Band 
Dritter Theil. D - Ha.
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ern

er M ,y Spanischen Niederlande wendete. An.di-na» °» er ;c>oo. mann wider den erb-femd in KayserlicheNn'I', schickte auch zu gleicher zeit, vermittelst des mitJUbi-und Holland aufgerichteten tractats, 8000. mann in diete Niederlande. Durch diese sonderbare Verdienste setz-

inn-a. 'ü solches ansehen , daß ihm im gedachten jähre dretra» - ^ > r Chur-würde ertheilet wurde. Um eben diese zeit!"!l in die grosse alliantz, die zwischen dem Kayser und'Staaten ^n. 1689. den 12. map geschlossen worden,a,i» ^96. über die vorigen noch 4°c>c. und an. 1697.

"oue 6000. mann in die Niederlande. Weil darauf dieg, Abhandlung vor sich gieng, schickte er gleichfalls seinenbrin'Eador dahin , und half alles zu erwünschtem schlussermgen. Allein er genoß dieser ruhe nicht lange, indem er denion. an. 1698. sein leben endigte. Mit seiner gemahlt»DAM.i Friderici V. Churfürsten zu Pfaltz, und Elisabethäbei-« aus Engelland tochter, die ihm an. i6;8. zu Heidel-sü beygelegt worden, hat er gezeuget r.) Georgium Ludovi-Ä>. 'Churfürsten und König von Engelland. 2.) Fridericumä-Wulim, welcher als Kayserlicher General-Wachtmeister in^>eoenourgen von einer Türckischen partey an. 1691. erschof-'i.. Worden. Maximilianum Wilhelmum, so die würdemes Kayftrlichen General-Feld-Marschaüs und Generals vonAr cavalerie besitzet. 4.) Sophiam Charlottam, die an. 1684.rme gemahlin des Königs Friderici I. in Preussen worden, und' 7 °;. gestorben. ;.) Carolmn Philippum, welcher alS^»bierlicher Oberster in Albanien von den Tarlarn an. 1690."hergemacht worden. 6 .) Christianum, der als Kayserlicher^ueral-Wachtmeister bey Munderkingen, nachdem er bey deml"oa vorgegangenen treffen viel proben seiner tapferkeit abge-a,,a ' öer Donau an. 170;. ertruncken. 7.) Ernestum Au-?"u»m, welcher den 17. sept.au. 1674. gebühren, und an.cx'.A- Bischaff zu Osnabrück worden. Churfürst,

'«-rnejtr Augusti. Meyer, in dem geschichts-calender ErnestiAug.

Landgraf zu Hessen.

^Ernestua , Landgraf von Hessen-Cassel und Urheber dermMsolsisthen linie, war ein söhn Mauritii, und Iulianä,Er>^n Nassau-Dillenburg, gebühren den 8. dcc. an. 162;.^.^urde an. 1648. da er unter der Heßischen armee diente,n dem Kayserliche» General Lamboy ohnweit Geisseck gefan-und bekam dadurch gelegenheit, mit den Jesuiten fleißig. ersiren. Weil ihm nun dieselben allerhand religions-rin^I beygebracht hatten, so stellte er an. i6;i. zuRheinfelSj. ' 7"llogumm an, auf welchem sich von Catholischer feite un-ti/!-,, ern der berühmte Capuciner Valerianus IÜ. von Luthe-aber Peter Haberkorn und Balthasar Mentzer befanden,dem solches geendiget, nahm er nebst seiner gemahlinM Eleonora, Graf Philippi Reinhardt zu Solms tochter," öffentlich die Catholische religion an. Er gab auch dienebt.« " einer schrift heraus, die an den Baron von Boi-lrargerichtet war, und von Dorschao und andern wider,^.,'burde. Er gab ferner an. 1666. heraus den sogenanntensrev,n um chscrewm , von einigen gantz raisonabeln undübev V auch moderirten gedancken, refferionen rmd conceptenden heutigen zustand des religivns-wesens in der Welt, dar-OavA dvn der meynnng Der so genannten Naturalisten nichtdev ^ '^"t entfernet zu seyn schien, aufs wenigste bey vielenH,,schulischen selbst schlechten danck verdiente, darwider v.scky-isv ^ühu den äilcrstum LgcholiLiim Lutocstscritirm ge--bchAden, andere zn geschweigen. Er folgte an. i6;8. seinemM m. Hermanno, und pflegte öfters eine reise nach Italien- n. An. 1672. kam er mit in den Vorschlag, bey der ar°den ' F^dhe zur sicherheit des Reichs sollte aufgerichtet wer«Ilüi' h^le eines Generals zn vertreten, welches er aber vonlies Ablehnte. Nachdem seine gemahlin an. 1639. gestorben,liiAA "ch eines Unter-Officiers zu St. Goar tochter an dieEr a ^ud trauen, welche Ksäsme Lrnettine genennet wurde,im«!!, darauf zu Cöln den rr. may an. 169;.

1 'rsv. Ilb. XXVI.; ss-sts Oeorgü Lslixti L Lrnesti^ "Ugr. eclit. per v//. c?a/r-et. in HU. Int-o/.

Vi ' "b. IV. e. 7. c7»xo/r, in memor. eeclest sseenl. XVII. Uh.' l». 6c 16. Arnolds ketz. hist. k. ll- Üb. XVII. c. Z. §. 9.

Marggrafen zu Baden:

la^UEus, Marggraf zu Baden, und Urheber der Dur

lj^ M" lmie, war ein söhn Marggraf Christophs und Ottl-ter Philippsen des jünger«, von Catzenelnbogen, toch-wb'^v war an. 1432. den 7. oct. gebohren, und bekam, ver-vätterlichen erbthetlung, anfangs die Marggrafschafftyq^oerg, samt Saufenberg, Rütteln und Badenweiler, her-lheii,ss.al° auch die niedere Marggrafschafft Baden, in der ab-de„, x 6 seinem altern brnder, Marggraf Bernhard, nach-bberemittlere Marggraf Philipps, welcher die untere undljch..Marggrafschafft zugleich besessen, an. 15 z;. ohne männ,fchen A?" verstorben. Er war vor sich sechsten der Evangeli«zur w/^vn zugethan, legte auch einiger Massen den gründrna,jA.wrmation rn fernen landen, indem er das leben der da,das^ verderbten Clerrsey reformirte, und sie anhielt,Kaaev. Wort GOttes rn ihren predigten dem volcke fürzu-LiiMnderlich ^er zwang «r d,e Geistliche, ihre köchln«vmor. Lestteo« ///. Theil.

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nen abzuschaffen, welche gattung von Haushaltungen damalsnicht weniger gemein, als fruchtbar gewesen; inmassen die öf-tere leZirimsrioneL der Pfaffen-kinder, und deren loszehlunzvon der servitut , womit sie sonsten , krafft Kayserlicher Privi-legien , den Marggrafen verhafftet, laut noch vorhandenervieler briefen gezeugen. Auch wurde unter ihm die Bibel, mei-stens von v. Luthers Übersetzung, an. 1529. und i;zo.», Dur»lach gedruckt. Jedoch wollte er in den alten ceremonien undkirchen-gedräuchen bey damaligen cvnj'mcturen noch nichts än-dern. Er hatte mit seinem brnder, Marggraf Bernhard, undnachgehends dessen hinterlassenen söhnen, wegen theilung deeMarggrafschafft Baden, vielen streit, und schlösse an. ,^7.mit dieser Vormünder einen vergleich, des hauptsächlichen m-,Halts, daß, im fall eine linie um der schulden willen, die irrder theilung der andern linie zugeschieden worden, angespro-chen werden, oder schaden leiden sollte, derselbe schade der be-schädigten linie sogleich wieder ersetzet, oder, widrigen falls siebefugt seyn sollte, die gedachter andern linie -»geschiedene lan-de einzunehmen, zu nutzen, zu messen, und bis zu völliger in.demnisatwn zu behalten; welches eine der Haupt-ursachen nach-malig-geschehener occupation der obern Marggrafschafft Bade«gewesen, wie davon weitläuftiger unter Marggraf Ernst Frie-drichen gesagt werden solle. Die damalige allgemeine auf-ruhr der bauren betraf auch die Marggraffiche lande, und in-sonderheit Marggraf Ernsten Brißgauischen antheil. Zwarschienen die redellen anfangs gegen dem Marggrafen wohl ae»sinnet zu seyn, wie dann deren radelsführer im Brißgau, Vel-tin Ziller von Küchlinsperg, dem Marggräfischen Abgesandten,welcher ihn und seinen aichang zum frieden vermahnen sollte,zur antwort gab; daß sie zwar auf ihrem vorhaben fortfahren,aber doch des Marggrafen, weil er das Evangelium beförderte,verschonen wollten. Sie hauseten aber dem ohnqeachtet übelgenug m den Marggraflichen landen, und zeigten deutlich,daß es ihnen am wenigsten um das Evangelium zu thun ae.Wesen , weshalben auch etliche gezüchtiget worden; dann Mara-graf Ernst fände die mitte!, sie bald wieder zu stillen , undwußte dieses mit solcher klugheit zu bewercksteüigen, daß diestrafe auch auf wenig Urheber ohne krieg und blutvergicsse«fiele. Es wurde dieser Fürst sowol um der religion willen, alsweil er seine rechte und gerechtigkelten ernstlich behauptete, nichtwenig angefochten; erwehrte sich aber tapfer, und liesse sichnichts nehmen; deshalben er auch einen schcm-pfenning schla-gen ließ, auf dessen einer feite sein biidnis, auf der andern aberdie Worte stunden : Nicht schimpf mit ernst. Bey KayserMaximiliano l. stund er in grossem ansehen, wie dann dieserihm einige Abgesandten zugeschicket, als er sich an. mitElisabeths, Marggraf Friedrichs zu Brandenburg-Culmbachtochter, vermahlet. Nachdem diese 8. jähr hernach gestorben»legte er sich Ursulam von Rosenftls, und nach ihr AnnamBombastin von Hohenheim, bey. Er starb an. 1; 5;. den 6 febrnachdem ihm aus beyden ersten ehen gebohren worden r') An-na, die sich an. i;;?- Graf Carolns von Hohenzoüern, 2.>Amalia, welche sich Graf Friedrich von Löwenstein, Ma-ria Jacoben, welche sich an. 1577. Graf Wolfqang von Bae-by, 4.) Mana Cleophe, so sich an. 1948. Graf Wilhelm vonSultz, 5.) Elisabetha, so sich an. c;;;. der Graf von Orten-burg, 6.) Salome, so sich an. 1540. Graf Ladislaus vonHag, und 7.)Margaretha, so sich an. 8. Graf Wolfgangvon Oetingen beygeleget. Desgleichensöhne: i.) Bern.hardus, welcher an. 1517. gebohren, und an.gestorben ;2.) Albertus, welcher bey seiner zurückkunst aus dem Türcken-kriege an. 1542. diese zeittichkeit gesegnet; ;.) Carolus, welcheran. 1529. den 24. jun. gebohren, und an. r;77. den 2;. mark.gestorben, nachdem er unter seinen brüdern allein das geschlechtfortgepflantzec. in rrcläit. scl ctiron. ölsuclerisa.

ta/ea», prolop. k. III, iMoA. äissert. äs

red. Lsäenk. *

Emestus Fridericus , Marggraf zn Baden, aus der Dut-lachjschen linie. Sein vatter war Carolus II. seine Mutter An-na, Rupertt, Pfaltzgrafen beym Rhein in Veldentz, tochter,welche ihn den 17. oct. an. i cSo. gebohren. Er war der älte-ste unter Marggraf Carls söhnen, die nach des vatterS willendas land ungetheilt gemeinschafftlich regieren sollten. Sie be-liebten aber eine theilung, und bekam dieser die sänke untereMarggrafschafft Baden. Nachdem auch an. iroo.sein bni-der Jacobus, der kurtz vorhero zur Catholischen religion getre-ten war, verstarb, nahm er die administration der Marg-grafschafft Hochberg als Vormund auf sich. Ja, als deePrintz Ernestus Jacobus, der nach des Marggrafen Jacobstod gebohren, den 21. may an. 1591. verstorben, folgte er ihmnebst seinem bruder, Marggraf Georg Friedrichen, völlig inder regierung, da er dann die Catholische religion, die sei«bruder Jacobus einzuführen angefangen, wieder abschaffte,und hernach an. 1596. die gantze Marggrafschafft Hochberzerst-gedachtem bruder Marggraf Georg Friedrichen allem über-ließ. An. 1592. kam er dem BiMss von Straßbnrg, Jo-hann: Georgio, Marggrafen von Brandenburg, mit iovo.mann zu fuß, wider den Hertzog imd Cardmal von Lothringen/und dessen Wirten, zu hulffe. Weil aber dre Grafschafft Ha-nau durch seine völcker eimgen schaden erlitten, wurde er, nebstder stadt Straßburg, von dem Grafen von Hanau darüberrechtlich belanget. Hierauf nahm er seines Vetters Eduards

Ee Kvrtu-