Band 
Dritter Theil. D - Ha.
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256
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Elichmann, (Johannes) ein Schlesier, practicirte zu Lei-den in der Medici»/ und verstünde 16. sprachen/ absonderlichaber war er in der Persischen unvergleichlich / von welcher erglaubte/ daß sie/ nebst der Teutschen / von einer stamm-wurtzelentsprossen. Man hat von ihm eine Arabische epistel, in welcherer den nutzen dieser spräche in der Medicin vorstellet; eine distsertation äs lermiuo VitL seoulläum mcntem Orientaüum,darüber er aber/ und zwar noch gar jung / mit grossem bedan-ken der Gelehrte»/ verstorben/ die von »hm/ wo er langer gelebet/viel grosses erwartet hatten; nachdem er erst das jahrvorhero,nemlich an. iö;8. mit einer Person von gutem geschlecht/ inHolland sich verheurathet. Nach seinem tobe kam die TakulaLebsti8 Arabisch/ Griechisch und Lateinisch heraus/ dabey Sal-niasius eine weitläufige vorrede gesetzet. b-KI. p. 270.

LeEsv/c-E, äe vitLtermino. InxrLlat. Alo. I. exsr-

cit. pliilok. üiitor. *

Elico / ein alter Gallier aus dem lande der Helvetica kamunter der regierung Tarquinii krilci, II. 6.140. L. N. ;z?o.nach Rom / um das schneider-handwerck zu erlernen / und alser wieder nach Hause reisete / nahm er sowol dürre feigen undtrauben / als auch etwas vorlauf von wein und öl / welcheram geschmack vorzutreffen pfleget / mit sich in sein vatterlandzurück/ und machte dadurch seinen lands-leuthen das mauldergestalt nach Italien wässern / daß dieses den ersten anlaszum zug der Gallier in Italien gäbe / dessen sie dann gleich da-mals einen grossen theil einnahmen. So wird die fachevon Plinio erzehlet / der also der einige ist/ welcher des Elico-nis gedencket. Livius dargegen und Plutarchus wollen: eingewisser Aruns / aus der stadt Clusinm in Hetrurien / habees gethan / und / um sich an dem Lucumo / welcher seine/ desAruntis frau / zum ehedruch verführet / und zu Clusium sehrmächtig war / zu rächen / den Galliern / durch einführungder Italiänischen weine/ welche dazumal in Franckreichnoch wenig bekannt gewesen / eine lust gemacht / sich dieseslandes zu bemeistern. ^/r«. üb. XII. c. r. Lrv. üb. V. c.

in Lamillo. *

Elicourt / ist eine stadt und schloß in Burgund/ welches dieSchweißer an. 1474. im Burqundischen kriege mit 15000.mann belagert/ und allda die erste schlacht mit den Burgun-dern gethan haben / in welcher der Burgundische General/Grafvon Romont / der mit zoooo. mann zum entsatz herbey gerucktwar / mit vertust r 8 oo. mann aus dem selbe geschlagen wor-den; worbey die Schweißer zwar viel verwundte, aber nur ;.todte bekommen. Der ort hat sich darauf ergeben / und ist mireiner besatzung versehen worden / welche hernach starck in Bur-gund herum gestreiffet hat. Aber schon vorher an. 1425. alsein krieg entstünde / zwischen Johann von Challon / Prmtzvon Oranien / und Catharina / Hertzogin in Burgund / Ertz-Hertzogs Leopoldi Wittib / sind die Baßler der Hertzogin mit;c-oo. mann beygestanden / haben das schloß und stadt Elicourtbelagert / die stadt mit stürm erobert / und angesteckt/ woraufsich auch das schloß mit accord ergeben. Nach der zeit hatClaudius Franciscus von Neufchatel/ Herr zu Rüe/ beydestadt und schloß mit ftst eingenommen / weil er einige erb-an-sprache daran machte / weiche fache doch vor dem Parlementzu Dol rechts-hängig war. Allein/ Hertzog Christoph vonWürtemberg/ als Vormund des jungen Hertzogs Friedrich vonMümvelgard/ schickte den Mümpelgardischen Landvogt, Ar-boaast von Höven, mit feinen trouppen darfur, und nahm esan. 1561. wieder zu seinen Händen, cbron. Laül. üb.IV p. 246. L üb. VI. x. 44r. üb. VIII. p. 261. b. L

üb. XII. v. 40; Vtktt/er. k. II. üb. V. x. 204. Hatte»-, contin.Luüing. üb. XXXIV. L. 5. *

Mdurus, zugenannt der fromme, wurde von den altenBritanniern auf den thron erhoben, nachdem sie seinen bruderArchigallum herunter geflossen. Er setzte ihn aber wiederum ein,und folgte ihm zehen jähr hernach in der regierung, welche ihmaber zwey von seinen jüngern brüdern, Vigenus und Peridurus,aus den Händen rissen, und ihn ins gefängnis legten. Sie be-fassen das Reich solcher gestalt 7. jähr, da die Britannier Elidu-rum wiederum aus dem gefängnis zogen, worauf er in guterruhe regierte, wiewol die zeit unbekannt ist. Einige scribentensetzen ihn gar unter die fabelhafften Prinnen. l^rZr/. iM.Xngl. üb. IV. L« bist. Lngl. üb. II. c. 14.

* Eliests, ein söhn Bariza, Aga über die Janitscharen; inseiner lugend schlug er sich in einem zweykampf mit Bitezas, ei-nem Ungarn, rn der zeit, da Amurath der Türckische Kayseran. 1448- wider ^ohannem Hunniadem anmarschirte, in demlande Cassovien in Ungarn. Sie giengen doch beyde auseinan-der, ohne daß einer dem andern eine wunde beybringen konnte,und ein jeder kehrte also siegreich wieder zu den seinen zurück.Amurath, welcher von ferne dem gerechte zugesehen , verwun-derte sich über Eliests muth, der sich in diesen fast kindischenjähren mit einem erfahrnen feinde so wohl heraus gezogen. Elie-ses erzehlte hierauf dem Kayser , was ihn so unerschrocken ge-macher , wäre ein haase gewesen, auf welches forchtsame ihrerer einsten wol 40. mal mit Pfeilen geschossen, und dasselbe(ob er sonsten schon ein guter schütze sey) doch nicht habe tref-fen, noch in schrecken oder in die flucht bringen können, bis er dasletzte mal gegen ihm geschossen, woraufer sich rn die flucht be-stehen habe. Daraus (sprach er weiters) habe er geschloffen, esmüsse unser leben durch ein gewisses schickst,! regieret werden,

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und dieses sey in seinen gedancken so veste eingepräget, daß ersich nun kein bedencken gemacht, es mit einem weit ältern, er-fahrner» und stärckern feinde, als er sechsten wäre, zu wagen., üb. VII.

Eliezer, ein sehr berühmter Rabbi, der bey den Jüden denzunahmen Magni führet, und wegen des buchs bekannt ist, wel-ches von ihm kirks Llierer , oder Lapitula Mereris genanntwird. Er soll ein söhn Hyrcani, doch nicht aus dem stammder Hglmon-eormn, sondern aus einem andern ansehnlichen ge-schlecht zu Jerusalem gewesen, und zu Cäsarea an. 71- gestorbenseyn. Man will, daß er ein anverwandter des Simeonis , derChristum aufseinen armen gehabt, ingleichen des Gamaliels,der ein lehrmeister des Apostels Pauli war, gewesen. AlleinJohann Morinus, der in seinen exercier, ecclel. über denkentsteuclmm Ramarimnum diesem Eliezer sehr savonsirt, hatnachgehends in stillen exercitationibu8 bibÜL. beweisen wol-len, daß dieses buch des Eliezers nicht so alt sey, wie es ausge-geben wird. Er gründet sich zuforberst darauf , daß der ambordes Arabischen als eines sehr mächtigen Reichs gedencket, wor-aus er schliesset, daß er nicht könne vor dem 7vvten jähr nachChristi geburt gelebet haben, und also ein betrüger sey, der sichfür den alten Eliezer ausgegeben. Wilhelmus Henricus Vor-strus hat nach dem Conrado Pellicano dieses buch ins Lateinischevertirt, und anmerckungen hinzu gefüget. , cxerc.

bibl. bar/o/occ--«», bibl. kabbln. tom. I. x. 186. leg.

, bibl. üadb. Lc.

Eliezer, ein sohn Jacobi, welcher sonst genennet wordenKaf Venaki, d. i. Labur, keck purus; anzudeuten, daß seinetracliriones zwar wenig, aber gut und rein; hat,nach der Jüdenzeugnis, zu den zeiten Titi Vespasiani gelebet, und sein alter sehrhoch gebracht; daher, weil er noch den Hierosolymitanischentcmpel mit äugen gesehen, und sehr genau betrachtet, war ernachmals im stände, dessen gebäu und Mensuren wohl zu be-schreiben ; aus dessen erzehlungen ist der tractaw8 lalmucl.,genannt Mstäot, verfertiget worden. In kirste ävot werdenihm nachfolgende 2. spräche zugeschrieben: wer ein gesetzbeobachtet, bringet sich einen Adoocaten zuwege: wereine Missethat vegehet, erwecket sich einen ankläger.Busse und gute wercke sind ein schild wider die Göttli-che raache. Dieser Rabbi muß nicht confundirt werden mitdem Urheber eines Lomment. in kroverb. welchem er den titulgegeben Xak Venalü. Diß ist der titul des buchs , jenes dertitul des manns, welcher lang vor diesem auÄore des com-mentarii gelebet. I-rr/Ie not. in bilk-

Lcxst. Milobn. *

* Eliezer Hagallili , oder der Galiläer, ein söhn Johl, undein OoÄor in der Cabala. Er hat ;r. proprietate8 lezumgemachet, dieweil es ;r. wege zur Weisheit wären. Welche my-stische explication, so wenig sie in unsern ohren klinget, die Jü-dischen Valoren doch mit grosser sorgfalt zu mercken und zu be-halten anbefehlen, wie auch andere, so der gleichen natur sind.

, billoire äe8 luik, Lo. tom. IV. pag. 102.

Eligius, Bischoffzu Noyon, war aus der landschafftLi-mosin gebürtig, und gab anfangs in der stadt Limoges eine»goldschmied ab, machte sich auch durch seine kunst bey dem Kö-nig Dagoberts so beliebt, daß er ihn zu seinem Schatzmeister er-nennete, wobey er sich angelegen seyn ließ, die Christliche reli-gion zu befördern, und bauete zu dem ende unterschiedene kir-chen und klöster. An. 6) 5. schickte ihn der König nach Breta-gne, mit dem Hertzoge Clippiaco einen stillstand zu machen, undan. 640. erhielte er das Bißthum zu Noyon, und hernach daszu Tournai, da er insonderheit allen fleiß anwandte, die Flan-derer, Friesen und Schwaben zur Christlichen religion zu brin-gen. Er wohnte auch an. 644. dem dritten Lonoilio zu Cha^Ions bey, und starb den 1. dec. an. 659., oder, nach Sigebert»,erst an. 666. Man hat von ihm 8ermonem oder TraÄatue cwü.eÄituä!ns LatboÜLD Lonverlationi8 , welcher fälschlich deutAugustino beygelegt Wird, und sich in dem IX. tomo seiner opJrum besindet; üxiüolsm acl Oeüäsriuin Lsciurosnlsm bey demCanisio tom. V.; HomiÜ 38 16. vsrü Lrgumenti , die in der b>^üüotüeea katrum tom. XII. stehen, davon aber die Gelehrte"zweifeln, ob sie diesem Eligio zugehören. Sein leben hat M-doenus Dado beschrieben, ist auch von den gebrüdern äs dte.Marthe in ihrer LEa Lüriki-ma eingebracht worden. Wegendes berufs, den er zuerst getrieben, haben ihn die schmiede zuihrem Patronen angenommen. Oem/ie»-. üiit. ecclek. §eor-§»»-/«,, scl ol. i. äsoembr. cle Icript. eccl. L-w-«. a

an. 665. n. 7. msrtzrol. annsl. Oallo-klanär.

-z?««. 6aII. tom. II. ÄxnE/i. in not. rrcl tom. I. Lono. 6^"'c 7 sr»te, annal. Iranc. tom. II. aci an. 640. , elog- "

Üveq. n. 77. O» I'r», Lc. *

Elimand, oder Elinand, von andern auch ElimunAund noch gemeiner Helinand genannt, ein Cistercienser-Pto>'^in der Abtey zu Froidmond, in der Vioece8 von Beauvars. ^schrieb eine chronick in 48. büchern, vom ansang der weit, ^auf das jähr 1212., so aber mit vielen fabeln angefüllet.ner Martyrium St. Gereonis, und dessen gesellschafft, so t>rv 2Surio zu finden ; etliche Predigten ; Verse vom tod, rn a»Französischer spräche, die Ant. Loisel an. 1594. ausgegeoe^und endlich, die noch bisher nur in manuscript sind? äo §VitX LIaustraÜ8; Keparatione üaxli; (wiewol diese i' ,nur eine schrift seyn mögen;) cle Xegimiiie kriricixum