Band 
Dritter Theil. D - Ha.
Seite
291
JPEG-Download
 

e n g

eng eni 291

tu Ravensberg, Bischoffs Ludwigs bruder, nicht wenig,^achmals ist die Hen'schafft Engem dem Grafen von Ra-vensderg versetzt worden, von dem sie an die Hertzoge von-Milch, und nach deren abgang an den König von Preussengekommen. Es ist aber dieser ort so lief von seiner vorigenyoyert gefallen, daß er einem schlechten dorfe ähnlich siehet.-*)er Hügel, darauf das schloß gestanden, wird noch heut zuwge die burg-stätte aenennet. Es sind auch noch einige reli-Men mn der kirche übrig , welche der abgedachte Wittekind er-Uutt. Hiervon führt das Hertzoglhum seinen nahmen, undm solches, nachdem der Kayser Fridericus I. wider HertzogHeinrich den Löwen die acht ergehen lassen, dem Churfür-M Philippo zu Cöln mehrentheils zu lehn aufgetragen wor-ven; dahero auch der Churfürst zu Cöln davon den titul füh-ret. W habe» auch die Hertzoge von Sachsen-Lauendurg En-gern mit in ihrem titul gehabt, und nachdem der letzte da-, Julius Francifcus, an. 1689. gestorben, haben die Her-zoge von Sachsen, sowol Albertinischer als Ernestinischer li-W, gleichfalls diesen titul angenommen. , Nstrox.

Ub. VIII. c. ;r. , äe Henri ci sssoni8

rocius Zeliis. , in notis sä b. I. äiss-

tert. äs iisnr. I-eone. , äe LnZrivaris, Angnria op-

Mo, L ^ittelcinäi AI. monnmenw. orat. äs

eüphzliA. , in ckron. Osnabrug. spuä lVIeibom.

II. rer. Osrm. p. 212. L 22;. , tovosr. ^eüvü.

Luca Grafen-saal.

», Engers, eine kleine an dem Rhein zwischen Coblentz undAwernach gelegene und dem Churfürsten zu Trier gehörigeMt- Das schloß daselbst, Cunen Engers, ingleichcn diedrucke Crmoftem, hat der Churfürst zu Trier, Cuno, er-such nachdem er diese stadt den Grafen von Sahn mit gemalt^genommen. Diese gegend wird der Engersctow genennet.^esthr. dxg Rheinstroms. Lucä Grafen-saal,

274.

Engia, oder Aegina, eine inful in dem LrcbipelaZv, odergentlich in dem 8inu 8aronico, heutiges tagks Golfo ä'En-M genannt, unterhalb Athen. Sie hieß anfänglich Oenoneauch Oenopia, bekam aber hernach von der Aegina , desg 'M tochter, den nahmen, als selbige Jupiter zu PhliunteUMbt, und hiehcr entführet. Sie ist um und um mit ge-Nuchen felsen umgeben, welche Aeaeus, des Jupiters undi?/«' Asten Aeginä söhn, dahin gelegt haben soll, um den^'^ubern einhalt zu thun; doch diese machen, daß kein grossMff daselbst ancker werffen kan. Sie ist nicht sonderlich, war aber in den alten zeiten ziemlich mächtig, wie siea"ter allen Griechischen Republiquen, die Äthenienstrhingenommen, die meisten schiffe wider die Perser hergab;

aber mit Athen in krieg verfiel, kam sie so herunter, daß sie^ lttmmer erholen konnte. Es giebt in dieser insul eine un-hUche menge von rothen rebhünern , daß die einwohner ge-f^sMget werden, zur frühlings-zeit ihre nester und eyer aufzu«und zu zerstören , damit sie ihnen nicht den saameuvon stlde auffressen. Man siehet allda noch die reliquienn'I 2 - vor alters berühmten tempeln, deren einer der Ve-v"d der andere dem Jupiter gewiedmet gewesen , wieordn ""ter andern 20. faulen von der sogenannten Dorischenabm.Wg nebst ihren balcken, die wegen ihrer gleichförmigenn->,,lEu"ng sehr schön sind. Die stadt Engia, als der ver-ein der insul, ist wohl bevestigt, und war vor zeitenb^i^sthofflicher sitz unter den Ertz-Bischoff von Athen ge-Vor diesem gehörte diese insul Galeotlo Malalesta, An-Konzgs in Böotia schwieger-sohn; und nachgehendsm die Hände der Venetianer. An. 1^7. eroberte siebi."svarossa; allein an. 1654. nahm der Venetianische Prope-rm« Morosini die vestung von Engia mit stürm ein, undWirte die vestungs-werck. » 7 ora«,K äefcr. Alorere.

Nv* Englar, ein schloß in Eppan, in Tyrol, welches Grafd/», "Mo und Albrecht zu Tyrol an. 12-19. denen von Firmianvon , nach welchen es die Pollweiler, die von Thun, diedm und endlich die Grafen von Khüon besessen. Bran-w, Tyrol. Adlers ehren-kräntzlein, x. 16;.r *.Engiebermäus, (Joh. Pyrrhus) ein gelehrter voüorbelauf der Universität zu Orleans, war der lehrmeisterchesAhmten Juristen Molinäi, der an. 1 ?-6. unter ihm studirte.ü,i§o rmäus war von Orleans gebürtig, verstünde die Grie-eD^und Lateinische spräche aus dem gründ, und ward fürsind" v Ersten Juristen seiner zeit gehalten. Seine schuften

^ ' "^neMrisus Aureliss, Onllise urkis clsriilimX; Alilitia8^"^vrLnsorum pro re Ckristiana; äe fege 8-iIiLa L Hegn»p.. ecibons. /.e /.o«e, biblisch. bist. äs In

^uce. r.p-zrerZ.

^ngouleme, siehe Angouleme.

rjs^Men, ist ein hohes Alp-gebürge, welches das Berne-sv„ss. Haßlethal, von den Cantonen Ury und Unterwalden ab-ihr? rm' barauf die land-leuthe in den heissen sommer-tagenVen ,i"be treiben und daselbst weyden; zu oberst auf den Al-ler ?.„F?er Engftli-see, welcher von dem abrinnenden wassNim 'wehtt und erhalten wird, sein auslauf heisset die Trifft,der ?o,n'?uget sich mit der Aar. Ohnweit von diesem see ist^ bem lande, als bey den scribenten berühmte^schrunn, welcher aus einem felsen in eine grübe läuft,Wstor. ///. Theil.

daraus man die kühe morgens und abends trancket, dessen ei-genschafft diese ist; daß er nur allein im hohen sommer, si>lange die kühe auf dem berge weyden, und solches nur mor-gens und abends, wann nemlich seine tränckung platz hat,laustet, so , daß auch Stumpf (») schreibet, er versiege deSabends, wann das vieh getruncken, gleich wieder, und ste-he des nachts still, welches er ebenfalls der gemeinen lands-meynung nach, für ein sonderbares wunderwerck hält, dasvon GOtt, wider den gemeinen lauf der uatur, dem liebenvieh zu gut, auf dieser hohen Alpe, alltäglich würeke. An-dere aber, welche die wunderwercke eben nicht so leichte glau-ben , geben diesem lauf natürliche Ursachen , daß nemlich dieerde bey diesem brunnen gantz schwammicht und voller Wassersey, welche von der schwere der annähenden kühe gedruckt,das wasser aufsteigen und also den brunnen lausten mache,wann aber das viel) wiederum hinweg gehe, und also dasdruckn des erdreichs aufhöre, auch wiederum falle, mithinder lauf des brunnens einhalte. Noch andere, welche diefache genauer erkundiget und befunden, daß der brunnen viel-mals lauste, wann schon das vieh nicht dahin kommet (alswelches noch andere brünnen hat, zu welchen es getriebenwird) wie auch daß er die gantze nacht durch, bisweilenauch bey warmen regen-wetter 2. tage aneinander, und hin-wiederum bey kalten und trüben gewölck-tagen , etliche tagelang, und nicht minder vom herbst an, da es ansähet znschneyen, bis wieder in sommer, da die sonne hoch gestiegen,durch ihre wärme den aufgehäuften schnee und Winter - restzur schmeltzung bringet, nimmer laustet, haben gantz anderegedanckn von diesem brunnen , nemlich daß derselbige ent-stehe von dem unfern davon gelegenen Engstli-see auf folgen-de weise: Wann durch die heissen sonuen-strahlen, warmenwind, und regen im sommer, der auf den Alp-gipfeln be-findliche schnee und, firn den tag über geschmoltzen, densee auf eine gewisse Höhe anfülle, so ziehe sich das schnee-wassser unter der erden durch und hinunter an den ort, da derbrunnen Herfür kommt, als welcher auch hell und klar ist,als wie das schnee-wasser, dieses geschiehet nun etwan 4. bis5. stunden nachmittag, zuweilen eine stund eher, zuweileneine später, nach beschaffenheit der mittags-hitze, um welchezeit dann die kühe zum abend-trunck kommen. Der also an-gefüllte see, sowol als der brunnen, lausten also die gantzenacht ab, bis die höhe des sees wiederum auf einen gewissengrad gesunckn, da höret der lanf des brunnens allgemachauf, gleichwie er in eben dem schritt zu lausten anhebt, unddieses geschiehet gemeiniglich des morgens nach bis 6 . Uh-ren, da die kühe den morgen-trunck einschluckn. Daß er aberbey kalten tagen, wind und Wetter, im sommer etliche tagelang, und mit ansang des Herbst-monats bis nach St. Ur-bans-tag gar nicht mehr läuft, ist die urjach, weil alsdannschnee und eis auf den um diesen see gelegenen Alp - jochennicht schmeltzen, mithin dieses keinen zufluß erhält, davones aufschwellet, einfolglich auch der brunnen trockn bleibet.Die Alp-wohner haben auch noch diesen aberglanben, wieoben angeführter Stumpf meldet, baß nemlich dieser brunnenseinen lauf etliche tage zurück halte, wann etwas unreinesdarein gemorsten werde, welcher aberglaube daher entstan-den , weil sie wahrgenommen, daß er oft etliche tage lang garnicht mehr gelösten , worbey dann keiner an einige natürlicheUrsache weder des lauffens, noch des aufhörens gedacht hat,wie denn des gemeinen volcks ordinär» gebrauch ist, alleswas es nicht beareiffet, wie es natürlich zugehe, für hexen«oder wunderwerck zu halten. Indessen glaube nun ein jederwas er will. ( L ) lik. VII. killor. Ilelv. p. 218. b.*

Enguerand äs Martgni, siehe Marigni.

Enguerand äs Monstrelet, siehe Monstrelet.

* Enham, auf lat. Lnbanum , eine Engelländische stadt,wo man auf besorgung des Ertz - Bischoffs von Canterbm y,und dessen von Köret an. 1009. ein Concilium aufPfingsten ge-halten , da Ethelredus König in Britannien war. Es befindensich zwey und dreißig capitul, und acht und zwanzig vscre-ta b^noäalia, die von diesem Loncilio in der letzten cditionder Lonciliorum gesammlet worden, und noch übergebliebensind.

* Eniacham, eine vestung, welche die Engelländer vor etwas

zeit auf der sogenannten gold-küste in Guinea aufgeführet ha-ben. , Oicckion.

Enico, oder Ennigo, Graf von Bigorre in Gascogne,welcher von Meroveo, Theodorici des Königs von Orleans na-türlichem söhne, herstammen soll. Er vertrieb die- Saracenenaus Navarra und Aragonien, nahm sodann an. 816. den Kö-niglichen titul von diesen 2. Reichen an, und verordnete,daß seine Crone nicht nur auf seine männliche nachkommen,sondern auch auf die töchter fallen sollte. 6-^r,, conkersiics«äes preroZLt. ancislmes.

Enicus , ein Griechischer Poet, lebte um die I-XXXVls.

Olxmp. , äs kose. OrLL. c. 6 .

Enied, siehe Engedin.

Emedinus, (Georgius) gebürtig aus Ungarn, war Su-perintendent über die Socinianischen gemeinden in Siebenbür-gen , wie auch Aloäernwr des OMmnlu zn Clausenburg. Erwurde um das jähr 1587. bekannt, starb aber an. 1597- den

Bb 2 28.