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Grafen Derhard zu Holstein stunde, verlvhr. Als Waldemarusm Danemarck, an. 1^46. seine reisen in Preussen^^lland, und von dar ins gelobte land antrat, begleitete ihnAcrtzog Ene an gedachte örter, und wurde nebst ihm zu Ieru-Aiem mit dem Ritter-orden von dem heil. grabe beehret. Alsn-n, « König an. iz;o. eine grosse conferentz zu Lübeck an,kam er mit vielen vornehmen Fürsten des Reichs dahin,nnv half die wichtigen sachen, so daselbst aufs tapet gebracht^vei» /glücklich abhandeln. An. i;;?. kam er mit seinemü.. l dem Churfürsten Rudolph II., wegen der Chur-würdeAwertlauftigkeir, konnte aber nichts erhalten. Endlich, als erWr;76. wegen der Unruhe zwischen seinem söhne und dem^ertzoge Wilhelm zu Lüneburg, eilends nach Revenburg, seinerWohnlichen residentz, retiriren wollte, stürtzte er vom pferde,und beschloß bald darauf sein leben. Von seiner gemahlin-ngnes, Graf Iohannis zu Holstein tochter, hinterließ er Hele-"E, die eine gemahlin Graf Gerhards zu Hoja worden,und ei-ucn söhn, mit ihm gleiches nahmens. , 8iiX0ri. lik.
c.iy. 20. L ;i. Brotufö Anhält, geneal. und thron. s. 84.
, rer. van. kill. 1 ll>. VIl. p. 448. Lucä Fürsten- und
Grafen-saal.
^Ericus V., Hertzog zu Sachsen-Lauenburg, Engern undiMtphalen, war ein sohn Hertzogs Erici lV., welcher mit denDumarsen und Lübeckern in harte Uneinigkeit gerathen. - An.»422 starb Churfürst Albertus III. zu Sachsen, der letzte seinerkarrnlre. Weil nun das Lauenburgische Haus von langen iah-^nher sich niemals von seinen pratensionen auf die Chur-würde«»weisen lassen wollen, so kam Hertzog Ericus V. bey dieser ge-MnheU aufs neue damit hervor. Nun fanden sich zwar um»w erledigte Chur-würde verschiedene Competenten ein, als>,«>tzMaf Ludwig bey Rhein, Marggraf Friedrich zu Meisten,M Marggraf Friedrich zu Brandenburg, wegen seines sohns-Lvhannis, welcher des Churfürsten Rudolphs III. tochter, Bar-»aram, zur gemahlin hatte. Allein Ericus glaubte ihnen allen^Nudringen, indem er nicht allein mit der ausgestorbenen li-W so nahe verwandt, sondern auch den von dem Kayser Carola", ratificieren vergleich , vermöge dessen beyde linien die Chur--wurde wechsels-weise besitzen sollten, nebst andern gründen an-myren konnte. Doch der Kayser Sigismundus sähe die gros-N»erdienste an, welche sich Marggraf Friedrich zu Meisten in«em kriege wider die Hußiten erworben, und zog ihn dannenhe-L,' m erlangung dieser hohen würde, allen andern vor. ObW»n hierauf Hertzog Ericus sein recht auf dem Loncilio zuAM behaupten wollte, auch daselbst von seinen Gesandten dieMvn über Chur-Sachsen nehmen ließ, so machte er sich dochMurch bey dem Kayser, und andern weltlichen Fürsten, nurefllo mehr verhaßt, daß er um so viel weniger zu seinem prä-MMen recht gelangen konnte. Gleichwol legte er den Chur-^achiischen kitul bis an seinen tod, der an. 14;;. erfolgte, nichtU-. Seine gemahlin war Elisabeth, des Grafen Conrads zuMnsberg tochter, von der er aber keine leibes-erben hinter-«ilen. , 8 sxon. Ilb. XI. c. 10. , cliron.
7 . x. 696. Spangenbergs Sächsis. chron. c. zu.bp->« ' ^nlliwt.Impsr. wm.III. p.440. ftg. 5 ) 8 - Von Am-n..Sachstn-Lauenb. stamm-fall a.n.6l. 62. 6;. feg.^-Ucä Fürsten- und Graftn-saal.
'Aeryoge zu Braunschweig und Lüneburg:
h„Ericus , ältere, Hertzog zu Braunschweig und Lüne-«gierender Herr zwischen Diester und Leine, und im lan-r,l>^Lktmaen, war ein söhn Hertzog Wilhelms des jünctern,
1 " Elssabetha, Gräfin zu Vtolberg und Wernigerode, an.den i5. sehr. in Neustadt zum Rubenberge gebohren.llmen jungen jähren wurde er an Hertzog Albrechts inMern Hof geschickt, sich daselbst in allerhand anständigen«L'Mschafften und exercitien vollkommen zu machen. Als erie k Ä." daselbst wegen seiner aufführung bey iederman in grossi„ ?»chachtung gesetzet, gieng er in dem ,8. jähre seines altersrg,«as gelobte land, besähe die heiligen örter, und kam auf dem«awege nach Rom. Hierauf begab er sich an den Kayserli-? " Hof, und brachte sich daselbst gar bald bey MaximiliansIm seiner geschicklichkeit in den angestellten Ritter-spie-arvsse gnade zuwege, so daß, als an. 149;- die Turckenanen einfielen, er zum Haupt einer armee von izooo.gesetzt wurde. Weil er durch seinen Heldenmuth dieKafiä G fischen genöthiget, brachte er sich bey dem gedachtenHeu andern vornehmen Fürsten in weit grösseres «nie-der an. ,504. gar sehr vermehret wurde, indem er in
« dessen dey Regenspurg, wider Pfaltzgraf Ruprechten undEirrte, an dem mehrgedachten Kayser, der durch einentreten n!"^ mit dem pferde fast zu boden gesuncken und zer-gleict, L °^en Ware, eine ungemeine treue bewies; ob auchEricus, wegen der dabey empfangenen tvdtlichendock i^«^) airs dem treffen bringe» lassen muste, so wurdein je,«»* Kayser dadurch desto muthiger gemacht, unerschrockenKäsen G setzen, und einen rühmlichen sieg davon zuven Vergeltung setzte der Kayser in des Hertzogs wa,
chcc ssu!!.«" den pfauen-schwantz einen göidenen stern, wel-gen vorzug vor allen andern Fürsten an den tag le-?lesim kriege die vestung Kufstein^N qeaewü^^ dle belagerten aber selbige mit der hartnackig-scgenwehr, vertheidigten , und dadurch bey der Übergabe,Histor, ///. Theil»
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wegen des von dem Kayser geschehenen eyds, sollten hingerich-tet werden, erbarmte sich der Hertzog über diese tapfern man,ner, und erhielt ihnen, ausser 17., welche bereits getödtetwaren, durch eine maulschelle, die der Kayser demjenigen zu ge-ben geschworen hatte, welcher für sie zu bitten sich erkühnenwürde, sämtlich das leben. Drey jähr hernach ereignete sichder schädliche krieg mit den Venetianern, worinnen Ericus indie y. jähre dem Kayser gleichfalls grosse dienste geleistet. An.
fiel er in die beyden Grafschafften Schauenburg und Hojaein, und kam mit grosser beute zurück. Hierauf züchtigte erdie Frießländer, und nahm ihnen Groningen und andere ör,ter weg. So lang der Kayser Maximilianus lebte, durste ersich für seine Person keines feindlichen Überfalls befürchten,nachdem aber diefer an. 1519. gestorben war, fiel ihm Bi-schaff Johannes zu Hildesheim , ein gebohrner Hertzog znSachsen-Lauenburg, in das land, und verheerte alles mitfeuer und schwerdt, belagerte auch so gar Calenberg , welcheser aber wiederum verließ, und den Hertzog nebst seinen Alrliirten zu einem stillstand beredete. Doch , weil sie merckten,daß der Bischofs hinterlistig mit ihnen umgienge, und nur zeitsich zu verstärcken suchte, brachten sie aufs neue ihre trouppenzusammen , und rückten damit gegen Soltaw auf die Heide,aüwo es zu einem treffen kam, in welchem Hertzog Erich nebstseinem jungen Vetter, Hertzog Wilhelm, auch vielen vorneh-men Personen, gefangen, und nach Hertzog Heinrichs von Lüne-burg schloß geführet, von bannen aber nach erlegung 10000.,oder, wie andere wollen, zoooo. goldgulden wieder losgelasssen wurden. Als nun inzwischen der König Carolus in Spa-nien zum Kayser erwehlt, und hierauf beyden theilen friede zuhalten auferlegt worden, der Bischofs aber sich keineswegsdarzu verstehen wollte, that ihn der Kayser in die acht undvber-acht, und befahl den Hertzogen von Braunfchweig die exe-cution, welche sie auch mit solchem Nachdruck verrichtet, daß sieihm, ausgenommen die stadt Hildesheim und die drey castelle,Steurwald, Marienburg und Peine, das gantze land, welchessie auch in dem daraufan. 152;. erfolgten ftiedens-schluß zuQuedlinburg behielten, wegnahmen. Bey dem damaligenreligions-wesen verhielte sich der Hertzog also, daß er vor seineperson bey den bisher im schwänge gewesenen meynungen blieb,aber auch niemand hinderte, sich zu der Lutherischen religionzu bekennen. Als er sich an. 1540. auf den Reichs-tag nachHagenau begeben Hatte, um an Vereinigung der religionen mitzu arbeiten, starb er daselbst den 26. jul. an einer blut-stür«tzung, wurde an. 41. nach Münden abgeführt, und daselbstbeygesetzt. Er war ein Herr von ungemeinem ansehen, und be-sonderer tapferkeit, welches er in 12. feld-schlachten, und 20.stürmen, da er selbst den wall angestiegen, bezeuget. Von sei-ner liebe gegen seine Unterthanen kan folgendes zum beweise die-nen : Als durch die Hildesheimische unruhe das land ziemlichmitgenommen und erschöpft worden, hat er sein bestes tafes-gefäß lieber verkauffen, als mit des landes beschwern ng ver-setzen wollen, und einen Alchymisten, der vor sein aus rupftebereitetes silber wol bis in das neunte feuer, aber nicht wer,ter gut seyn wollen, mit harten bedrohungen von sich ge-wiesen. Sein söhn gleiches nahmens, von dem so fort, istunter mütterlicher vvrmundschafft auftrzogen, und währen-der solcher zeit die Lutherische religion in dessen landen einge-führt worden. Dassel, chron. lii>. III. c. leg.
Büntinas Braunschw. chron. x>. zo6. feg. äs
bello Iluäesk. inter Lricum Oucsm Lruniv. L fokunnemfliiclesk. Ich ich. bey tom. II. die zu der Hildesh. lache
gehörigen vornehmsten LÄs. putz!, als der Zerbst. vertrag an.
1 ?2v. Caroli V. achts-erkl. wider Bischofs Johannem, und derQuedlinb. vergleich, stehen in Lunigs Retchs-archiv, k. h>ec.chck. IV. c. 4. n. 2;-;o. x. ;y--48-
Ericus , der jüngere, Hertzog zu Braunschweig und Lüne-burg, Erici des altern söhn, welchen er mit Elisabeth, Chur,fürst Joachims zu Brandenburg tochter, gezenget, wurde an.i?2N. den io. aug. gebohren, und in seiner fugend von seinermutier nach der lehre Luthers unterrichtet, auch über dieses zuerlernung allerhand künsten und sprachen eifrig angehalten; wieer denn auf der an. i? 44 . mit seiner Mutter vorgenommenenreise zu Nordhausen bey dem Pfarrer daselbst, dem bekannte»Johann Spangenberg, und hierauf bey Luthers zu Mittender«proben davon abgeleget; welcher letztere schon damals geschlos-sen , es dürfte der junge Fürst einsmals durch die Catholrscheusich zu ihrer religion ziehen lassen. Er hat sich auch würcklichauf zureden der Ertz- und Bischoffe in Kaysers Caroli V. dien-ste wider die Augsvurglsche Conftßions-verwandten an. 1546.eingelassen , und ist das folgende jähr hernach mit seinem volckewider die stadt Bremen gezogen, bey deren entsatz er abereine grosse Niederlage erlitten, und kaum selbst das leben mit-er flucht davon gebracht. So bald als er wieder in sein landgekommen , richtete er den Catholischen gottesdienst wieder an,und die Lutherischen Prediger wurden zu grossem leidwese»der Unterthanen ihres amts entsetzet. Doch als in den folgen-den iahren Marggraf Albrecht zu Brandenburg m«t den Bi-schöfflichen in gefährliche weitlaufigkert verfiel, und deswegenHertzog Erichen auf seine feite z» bringen suchte, gleichwol aberdieser wegen Veränderung der religion von den see-stadten sichdiejenige hälfst, so darbeynothlq war, nicht versprechen konn-te , so redete ihm gedachter Marggraf nehst seiner eigene»
Dd 2 Mut.