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neral bey der Nachwelt in grosse Verwunderung gefetzt - indemer so oft geschlagen worden, auch weder land noch leuthe ge-habt/ und gleichwol allezeit in höchster geschwindigkeit/ eheman sich dessen versehen / eine armee wiederum aufgebracht.Er soll den gebrauch der dragoner eingeführt haben / und wirdberichtet, daß er, da er sterben wollen, sich habe ankleiden,und seinen degen anlegen lassen, und also stehend in den ar-men seiner diener gestorben sey, weil er nicht im bethe sterbenwollen. H'-t oder Ritterliche thaten Graf Ern-sten von Mannsfeld. rer. 8ueeie. lib. I. c. 48. p.
!8. Ludolffs schau-bühne sä sn. 1626. p. ;i4. feg. L Alibi.Lei/Ltt, Oesterreich, lorbeer-krantz. Tt/ettra»,«, snnsl. steig. lib.Xxxvi. p. 266. <L Alibi. in contin. 8leiä. ?. IV.
lib. VIII. l> VgAör, biü. äu regn. äe I.onis XIII. rom. IV.liv. XIX. Tii-oa/r. L/,70?. tom. I. sä An. 1618- leg.
Ernestus Lastmirus, Graf zu Nassau, Catzenelnbogen,Vianden und Dietz, wurde den 22. dec. an. r;?;. zu Dillen-burg gebohren. Sein vatter war Johannes der ältere, Grafzu Nassau, und seine Mutter Elisabetha, Landgrafen Georg»zu Leuchtenberg tochter. In seiner iugend wurde er zu den stu-dien gehalten, deren gründ er nebst seinem bruder LudovicoGünthers und andern Gräflichen Personen in der schule zu Sie-gen legte, und auf dem O^mnslio zu Herborn, auch nachge-hends auf der Universität zu Basel fortsetzte. Von bannengieng er nach Genf, darauf in Franckreich, und endlich nachGroningen zu seinem ältern bruder, Graf Wilhelm Ludwig.Daselbst entschloß er sich, kriegs-dienste anzunehmen, darinnener aber gleich anfangs unglücklich war, indem er an. i?y;.nebst seinem bruder, dem Grafen Philippo, und Ernesto, Gra-fen zu Solms, in einer schlacht von den Spaniern gefangen,und nach Rheinberg geführet wurde, da dann die andern bey-den Grafen stürben, er hingegen sich mit 10000. gülden ranzio-nirte. Hierauf bekam er von den vereinigten Niederlanden ei-ne compagnie zu fuß, mit welcher er an. 1596. in Hülst lag,als die Spanier diesen ort belagerten, wie er denn auch deshal-ben zu dem Hertzog Ernesto heraus geschicket wurde. An. 1597.befand er sich unter dem Grafen Mauritio von Nassau bey de-lagerung und eroberung der städte Rheinberg und Lumen, undan. 1^98. begleitete er des Printzen von Oranien WilhelmiWittwe nach franckreich, als ihre tochter Charlotta Brabanti-na mit Claudio äe 1 a Tremouille, Heryoge zu Thouars, bey-lager hielt. Nach feiner Wiederkunft in den Niederlanden wohn-te er unter dem ietzt-gedachten Grafen Mauritio dem feldzugwider den Spanischen Admiranten bey, dergleichen er auch an.I?99. that. Nachdem er an. röoo. die schwitze St. Andreaseinnehmen helffen, wurde er mit dem Grafen Mauritio nachFlandern geschickt, da er dann unterwegs eine schantze undschloß erobert, und darauf in Flandern die avant-garde com-mandiret. Er zog zwar daselbst in einer action mit der armeedes Ertz-Hertzogs Alberti am z.julii den kürtzern; doch da desandern tags der Graf Moritz sich in eine schlacht einließ, be-hielt er die oderhand. In den folgenden jähren wohnte er dereroberung unterschiedener städte, und an. 160;. dem treffenmit dem Spanischen Obersten Theodors Trivultiv bey, undwurde noch in demselbigen jähre Gouverneur der stadt Rhein-berg. An. i6oü. belagerte und eroberte er Lochen , und bekamnach seines in demselbigen jähre verstorbenen vatters tode dieGrafschaffI Dietz zu seinem antheil, that auch mit bewilligungder vereinigten Niederlande eine reife zu dem Hertzog HeinrichIulio nach Braunschweig, demselbigen in belagerung Braun-schweig zu aßistiren, bey welcher gelegenheit er jetzt-gedachtenHertzogs tochter, Sophien Hedwig, heurathete. Eben dassel-diqe jähr wurde er von den vereinigten Niederlanden zum Feld-Marschall erklärt, und ihm seine residentz zu Arnheim in Gel-dern angewiesen, über welche und andere benachbarte Gelderi-fche örter er das ober-commando bekam. An. 1610. wurde erGouverneur der stadt Utrecht, nachdem die empörung, so da-mals entstanden, gestillet war. Er empsieng auch im nahmender General-Staaten an. 16,2. den Churfürsten von der Pfaltz,Fridericum V., da er zu seinem beylager nach Engelkand reisest,und führte ihn nach Grafenhaag. Nachgehends trug ihm seinschwager, der Hertzog Friedrich Ulrich zu Braunschweig undLüneburg, da er,an. 1615. die stadt Braunschweig belagerte,das commando über die armee auf. Die General-Staatenaber wollten ihm solches anzunehmen nicht verstatten , weil sieheimlich der stadt Braunschweig günstig waren. Nachdemsein bruder Graf Wilhelm Ludwig verstorben, wurde er an.1620. zum Statthalter über West-Frießland, Gröningen undOmmeland erwehlet, und nahm seine residentz zu Leuwarden.Es lief auch an. 1621. der zwölfjährige Niederländische still-stand zu ende; dannenhero er seine krieges-dienste continnirte,an. 1622. Bergen op Zoom einnehmen half, und Steenwickden Spaniern wieder abnahm. Im folgenden jähre 162z. setz-te er die stadt Embden gegen die anschlage des Kayserlichen Ge-nerals Tilly in gute sicherheit, wurde auch von dem Printzen 'Mauritio von Oranien, im fall dessen bruder, der Printz Frie-drich Heinrich, ohne erben stürbe, an. 1625. zum erben undNachfolger in dem Fürstenthum Oranien eingesetzt. An. 1626.befand er sich bey belagerung lind eroberung einiger vrter, undMete die zu Leuwarden entstandene aufruhr, half ferner an.1628. Groll erobern, und commandirte an. 1629. ein eigen la.
gcr wider den Grasen Heinrich zu Berg, der mit Kayserlichenund Spanischen völckern in die Velau eingefallen, aber vo»ihm selbige zu verlassen genöthiget wurde. Er wohnte auchnoch in demselbigen jähre der belagerung und eroberung derstadt Hertzogenbusch bey. An. i6;2. rückte er nebst dem Prin-tzen von Oranien Friedrich Wilhelm vor Venlo, ehe aber diestadt übergieng , ward er von dem jetzt-gedachten Printzen com-mandiret, die stadt Ruremont wegzunehmen, da er dann, alser des andern tages, welches der 5. jun. war, recognofeire»ritte, durch eine kugel aus einem feuer-rohre getödtet wurde.Mit seiner gemahlin, deren bereits oben gedacht, hat er Hen-ricum Casimirnm und Wilhelmum Fridericum gezeuget, wel-che beyde nach einander Statthalter in Frießland gewesen ; derletztere aber hat die Dietzische linie des Naffauischen Hause»fortgepflantzet. ffnrsr«, snnsl. IluLUM krsbsncice tom. III-snnsl. steig. Lr'ssr. bistoirs metslligue äe DoUsnäs
x. 176.
* Ernestus I. Ernst, Ernist, Erneft, Ernustus, Ar-
nestus, Hertzog in Alemanien, ein söhn Lacitboldi, Marg-grafen in Oesterreich, und Richarba. We-E«,, ckron. VII-sp. script. rer. krunime. tom. I. p. 404. Er gierig
an. 1002. nebst andern Reichs-Fürsten wider Arduinum in Ita-lien zu selbe. Or-msr«,, V. 1. 0. p. ^70. Nach diesem al§Henricus, Marggraf von Schweinfurt, sich wider Kayser Hen-ricum empörete, trat er auf dessen feite, und wurde kurtz dar-auf gefangen, wiewol er mit dem Kayser wieder muß ausge-söhnt worden seyn, weil ihm dieser das Hertzogthum Alema-nien gegeben. I. e. Er vermählte sich mit Gisela
Hermanni II. Hertzogs in Alemanieü tochter, Brunonis Marg-grafen zu Sachsen wittwe, mit derselben zeugte er ErnestEII. und Hermannum IV. Endlich wurde er an. 101;. amder jagd voni Grafen Adalberone aus Unvorsichtigkeit mir ei-nem pfeil erschossen. 1. c.
sä LNNUM roi;. 3 P. l/r/irs. p. ; 19. Xeoro/oL. Irch/e«/ Acl ANN.1015. Ap. rie 1 . c. tom. III. p. 766. stnnsl. Diläesk.
sä b. s. ib. tom. I. p. 72;. Lbron. ()neälink. ib. tom. H»p. 290. stnnsl. stinsiäel. sä b. a. sp. snnsl. tom-lV'
sä Vieiras. Inst. ,sur. publ. I. 16. §. n. p. ^24. stgg,, in preist, sä bistor. genest, strine. 8sx. M--
xer. §. 28.
* Ernestus II. Hertzog in Alemanien, ein söhn des vorher-
gehenden Ernesti, succcdirte seinem vatter, und hatte Popp^nem, Ertz-Bischoff zu Trier, seines vatters bruder, zum Vor-munde. sä sn. ioi;. Otto j V
28. Non. trium fönt. sä AN. 1024. p. 57.
, Miterb. ckron. k. XVII. p. 48;. , vit. Lonr.
p. 42z. stnnsl. Linliäel. sä sn. 101;. VII. sp.
»rr, seript. rer. örunlu. tom. I. p. 404. An. 102;. rebeüiktrer nebst andern Reichs-Fürsten wider Kayser Conradum, wur-de aber durch vorspruch seiner mutier Gisela wieder ausgesoy^net, dem ungeachtet fiel er an. 1027. von neuem ab, lEverursachte dadurch, daß der Kayser nach seiner zurückkuEaus Italien einen Reichs-tag zu Augspurg hielt, wo Erneu";auch mit einer starcken mannfchafft erschiene, und anfaEdie sinken hoch spannen wollte, weil aber seine eigene leEsich erklärten, nicht wider den Kayser zu fechten, muste er Mdem Kayser unterwerffen, welcher ihn auf das schloß GibieM,stein bringen ließ. livHpo, sä sn. I02Ü. feg. ^
rr'aA«,, säsn. 1027. p- z21. sä h. s. p-es?'
An. rozo. wurde er wieder auf freyen fuß gestellt, und so»^ihm das Hertzogthum eingeräumet iverden, wenn er Weht -nem, der ihn zu allen ausrührischen anschlügen verleitete, Elieferte. Weil er aber solches nicht thun wollte, erklärte wder Kayser des Hertzogthums verlustig, gab es seinem brE,Hermanns IV. und Ernestus, welcher fast nirgends hulffe *halten konnte, muste sich in Wäldern verstecken, und vom s".be leben, bis er sich mit den Kayserl. in ein gesecht einmvdarinn er an. io;o. den 17. aug. sein leben einbüßte.
7>o, 1. c. p. 4)7- sä b. s. p. 117.
sä k. s. Lkron. äustr. sä b. s. sp. rer. 6e '
tom. I. p. z 16. Obrecht, proärom. rer. Lllst. ro. p-Von seiner gemahlin Erckelgarde, der H. Cunigundä W".ster» die mit ihm zu Rostoll bey Nürnberg begraben m» .hat er Idam gezeuget, welche erst an Lippoldum Grast« ^Stade, Dedonem Grafen von Ditmarschen, und end»cv ^Etelerum Album Grafen von Ditmarschen verheurathetden. ^4/berr«, Äa,sä sn. 1112. p. 152.
Vrtrrar. Inst. ^ur. publ. I. 16. §. 11. p ;6r. feg.prsek. sä bist. Zenesl. Duo. 8sx. lux. §. 29.
* Ernestus, oder Hernustus, Arnustus, HerW. ^,r-Bayern, war aus einem vornehmen Bayerischen gesch'tchf Msprossen , und begab sich an Kaysers Ludvvici Hof, E" /wMdurch seine geschicklichkeit sehr beliebt machte, also, daß er ^die stadt Lausten am Neckar in der Würtzburgischen ge-lehen gab, wohin er mit seiner familie zog, 'und m»mahlin die H. Reginsuindam zeugte. Virs 8. ^8'". 5^-spuä c 7 «/>krÄ»», sät. 8. 8. stntvverp. ä. r;. zulii. -"'kn dtk
, rer. Lrsne. XXVIll. ,or. Nach diesem setzte «v» xg-König Ludovicus, des Kaysers Ludvvici söhn, ü'w§egrasen in den östlichen grentzen des Teutschen Re'M Mstt,wurde deswegen an. 849. wider die Böhmen zu seid jpi §hee