Band 
Dritter Theil. D - Ha.
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die Schwedischen grentzen feindlich anfielen,nun schickte er Birger Ierln, welcher seither dem«vnlge von den befreundten der Folckunger allein getreu verblie-Immittelst als dieser die Tawasi-Finnen glücklich be-^ den Christlichen glauben überall ausbreitete, starb?7^cus auf Wicstngsö an. ir;o. in dem 28. jähre seiner regte-Mst' ohne kinder, weswegen des bereits-erwchnten Birgeri>oyn, Waldemar, zum Nachfolger erkläret ward.

rer. Oiln. billor. lib. VI. p. zog. ;i;. zi6. /.os-.'E- 8uec. lik. III. x. 82. Laanä. illuikr. tom. II.

pufendorffs einleitung.

- Eeicus XII., ein söhn Königs Magni II. und Blancä, Grä-nn von Namur. Sein vatter hatte sich durch die schweren auf-MG.w er zum Rußischen kriege angewendet, sowol bey derDeutlichkeit, auf deren anstiften ihn Clemens VI. in den bannMan, als bey dem Adel und gemeinen volcke verhaßt gemacht.Deswegen beredten ihn die Reichs-Rathe, seine 2. söhne, Eri-M und Haquinum, für Könige zu erklären, den einen inSchweden, den andern in Norwegen. Er gieng auch dieses5 ,"; allein, da der Adel denfavoriten des Königs Magni, einenMflen Edelmann, Bengt, Algoti Lagmanns in Wester-Goth-M söhn, zum lande hinaus jagte, und ihn endlich in Schonen'vor schlug, merckte der König, daß die cronung seiner beydenkaw viel zu nachtheilig wäre, als daß er solche ungeahndetWon sollte. Zu diesem ende schickte er seine gemahlin zu dem^onlge Waldemaro in Dänemarck, um einige hülfs-vvlcker an-Mlten. Allein er erregte dadurch den Adel nur desto heftiger' jver sich, der sich ohnedem zu der listigkeit des WaldemarsM's gutes versehen konnte, so daß er nicht ruhete, als bis der^vNlg Magnus Smek durch krieg gezwungen, in beyseyn Her-M Albrechts von Mecklenburg und Gras Adolphs von Hol-M dem ältesten söhn Erico die helfte des Königreichs, alsschonen, Bleckingen, Süder-Halland, Ofter-Gothland, Sma-Finnland abtrat. Weil nun, dieses tractats ohnge-"M, auch nachgehends der Adel mehr netgung zu dem söhned'b vem vatter spüren ließ, verdroß dieses die Königin Biancagelassen, daß sie sich nicht scheuete, ihren eignen svh» mit einemAvMn truncke hinzurichten, welcher auch bey herannahendems^sagt: die mich zur welt gebracht, haben mir das lebenjMmmen. Dieses geschahe um das jähr i z z 7. Vorher aberum- Ericus das land mit heilsamen gesehen versehen, davong""r andern dasjenige gesetz zeugen kan, worinnen er die lebens,mfe denen, so sich wider den Stadt-Rath vergreisten, zuerken-. ' iiiK. 8ueL. iib. III. p. io;. 8canä. iilustr.

pufendorffs einleitung.

ruHwus XIII. , siehe unter den Dänischen Königen Eri-

Ericus XIV., ein söhn Gustavi I., welchen er mit Catha-Hertzogs Magni II. zu Sachsen-Lauenburg tochter, gezeu-s.i»ach dem tode seines vatlers an.izSo., in dem 27. jähredir/» ^"ers, zur regierung. In seiner jugend lag er dem stu-ob, erlernte fremde sprachen, trieb die exeroitis, undjMre dadurch, weil er über diß von Person ansehnlich war, beydick, kv" Hoffnung zu einer glücklichen regierung. AlleinM Mvg ^ so weit, daß er endlich, wegen seines üblen ver-«ls von dem thron muste gestürtzt werden. Gleich anfangs,dem tode seines vatters besten hinterlassenes testamenttv<>s^.vollzogen werden, enthielt er theils seinen geschwistern,Was "^n darinnen vermacht worden, theils schränckte er das,^ ihnen noch endlich zukommen ließ, in so harte bedinqun-feine brüder vielmehr dessen sclaven als freye Prin-sxMIkyn schienen. Ob nun schon selbige damit gar übel zu-taa? Hären, so muste dennoch solches alles aus dem Reichs-riacka ^ kwga unterschrieben werden. Eben daselbst wurdeSEchends die Heurath mit der Königin in Engelland von densein-» " beliebt, aus furcht, der König möchte sich einige vonsM" waitressen , die geringen standes waren, vermählen lassrea'i-v. machte einige Verordnungen, nach welchen dieanb^ung.in seiner abwesenheit sollte geführt werden, und suchteeif?r.„ mge kirchen-gebräuche, wider welche die Reformirten

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einige kirchen-aebräuche, wider welche die ResormnWerten, abzuschasten, welches aber, wegen widerstandErtz-BischM ' mcht ch stände kam. An. izsl.den 29. ,hgM die cronung mit grossen solennitäten W /^und wu. .^Mey P^er Brahe, Suante Sture, und Guftav Rosa , zu

begeben, einige unruhen. Denn als darauf der Ko>k«^ Alglsmundus in Polen, durch seinen Gesandten Lans-ws^stovel vor sich begehren ließ , König Ericns aber sich kei-«.„Wegs darzu verstehen wollte, kam Keller Mit fernen troup-n," °arvor, des Vorsatzes, solche an Polen zu überliefern,,wUe aber durch einen glücklichen aussaü weggeschlagen. Jn-hatte der Papst die Hoffnung gefastet, es wurde nun ge-liK>. >t seyn, Schweden und Engelland wieder zu der Catho-b:lne zu bringen. Deswegen schickte er den Bischofs Jo-n,», Franciscum von Zacyntho an den König Ericum, da-a,,,'Honn dieser zu seinem gehorsam gebracht wäre, es Mit En-«nno, hxy erfolgtet Vermählung mit der Königin Elisabeth,Äistor, Le«rso» I/I. Theil»

desto leichter seyn mochte. Allein, es wollte weder dem Papst,wegen neuer einführung der Catholischen religion, noch auchdem Könige, wegen der Eugellandrschen heurakh, ihr vorhabenvon statten gehen. Denn als dieser bey dem Könige in Däne-marck um freyen paß, vor sich und zoo. mann, durch seinReich anhielte, zugleich aber wegen der;. cronen im Dänischenwapen beschwerung führte, wurde ihm zwar das erstere von Dä-nischer feite zugestanden, wegen des letzter» aber eine Verweisungauf die Zusammenkunft zu Brömsebroo, nach welcher dieserstreit auf zo. jähr ausgesetzt seyn sollte, gegeben, unter der Handaber einige Mästungen zum kriege gemacht. Ericus ändertedannenhero gleichfalls sein vorhaben, durch Dänemarck zu rei-sen, und nahm seinen weg von Elffsburg mit 14. schiffen, in be-gleitung seines bruders Carls, und der neuen Grafen Brahe undRosa, muste aber, wegen eines heftigen sturms, den anderntag wiederum zurück kehren. Die sorge, Esthland zu erhalten,machte, daß er auf einige zeit Engelland vergaß, indem innerhalbwenig wochen 2000. mann von der besatzung in Revel gestorbenwaren. Zu diesem hielt er eine Versammlung des Adels zuIoencöping, in weicher er diesen durch schwere auflagen ge-waltig vor den köpf stieß. Inzwischen kamen den König neuefreyers-gedancken an, welche ihn zu einer Vermählung mit derKönigin Maria in Schottland leiteten, dahin er auch den Gra-sen Peter Brahe das folgende jähr abschickte. Desgleichenversuchte er wiederum mit Dänemarck in ein gutes vernehmenzu kommen, und schickte eine Gesandtschafft dahin, die aberunverrichteter fache zurück kam. Vielmehr, als HertzogJohann im Hafen zu Stockholm das Dänische wapen von ei-nem schiff herunter hieb , wurde dadurch dem Könige Frie-drich in Dänemarck der weg zur ruptur geöfnet, zu wel-cher die fache mit den Hansee - städten, wegen des RußischenHandels, bereits vorhero gekommen war. Dennoch ließ sichder Konig Ericns nicht hindern, daß er nicht, wie gedacht,sollte um die Konigin Maria in Schottland, desgleichen umdie Lothringische Printzeßin, welche König Christiern zumaroß-vatter hatte, durch seine Gesandten haben werben las-sen ; ja, was noch mehr, so wurde er wiederum völlig sinneS,die Englische Heurath vorzunehmen, dadurch er aber denschätz, welchen König Gustavus gesammlet, vergeblich zer-streuete. Immittelst gieng Pernau an Schweden über, undauch sonsten in Liefland lief es ziemlich glücklich vor diese Cro-ne ab, und von Moscau wurde die ratification des friedens ge-bracht. Hergegen mit Dänemarck, welches die Gesandten,so um des Landgrafen Philipps zu Hessen tochter, Christinam,werben sollten, verarrestiret, gieng es erst recht an. Ohn-geachtet aber der König von Dänemarck, Moscau, Polen, unddie stadt Lübeck auf seiner feite hatte, machte er doch schlechteprogressen, und verlohr in dem ersten see-treffen, so unterBornholm vorgieng, bey nahe die qantze flotte. Ob auch schonhierauf die Norweger in Daleren, Wermeland und Helsinglandeinfielen, die Dänen aber in Wesier-Gothkand und Oeland übelhauseten, konnte doch König Ericns bald wieder repressäliengebrauchen, indem er Iempteland und Herrndahl, desgleichenDrontheim in Norwegen wegnehmen, und Halland, wie auchBleckingen, sehr verwüsten ließ. Dieses geschahe an. 156;.Das folgende jähr schiene das glück anfangs dem Königenicht mehr zu favorisiren , indem seine flotte, so 46. schissesiarck war, durch einen harten stürm zerstreuet wurde, unddas Admiral-schiff davon, so 200. metallene stücke führte, denDänen in die Hände fiel. Allein, dieser Verlust wurde baldwiederum ersetzet, da der Schwedische Admiral, Claes Horn,viel reich-beladene kauffardey-schiffe den feinden wegnahm, dieDänische flotte unter der norder-spiße von Oeland zum andernmal schlug, darauf in den Sund gieng, und von mehr als 2;o.schiffen den zoll einnahm, auch in einem abermaligen treffenzwischen Wismar und Rostock den sieg davon trug. Mittler-weile , alö dieses zur see paßirte, that Ericus verschiedene strei-fereyen in die Dänische provintzen, dem man aber auf der an-dern feite nichts schuldig blieb. Absonderlich verlohr Ericusalle Hoffnung, die Casselische Printzeßin zu seiner gemahlin zuerhalten, weil der brief, den er in wahrender dieser Werbungan die Königin Elisabeth in Engelland geschrieben, von demKönige Friedrich in Dänemarck aufgefangen, und dem Land-grafen überschläft worden. Unter diesen kriegs - troublen ver-suchten des Hertzoqs von Pommern Gesandte einen frieden zustiften; weil aber Dänemarck die bedinqungen, so Schwedenvorgeschlagen, nicht eingehen wollte, über dieses in Wester-Gothland grossen schaden that, gieng Ericus dahin, und ver-trieb die Danen daraus, bekam Warberg ein, und kurtz her-nach ergab sich auch Nord-Halland an ihn, und zur see wurdeder Dänische Admiral Otto Ruth aufgebracht, und mit vielenandern nach Stockholm gefangen geführet. Hierauf suchtendie Dänen Warberg wiederum wegzunehmen, allein der Com-mendant darinnen , Carl Mornay, wiese siez. mal tapfer ab,und nöthigte sie zurück zu kehren. Als ihnen nun dre Schwe,den den paß abschneiden wollten, kam es bey Suarterag zu ei-nem harten geftchte, in welchem beyderseits über 7000. mannblieben. An. i;66. ließ der König Ericus zremllche mannschafftvor Bahus sitzen, so nahm auch die pest nicht weniger hinweg.Dennoch lief die Schwedische flotte siarck aus, und traf endlichdie Dänische unter Oeland an, da sie thr so vrel schaden zufügte,daß sich diese unter Gothland an emen gefährlichen vrt bege-ben muste, darinnen sie auch durch emen heftigen stürm an

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