Band 
Dritter Theil. D - Ha.
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Bischofs zu Münster bediente, und Portesleve erobern wollte,wurde aber von den, Ertz-Bischoff zu Cöln wieder heraus ge-schlagen , mit welchem doch der Graf selbst wieder stremgke,-ten bekam , und ihm an. 1^24. das veste schloß Wolmerstemwegnahm. An. i;r6. vor Pfingsten that er eine reise nachRom, und starb nach seiner Wiederkunft an. izrZ. am tageArnulphi. orixg. IVlarc. axuä tom. 1 . p. ;99-

Lucä Grafen-saal, x>. io. segg.

* Engelbertus IV. ein söhn Adolphi VII. Graf zu derMarck, gebohren an. izzz. succedirte an. i;47. dem vatter.Nach seiner ersten gemahlin, des Herrn von Mezemala toch-ter, heurathete er Mechtilden, Gräfin von Arensberg, welcheihm Erhardum, Engelderlum V. Blschoff zu Luttrch, undAdol-phum VIII. gebahr. Von Erharde ist zu mercken, daß er nachRittershufii gsnsal. Oon,. b/I^rs. bericht erst ein LLnonicu8,hernach Graf zu Arensberg gewesen, und an. i; 87 - gestor-ben sey, hingegen Northof. io origg. lVIarc. apuä

script. isr. 6srin. rom. I. gedenckt seiner gar nicht. LucäGrafen-saal, p- ^2.

* Engelbertus VI. Grafzu der Marck, Adolphi VIII. söhn,

fiel mit dem Grafen von Arensberg in krieg, worinnen die stadtDortmund dem letzter» beystand leistete. Allein Engelbertushielt Dortmund im zäum, war auch wider den Grafen glück-lich, und zerbrach ihm das schloß Schwartenberg, woraus frie-de geschlossen wurde. An. reisete Engelbertus in das ge-lobte land, konnte aber die Päpstliche erlaubnis darzu nichterhalten, darum muste er um pardon bitten, und vor sich undseine geführten den bann abwehren. An. kam er vonseiner reise nach Haus, und stund des Hertzogs in Geldern bru,der wider den regierenden Hertzog Eduardmn bey, wiewol mitschlechtem nutzen. In dem folgenden iahre trat er aufder Her-tzogin von Brabant feite wider den Grafen von Namur, undverbrannte demselben viele dörfer. rer. Lrsbam. XV.

Lucä Grafen-saal, p.14.

* Engelbertus, (Cornelius) ein berühmter mahler vonLeiden, lebte in dem XVI. stsculo. Man siehet zu Leiden undzu Utrecht viele schöne stücke von seiner Hand. Seine beydelohne, Cornelius Cornely und Lucas Cornely, haben die manierihres vatters nachgeahmet. Da aber die Mahlerey in grosserVerachtung war, ward Lucas Cornely ein koch ; dennoch warseine neigung zur mahler - kunst so groß, daß er dieselbe wie-derum ergriffe, und es darinnen sehr hoch brachte. Er zog inEngelland, allwo Henricus VIII. ihm arbeit gab, und ihn sehrliebele. OeabreZe äs I«. vis äs« keintre«.

Engelbertus, ein Abt Cistercienser - ordens, hat um dasjähr i2?c>. gelebet, und das leben der H. Hedwig verfertiget,welches Surius unter dem i z. oct. referirt. Man eignet ihmnoch ein-» andern tractat zu, welcher den titul führet: 8ps-culuin Virtutum mornllum. , In mcriol. Lilierc.

in cbron. List. kacr. <?5L.

Engelbertus, ein Abt des klosters Admont in Ober-Steyermarck , lebte zu den zeiten Rudolphi von Habspurg ,auf dessen wähl er ein getichte in heroischen Versen verfertigte.Er hinterließ auch einige andere wercke, welche in gedachtemkloster aufbehalten werden, davon Bruschius eines heraus ge-geben , welches von dem Ursprung und ende des Römi-schen Reichs handelt. L ^o/ssro, 6s Ulk. 1.3t. I!b. II.

CLP. 62.

* Engelbrecht, (Joh. Wilhelmus) war zu Hannover denian. an. 1674. gebohren. Nachdem er erstlich zu Helm-städt dem studiren obgelegen , und sodann mit dem Braun-schweiq-Lüneburgischen geheimen Rath von dem Busch nachOst-Frießland und in die Niederlande eine reise gethan , führ-te er nach seiner Wiederkunft einige junge Edelleuthe als Hof-meister auf die Universität zu Halle, und ward hiernächst zum8ynälLo des klosters Loccum angenommen. Hierauf kam erwiederum nach Helmstädt , wurde allda an. 1701. kroksstorNorslium, an. 170z. kroksstor ^uri8, und nach diesem 8sniorder Juristen - Facultät , ingleichen an. 1727- Braunschweig-Lünedurgischer Hof-Rath, in welcher würde er den 12. dec.an. 1729. das zeitliche gesegnete. Man hat von ihm einentractat äs Lsgibu 8 Locrsnsmni, Xaleuso ÄUtbore promulgati« ;nebst vielen disputationen, orationen und krogramnuuibu«.

* Engelbrecht, oder Engelbertus, Engilbertus, war auseinem adelichen Schwedischen geschlecht entsprossen, und mach-te sich zu des Königs Erici komerani zeiten, weil er durchhülffe der Dalcken denselben nebst seinen anhängern aus demReich trieb, und Stockholm einnahm, sehr bekannt; er wardan. 14z 6. zu Gockshobn Hinterleger weise, von Magno, Be-nedicti söhn, umgebracht, und liegt zu Orebro begraben. Loc.

, bist. 8 ueon. XXII. 5. kegg. Von seinen nachkom-men ist Willich Engelbrecht nach Pommern gekommen, allwosich seine vosterität immerfort m gutem Wohlstand befunden.Georg von Engelbrecht war anfangs krokestbr zu Greyphs-walde, hernach Hof-Rath im Vor - Pommensshen Hof-Gerichte,ferner Appellations-Rath zu Wismar, und Präsident des L°n-üstorü daselbst. Carolus XI. verliehe ihm den SchwedischenRitter-stand wieder, worauf er an. 169;. verstarb, und dreysöhne hinterließ. Der älteste, George Bernhard, hat verschiede-

ne bedienüngen , unter andern das Cantzler-amt in Bremenund Verben verwaltet, der außerordentlichen Reichs - Deputa-tion zu visitirung des Wetzlarischen Cammer - Gerichts alsSchweden-Bremischer 8ubäeleg-lru8, ingleichen dem friedens-trattat zu Utrecht als klemporentisriu« beygewohnt, ist auchin gleicher würde auf den congreß nach Braunschweig benennetgewesen, und hat sodann ferner die Handlung über die demBremischen und Vertuschen ceßions - tractat angehangenen be-sondern articknl gepflogen, auch die Übergebung des Bremi-schen Dans verrichtet. Sein ältester söhn, George David , istan. 1718. bey dem berühmten ftld^ug in Norwegen, inglei-chen auch in den traacbeen gegenwärtig gewesen, als der Kö-nig Carolus XII. vor Friedrichs-Hall erschossen worden. Derandere söhn, David Heinrich, hat in Hessen-Casselischen kriegs-diensten gestanden, und der dritte, Joachim Friedrich, ist an.1720. Vor-Pommerischer Kriegs-Rath zu Stralsund worden.Von Seelen, 8taäa litterat-l. ULiM/err, bist. äs Lbsrle« XII.

* Engelbrecht, (Arnoldus) gebürtig von Halle in Sach-sen, studtrte zu Helmstädt, ward vodk. 5ur. und Hertzoglich-Braunschweig-Lüneburgischer Cantzler und geheimer Rath, undstarb an. 1639. Man hat von ihm : ()u!xstions8 sä rirulumkeprimum surese kull-e äs kucceüions in LIeäkorsribu8 , Halle1614. und Giessen 1621. ingleichen einen tractat cls ^nststi-dkions tum vsceri8 Ikeipubl. stoiNÄNL, tumtrrm«!«!» Imperio

6srm-tno8 , Hanau 1614. Müllers Sachs, an-

nsl. sä an. 16; I. p. ;4I.

* Engelbrecht, (Christoph Joh. Conrad) war zu Helmstädtden 24. stpt. an. 1690. gebohren , und hatte George Engel-brechten zum vatter. Als er selbigen an. 1705. verlohnn hat-te, nahm sich des vatters brnder seiner erziehung an , und ließihn in dem r6. jähre seines alters die «endemischen studien an-treten , da er auch unter dessen xn^ststia verschiedene wvhl-ausgearbeitete äisputsrioneL schon in dem 19. jähre seines al-ters öffentlich vertheidigte. Hierauf nahm er sich vor, mit sei-nem jungern bruder die vornehmsten städte Teutschlands zu be-sehen , da er denn cher Kayserlichen wähl und crönung zuFranckfurt mit beywohnte, und durch Vorschub des von JhroChurfürst!. Durch!, zu Braunschweig-Lüneburg dahin abge-ordneten geheimen Rath Schröders, als seines nahen vettern,bey den wichtigsten Handlungen der Reichs - fachen mit zuge-lassen wurde. Ja er reisete auch auf gutbefinden mz.fts seinesvettern mit nach Regenspurg , um daselbst seine stuäi-l .smiskublici zur rechten vollkommenheilzu bringen. Von bar gieriger wegen der pest nach Augspurg, wurde aber, als er sich wei-ter nach Wien begeben wollte, von den seinigen wieder nachhaus zurück beruffen, allwo er an. 1715. die kroselstonem 5u-ri8 stublici extraorämarism, und an. 1717. die oräinariawerhalten, so er bis an seinen tod mit rühm verwaltet hat. Erwar schon lange mit der schwindsucht behafftet gewesen, wel-che ihn auch den 20. oct. an. 1724. weggeraft , da er knrtzvorher nach Zelle zum Justitz - Rath war verlanget worden.Seine vornehmsten schrillen sind : Lommenmrio äe 8erviru-tibu8 äuri8 kublici, Helmstädt 171;. in 4. äe injllüa E>o-rum Immunitatisgue Lcclestarlim aä crimina ciolosti exten-stone; Loinmentstio äe lltilitare atgue Xecestitate 8tuclü lu-ri8 dermanici ; cle Vati8 .surispruclentirc ^ustitisegus stämini-strationib in Lermania; äs 6enuini8 veciüonum ^uri8 k'on-tibu8 in 1erri8 Lrunstüc. buneburgici8 ; Lxsmen äistin(st>c>-nis vulgärst inter Vbeoriam , seu, ut plerumgus äici seiet,punökum sturis L boäiernsm kraxin; Oist'srtstio äs Laust« im-peäiti backenu8 selici« succestu« tentatis in Lermania einen-äationi« <L riäministrationia.justitia: , Helmstädt 1718. in 4-Gel. Zeit. 1714. l>. roi;. feg.

* Engelbrecht , (George) Arnoldi söhn, war den 4-mertz an. ,6; 8. zu Hildesheim gebohren, studirte und prowo-virke in vockorem )uris zu Helmstädt, und wurde, nachdem ervon seinen reisen in Franckreich und Holland zurück gekom-men , anfangs Lxtraoräinariu8, hernach Oräinarju« Lotste^krosestor daselbst, endlich aber äcaäemice 8enior, und Fürst«'Braunschweigischer Rath. Er starb den 24. aug. an. i7^?'und hinterließ: Lompeuäium äurispruäsmise secuuäum oral"nein Oigestorum, Helmstädt 1689. in 4. k.xercitiMone« sä M'üitut. äullini-mi, ib. 1709. in 4. Oistertatione« aä kanäeKab,welche zusammen zu Helmstädt 1697. jn 4. wieder gebructlworden. Auster diesen aber noch Dill. äs Llsululi« Loacrt-stonum krincipum, ib. 1678- in 4. Illum äurik, Ilomani in sU"rs kublico llomsno-Lermanicc» buju8gue varijz LontrovcrlUäeciäeuäi«, ib. >670. jn 4.

* Engelcken, (Henricus Aicanins) ein Lutherischerlogu«, war zu Rostock, dahin sich seine mutter wegen dermaligen kriegs-unruhen begeben hatte, den i;. aug. an. E'gebohren. Sein vatter, Christian Petrus, war erstlichmann zu Jennewitz, nachgehends aber Pfandschillings-Herr VSchwastorff in dem Hertzogthum Mecklenburg. Nachdem ^in desselben Hause bis in das 18. jähr seines alters einer Eprivat-unterweisung genossen, begab er sich an. 169;. nachstock, und bediente sich allda des Unterrichts der beyden mkellorum, Lindemanni und I. G. Möllert, unter wclchm) > ^lern er nicht nur im folgenden jähre einen theil von M' ,universal-historie in einer öffentlichen disputation verthew-^ ,