothschild, Lagourne,ihm ein Canonicat antrug, und der Bischofs zu Aarhus, OveBille, ihm auf alle werft schmeichelte, wandte er sich unvermu-thet zu ihrer partey. Man hat m der Dänischen bibliothecki. St. einige Lateinische brrcfe von ihm heraus gegeben.

Elianus , oder Nomanus, (Joh. Baptista) war zu Ale-xandrien in Egypten von Jüdischen eitern gebohren, und führ-te den nahmen Elias von ftinem mütterlichen groß-vatter, EliaAfthmatio. Nachdem er sich zu Jerusalem und Constantinopelin der Lateinischen, Italiänischen, Spanischen und Teut-schen spräche veste gesetzt hatte, gieng er nach Venedig, in Hoff-nung , semen bruder von dem Christlichen glauben, welchen er

eli

daselbst angenommen, wiederum abzuziehen. Er gerieth abermit Contareno und durch denselben mit dem Jesuiten, AndreaFrusio, in bekanntschafft, welcher es so weit brachte, daß eran. 1551. die taufe und darinnen den nahmen Johannes Ba-ptista empfieng. Bald hierauf trat er in die Societät JEsu,da er denn an. i;6i. mit dem Päpstlichen blunsio nach Cairazu dem Patriarchen der Cophtiten geschickt ward. Er geriethaber in feiner geburts-stadt in grosse lebens-gefahr, indem sei-ne ehemalige glaubens-genossen das gesetz der Türcken an ihmvollstreckt wissen wollten, vermöge dessen derjenige, so von sei-ner religion zu einer andern, ausser der Mahometanischen,übergetreten, mit dem feuer sollte bestrafet werden. Wie ernun die gefahr vor äugen sahe, so begab er sich durch hülsteder Catholischen kaufleuthe, in verstellter kleidung zu schisse,hatte aber das Unglück, daß er bey den kästen der insul Cypernfchiffbruch litte, und mit genauer noth durch schwimmen daSland erreichen konnte. Nachgehends lehrte er zu Rom die He-bräische und Arabische spräche, und gieng daselbst an. 1598.mit tode ab, nachdem er noch unterschiedene imülones in dieOrientalische länder verrichtet. Er hat das Loncilmm 1H-äsntinuni in das Arabische, und 80. sAioues des LonciliiWs^iii I. aus dem Arabischen in das Lateinische übersetzt, hier-nächst einen Catechismum in Arabischer, Hebräischer und Ma«ronitischer, wie auch OoÄrmsm Lbrlüignsm LUM iconibusinMriorum üäsi, in Italiänischer spräche geschrieben. 80c-ive/. hibl. 8. s.

Elias , ein grosser Prophet, gebürtig von Thisbe, indemlande Gilead, lebte unter der regierung des Königs Josaphat,ums jähr der welt ^079. L. e. 905. Er konnte die gottlvsig-keit des Königs Ahab in Israel und seines Weibes, der Jesabel,nicht leiden, daher er sich derselben aufs heftigste widersetzte.Im siebenden jähre der regierung dieses Königs zeigte ihm die-ser Prophet,, daß eine grosse dürre und Hunger über das landkommen wurde, worauf er auf Göttlichen befehl hin sich andem dach Crith, der gegen dem Jordan fleußt, verbürgen mu-ste, allwo ihm die raben morgens und abends brodt und fleischbrachten. Nachdem aber der bach vertrocknet, gieng er ausGöttlichem befehl nach Zarpath, welches bey Zidon lieget, undbegab sich zu, einer wittwe, welche nur noch etwas wenigesvon mehl und ol übrig hatte, so aber von GOtt so gesegnetund gemehret wurde, daß sie sich davon ernähren konnten,bis die theurung und Unfruchtbarkeit aufhörte. Es gescha-he auch, daß dieser wittwen söhn kranck wurde, und starb, al-lein Elias weckte ihn von den todten auf, und gab ihn seinermutier wieder. Nachgehends muste er sich zu dem König Ahabbegeben, ohngeachtet dieser Eliam allenthalben, um densekbi-gen zu todten, hatte suchen lassen. Dannenhero des KönigsHofmeister Obadia anfänglich den Propheten beym Königenicht meiden wollte, welches er aber doch, weil es Elias so ver-langte , thun muste. Als er nun vor dem König erschien,brachte er es dahin, daß gantz Israel, nebst den falschen Pro-pheten, aufdem berge Carmel versammlet wurden, woselbstsowol er, als die Baals-Pfaffen, ein opfer zurichteten, undzwar mit dieser bedingung, daß der GOtt derjenigen für einenwahren GOtt gehalten werden sollte, deren opfer mit feuervom Himmel würde verzehret werden. Die Baals-Pfaffen be-muheten sich vergeblich, so bald aber Elias bätete, fiel dasfeuer des HErrn herab, und verzehrte das opfer. Da das ge-schehen , wurden die Propheten Baals gegriffen, und Eliasführte sie hinab an den bach Kison, und schlachtete sie daselbst'Ho bald aber Jesabel dieses erfuhr, wollte sie Eliam wiederumtodten, weswegen er sich in eine wüsten machte, da ihm voneinem Engel speise gebracht wurde, durch deren krafft er -zu-tage und 40. nächte bis an den berg Horeb gieng. Hieselbflerschien ihm der HErr in einem sonderbaren gesichte, und be-fahl ihm, nach Damascon zu kehren, und Hasael zum Köni-ge über Syrien, hernach den Jehu zum Könige über Jftaebund den Elisa zum Propheten an seine statt zu salben, welche»alles von dem Elia also verrichtet wurde. Nächst diesemschahe es, daß der Konig Ahasia durchs gitter in seinen ftmzu Samaria siel, und kranck wurde, auch Baal-Sebub, dengott zu Ekron, wegen seiner genesung fragen ließ, Elias aberbegegnete dem boten aus Göttlichem befehl, und ließ dem Kö-nig jagen, daß er um dieser that willen sterben würde. D^rKonig schickte darauf nach einander zwey Hauptleuthe n>n50. mann, die Eliam zu ihm führen sollten, es fiel aberbeydemal feuer vom Himmel, und verzehrte diese leuthe.aber der dritte kam, und demüthiglich um sein leben bmegieng Elias mit zum Könige, und verkündigte ihm nochmalsdaß er des todes sterben würde, welches auch geschahe. E>>d"jVwurde dieser grosse Prophet ü. IVl. zog?, ü. L. 897- mit ftw'gen roß und wagen gen Himmel genommen. Sonst hat ma>noch viele erzehlüngen von ihm, die aber Mich, als «Wgründet, verworffen werden: Denn die Jüden geben vor, v»»er nicht ein mensch, sondern ein Engel gewesen, der auch.»'ter dem nahmen Pinehas, der ein söhn des Hohenpriesters szars genennet wird, bekannt gewesen. Andere geben vor ,.^er am ende der welt wieder kommen werde, dem Antichristwiderstehen. Auch wollen einige, daß Henoch und Eüasssp.beyden zeugen seyn werden, deren Lpoc. XI. gedachtInsonderheit rühmen sich die Carmeliten , daß Elias ibreff'^den gestiftet, worinnen ihnen aber von andern ordenS-' §then heftig widersprochen wird. Wiederum sind andere, ^