Band 
Dritter Theil. D - Ha.
Seite
292
JPEG-Download
 

292 eni enn

enn enS

,8. nov. in der besten blüthe seiner jähre. Man hat von »hm

Lxplicstionem üocorum V. L X. 1 . ex guibus Trinirsris

ÜoZma üskiliri tolet, welche erstlich in Siebenburgen ge-druckt worden; doch weil man dieses buch daselbst verbot,und viel exemplarien verbrannte, legte man es bald daraufin Holland wieder aus wiewol bey keiner edition stehet, wennund wo sie heraus gekommen. Ihm werden noch andereschriften beygeleget, als : äs vivinitsts Lkrissi; item Lx-plicstia üocornrrr LstSLbeli8 XsLovisalis , Wie auch krXfs-tio in X. 1 . verk. Xscovisnse; man zweifelt aber, ob erderen snÄorseyu. Feurborn hat wider »hn änti-Lnjeäinum,

s. Vinäicstiones üocorum 8->crorum, versm so LternsniLbriiti Öeitstem äemonKrsntium , geschrieben» bibl.

sintitrin. p. yz. K»ro», üiss. critiq. <Lc.

Enipeus, ein fluß in Thessalien, welcher die Pharsalischenselber, allwo Julius Casar Pompejuin geschlagen, bewässert,und zuerst sehr langsam , hernach aber, nachdem er sich mitdem flusse Epidanv vermischet hat, sehr schnell fleußt, I.«-«».Üb. II. VII. üb. I. Lc.

* Enis Town, ein Jrrländischer flecken in Momonien. Esist der vornehmste ork in der Grafschafft Clark, und der einzige,welcher sitz und stimme in dem Irländischen Parlement hat;er liegt ungefehr eine stund von Clark, norden zu.

Enisis, siehe Nist.

Enköpitig, lat. Lnecopir», ist eine kleine stadt in der Schwe-dischen provintz Upland, nahe bey Upsal, und noch näher beydem Meler-see, welche ziemlich gute Handlung treibt.

Enna, Henna, eine alte und berühmte stadt mitten in Si-cilien, daher sie auch die Alten Ilmbilionm 8icilM zu nennenpflegten. Sie lag auf einem hohen felsen, der oben gantz eben,und mit lustigen quellen und andern annehmlichkeiten versehen ,sonderlich aber wegen des der Cereri und ihrer tochter Proser-pinä gewiedmeten tempels, berühinl war. Diese letztere soll beydiesem orte von dem Plutone seyn geraudet worden, wie mandenn will, daß dieser aus einer allda befindlichen hole von einerunergründlichen tiefe heraus gekommen sey. Bvchartus hält da-für, daß der nähme dieses orts von dem Phönicischen Worte sin-vssm, welches eine lustige quelle bedeutet, herkommen. Heuti-ges tages wird sie von einigen Castruviänni, von andern aberCastro Janna, oder auch Anna Castro geheißen.

Enneskillmg , siehe Imskilling»

Ennius, siehe Mummulus.

Ennius O.uintus, würde zu Rudiis, einer stadt in Eala-brien , ä. X. ziz. ä. N. ;^4?. L- L. rzy. gebvhreu, und zwar,wie sowol Ennius, als andere von ihm vorgegeben, aus deralten Königlichen familie des Messapi. Er brachte einen theilseines ledens in Sardinien zu, und wurde von bannen von Ca-tone Nsjore. welchen er die Griechische spräche gelehret hatte ,nach Rom gebracht, allwo er sich auf dein Aventinischen Hügelaufhielte; von dar wurde er L. X. 565. von M-Fulvio mit sichin Aetolien genommen. Er hielt sehr viel von Scipione Llrics-na, und wurde von diesem ebenfalls so heftig geliebet, daß erauch befohlen, den Ennium zu ihm in sein grab zu legen,und beyder bild-säule neben einander darauf zu setzen - gleichals ob sie der tod selbst nicht von einander trennen sollte. Derandere damals berühmte Scipio, mit dem zunahmen Nasi-ca, war auch sein gar guter freund, und konnte beydeö schertzund ernst gar wohl von ihm vertragen; so auch Cäcilius Sta-tivs ein anderer Römischer Poet. Doch mochten alle diesefreunde nicht hindern, daß Ennius immerzu arm geblieben,und sich für alle abwartung mit einer einigen magd vergnügenmüssen. Sonst liebte er sehr einen guten trunck, und schriebniemals leichtere und bessere verse, als wenn er einen ziemli-chen rausch hatte. Er starb ä. X. z8z. Er hat verschiedenefabeln, als da sind Achilles, Ajax, Hecuba, Jphigenia, Thye-stes, rc. die Historie des Punischen krieges, (in welchem er eineHauptmanns-charge bedienet, eben wie er auch schon zuvor un-ter Fulvio im Aetolischen kriege gethan hatte,) ingleichen auchvon P. Cornel. Scipionis sikric-mi thaten geschrieben, und Eu-hemeri Historie von den Heydnischen göttern ins Lateinische über-setzet ; doch hat man nichts mehr als kraßmems von ihm übrig,welche Ludovicus Vives, die Stephans P. Merula, aber amallerweitlaustigsten Hier. Columna zusammen getragen, undam besten von H. Wetstein an. 1707. heraus gegeben worden.

äs re ruü. Üb. I. c. 48. , in Lruto c. ,8- Tulcul.

quselk. üb. I. L. i. äs nsturs veorum üb. II. c. 42. X/r». üb.III.c. l'. äX-'a, I'b- H- --- 4- Seit. Üb. XVII. c. 17. üb. XII.üb. VI. 8sturnsl. üb. VIII. c. rz.

, in vits ssnnii. , äs Dill. Xstin.

r«,. comment. äs vits L Xriptis Üivii, Lnäronici, Xnnü Lc.Xat- rc-L kibl. üiitin. in äpp-

* Ennius, Blschoff zu Nantes in Bretagne, zu reiten derKayser Diocletiani und Maximian,. Man halt dafür, daß das-jenige Tribunal, dessen in nachfolgender noch heut zu tage aufdem Rathhaus zu Nantes befindlicher aufschrsst Meldung ge-than wird, in diejenige zeit gehöre, da Enmus Bischofs zuNantes war. Die aufschrift lautet aber also : Ximixik.^kwc/87-Olr. VLO VOÜ. IssXO. m. 6XMLÜ. 8LLUX.VV8 LT <7. 8LO^2-. X7.0E ssLIOR. VILMOX. kOX-TLX8. TXI8ÜXLX. L. ssl. Ü0018 LX LULL WULssü.xoLMKiixr.

Ennodius, (Marcus oder Magnus Felix) welchen einige,Wiewol unrecht, Evodium nennen, war Bischofs zu Pavia. Alser noch sehr jung war, nöthigten ihn seine eitern, mit einer wohl-begüterten person sich zu verheurathen, mit welcher er einen söhngezeuget; doch verließ er diesen stand wiederum, damit er destoeingezogener leben mochte. Hierauf machte ihn Eviphanius,Bischofs zu Pavia, zum viscono, welchem er nachgehends inder Bischöfflichen würde folgte. Der Papst Hormisdas schickteihn zweymal zu dem Kayser Anastasio nach Constantinopel, umeinige Vereinigung der Orientalischen mit der Occidentalischenkirche zu stiften. Er starb an. 516. den 17. jul. Seine schrif-ten sind: Lpipbsmi Vita; LpiilolL, Orsliones ac Oeslamsr.;kanegyricus Tbeoäoricv 6otborvm sse^-i äiäkns; llpalogeti-cus pro IV. 8zmoä. ssom. sub 8^mmÄsbo?->pa; llosmata 8acra4Vita äntonii (Xri sslonasbi Üsrinsnfi8. Schottlls hat an. 1610.seine wercke zu Tournay zusammen drucken lassen.

in not. sä Lnnoä. , in suälsr. äs fcript. eccl.

in cstsl. LarsA.sn.48y. 50z. ^15.; 17. sp-

par. fssr. Ler»arsL«. Lass. üb. VIII. bist. Dein. p'sMar, ästlill. üst. üb. II. s. r8- P- 2)4. L äs kost. c. z.

s Er war weder zu Pavia, noch zu Mayland, wie verschiedenevorgegeben, sondern zu Arles in Provence aus einer sehr vorneh-men familie um das jähr 47z. gebohren. Weil ihm vermuthlichseine eltern frühzeitig gestorben, und hiernächst die Visi-Gothenin seinem vatterlande sehr übel Haus gehalten, wurde er zu May-land bey einer nahen anverwandtin erzogen, da er sich denn son-derlich auf die beredtsamkeit und poesie geleget. Als aber auchdieselbe in seinem 17. jähre das zeitliche gesegnet, und ihm nun-mehr» die zu seinem unterhalt erforderliche Mittel fehlten, Heu-rathete er ein adeliches und wegen ihrer frömmigkeit berühm-tes frauenzimmer, durch welche er auf einmal zu einem sehransehnlichen vermögen kam. Allein nicht lange hernach ordi-nirte ihn der Bischofs Epiphanius gantz unvermuthet, und wi-der seinen willen zum viscono, welches ihn veranlaßte, aufeine etwas ernstlichere lebens-art zu dencken, und sich auch nacheiniger zeit, jedoch mit einstimmung feiner ehegattin, von derbisherigen ehelichen Verbindung wieder los zu machen. Nachdiesem begleitete er Epiphanium an. 494. nach Burgund anden Königlichen Hof, hielt sich ferner auch zu Rom eine Zeit-lang auf, und wurde endlich an. xro. oder ;n. nach des H.Maximi II. tode zum Bischofs von Pavia erwehlet. Indem eknun daselbst besondere klugheit in seinem amt erwiese, schickteihn der Papst Hormisdas zweymal, nemlich an. 51;. und zi7-an den Kayser Anastasium, da er aber sonderlich das letztemal sehr übel tractirt wurde. Er starb zu Pavia den 17. jul.an. ^21. (nicht z,6.) in einem alter vor: 48. jähren. Von sei-nen schriften ist oben zur genüge gehandelt. ixls

in epiit. psssrin. LsL's-rsi. in s<5t. 8. 8. sä ä. 17. jul. fff/',0/^ ///<?>'. /« , tötn. III.

Enoch, ein berühmter Redner, von Ascoli in Italien gebür-tig> war einer von den ersten, die sich bemüheten, die gelehrsam-keit und gute wiffenschafften in die Abendländische gegend wiede-rum einzuführen. Zu diesem ende nahm er vor, alle Griechi-sche sutkores, die er haben konnte, aus den Händen der Tur-cken, nachdem sie Griechenland erobert hatten, sich anzuschaffen/welches ihm auch durch beystand des Papstes, der ihm mit gewund allen andern nöthigen dingen die Hand bot, glücklich vonstatten gieng. ck<ssl-/>z>. Le«tr,t, prs-slsr. fsc. als. clsr.

, Enos, ein söhn Sechs, gebohren L. IVl. 2;?. L. L. ;749-Zu seiner zeit fieng man an zu predigen von des HErrn nahmen/oder, (wie sich das Hebräische eben sowol auslegen läßt,) sichvon dem nahmen des HErrn her zu nennen, welches aufdie be-nennung der kinder GOttes und kinder der menschen seine ab-sieht zu haben scheinet, als welche in der Historie vor der sündflutvnicht ohne nrsach gebraucht wird. Man hat sonst, wiewol ohnegründ, vorgegeben, daß er äs Keligions L Aoäo oranmOeum, ingleichen äs üifsipünis geschrieben. Le». IV. 26-

2'o/A-e//. ss. N. 2Z6. Ac.*

Enosis, siehe St. Antioco.

Enrichemont, eine stadt, flehe Boisbelle.

Ens, lat. änsssnm. Lnslum, ünsssisnum, Lnssum 'eine schöne und veste stadt in Ober-Oesterreich an dem walle-Ens, meilen unter Lintz, hat ein wohlgebautes schloß »n^schönes zeug-haus. Sie hat ehemals den Herren von Ens »nvSpielberg gehöret; Kayser Rudolphus I. aber hat sie dem »etz.ten dieses geschlechls Eberhard um 600. pfnnd silbers abgekamfet, und sich mit dem Probst Wigand zu St. Florian, der varauf einige anspruche gemacht, dergestalt abgefunden, daßdachter Probst für sich und seine nachkommen jährlich dem ansten Hertzogc von Oesterreich einen güldenen ring ;. ducanwerth pro lure ?stronsru8 zu geben versprochen. Än. l62v.ben es die Ober-Enserische bauren mit list einbekommen, n»^dem sie mit gemalt nichts davor ausrichten können. Mitten"dem marckte stehet ein schöner hoher thurn, an welchem pschrift zu lesen, vermöge deren bckräfftiget wird,daß MarcuS )>cnLucas das Evangelium allhier verkündiget haben. Imist Ens ein stück von der zu alten zeiten berühmten und gr?nstadt Lorch, oder üsnriscum. Xkr/erLr, topog^. äultr. ^Ens, eine kleine insul auf der Süder-see in.Hvlland, ülweit von den Frießländtschen küsten. ^s,