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Elvodugus, zugenannt Vrokus, ein EngelländischeeMönch, lebte um das jähr ;yo. Er ist der erste, welcher sichunternommen, mit hülffe der Römischen geschicht-schreiber dieHistorie von seinem vatterlande aufzuzeichnen, nachdem er sievorher» von den fabeln gereiniget. La/-E, L äs Icri-
xtor. ä.nZI. A Ce/rr/i, in ekrün.
äs 8i6.I.3t. lib. II. c. 2;. p. 259.
Elwanften, eine stadt im Virnegrund oder Feuchtegrund«m der Jagst zwischen Würtemberg und Oettingen an den Frän-ckischen grentzen, jedoch noch in Schwaben gelegen. Den nah,men hat sie von einem elephanten, weswegen man noch immerdas pultbret, worauf das Evangelien-buch liegt, mit elephan,len-haut überziehen soll. Hruschius nennet sie deswegen Lls-xkMcl-iLum. Der ort gehört dem Probst von Elwangen, undhaben die Lsnonici einige schone Häuser da aufgebauet. Nahedabey auf einem berge ist das Fürstliche residentz-schloß Schon-berg, welches sehr lustig liegt, jedoch nach alter art erbauetist. Gleich gegen demselben über ausserhalb der stadt liegt einewallfahrts-kirche gantz allein aufeinem berge, welche über al-le Massen schön erbauet, auch mit kostbarem meß-ornat verse-hen ist. Die stadt und nahe gelegenen dörfer thun dahin täg-lich ihre wallfahrten. An. ^2. als Kayser Carl der V. Metzbelagerte, hat der Teutschmeister die stadt Elwangen überrum-pelt, welchen aber der Hertzog von Würtemberg, als derenSchntzherr, aufansuchung der Lanonisoium wieder depossedirt.So ist auch Elwangen in dem Teutschen kriege etliche maleingenommen worden. in toxogr. Suev. L^«/edr«r,
ckrpnolog. monsst. 6erm-m.
Elwangen, ein Fürstliches Stift und Probstey in Schwa-ben, welches von der stadt gleiches nahmens seine benennungbekommen. Anfänglich war es ein kloster Benedictiner-ordens,welches an. 764. Hariolphus und Erlolphus, so beyde nacheinander Bischoffe zu Langres in Champagne und Caroli ül.Beicht-vätter gewesen, erbauet, und die cörper der heiligenMärtyrer Sulpitii und Serviliani dahin gebracht. 0 , Nach-gehends aber ist es auf des Königs Pipini zulassung zu einerAdtey gemacht worden, (bl Endlich ist an. 1460. öder 1461.der Abt Johann Hirnheim mit bewilligung des Papsts und dervrdens-brüder aus einem Abt ein Probst, und die Möncheweltliche Larionici geworden, nachdem schon lange zuvor Kay-ser Heinrich II. an. ion. das Stift vor Fürstenmäßigerkläret gehabt, (c) Wiewol die Hohenzollerische informations-schrift, welche sie sitz und stimm unter den alten Fürsten zu er-langen auf dem Reichs-tage eingegeben , aus dem Sitino mel-det, basierst an. 155?. die Probstey zum Fürsten-stand erhobenworden. Allein demselben haben die Pröbste von Elwangeneine information entgegen gesetzt, und selbige dem OireÄoriaan. 1641. übergeben, worinnen der Probst zu beweisen sucht,daß Ludewig lV. an. izr;. und i;;2. das Stift mit vielenPrivilegien und Reichs-regalien begnadiget, wohinzu KayserCarl IV. an. i;47- die cvnfirmation des schon zuvor ertheiltenFürsten-stands, und Friedrich III. die exemption von fremdengerichten, wie auch den blut-bann gesetzet. Über dieses ist auchaus den Reichs-abschieden von an. izoo. 1^2.41. 42. 44. rc.erweislich, daß die Pröbste von Elwangen schon vor an.aus Reichs-tagen unter den Fürsten gesessen, und gleich nachWorms unterzeichnet. Und obwol an. 1521. die Probstey un-ter den gemeinen Prälaten stehet, so ist es doch ehemals in denReichs-abschieden öfters paßiret, und selbst dem FürstlichenAbt von Fulda noch an. 1524. begegnet, daß gefürstete Aebtenach den Prälaten, und Bischöffe nach den Aebten unterzeich-net. Dieser seiner alten und Fürstlichen Hoheit halber streitetder Probst von Elwangen mit dem Abt von Kempten unddem von Murbach um den rang. (e) Der streit ist zwar nn-ausgemacht verblieben, jedoch hat Elwangen von an. 1654. anvor dem Abt von Murbach und unmittelbar nach Kempten vo-tiret. (f) Der weltlichen Herren des Stifts sind rr., darun-ter neben den Grafen und Herren auch Vo6kors8 seyn. Siehaben über und neben sich den Dechant, Senior, Lustoäemund ScboliMiLum, darneben aber auch noch 4. Verweser, und18. VicLrios Ldori. So hat auch das Stift seine erb-ämter zubemerckung der sonderbaren präcminentz, welche es vor andernReichs-Probsteyen hat. Die Freyherren von Rechberg sind Erd-Schencken, die Adelmanner von Adelmannsfeld sind Erb-Mar-schalle, die Baronen von Freyberg Erb-Cämmerer, und die Ed-len Blaarer von Wartensee Erb-Truchsesse. Endlich hat dasStift den Hertzog von Würtemberg zum Schutzherrn, und istdurchgehende! Catholssch. Die läge der Stifts-lande ist in demSchwäbischen kreise, oben an den Fränckischen grentzen, zwi-schen Würtemberg und Oettmgen; der Haupt-ort ist die stadtElwangen, worzu noch gehören Läutern am alten Rheims-Thal, und Tanneberg zwey ansehnliche schlösser. (H6srm. kcr. I'. n. p- 29. (chAugsp. thron. Ich. II.r>. 14. (c) c. I. 4 *- xubl. tom. V.
lib. IV. c. 44. (^) ^ ^86. 629. (k)
2rZ, tbestr. prseLscl. L. II. sä Vitrisr. üb. I. tip. r;.
st Franciscus Ludovicus, Churfürst zu Mayntz, Probst zuElwangen rc. gesegnete an. i??-. den i8. apr. das zeitliche.Hierauf wurde den 17. jun. der Churfürst zu Trier, Fran-ciscus Georgms, Graf von Schönborn, zum Probst zu El-wangen erwehlet.
Elwy, ein ffusi, entspringt in Denbi'ghshrre, und siießk,nachdem er sich mit dem Aled vereiniget, bey St. Affaph, inFlintshjre in den flug Cluyd. Lrit. p. 687.
Elpai, oderHelrai, ingleichen Elcesai und EIci genannt,ist ein falscher Jüdischer Prophet gewesen, welcher, nebst sei-nem bruder Joxai, unter des Kaysers Adriani regierung, aller-ley irrthümmer ausgestreuet. Seine Nachfolger wurden Elce-saiten genennet, welche die send-briefe des Apostels Pauli ver-worffen, dagegen aber ein anderes buch hervor gebracht, wel-ches sie rühmten ihnen vom Himmel herab gekommen zu seyn;dabey lehrten sie, daß man in zeit der Verfolgung den glaubenwohl könne mit dem mund verläugnen; schwuren daneben beysaltz, brodt, wasser, Himmel, lüft und wind, worinnen deeTurckrn Prophet Mahomet ihnen nachgeahmt. Von diesen undnoch andern ihren lehren und gebräuchen sind zn lesenH. L. Üb. VI. c. ;8- h-er. ksb. lib. II. c. 7.
L cle bsereübus. kser. iy. La^o». aä an. 10;.
ForLe/I inücuck. lib. IV. c. 5. §. 14. Itt-U. äs k^r. ftes. I. <8rXI. s. 17. *
Ely, siehe Elyt.
kUNI, ein volck in Sicilien, so mit den Carthaginensernin bündnis stund. Bey nahe alle scribenten, die hiervon Mel-dung thun, kommen hierinnen überein, daß sie von den Tro-janern und einem gewissen Elymo, welcher des Acestis compa?gnon gewesen, ihren Ursprung haben. Doch sind Vcylax undHellanicus beym Dwnysio Halicamail-eo hierinnen andrer Mey-nung , und will sonderlich der letzte dieselben aus Italien her-leiten. Sie sollen ihre Wohnungen auf den bergen, und alldazu ihren städten Eryr, Aegesta und Enteil« gehabt haben. Wiedenn der Ursprung dieses nahmens, nach Bocharti lehre, indem Syrischen so viel als hoch oder erhaben heißt.in kbalsA. *
m8II, wie auch VVQII HV8II, ist der nähme einesgewissen volcks in Teutschland, dessen Tacitus gedencket. Siewohneten an den gegenden, wo jetzo Schlesien ist, und ihreHaupt-stadt war Carrodunum, so anjetzo Cracau heißt. Ande-re sagen, daß auch völcker dieses nahmens um die Laußnitzgewöhnet haben. <Lc. Lucä Schles. chron.
Elsstsche felder, oder Vlvüum, ein gewisser ort, wo, nachder Poeten getichte, die wohnung der seligen seyn soll. Vir-gilius redet von den Elysischen feldern in Böotia; Tibullusund Propertius desgleichen. Doch ist Homerus der allererstegewesen, welcher deroselben in dem 4. buche seiner Oäz-fteagedacht hat. Dergleichen thut auch Plutarchus im leben Sek-tor» und in seinen tröst-schreiben an Apollonium. t r-Z,/. lib. I.§eorg. L lib. VI. Alieiä. äs vim kunöt. ftstu seÄ. 8-
Elvsische felder, nennet man heutiges tages eine gewissegeaend in dem Königreich Neapolis, bey der stadt Bajä. Siebestehet in einer ebene von einem nicht gar grossen umfange,allwo man jetzo fast nichts, als gesträuch und ruäsrs von altengräbern oder andern momimenten erblickt. Allein die situatior»ist unvergleichlich unmuthig, und das Llims so angenehm, daß,dem vorgeben nach, fast ein immerwährender frühling unssommer daselbst anzutreffen. Man sagt auch, daß, sobald dasalte laub abfalle, dessen stelle ohne Verzug durch neues ersetztwerde, und daß man auch schon um Weyhnachten grüne erb-ten allda gefunden. äe AtrAo« , letrr. 2z. Oe7rc. aS
VI. p. 19.
EfVt, oder EIp, lat. LIir> oder Helig, ist der nähme bey-des einer insul und stadt in der nördlichen gegend von C«w-bridgeshire. Die insul wird von dem flusse Ouse gemachtund ist sehr ungesund, weil sie zwischen sümpfen und moräsieHlieget. Die stadt Ely, welche in dieser insul lieget, stehet amder westlichen seile des flusses Onse, und hat nichts merckwur-diqes in sich, als ihre schöne Dom-kirche, welche dem H. EM-redy gewiebmet ist, und vor zelten eine Äbtey-kirche war. T>»westliche theil davon ist, nachdem sie zu einer Dom-kirche ge-macht , von den» Bischoffe Ridal mit grossen Unkosten erneuert,oder vielmehr neu gebauet worden. Die erste stifterin ade»dieser kirche war Ethelreda, Egfridi, des Königs in Northunt-berland, gemahlin, welche allhier ein Nonneii-klosier stiftet'so hernach den Mönchen eingeräumet worden. Diesemhernach König Edgar und seine Nachfolger so grosse p,ivile§^und güther, daß Richard, der andere Abt, König Henricnmft. dahin zu vermögen suchte, ein Bißthum daraus zu mE«,und die Adtey in eine Bischöfliche Haupt-kirche zu verwände«»'Der König willigte darein, und der Bischoff von Lincoln, Mter dessen ÜiWces es lag, bekam ;. lehn-güther von dieser A»,tey zum äquivalent für seine jurisdiction. Allein gedachter v»lebte nicht so lange, daß er die früchte dieser seiner bemüh«""hätte gemessen können, inmassen Hervy, der Bischofs von B,'gor, der erste war, welcher an. 1109. dieses neuemit allen rechten oder regalien einer Pfaltz-Grafschafft in dersul in besitz nahm, welche rechte hernach unter Henrici ^ 'regierung, krasst einer Parlements-acte, weggenommen, ^-och wenigstens sehr vermindert worden. Die vioeses an Vvor sich selbst, ob sie schon dem Bischoff ein ziemliches ^bringet, erstreckt sich dennoch nicht weiter als auf die Os ^schasst Cambridge, und hat 141. kirchspiele in sich, unterchen 7;. lehnbare sind. Sie Hat nur einen Lrcluäirrcon