Band 
Dritter Theil. D - Ha.
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ert eru

ärgsM. rsr. Vranc. XXX. 88. Bucelinus hin-

gegen setzet diese Mung in das jähr 8--;. und sagt, daß sie vonver Kayserin Hermingard, Lndovici kii gemahlin, geschehen,i^nd das kloster von ihrem söhn Lotharro vollends ausgebauetworden. Papst Leo V. hat hernach die cörper St. Sirti, St.Felicisund St. Adaueti hieher gesendet. Zeltlers Reichs-Gevgr.VIII. p. !!<;;. Hans seelzag. Elsaß, x. yo. leg. Iunckers<ini. zur mittl. Geogr. II. 12. p. 446.

«.Erthal, eineadelichefamilie, welche in Francken die örterErthal, Heßles, Kißingen, Elffershauscn, Schwartzenau,Tochsheim,Leutzendorf, und an dem Rheine das schloß Großwm-lernsheim in dem ^naelbeimee „runde bebket. Heinrich lebte

vm i^rlm dem Ingklheimer gründe besitzet. Hder-^Ä^^n 7 °- besten bruder Conrad, Probst zu Schöna,d„4 "der Heinrich, Abt und Fürst zu Fulda gewesen. UmT^l"br i68o. lebte Julius Gottfried, ältester Ritter-Rath inü' dessen söhn Philipp Valentin, Würtzburgischer gehei-th und Ober-Schultheiß, Ober-Amtmann zu Trimberg,g>j..^Erlichen Land-Gerichts in Francken stbsbbr und ältesterth- bat sein geschlecht mit;. söhnen vermehrt. Hum-veicht, vom Rhein. Adel tak. 20.

b-.Ertholm, ist eine kleine insul auf der Ost-see, nahe bey Born-ii, ^ welcher sich eine citadell befindet. Nordwärts liegen* er »achbarfchafft unterschiedene noch kleinere insuln.Ertucules, der dritte söhn Solymanns, siehe Ortogrul.g. Ektzberger, (Severinus) ein kroksbbr und Prediger zu§>n ' sibbohren an. 1520. an Severini-rag, studirte in demONSZIO ÄpientiiL an. bey den Dominicanern, unter^>nicero und Lepusculo, wurde aber bald darauf in das oberepromovirt, und erlangte das Nagiberium an. 1541.p^chdem er zwey silial-dienste bedienet, wurde er an. 1^44.

n r der Griechischen spräche im kWäaZogeo, wie auch her-il,n. "Tpolitu8 LoUegii üucruüiniani. An. 1546. vocirte manM ws Predig-amt bey Ss. Alban, und an. 1562. bey St.Uurtln, bey welchem er auch bis an sein ende, so an. 1566. er-j,M, verblieben. Weil er bey seinem Predig-amt den Deca-"N srtibus versehen, auch inzwischen in 8enLtmn Lcaäcmi-dem ^ Lonbllorium gezogen worden , scheinet es , er habe inlots ^ollegio kkilosopkico ebenfalls seinen sitz gehabt. SeinqM war Henricus Ertzberger , auch kroksbbr und Prediger zu^ gebohren an. i?4?. Dieser wurde an. 1562. als bac-der "vd an. i?64. als MaMsr promovirt, beyde mal-7/ erste in seiner ordnung. Als er sich hierauf auf das buäiumbegeben, wurde er an. 1564. in einem dorfe, ohnfernein , ^ stadt, von ümikits Sulcero zn einem Prediger bestellet;^ lAe hernach prositirte er in dem keebsgogeo die Griechischeba er noch nicht mehr als 18. jähr alt war, resignirte»^.solches amt, weil er ein jähr darauf Helffer bey St. Peterde^' An. 1 ? 7 o. als er an dem Weyhnacht-fest allzu frey wi-h^w ubjquität des leibs Christi, und leibliche geqenwart inOberligen Abendmahl, geprediget, wurde er auf antreibenM^vis Sulceri vor den Rath gestellet, und ihin allda dasrisn ^Egen auferlegt; endlich, als er sich der kormul-e Luce-wcht unterschreiben wollte, muste er sein Predig-amt garex begab sich hierauf an. 1571. zu fuß nach Paris, da

grosser mühe, und durch die getreue aßistentz eineslitten Mnschen svlpalens, Hans pfaff genannt, dem dvr-wu^ "lut-bad entgangen. Bey seiner zurückkunft nach Baseler zum Predig-dienst nach Mühlhausen im Eljaß deruf-welchen er auch an. r;?;. angetreten; er that allhierliae mr^nste, und führte neben andern Verordnungen das hei-tia Yhnacht-fest zuerst ein; in dem ehestand lebte er mit Ma-VjgsWrerin; als er nicht lange hernach , bey verspürter un-U»d ' durch Veränderung der luft sich zu helffen verhoffte,vrshalben an. 1576. nach Bafel kam, wurde er im nov. inbe» ^vthe seines alters durch den tod hinweg genommen, undEria^' Martin begraben. Er hat an. 1574. zu Zürich eineUWterung der lehre vom heiligen Abendmahl, wie«usaA 'n der Baßler - Confeßion enthalten, in druck

krof * ^sten. L» ^mrcr, in xrimis /r«ä,»r vit.

lisfEvtzgebürgifche kreis, lat. Lirculus oder Dibricius mstal-Meiss 'vird ein gewisser strich landes in dem Marggrafthumstenn!?"^. den Böhmischen und Voigtländischen grentzen , ge-a„g'^ Wert darinnen vortrefliche bergwercke von allerhand ertzenEMen werden. Es liegen darinnen folgende stadte undder«' ^lche dem Churfürsten von Sachsen gehörig; Anne--Dlari-nk"Eisburg, Cathrinenderg, Chemnitz, Freyberg,Nlehe "derg, Mitweida, Schneeberg, Stolberg, und andere

pyt-i^ucius Clarus, ein Römer, welchen Caßiodorus cbwn.den ok-« O-R70. gewesene Lonkules oräinarios rechnet,Vaßir-n, Onuphrius 11b. käst. I. nur unter den luKbüls willter sx " wsten, war krTleNuz iirbl unter Traiano, und ein gu»lviejk« n,dks Plinii, epilkl. 16. ein gelehrtermann,

Sei,, s^ellms XIII. ,6. und Plinius, epill. II. 9. rühmen,sehr ivU" Sextus , den ebenfalls Plinius, epiü. II. g. n.dächt t, Noch eines andern Erucii Clari wird2. ge-^ von dem Kayser Commvdo umgebracht wurde,k>- iz. m 8 evsro XIII. den doch Menag. »mcLn. chir. Liv.vtzlö n ,?vechl mit dem ersten verwechselt. F'Eer. mem.

V- V. x. 144.

eru ery Zzz

Erue, ein Edelmann, welcher sich unter Caköli Lslvi regle-rung bey belagerung der stadt Paris wider die Normannen durchseine tapferkeit sehr wohl signaliret ; wie er denn einer derzwölfen gewesen, die das sogenannte kleine Chatelet eine geraumezeit allein beschützet, und darinn endlich insgesamt umkommensind. Die feinde wollten ihm, in ansehung seiner hertzhafftig-,keit, das leben schencken; allein er wollte keinen pardon anneh-men, sondern lieber unter den Waffen sterben. ^2-^, au regn«äe Lbarles II. *

Eruigus, Heruigius, Eurigius, König der West-Nö-then in Spanien, war ein söhn Ardabasti eines Griechen, wel-chen der Kayser zu Constantinopel nach Spanien ins elend schick-te , und einer anverwandtin des Königs Chindasvinti. Er solldem Könige Wambä langsamen gift beygebracht haben, welcher,nachdem er solches gemercket, oder gar untüchtig worden, dasReich länger zu führen, sich desselben begab, und endlich iirein kloster gieng, da denn an seine stadt Eruigus an. 680. den21. oct. gecrönet wurde, und das regiment 7. jähr besaß.ckmc. lib. II. biü. Hifp. lib. VI. *

Erpias, ein Griechischer scribent, welcher eine Historie vonColophon verfertiget. Gesnerns meynt, er sey eben dieser Er-qias von Rhodus, so eine Historie von stinem vatterlande hinter-lassen. lib. VIII. XV. bibl. äs nist.

Or-LL. lib. III.

* Errleben, oder Arxleben, Arxleve, Arkerleve, Erp-

leve, Ereskleve, eine stadt und schloß im Magdeburgischen,den Grafen von Alvensleben gehörig, die es schon in dem XII.Ikculc, besessen. Schneiders beschreib, des alten Sachsenl.p. 160. pfeffingers Braunschw. Lüneb. hist. III. 1;. x. 680°Um das jähr i;i4. belagerte es Petrus Odilie, bis der Marg-gras von Brandenburg einen vergleich stiftete, dadurch er vonden Herren von Arrleben die ihnen verpfändete güther in derLaußnitz wieder erhielt. gpucl scrlpt.

rer. 6erm. wm. II. x. ;;7. Um das jähr 1466. wurde es demFürsten von Anhalt zu lehn gegeben. I. c. ;66.

ErVthia, oder Erythea, ist der alte nähme der insul Ga-des, so anjetzo Cadix genennet wird, oder vielmehr nach demzeugnis Plinii, einer andern kleinen insul, die zwischen dem ve-sten lande von Spanien und Gades lieget, in deren dieser scribentsagt, baß die Gaditaner in den ältesten zelten ihre Haupt-stadtgehabt hätten. Die Alten geben vor, daß Geryon, dessen och-sen Hercules weggeführet, in dieser insul regieret habe, welchesHesiodns in seiner Thevgvnie zuerst auf die bahn gebracht, demdie übrigen alle folgen. Doch Arrianus weiset aus dem Hecatäo,daß dieser Geryon über das veste land zwischen Ambracia und demlande der Amphilochier geherrschet. Pomponius Mela setzet sieauf die küste von Portugall, wo jetzo die sogenannte Berlingischeinsuln liegen. 2-^ra«. äs expeä. ülex. U. lib. II. Me/«,äs orbis lib. III. L. 6 . in not. aä k. I. p. ;;8- *

* ErzUhra, des Perfei und Andromedä tochter, von wel-cher das lVIaro LrftbrTum den nahmen bekommen haben soll»

c7oE§, VII. 18. Doch Plinius Kill. nm. VI. 2;. und Cur-tius VIII. 9. n. 14. sagen , daß das Erythräische meer von ei-nem König Erythra den nahmen bekommen. Der König Ery-thra soll aus der insul Ogyris oder Organa ein berühmtes be-grädnis gehabt haben, Kill. nat. VI. 23.

bist. Inä. ;7.

Ervthrä, eine Bischöffliche stadt in Honia unter dem Ertz-Bischoffe von Epheso, woher die Erythräische Sibylla gebürtigwar, welche zn der zeit des Trojanischen krieges lebte, und vonder zerstörung dieser stadt weissagte. Die Romer schickten einigeDeputirte an die stadt Erythra, um ihre verse von bannen holenzu lassen, da denn diejenigen, welche sie mit sich zurück brachten,die vielgötterey verdammten und behaupteten, daß nur ein schö,pfer des Himmels und der erde sey. Eusebius Lselbrienlis führet27. von ihren versen an, worinnen von der zukunft des SohnSGOttes ins fleisch und zum gericht gehandelt wird. Man hakaber alle ursach zu glauben, daß solche von gewissen Christen er-richtet, und die,er Sibyllen durch eine gar unrecht sogenanntepiam frauäem untergeschoben worden. lib. V.

inb. iliv. lib. I. c. 6. L äe ira Del c. 22. 5 . cle cix.

Vei lib. XVIII. o. 2;. üb. II. bibl. äs

8ib>II. bibl. 6rTL. *

Erythräische meer, siehe Rothe meer.

Erythräus, (Ianus Niciuö ) siehe Roßi , (Ioh. Victor.)

* Erythräus, (Ioach.) ein Lutherischer Prediger, ge-bohren an. i6;7. den iz. dec. zu Bela in Ober-Ungarn, studirtezu Wittenberg, und ward in seinem vatterlande zu LeutschcbiäittLonu». Wie er aber nebst andern Evangelischen Predi-gern aus Ungarn verjagt wurde, so kam er nach Pommern,und erhielt an. 1674. bey Stettin eine Land-Pfarre» zu Hvhen-Zodel, ward an. 1676. Diaconus an der Stettinischen schloß»kirche, an. 1637. kastoi daselbst zu Petri Pauli, und starb an»1699. den 21. mertz. Seine schriften sind: Dillbrt. äe stttri«bucis Del; äs Laubs; Lzmoxbs Liblics; Lreviarium Ibbb^cum; stpoäsmica bacra; bxxobt. buZ. Lonrebionis. Zsänickkgel. Pommerl.

* Erythräus, (Valentin) war zu Lindau an dem Boden-see an. 152,. gebohren. Er studirte ;. jähr zu Straßburg,und hernach zu Wittenberg, woselbst er sich durch seine gute

auffühs