Band 
Dritter Theil. D - Ha.
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dieklippen getrieben wurde, -aß i6. schiffe, worunter beydeAdmirals und yoo. mann zu gründe gienaen. In Wester-Gothland hatten die Dänen nicht besser glück, mdem sie vonClaudio Mornay in einem walde angegriffen, und über 2000.erlegt wurden. Allein das jähr darauf, da er Norwegendurch ausgestreuete zettuln, in welchen er die emwohner nntgrossen verheissungen an sich zu locken suchte, emzubekommenhoffte, muste er unverrichteter suchen wiederum davon abziehen.Um eben diese zeit fiengen die innerlichen unruhen an sich hervorzu thun , worzu die so vielfältig ubel-abgelauffene freyereyen,und die erhebung auf den thron ferner martresse Catharinä,ohngeachtet ihr groß-vatter «n bauer, und ihr vatter ein Unter-Offrcier von der besatzung des schlosses zu Stockholm war, emarosses beytrugen. Diefe ungleiche heurath wollen zwar etlicheeinem gewissen liebes-trunck, welchen die gedachte Catharinadem Koma beygebracht, zuschreiben, andere aber glauben viel-mehr, -aß die Unbeständigkeit des gemüths, welches bey ihmzuweilen ziemlich verrückt war, und überdiß der aberglaude,mit welchem er an den astrologischen eitelkeiten hieng, Ursachegewesen. Dieser gelegenheit nun wußten sich einige boshaffti-ge perfonen gar wohl zu bedienen, indem sie ihm bald beybrach-ten , wie ihm sein bruder, Hertzog Johannes, nach dem le-ben und Crone stünde, dahero er auch von dessen dienern über100. hinrichten, ihn aber selbst nebst seiner gemahlin und söhnSigismundo bis ins 5. jähr gefangen fetzen ließ; bald mustedas Sturische Haus allerhand verrätherey wider ihn vorgenom-men haben, derohalben stieß er mit eigner Hand dem Nils Stu-ren , welchen er vorhero unschuldig erkläret, den dolch in diebrüst, fiel aber darauf in eine raferey, darinnen er vier tagegantz desperat im walde herum lief,bis ihn endlich seine maitreffeCatharina wieder auf andere gedancken brachte. Nach diesemwollte er den tvd des Nils Sturen und seiner verwandten, wel-che er im gefängnis gleichsam ermorden lassen, mit grossen ge-schencken bey den freunden der entleibten wiederum aussöhnen,ließ auch Hertzog Johannem wieder loS, um aller «innerlichenUnruhe vorzubeugen, und desto stärcker auf die Dänen loszu-gehen , welche bereits mit grosser macht an den grentzen stun-den , und in Smaland und Oster-Gothland fast alles vor sichoffen fanden, auch die Schweden bey Norby aufs Hauptschlugen, daß kaum etliche wenige davon kamen ; doch büßtensie ohnweit Ebesto z ooo. mann und 700. wägen ein, da sie,von den Schweden geschlagen, sich in ihr land retiriren mu-tzen. Damit wurde König Ericus sicher, stellte den Jöran Peer-son, welcher seither das meiste ungluck bey dem Könige angerich-tet hatte, und deswegen zum tode verurtheilet war, wieder auffreyen fuß, rechtfertigte den an dem Sturischen Hause und an-dern begangenen mord, suchte auch seine brüder auf dem beyla-aer, welches er mit der Catharina höchst-feyerlich begehen wollte,sämtlich umzubringen, und des Hertzogs Johannis gemahlindaraufdem Czaar nach Moskau,«dessen Gesandter zu diesem en-de schon langst zugegen war, zu überliefern. Allein, die fachewurde ruchtbar, und seine brüder dadurch bewogen, daß sie sichmit den verwandten der entleibten, unter favor des volcks, wel-ches Erici überdrüßig war, entschlossen, ihn von dem thron zustossen. Indem nun Ericus mit der Hochzeit beschäfftiget war,versicherten sich diese verschiedener schlöffer, und vermahnten ihnhierauf, bessere regierung zu führen.. Weil ihnen aber der Kö-nig nicht nach wünsch antwortete, kündigten sie ihm den kriegöffentlich an, und liessen nicht eher nach, bis er ihnen seinen fä-voriten, den Jöran Peerson, nebst dessen mutter, «heraus gab.Weil aber dieser an der folter bekannte, wie der Konig vorhät-te, Stockholm zu plündern, und sich mit dem geraubten schätzenach Moscau zu begeben, giengen sie in aller eil darauf los, be-kamen es, nachdem ihnen die thore geofnet worden, widervermuthen des Königs ein, und nöthigten ihn so fort, demregiment abzusagen, und sich als ein gefangener an HertzogCarln zu ergeben. Darauf er den anverwandten der von ihmentleibten auf dem schlösse zur Verwahrung überliefert, an.i;6y.auf dem Reichs-tage daselbst zu ewiger gefangnis ver-dammt , und seine kindev unfähig zur Crone erkläret wurden.Aus Stockholm wurde er nach Abo, von dar nach Grypsholm,und ferner nach Oerby, mehrerer sicherheit halben, gebracht.Nachdem er nun 9. jähr im gefängnis gelebet, starb er den 25.sehr. an. 1577. an dem von seinem bruder Johanne beygebrach-ten gift, und wurde zu Westeras begraben. Sein söhn Gusta-vus, welchen der bruder Johannes in einen sack stecken und er-säussen lassen wollen, aber von Erico von Sparren errettetworden, hielt sich erstlich bey dem König Rudolpho II. undhernach bey dem Czaar auf, aüwo er endlich an. 1607. mit to-de abgegangen. Du tochter Sigridis aber wurde an Johan-nem von Tott vermahlet. 8 c 3 ncki 3 illustr. tom.VII.

Kitz. 8uec. lm. vIII. p^47. A Lemxe»,-

in Kitz. 6utz. I. pufendorffs einleit.

Ertz-Bischoff ZU Magdeburg r

Ericus, Ertz-Bischoff zu Magdeburg , war ein söhn Jo-hannis I., Churfürsten zu Brandenburg. Er wurde schonan. 1278. erwehlet, überließ aber gegen ein stuck gelbes demGrafen Günther von Schwalenderg, auf welchen ewige Dom-Herren ihr absehen hatten, die Eetz-Bsschoffliche wurde.Als ihn hierauf das Dom-Capitul an. r- 84 . abermals , undzwar einmüthiglich, erwehlte, protestirten die Magdeburger

wider diese Wahl, weil sie besorgten, er möchte sie wohl empfin-den lassen, daß sie seinen bruder Ottonem etliche jähr vorhergefangen «gehalten. Ob sie nun gleich das Dom-Capitul in ih-ren gemachern gleichsam belagert hielten, so entflöhe doch Eri-cus durch heimliche gänge, und begab sich zu seinem jetzt-ge-dachten bruder nach Wolmirstädt, da sich endlich die bürgetdie geschehene wähl gefallen liessen, und ihm nach der zeit ei-nen besondern dienst erzeigten. Denn als er in belagerung desraub-schlosses Herlingsburg gefangen worden, brachten sie ihmmit;oo. marck silbers die freyheit wiederum zuwege, nachdemsich weder sein bruder, noch das Dom-Capitul, noch die Land-Stande darzu hatten verstehen wollen. Nach diesem belagerteer das schloß Neu-Gattersleben, und hatte dabey das Unglück,daß in seiner abwefenhcit Falcko von Rödern ins lager fiel, unddie besten keuche gefangen wegführte, welche er mit grossemgelbe ranzioniren muste. Er starb an. 1295., nachdem 6. jähevorhero das Bmggrafthum Magdeburg von dem Churfürstenzu Sachsen, Alberto II. an das Ertz-Stift war versetzet wor-den. XaZree. sntigu. glLgcwb. in xrimst. jVIsgäeb.

Netrop. Magdeb. chron. Svanaenb»

Mannsf. chron.

-Zeryoge zu Gachsen-Lauenburg:

Ericus I. Hertzog zu Sachsen - Lauenburg, Engern undWestphalen, war ein söhn Hertzogs Johannis, des stamm-vat-ters der Lauenburgischen linie, welchen er mit Jngeburg, Kö-nig Erichs in Schweden, oder, wie andere wollen, mit Hele-na , Hertzog Hermanns zu Schleßwig tochter, gezeuget hatte.Er erwiese schon in seinen jungen jähren vortrefliche proben ei-nes muntern geistes, wodurch er sich bey erwachsenem alterden rühm eines tapfern Helden zuwege gebracht. Als sichder krieg, welchen an. i;i6. König Ericus VII. in Dänemarck,Hertzog Christoph, sein bruder, und Marggraf Waldemar zuBrandenburg, nebst Hertzog Wartislao in Pommern, mit ein-ander gefuhret, endlich in Deutschland gezogen, schlug er sichzu des Königs partey, und weil diestr den schluß gefasst,Stralsund zu belagern, gieng er mit seinen trouppen voraus,und nahm ohnweit dieser stadt bey dem walde sein lager. Al-lein , weil sich i;o. vom Adel aus der insul Rügen, desgleichenMarggraf Waldemars und Hertzogs Wartislai succurs vor-hero in die stadt geworffen, thaten diese, ehe noch HertzogErich die conjunction mit seinen Mitten bewerckstelligen konn-te , einen einfall in dessen lager, und waren so glücklich, daßsie ihn selbst gefangen bekamen. Nachdem aber der König Eri-cus, wegen der innerlichen unruhen, nicht länger ausser demReich bleiben konnte, und dannenhero die Stralsunder ihrerhülfs-völcker nicht mehr bedürftig waren, überlieferten sie dengefangenen Hertzog Erich dem Hertzoge Wartislao in Pom-mern , und dieser dem Marggrafen Waldemar zu Branden-burg , von welchem er sich endlich mit 16000. marck silbersloskauffen muste. Er suchte, nebst seinem bruder JohanneII., das recht zu der Chur, welches sich seines vatters bruderund dessen nachkommen zugeeignet, mit grossem ejfer zn be-haupten. Ob auch schon hrerinnen seinem vetter, Rudolpho l-Albertinischer linie, von dem Kayser Carolo IV., zu dessen wahrbesagter Rudolphus vieles beygetragen, grosser Vorschub ge-than wurde, so wollte er doch von der partey Günthers vonSchwartzburg, welchen gleichfalls einige zum Kayser erwehlethatten, eher nicht abtreten, noch sich mit dem Kayser CarolaIV. versöhnen, als bis ihm dieser die lehen, mit vorbehält sei-nes rechtes, aufdie Chur-würde zu geben versprach. Er staroan. i;6o., wiewol andere sagen, daß er bereits an.oder, wie noch andere wollen, an. i;c8. in einem treffen ge-blieben. Von seiner gemahlin Elisabeth«, Bogislai VI. Her-tzogs in Pommern, tochter, hinterließ er Juditham, welch-an Hertzog Magnum in Mecklenburg soll vermählet wordenseyn; ferner Albertum, Hertzog zu Sachsen-Lauenburg,Ericum II. Hertzog und Pfaltzgrasen zu Sachsen, Engern lwoWestphalen, Herrn zu Lauenburg, von welchem der folgen^artickul handelt, 82x011. üb. ix. c. 19.20.

»«,, rer. O-m. bist. üb. VII. p. 417. 418- bist- A»n-

Brotufs genealog. und chron. von Anhalt, k. 8z. Lüca Gra-fen- und Fürsten-saal. ^

Ericus II. Hertzog und Pfaltzgraf zu Sachsen, EngernWestphalen, Herr zu Lauenburg, war ein söhn des kmtz-vory"gedachten Ericil. welchen er mit Elisabeth«, Hertzogs Bog'"lar iv. in Pommern tochter, gezeuget hat. In seinen iuNU,jähren besuchte er, nebst seinem bruder Alberto, den DA"schen Hof, allwo er an. iz29. ein gewisses aufgerichtetes Ement, vermittelst dessen dem Könige Ost-Halland, Nord-ASAherrid, samt der insul Samso und Sallenburg heimfielew " §terschreiben half. Weil er aber die strassen-räuber, welchestädte Lübeck, Hamburg und Lüneburg fracht-wägen und ra >manns-gülhern auf der straffe grossen schaden zugefüget, rn ' „nem lande hegete, so vereinigten sich diese mit seinen' vetter, vtzog Alberto III., verwüsteten sein land, und liessen vielejonen, so ihnen wegen dieser plackereyen verdächtig vA .men, an die bäume hencken. Nachdem sein bruder EHchAlbrecht an. iz44. gestorben , brachte er dessen lander v»erbe an sich. Noch lange vor dessen tode wohnte er ^izzi.dem treffen auf der Lohede bey , welches aber dernig Christoph in Dänemarck, auf dessen feite er wwer ^