Band 
Dritter Theil. D - Ha.
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bald von Pstrt hat an. irgi. dem Vischoffvon Basel alle sei-ne Gerechtigkeit im Elsgöw übergeben. An. 1475. sind dieBurgunder in das Elsgöiv eingefallen, und haben bey 40. dor-ser verbrannt. k/zM.' ckron. Lsfä. lib. I. x. 55- ^ üb. VI.

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*Elsholtz, (Jvh. Sigism.) war an. i6r;. zu Franckfurtan der Oder gebohren, woselbst sein vatter als üscretarius inbedienn ng stund. Seine studien fieng er m dasiger schule unterder direction des damaligen Hsäkoris, ^ohannis Molleri, soeiterig an, daß er gar bald die acadenuschen lectionen des To-biä Magiri besuchen konnte. Wert er nun zur Medicin grossetust hatte, so gieng er nach Wtttenberg, genoß daselbst die in-formakion des Sperling«, Schneweri, Banzeri rc. und be-gab sich von dar nach Königsberg. Endlich that er an. i6;c>.eine reise nach Holland, Frankreich und Italien, hielt sicheine geraume zeit in Padua auf, vromonirte auch daselbst an.

in DoÄorsin NeäicinT. Nach seiner znrückkunft beriefihn sodann an. i6;6. der Churfürst zu Brandenburg, FriedrichWilhelm, zu seinem Hof-AIsäico und LoMnico, in welcherstation er auch an. 1688. den 19. febr. zu Berlin gestorben ist.Seine schritten sind: DIora ö/Iarsttica, Berlin 166^. in 8. än-rkropomsrria, Franckfurt ,66;. in 8. und Padua iö;4. in 4.pol-'klit. tom. II. Ich. II. n. 4. k. II. c. 42. n. I. csp.

47- 4- Stollens anleitung zur medic. gelahrheit, II.

«ap. 2Y.

Elslo, eine zwischen Mastricht und Stochem an der Maasgelegene Herrschafft, gantz nahe bey den grentzen des Hertzog-thums Iülich, welche den Grafen von Aremberg zugehört.An. 1700. wollte der Churfürst von Pfaltz vor den oberstenLehns-Herrn davon erkannt seyn; allein der besitzen erklärte sichvor einen Vasallen der Staaten von Holland.

* Elsnerus, (Bartholomäus) ein Lutherischer Tttsolosus,war zu Erfurt an. 1596. gebohren, und wurde auf dasigerAcademie an. 161;. in die zahl der studirenden eingeschrieben,da er denn die gantze Philosophie bey Liborio Capno hörte.Als ihn aber hierauf einer von seinen vettern nach Pommernzu sich verlangte, gieng er dahin, besuchte annoch jähre das67MN3ÜUM zu Stettin, that sodann auch eine reise durch Meck-lenburg nach Holstein, und von dannen ferner nach Jütland,Fühnen, Norwegen und Engelland, da er denn besonders zuOxford und Cambridge sich über jähr und tag aufgehalten.Nach diesem schiffte er an. 1622. nach Holland, machte flehinsonderheit zu Amsterdam und Leiden mit den vornehmstenGelehrten bekannt, besähe hiernächst auch Rostock, Helsingörund Covvenhagen, blieb darauf noch ein jähr zu Königsbergin Preussen, und langte endlich an. 1624. wiederum in Erfurtden den seinigen an. Hieselbst nun wurde er anfänglich Lol-laborswr an der Prediger-schule, und bald darauf Diaconusan der Prediger-gemeinde, an. i6;2. aber kroksliör längI.Oriental. an. 16; ;. Dackor , an. i6zy. kaüor an der Barful-ser-kirche, und endlich an. 1642. kroksllor Tksologise und W-„iilerii 8erüor. Sein bekannter tractat, äs Omnibus dtesss-Qriis Lc. ist in Teutscher spräche geschrieben , und anfänglichunter der aufschrift: Gründlicher Bericht von allen nothwendi-gen artickuln oder stücken der allein seligmachenden Evangeli-schen religion, nachhero aber unter dem titnl: Der allersichersteHimmels-weg , an das licht gestellet worden. Seine Dillerm-tiones, welche er über die Augspurgische Cvnfeßion geschrieben,sind unter dem titul : LoIIsgium Lnti-kbotinianum heraus ge-kommen. Ausser diesen aber hat er auch noch in die 40. Disput,über den Catechismnm, und 14. über die kormulam LousoräiLgehalten, auch in dem grossen Weimarischen Bibel-wercke die«rklärung über das dritte und vierte buch Mosis verfertigt.LFatssbuia»»! Drkoräia lirerata.

* Elsner, (Joachim Conrad) ein Doittor IfteäicinT undkrsökicus von Breßlau, war ein Mitglied der Academie der ül-i-tur« Luriosorum §cc. und starb den z. may an. 1676. Seineschritten sind: äsVeroiiiLX Dtti iu Laloulo; äs lleiiitutionsHumorum Oculi; äs Diene Vensris 8eäe; äs 8crokuIorumRemeäio; äs 8ecunäinL bumLNL Textura Lc. sind denenLpkemsriä. Oerm. inseriret worden. Dritte, biogr.

* Elsner, (Joh. Gottfr.) ein schulmann von unruhigemfeiste, wurde zu Tangermünde und an. ,697. zu Königsbergin der Neu-Marck ksäor, an. 1702. Inspsctor zu Soldin,„ach einigen jähren aber von dannen nach Mentz, einem dor-fe in der Zehdenickischen inspection, auf Veranstaltung des Lon-iiiloni gesetzt. Er schrieb krogrammata äe Dolu 8aronitics;äö 83pientia nobilillima eague äe solo Llirilko baurienäa;üe l^atLli 8cbilo; kurtze antwort auf die sogenannte einfälti-ge gedancken von Jndä Jscharioths abwesenheit bey dem H.Abendmahl. Rüsters amiguit. TanZsrmuuä.

Elfter, lat. Dufter, ist ein stuß, welcher nicht weit voneinem dorf gleiches nahmens in dem Voigtlande, etwan andert-halb meilen von der stadt Adorff, entspringt, hernach bey Oels-nitz. Plänen, Graitz, Gem, Zeitz und^Pegau vorbey fließt,endlich aber nahe bey Merseburg rn die saale fällt.

Elfter, insgemein die schwarye Elfter genannt , ist einanderer fluß > welcher an den grentzen der MarggratthummerMissen und Ober-Laußnitz entspringt, hernach bey Hoyers-werda, Senffienberg, Muckenberg, Elsterwerde, Arenbruck,Ubigau, Hertzberg, Schweinitz und Jeffen vorbeygehet, zu-

letzt aber , nachdem er die flüsse Rasnitz , Reder , nebst ;. biS6. andern, in sich genommen, bey dem dorf Elster, unweitWtttenberg, mit der Elbe sich vereinigt.

Elfter, ist ein alter offener marck-flecken in dem SächsischenChur-kreis und Amt Wtttenberg, etwan eine meile von dieserstadt gelegen, wo die schwartze Elster in die Elbe fällt, dahereü auch den nahmen hat. Es ist eine Niederlage von steinenund brettern allda, und soll ehedem eine stadt und zwar die äl,teste in Chur-Sachsen über der Elbe gewesen seyn, so aber vondem wasser ruinirek worden. rbsatr. 8sx. k. III.

p. 15;. Meißn. land-chron. p.

Elfter, oder Elfte«, ein adelich Haus und flädtlein oderflecken in der Ober-Lausitz, ohnweit des Ursprungs der schwartzenElster, oberhalb Camentz, stehet denen von Knoch zu; ehemalswar es denen von Ponigkau. Es gehören verschiedene dörfer,sonderlich auch stattliche gehöltze und jagten dazu. An. r6;7.»»gleichen an. 166;. hat dieses städtlein grossen brandschadenerlitten. Grossers Lausitz, merckw.

Elsterberg, ein städtlein oder flecken in dem Voigtlande auder Elster zwischen Plauen und Graitz, liegt zwar in desAmts Plauen bezirck, ist aber schriftsäßig und unter Chur-Sächsischer Hoheit. Ehemals haben sich besondere Herrenvon Elsterberg geschrieben, die aus dem geschlechte der Grafenvon Arnshaug ihren Ursprung hatten, und eine besondere linieausmachten. Zeogrupb. lensns. p. 227. <L 280. leg.

Elsterwerda , ein marckflecken an der schwartzen Elster,oberhalb, wo die Polznitz hinein fällt, in Missen , und desAmts Grossen-Hayn bezirck, hat denen von Rohr und Maltitzgehöret. Es ist an. 1727. durch kauf an den damaligen Chnr-Sächsischen Cammer-Präsidenten, Baron von Leuenbal, ge-kommen. proär. Ülit'n. p. 166.

* Elsvnge, (Henricus) aus der provintz Surrey in Engel-land gebürtig, legte sich in seiner jugend auf die studien, nnbreisete 7. jähr lang über see. Nsch seiner znrückkunft ward erein mitglied des sogenannten langen Parlements unter KönigCarolo I. da er sich durch seine ungemeine gelassenheit sehebeliebt machte. Er legte aber diese stelle von freyen stücken nie-der , da er sahe, daß es dem König das leben kosten wurde,zog sich auch die darauf würcklich erfolgte execntion desselbenso zu gemüthe, daß er an. is;4> starb. Er hat nebst ander»dingen ein werck geschrieben, wie ein Parlement in Engellanbanzustellen sey, soll aber das meiste aus den schritten seinesvatters darzu genommen haben,

Elterlem, ein berg-städtlein in dem Meißnischen Ertz-ge-bürge und dem Amte Grünhayn zwischen Scheibenberg undSt. Anneberg, anderthalb Meilen von Grünhayn gelegen.Scheinet fast den nahmen vom alter zu haben, Massen es dasälteste städtlein in dem gantzen Ertz-gebürge, und von 700. jäh-ren her aus alten Urkunden bekannt ist. Ehemals soll es Qued-linburg geheissen, von Kaysern, Königen und Fürsten (. sinte-mal eine grosse land-strasse aus Böhmen dadurch gegangen,)mit besondern Privilegien begnadigt, und unter der Schön*burgischen Herrschafft Hartenstein gewesen seyn. proär.Win. p. 159. sag. ropogr. 8»x. sux. p. 7;.

* Eltham , eine Engelländische stadt und marckt in derGrasschassl Kent. Die gegend heisset Blanheath; sie ist nochziemlich gut, und liegt mitten in schönen Waldungen und thier-garten, wo herum sehr viel des Engelländische» Adels sich auf-halten. Sie liegt nur acht Englische meilen von Londell'

Eltor, lat. Diana, ist eine stadt in Arabia ketlwa, wekchdfast an eben demselbigen orte lieget, da die kinder Israel ausdem Rothen meere heraus gekommen. Sie treibet grosse ha»*delschassl mit denjenigen Waaren, welche aus Indien und an-dern Morgenländischen gegenden dahin gebracht, und von dakdurch gantz Egypten und an andere benachbarte örter verführetwerden. äelcr. IlrabiT.

Eltz, (Edle Herren von) eines der ältesten und ansehnlich*sten adelichen und nunmehro Freyherrlichen Häuser am Rhel"und in Nieder-Sachsen , deren stamm-schloß Eltz in dem ErHStift Trier 2. meilen von Kochheim gelegen. Es besitzet da»Erb-Marschall-amt in dem besagten Ertz-Stifte, und hat vo»alten zeiten her die gewohnheit, daß diejenigen, deren vat^rnoch am leben, lohne zu Eltz, diejenigen aber, deren vatterverstorben, ob sie gleich noch minderjährig find, Herren GEltz genennet werden. Georg von Eltz lebte an. 9 z 8. von des-sen nachkommen war Conrad, Herr zu Eltz , um das Ero8o. bekannt, und ein groß-vatter i.) Conrads, der eine ei-gene linie fortfttzte, welche in dem wapen einen gelben löwe"führet, 2.) Wilhelms, der ebenfalls einen eigenen äst Wpflantzte, welcher rn dem wapen einen weiften löwen zuren angefangen. ..

Die linie mit dem gelben löwen , ward gedachter Massen, ^Conraden angefangen. Von dessen nachkommen sind sehr»«le Dom-Herren zu Mayntz und Trier worden. Hans aber,Herr zu Eltz , florirte um das jähr 1441. als Chur-TrierELand-Hosmelster, und war ein groß-vatter 1.) Bernhardt ''Wohlmeringen und Uttinqen, Gouverneurs zu Diedenhoft'' 'Kavserlichen Raths und Statthalters des Hertzogthnms Lutt«

bürg, dessen nachkommen abgegangen sind. r.) Johanrns, v