294 env eon
e p a
nahmen angenommen haben. Georg der jüngere, ein enckcldes letztem, hat dem Kayser in Italien, Ungarn nnd in den Nie-derlanden als Obrister gedienet, und 2. söhne nachgelassen, nem-lich Anton und Frank,welche beyde bey dem Bischofs von Brirendie Raths-stelle erhalten. An. 1712. war Frantz,Freyherr aufJö-chel und Freyenthurn/Lsnonicus zu Brixen. krsnc.reäiv.
Spangenb. Adelfp. k.II. stemm. k.lll. >t. Oerm.sse.?. I.
* Envermeu , ein grosser in der Normandie gelegener fle-cken , in dem lande Caux ; aufLateinisch hersset er stnvermo-äium. Er liegt drey Französische weilen von Dieppe, und hatein LoUexium, wo die fugend in den kumsnioribub unterrichtetwird ; die Philosophie und Theologie wird auch dort getrieben.Auch ist eine Priorey des heiligen Laurentii daselbst. Nach-richten , so an dem ort sechsten sind aufgezeichnet worden, an.170;.
Eobanus, (Helius) mit dem zunahmen kessu», den ervon seinem vatterlande annahm. Sein vatter diente dem Nie-der-Heßischen kloster Haina. Man weiß den eigentlichen ort sei-ner geburt nicht, doch wird gemeiniglich Beckendorff, ein dembemeldten kloster gehöriges guth , dafür gehalten. Seine mut-ier ward von den wehen im selbe überfallen, da sie ihn den 6.jan. an. 1488. zur weit brachte. Er ward von juqend auf zumstudiren gehalten, da er denn bald in der schule eine sonderbareNeigung zur Lateinischen Poesie wies, und öfters seine vese,wenn er den Lehrmeister nicht besprechen konnte, andern zudurchsehen und zu verbessern aufnöthigte. In feinen erwachse-nen jähren hat er sich zwar durch seine kumsniors fortgeholffen,aber kein groß glück gemacht, und ist oft von einem orte zum an-dern gezogen. Nachdem er zu Erfurt die academifchen studier,getrieben, fieng er an zu reisen, und kam in Preussen zu einemPrälaten, der ihn wegen seiner gelehrsamkeit lieb gewann , auchzum 8ecret3rio machen, und in Gefandtfthafft brauchen wollte,deswegen er Eobanum auf feine kosten nach Leipzig schickte, dieRechtsgelehrfamkeit allda zu erlernen. Es stund ihm aber diesewissenfchafft nicht an, daher er seine juridischen bücher verkauf-te , und nach Erfurt zog, allwo er sich auch verheurathet, unddie kumsniors gelesen, als er aber nach verlauf einiger jähreviel feinde bekam, und den zulaufverlohr, legte er sich auf ein-rathen feiner freunde, damit er das brodt gewinnen möchte, aufdie Medicin, die er zwar sehr lieb gewonnen , aber doch niemalspracticiret hat. Er lebte also sehr kümmerlich zu Erfurt, bisan. 1526.,da er aufeinrathen Melanchthons nach Nürnberg zog,auch daselbst gar wohl angesehen war, und die Kumsniors vonneuem lehrte. Von dar zog er an. 15;;. wieder nach Erfurt,weil ihm seine freunde gute Hoffnung machten, und er diesen ortgar sonderlich liebte. Ob er nun wol nicht alles erlangte, was«r gehoffet, hielt er sich doch vier jähr alldort auf, nach derenverlauf ihn der Landgraf von Hessen nach Marpurg berufte, diegleiche kumsniors daselbst zu prositiren. Dieser Herr war Eo-vano so günstig, daß er ihn oft um sich hatte, und mit ihm indem schach - spiel kurtzweilte. Zu Marpurg siel er in eine verzeh-rende kranckheit, mit der er ein gantzes jähr zubrachte , bis erdaran zu ansang des oct. an. 1540. starb. Kurtz vor seinem tobesagte er, er muste zu seinem Herrn, welches die anwesenden vomLandgrafen verstunden, er ist aber bald darauf verschieden. Erverließ feinem weide und Andern nichts, weil er erst zu Mar-purg in rechten verdienst gekommen, auch niemals ein guterHaushalter gewesen, deswegen ihm seine freunde gar oft aus dernoth helffen müssen. Jedoch hat sich der Landgraf der seinigenangenommen, die söhne am Hofe befördert, und die töchter sei-ner gemahlin anbefohlen. Er ist ein grosser starcker mann gewe-sen , der als ein soldat ausgesehen, in der that aber war er nichtwild oder zänckifch, doch ist er von allerhand leides - Übungen,ringen, schwimmen und fechten ein grosser liebhaber, und dar-bey ein starcker trincker gewesen. Sein gemüth war aufrichtig ,vffenhertzig und zu allerhand schertz geneigt. Er hat Lutherilehren beygepflichtet. Seine gröste stärcke ist in der LateinischenPoesie bestanden, davon feine arbeiten noch vorhanden sind, un-ter welchen sonderlich die Übersetzung der Psalmen hoch geschätztwird. Zu seinem vornahmen hat er Helius angenommen, wel-ches rm Griechischen eine sonne bedeutet, weil Phöbus oder diesonne vor einen gott der Poeten gehalten, und er an einem sonn-tage gedoyren worden, bey seiner geburt auch am Himmel dieLeyer, des Phobi instrument, aufgegangen, welche Ursachen erselbst von dieser Veränderung angegeben. /E-l,. , in
vits kelii Roosm kellt. *
Eon oder Eudo, ein Britannischer Edelmann, von wel-chem man vorgiebt, daß er, da er in der Arche die worte ausdem Apostolischen 8ymbolo: per eum , gut veMuru« est juäi-vivos L mormos, singen hören, sich eingebildet, er seyden 6-on, der da kommen wurde, zu richten die lebendigen unddie todten Er soll auch einen anhang von vielen, die ihn fürr nen Propheten gehalten, bekommen, und solches durch seineauderÄst uwege gebracht haben. Der Ertz-BischofsvonRbeims lies ibn in verhafft nehmen, und stellte chn an. 1148.LSKLm, Les der Wdiesem
unsinnig wäre, und brachte ihn deswegen wieder ms gefängnis,worinnen er bald darauf gestorben. Er hatte einige anhänger,welche sich lieber wollten verbrennen lassen, als von ihm abste-hen. Einige urtheilen, weil dasjenige, was man von ihm be-richtet , nicht avzuwohl an einander hangt, daß er weder so döst
noch so wahnwitzig gewesen, als man ihn beschriebe», und daßihm von seinen feinden viel angerichtet worden. Oe , insppsnä. sä 8iZel>ertum sä sn. 0. 1148- Otto lib. I.
c., lib. I. c. 19. ia
Rügen. III. I>s:res. 146. st. 0 . H48. Arnolds
ketzer - Historie, ?. I- lib. XII. c.;. §. 10.
* Epagrrs, eine der Cycladifchen insuln, jbnsten Hydrus-sa genennet, wegen der menge der wasser, wie Aristoteles unsberichtet.
Epaminondas, ein berühmter General bey den Theba-nern. Sein vatter Polymnus ließ ihn in allerhand anständigenkünsten unterrichten, wie er dann die mustc von Dionysio undOlympiodoro, das tantzen von Calliphrone, und die Philoso-phie von Lyside, welcher der Pythagorischen stete war, erlernet.Nachdem er etwas erwachsen, lag er allen den excerciciis, dieihm in dem kriege dehülflich seyn konnten, mit grossem fleiß ob.Gleichwie er aber dadurch seinen leib geschickt machte, also ver-gaß er auch nicht sein gemüthe vollkommener zu machen. Dan-nenhero suchte er sich in seinen verrichtungm bescheiden, klug,rrnsthafft und wahrhafftig aufzuführen. Deine redlichkeit warso groß, daß er sich durch keine geschencke bestechen ließ, wie erdenn den Diomedontem von Cyjicus, der ihm in des Artaxerxisnahmen geld anbot, st. N. ;6v9. L. 0.K. 0. 179. Oi^mx.01 2. sehr tapfer abwies; wiewol er dem bündnis selbsten, soda, um die allzugrosse macht der Laccdämonier zu dämpfen, für-geschlagen wurde, gar nicht zuwider war; mit gleicher großmü-thigkeit schlug er auch Jafonts von Phera eines Thessalischen ty-rannen geschencke aus, ob er schon im übrigen sehr geringe Mit-tel befasse. Über diß war er von grosser beredtfamkeit, so, daßes ihm keiner von seinen landsleuthen hierinnen gleich thunkonnte; ingleichen von sehr fertig - und geistreichen, wie auchnach erforderung der fache scharfen antworten gegen denen, soauf ihn sticheln wollten ; welches ihm dann in den vielen Ver-antwortungen , darzu ihn der neidige Meneclides gezwungen,nicht wenig zu statten kam. Seine tapferkeit ließ er in allen be-gebenheiten sehen. Die erste gelcgenheit eröfnete sich in der er-sten schlackst bey Mantinea , welche mit derjenigen, in welcherEpaminondas lang hernach umkommen, nicht muß vermischetwerden; dann als da die Thebaner den Lacedämoniern Wider dieArcadier zu hülffe gezogen waren, auch der flügel, auf welchemEpaminondas neben Pelopida föchte, in Unordnung geriethe,und dieser letztere bey sieben grossen empfangenen wunden niedergefuncken, stellte sich Epamrnondas vor fernes freundes leib, undhielte die feinde nicht ohne ziemliche vergiessung seines eigenenbluts so lang alleine auf, bis endlich der Lacedämonische KönigAgeflpolis von dem andern flügel dazu kam, und sie beyde erret-tete ; wodurch dann die freundschafft Pelopida und Epaminondaso vest verknüpfet worden, daß man dergleichen exempel in Grie-chenland sehr wenig gesehen. Als bald daraufdie Lacedämonicrdas schloß zu Thebe, Cadmea genannt, unversehens, und daman sie als verbündete ohne argwohn vorbey ziehen ließ, über-rumpelten und besetzten, auch durch solches mitte! die gute stadtunter einem harten joch hielten, saß zwar bey wieder-einnahmeder stadt, welche von den vertriebenen Thebanern unter Pelo-pidä anführung unterfangen wurde, unser Epaminondas an-fangs still, nur damit er feine Hände nicht mit dem blut seinermit - burger , deren es viel mit Lacedamon hielten , besudelnmochte; so bald aber die fach in der stadt richtig, und man nungegen die Lacedämonier in dem schloß zu fechten hatte, stellte ersich an die spitze, und trug zu dessen croberung ein grosses bey.Der krieg gierig darauf auf das hitzigste an. In den erstentreffen war Pelopidas der Thebaner Heerführer, daher dersel-ben atthier nicht gedacht wird; aber bey der grossen LeuctrisckMschlackst, durch welche der Lacedämonier macht auf einmal gantzzu boden geschlagen wurde, commandirte Epaminondas, alsdas Haupt,und wußte auch seine armee also zu stellen und treffenzu lassen, daß er hauptsächlich und fast allein durch solche kunstdenjenigen feind überwunden, welcher bisher eben darinnen stmrgröste stärcke gehabt; er drehete nemlich seine schlacht - ordnungalso, daß der Hausse, in welchem seine beste kriegs-leuthe waren,zuerst auf den feind stiesse, und schlug mit demselbigen, wiewo»nicht ohne hartes gefecht, den ihm entgegen stehenden feind"chen flügel in die flucht; und als die Lacedämonier von dem lnn-tel , oder Oorps äs bstsilis , in ersehung dieser kriegs - list demEpaminonda eilends in die feite gehen wollten, wurden sie i"*gleich von ihm, der den Vortheil an seinem ort schon erhalten,und von Pelopida, der den Mittel - Punct der Thebaner commandirte, auf zweyen feiten angegriffen, und da sie sich dn>"vdie allzueilfertige anrückung in Unordnung gebracht, auchdem rest ihrer ordnung, so noch nicht geschlagen hatte, abgendsen, wurden sie noch mit leichterer muhe, als der vorgemewflügel geschlagen; worauf alles in volle flucht gebracht ward,der Lacedämonier König Cleombrotus mit mehr als 4000- vEinigen auf dem platz bliebe. Epaminondas rückte sofortvor Spartam, und bauete die stadt Messene wieder auf,che vorher von den Lacedämoniern zerstöret worden. AI» >'phernach der krieg einige zeit in Peloponneso herum gezogendagegen der tyrann der stadt Pherä in Thessalien, nahm*Alexander, unversehens Pelopidam gefangen genommengieng Epaminondas mit volck dahin , und bediente sich A-»,besondern behutsamkeit, daß er den unbillichen und gewaltm"^gen mann zwar schreckte, damit er den gefangenen wieder«