Band 
Dritter Theil. D - Ha.
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mutier mit grossem Nachdruck deswegen zu, welches so viel ge-würcket, daß die Lutherischen Pfarrer aus dem geftmgms wie-derum los kamen, und nachgehends an.155;. durch em öffent-liches edict den Augspurgischen Confeßions-verwandten drefreye religivns-übung verstattet wurde. Hierauf nahm Her-tzog Heinrich diesem Hertzog Erich, wegen der mrt dem Marg-grafen aufgerichteten aürantz, fast das gantze land ab, gab esaber wiederum weg. Doch der krieg m fernem lande war kaumgeendiget, als er sich in Spanische drenste wider Franckmch be-gab , und daselbst zu dem berühmten siege bey St. Qumtm,wobey er das pferd unter dem leibe verloyr, nicht wenig bey-trug. Wie er aus Spanien an. 156;. zurück gekommen, reife-re er zu dem Könige in Danemarck, oder wie andere wollen, zudem Könige in Schweden , und ließ noch selbiges jähr bey sei-ner ankunft in fein Furstenthum vrel mannfchafft werben, wo-mit er nachgehends unvermuthet ins Stift Münster fiel, dafelbstgrosse contridution eintrieb, und endlich bis vorDantzig rück-te, welche stadt ihm eine ansehnliche summa gelbes erlegenmüssen. Allein weil dieses verfahren wider den allgemeinenfrieden lief, so wurde er an. 1568. genöthrqet, duych ferne Ge-sandten bey dem Kayser eine abbitte thun zu lassen. Der Königin Spanien, Phllippus II., hatte eine solche Hochachtung we-gen seiner treuen dienste vor ihn, daß er ihm an. 157;. durch ei-nen eigenen Gesandten den Ritter-orden des goldenen Vliessesertheilen ließ. Nicht lange Hernach bauete der Hertzog die Pe-ilung zur Neustadt am Rubenberge, und gab ihr den nahmenLandstrost. Endlich starb er an. 1584. zu Pavia in Italien,dahin er sich von Venedig begeben, plötzlich an einem harten hu-sten, da dann die Neäici bey seiner eröfnung ein ungewöhnlichgrosses hertze bey ihm gefunden. Dassel, chron.

lib. III. c. 60. leg. Büntings Braunschw. chron. Lonrin.

x. ;rZ-leg.

Hertzog in Pommern.

Ericus II. Hertzog in Pommern aus der Wolgastischen li-nie, war ein söhn Hertzogs Wratislai IX. und Sophia, die ei-ne tochter Georg«, Hertzogs in Nieder-Sachsen, war. Er hat-te anfänglich mit den Creutz-Rittern zu thun, indem er widerdieselbige die Herrschafft Lanenburg und Bütow behauptete.Er zog auch an. 1448. seines schwieger-vatters, des HertzogsBogislai IX. verlassenschafft, mit ausfchliessung der übrigenPommeristhen Hertzoge, an sich allein,und wollte gleicher gestaltan. 1459. des Hertzogs Erici I., der auch König in Dänemarckgewesen, verlassenschafft an sich bringen, welches ihm aber nichtgelingen wollte. Endlich, als an. 1464. die Stettinisthe linieausgieng, wollte er auch diese erbschafft mit ausfchliessung sei-nes bruders Wratislai X. sich zueignen, verglich sich aber end-lich » und vereinigte seine Waffen mit ihm wider das HauSBrandenburg, welches auf das Stettinische antheil gleichfallsanspruch machte. Denn es berief sich der Churfürst Frideri-cus II. auf einen zwischen dem Churfürsten Ludovico ksvsround dem Hertzoge Barnimo gemachten vergleich, und wollte be-haupten, daß die Wolgastische linie von der Stettinischen gantzunterschieden, und er also dieser erbschafft sich nicht anmassenkönnte; wie er denn auch des Kayfers Friderici III. confens er-hielt, von dem Hertzogthum Stettin besitz zu nehmen. Es ver-glich sich zwar darauf der Churfürst nut dem Hertzoge Erics,daß dieser das Hertzogthum Stettin zu lehen von Brandenburg 'cmpfahen, und dabey die gewöhnliche onem dem Reich erlegensollte. Allem es wollte der Kayser hierein nicht willigen, dahergieng dieser vergleich zurücke, und der Hertzog, Ericus wurdeals rechtmäßiger erbe gehuldiget. Der Churfürst fiel hieraufmit gewaffneter Hand in Pommern ein, und eroberte eimge ör-1er; da denn sowol der ausspruch des Kayfers, welcher verlang-te, daß man diese fache gerichtlich ausmachen sollte, als auchdie Handlung zu Peterkow vergeblich war. Unterdessen starban. 1570. der Churfürst Fridericus II. und folgte ihm Albertus,mrt dem zunahmen Achilles, der diese fache an dem Kayferl.Hofe trieb, daß also der Hertzog Ericus zu unterschiedenen ma-len cttlret wurde. Da nun der Hertzog selbstnicht erschien, seinAbgesandter aber, Matthias Wedelius, schleunig starb, unddarüber der gesetzte termin verfloß, bestätigte der Kayser Frideri-cus III. dem Churfürsten Alberto dieses Hertzogthum Stettin,von welcher zelt an auch der Churfürst das Pommerifche wapengebraucht. Der Hertzog Ericus zwar bemühete sich durch feineGesandten an dem Kayftrlichen Hofe dieses wieder umzustossen,und wurden zu diesem ende Lommillbrii verordnet, die zu Röh-rick zusammen kamen. Es war aber auch dieses vergebens,und konnte man des Handels mcht einig werden. Hierauf ver-glich sich Ericus nut dem Churfürsten zu Prentzlau; doch weildes Hertzogs Erwt bruder Wmtrslaus nicht darein confentirte,hatte dieses ebenfalls kemen effect. Himiber starb Ericus an.1474. Seine gemahlm war Sophia, Bogislai IX., Hertzogsin Pommern, tochter, mit welcher er nebst einigen töchternWratislaum, Casimirum und Bogislaum X. gezeuget, davondie beyden erster» unverheurathet gestorben, der letztere aber dasgeschlecht fortgepflanzt. Nn». x. ;i6. x. 474.

hiioZ. kistar. Mnesl. x. 74 »- , bist. kolir.

llb. III. IsÄ. 12. p. 686.

Hertzoge zu Gchleßwtg:

Ericus I. der jüngere söhn König Abels in Dänemarck,

eri

sollte seinem bruder Waldemaro lll., der an. 1257. ohne erbe«gestorben, in dem Hertzogthum Schleßwig folgen; der KönigEricus VII., mit dem zunahmen Glipping, aber, weigertesich, ihm solches zu lehen zu geben, weil die Dänische lehen nichtauf LollLteiRles fallen. Die Grafen zu Holstein, Johannes I.und Gerhardus I., Erici I. Mutter brüder, zwungen endlichdurch die an. 1261. auf der Lohheide bey Schleßwig erhalteneschlacht, darinnen Konig Erich nebst seiner mutier gefangenworden, Erico I. Schleßwig zu lassen. Doch erregte der Könignachmals einen neuen streit, und weil die Grafen von Holsteinnicht gleich helffen konnten, bemächtigte er sich des gantzen Her-tzogthums, und Hertzog Erich I. starb im exilio an. 1272. mitHinterlassung zweyer söhne, Waldemari lV. und Erici, mit demzunahmen langbein, davon der erste nach ihm wiederum denbesitz des Hertzogthums erlangte. Ls»,«»«,. bist. rer. van.lib. VII. x. ;?2. ,59. 164.

Ericus II. folgte seinem vatter Waldemaro IV. an. 1512. inder regierung des Hertzogthums Schleßwig, und verglich sichmit den Königen in Danemarck, wegen aller vorher streitig ge-wesenen Puncten, und blieb vor denselben in ruhe. Mit fei-ner gemahlm Agnes, Grafen Henrici l. von Holstein tochter,zeugte er Waldemarum V. seinen Nachfolger, und Hedwig, diean denKönigin Dänemarck,Waldemarum IV., Christophori II.söhn , vermählet worden. Lo-r,««»/, bist. rer. Lsn. lib. VII.x. 407. 409. 422.

* Ericus, (Johann Peter) gebürtig von Eisenach, ward

an dem 67MNSÜ0 zu Padua bingusrum 6c (leoZmpkiX kro-kellor, und machte sich gegen das ende des XVII. lLLuIi durchzwey schriften bekannt, deren die eine er rsustum e fflMric»krinLipium kbilologicum, Eisenach i6g6. die andere aber Hn.tbroxoslotrostoxis genennet, darinnen er die Griechische sprä-che , als die mutter aller übrigen, auch der Hebräischen ange-geben, aber damit bey den Gelehrten schlechten beyfall ge-sunden. kol^bist. tom. I. lib. IV. Lllx. l. n. 10.

0. ;. n. 5.

* Ericus, oder Egric, König der Ost-Anglen, zur zeit derEngelländischenHeptarchie. An. 6 ; 8 . kam er in einer schlachtum, und Kel durch die Hände des Mercifchen Königs Pende,ES war noch ein anderer König Erich oder Ericus, in Ost-An-glen , welcher im 9. jahrhundert regierte; er war ein Däne,und tyrannisirte sein volck bey 14. jähren, bis endlich die Un-terthanen sich wider ihn auflehnten, ihn erschlugen, und sich al-si> durch seinen tob von seiner wüterey befreyeten.

und D« , bist. Lngl.

* Ericus I. oder Horicus, König in Jütland, war Gothri-ci vierter söhn, kam an. 827. zur regierung, und schickte an.8 ; 6 . 8 ; 8 . und 819. Gesandte an den Kayser Ludovicum kium-Anfänglich war er ein abgefagter feind der Christen, trat abernachgehends selbst zu ihnen über, und erlaubte an. 848. dembekannten Ansgario, das Bißthnm Schleßwich aufzurichten.An. 857. überließ er feinem vetter Roruc oder Erico II. einentheil von Jütland, und wurde endlich an. 86 ;. von seines bru-ders Olai söhne, Guttormo, in einem treffen bey SchleßwiMnebst seinen meisten verwandten, erschlagen. Seine tochter M-gnhild war eine gemahlin Haraldi Haarfegre, ersten Könlg»IN Norwegen.

/e, F'ar'/Ier leries.

bist. ecclef. vitA ffrltzsrii Kp. Henlcken.

* Ericus II. oder Roruc, König in Jütland, war ein bru-der Haraldi Klaeck, und ließ sich mit demselben an. 826. MMayntz taufen. Nach einiger zeit kam er bey dem Kayser sv-thario in verdacht, als wenn er mit einer verrätherey umgffn*ge, und wurde deswegen gefangen gesetzet; er entwischte averbey gelegenheit, und kam an. 8;?. wieder nach Jütland , wo-selbst ihm Ericus I. obgedachter Massen an. 857. einen theil vo»Jütland übergab.. Dieses trat er an. 870. seines bruders H"raldi söhne, Godofredo dem jünger» ab, und reisete sodaw'zu dem Kayser Carolo Lslvo, mit dem er sich zu Nimwegs'unterredete. Endlich begab er sich an. 87;. in Ludovici

nici dienste, und starb bald hernach, r«

* Ericus I. Blodoxis, König in Norwegen, war einM»

Haraldi I. und wurde noch bey dessen leben an. 9;«. Konw'Allein nach des vatters tobe ward er an. 9;;. von seinem HUbruder, Haquino I. vertrieben , und begab sich nach EngellaUwoselbst er den Christlichen glauben annahm, und von t"Könige Adelstano mit Northumberland beschencket wurde.muste aber nach Adelstani tobe, welcher an. 94c». erfolgte, vniibe wieder verlassen; da er sich denn auf die see-räuberey ngund an. 941. in einer schlacht mitten in Engelland sem Ueinbüffele. Seine gemahlin Gunilda, aus Haüand gevWMbegab sich mit ihren kindern nach Danemarck, und fand van«ihren unterhalt. bist. Xorveg.

* Ericus II. König in Norwegen, war ein söhn Königs Egni Vll. welchen ihm seine gemahlin, Jngeburga, Erm Pw /penning, Königs in Dänemarck tochter, an. 1267.

Er wurde schon bey seines vatters leben an. 127;. zumernennet, und succedirte demselben an. i28->., Wegen der »' ^terlichen erbschafft verfiel er an. 1284. mit Danemarck m ^krieg, wodurch er aber nichts ausrichtete. Das folgendebrachte er zu Calmar den vergleich mit den Hanfes