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aufführung und gefchicklichkeit bey Luthers und Melanchthonebeliebt machte. Er erhielt nachgehends einen schul-dienst zuStraßburg, welchem er so wohl vorstünde, daß man chn nichtlang hernach bey der Academie in der krolelüons OrsttmL demberühmten Johanni Sturmio adjungirte, nach dessen abster-ben er auch völlig sein 8ucsessor worden, und dieses amt 29.jähr lang mit vielem rühm verwaltete. Zln. 1575. berief ihnder Rath zu Nürnberg als den ersten ksAorem des zu Morsneu - aufgerichteten O^mnasti, welche stelle er auch annahm,und bey der solennen inauguration desselben eine öffentliche rede
kine 8tuäiorurn hielte. Er wclv aber kaum y. monat ba-selbst, als ihndertod den29.rm.rtz an. 1576. indem 54. jähreseines alters hinweg nahm. Seine schriften sind: äs Dluclecem Orlteßoriarum, Straßburg 1 ^ 66 . in 8. üe 6rLmmAci-eorum kiguris üb. IV. ibiä. i;6;. äeüerioäis; äs Vitiis Or-r-rionis; äs Kations legenäi Lribenäigus üpissolas, ib. i;?;.in 8. ssabulD in Dislsälicam 8turmü, ibiä. 1562. L Oram-maticam Nslsncbebonis ; ülsäulla kbewrisL TullianL,Nürnberg 157;- in 8. Onrer/I gloiia Lcaä.
Lltork. schuk-historie.
* Erythrophllus, (Rupertus) sonst Rothhut genannt,ein Protestantischer ssksologus, war an. 1556. zu Schmaleburgin dem Cölnischen gebohren. Sein vatter wollte ihn erst ei-nen tuchmacher werden lassen, doch weil er eine grosse lust-um studiren bey ihm vermerckte, schickte er ihn in die schule;faßte aber in ermanglung der behörigen lebens - Mittel zumandern mal den entschluß, ihn ein handwerck lernen zu lassen.Allein er fand endlich zu Braunschweig einen weg sich seinbrodt zu verdienen, indem er bey Chemnitio eine zeitlang fa-nmlirte. Von dar gieng er nach Leipzig, woselbst er 4. jährblieb, und endlich nach Wittenberg. Hier wurde er an. i;88.INagitter, und erhielt noch in selbigem jähre das Conrectoratzu Hannover, bald darauf die Pfarr-stelle zum Creutz, und end-lich zu St. Georgen. Ob er gleich jähr vor seinem endedas gesicht verlohr, welches er auf einige zeit wieder bekam,wartete er doch seines amts unabläßig. Er starb endlich an.1626. und hinterließ Lniä^liu Dsgicam in Lpill. L üvang.Dom. Lericopa8; LoliillsmNetboäicam in üpissolas (L Lvan-xeüa; ssbeologiam Lpoüoücam L Netboäisam, oder erklärrunq der Episteln Pauli, Petri, Iacobi, Iudä, Iohannis, undan die Hebräer; Lnal^ün in bissor. kasslonis Lbeilii; GeistlicheWeck - glocke wider die Türcken; kslüonals oder Creutz - opferunsers HErrN JEsu Christi; Darmonigm Lvsngeüllarum;Oatsnam auresm in Harmonium kvanZel. davon aber nur dererste romus zu Magdeburg 1604. gedruckt ist, und die übrigen«ebst der erklärung der Psalmen Davids bey den erben in demrnanuscript liegen.
Eryx, siehe Trapano.
Eryp, wird von den Poeten vor einen söhn der göttin Venusausgegeben, welchen Butes, ein söhn Amyci, Königs derBebricier, mit ihr gezeugt. Weil er von »«gemeiner leibes-Kärcke war, so pflegte er die fremde, welche zu ihm kamen,auf ein gefechte mit streit-kolben auszufordern, und brachte aufsolche weise eine grosse menge derselben um oas leben. Hercu-les aber, da er, bey seiner rückreise aus Spanien, auf gleicheart mit ihm sich einließ, erschlug ihn; da denn sein cörperauf einem von ihm genannten berge in Sicilien, allwo er derVenus einen tempel aufführen lassen, beerdigt ward. (SieheButes ) Ln. üb. V. v.;92.402.412.48;. Vor ohnge-fthr zvo. jähren ward von den Sicilianern das geschrey ausge-streut , man hätte in einer grossen höle des berges Eryr den todtenleichnam dieses manns von einer ungeheuren grösse sitzend ange-troffen , der seine Hand auf einen mast-banm anstatt eines stabsZeichnet rc. und sollte gar die sache gleich damals von demRath zu Trapano in schriften verfasset seyn. Aber wer wollteeiner solchen albern fabel glauben ? Dessen ohngeachtet wird esdoch als gantz gewiß und wahrhafftig erzehlet von dem sonst be-rühmten Sicilianifchen qeschicht - schreibet: Thoma Fazello ror.8ic. äes. I. Ich. I. c. 6. *
Erppias, ein Printz von Athen aus denjenigen, welche Lr-ebontes genennet worden , und ro. jähr die regierung führten,folgte fernem vatter Apsander in dieser würde. Allein schon indem achten jähr seiner regierung starb er, oder ward von demvolck entsetzet,, und nach ihm eine andere regiments-form aufge-richtet, vermöge welcher erstlich zwar Tlesias allein für z. jähr,bald darauf aber 9. Personen zugleich für ein jedes jähr zu Lr-«bomibus erwehlet wurden, doch so, daß der oberste, oder ersteunter ihnen den nahmen Lrckon mit sonderbarem ansehen vorden andern führte, auch dieiahr von ihm allein benennet wurden.
äs ssrcbont. Heb. ük.I. c. 8. 6c 9. *
Erzercm, oder Ezerum, ist eine Asiatische stadt und pro-vintz unter den Turcken, die vornehmste in gantz Turcomanniaam Euvhrat, allwo der Beglerveg der provintz residiret. Ei-nige erd-beschreiber geben vor , es sey das alte Theodosiopolis;andere halten es für Cäfarea tn C<rppadocten; andere nennen üeAziris, ArziriS, Sinera, Senebra, rc.
Erzila, oder Artecka, welcher unter dem nahmen Fortu-Ums Garsia äs Erzila bekannt ist, ein Spanier aus Biscayagebürtig. In feinen jungen jähren hielt er sich zu Bonvnim indem Spanischen eoUsMo auf, welches der Cardinal Albornozgestiftet, und brachte es allda so weit, daß man ihn gern auf der
Universität Pisa befördert hätte; allein er wurde wegen fernersonderbaren Rechts-erfahrenheit von dem Kayfer Carolv V. zumRitter von St. Iago, zum Rath von Castilten , und zum Ge-neral-Advocaten in dem Rath von Navarra gemacht. Seineschriften sind : Lommentarms äs kaäiis, in titulum OigsssoruMäs kactis cum kspeeikions c. 1 extra ; aä legsm D. äsüberis L xosskumiz Lommentsria; äs Ultimo Lins utriuffus.juris; Lonüüum pro Niüria Isncki Iacobi. Sein söhn AlphoN-sus äs Erzila, gab an. i;-??. ein getichte heraus, unter demtitul: Da üurssgna, darinnen er von den Araquanern in demKönigreiche Chili, welche die Spanier bekrieget, handelt.
6 c bikl. Dilpan. Oe elog. sslkons. äs Kr2. 6 cc.
Esaias, des Amoz söhn, und, wie man will, des KönigsAmaziä bruder, prophezeyete unter den Königen Usia, Jotham,Mas und Hiökia. Er soll endlich auf beseht des Königs Ma-rinste mit einer säge der länge nach von einander geschnitten wor-den seyn. Er stehet unter den grösser» Propheten zuerst, undverdient billig diesen vorzug , weil er die grösten geheimnisse sehrdeutlich ausgesprochen, und von Christo mit so genauen umstän-den geweissaget, daß er mit recht der Evangelist des alten Testa-ments ist genennet worden. XKVIII. Lp-pö«»-«,, in vit.KI31L. in Ls. üb. äs Wort. A vit. 8 anÄ-
0 - 17 - /«/?«««-. La/i/ir,,.
in miscsll. sssr. k. I. üb. I. c. 18-
Esaro, ein kleiner fluß in Caläbria ulteriori in Neapolis,welcher sich bey Crotone ins meer ergeußt.
Esau, ein söhn Jsaacs und Rebeccä, wurde um das jähr derWelt 2107. L. 6. 1877. gebohren, da sein vatter 60. jähr alt war,und bereits 20. jähr mit Rebecca in unfruchtbarer ehe gelebethatte. Als er mit feinem bruder Jacob in der Mutter leibe lag,stiessen sie sich miteinander, und als er an das tages-licht kam,war er röthlich und rauch, wie ein fest, und wurde von seinembruder bey der ferse zurück gehalten. AIs er etwas erwachse«»legte er sich aufdie iägerey. Da er einsmals hungrig nach Haufekam, verkaufte er seinem bruder die erstgeburt um ein linsen-ge-richte, und wurde deswegen Edom genennet. In dem 40. jähreseines alters L. lVl. 2,47. L. L. 18-7. heurathete er wider seinereitern willen 2. Hethitifche weiber, Judith und Basmath, dar-über sie sich nicht wenig betrübten. Gleichwol trug er kein be-dencken, auch die dritte Mahalath, eine lochter Jfmaels, dar-zu zunehmen, nachdem sein vatter Isaacdem Jacob den fege»des erstgebohrnen L. N. 2184. ä- L. igoo. ertheilet hatte. 3""zwischen muste Jacob aus furcht vor ihm nach Mesopotamienentfliehen, traf aber doch bey seiner zurückkauft durch sonderbareschickung und Verordnung GOttes seinen bruder Esau wider ver-muthen gantz wohl gegen sich gesinnet an. Esau zog sich darausin Seir zurück, und erhielt eine sehr zahlreiche nachkommen-schafft, die unter dem nahmen der Jdumeer bekannt worden»:
XXV. XXVII. XXVIII. XXXII. XXXIII. Lsl XII. Sc»antig. Üb. I. L. 17. 6c ,8- üb. II. c. r. ss-M'
2199. leg.
Esca, oder Escus, der andere König von Kent in Engelland'lebte in dem VI. üsculo. Das Königreich war unter ihm in ru-higem stände, wie er denn diesen zu erhalten niemals die «passenwider die angrentzenden Staaten ergriff. Er regierte dieses RelM24. jähr, darauf es sein söhn Otha an. 512. angetreten. Bed"nennet ihn Otrich mit dem zunahmen Oiscus, und glaubet, Akomme daher, daß seine nachkommen Oilbingü sind genenne»worden, öeäa, üb. I. O« tom. I. bin. ssngl. üb. VI. 0.
Escalinus, (Antonius) Capitain Paulin genannt,äs la Garde, Ritter von St. Michael, Lieutenant des Ko«Ein Provence, rc. war aus Dauphins gebürtig. Franciscus''schickte ihn an. 1,42. als Ambassador zu dem Türckischen Kau;ser Solimano II. und ernennte ihn 2. jähr hernach zum Gfner^'der galeeren. Das folgende jähr signalirte er sich, da er die C»gellandische flotte angriff, und sich sonst in dem Tofcanischen ussCvrsifchen kriege gar wohl gebrauchen ließ. Ob er auch WAan. seiner charge entsetzet wurde, so erhub inan ihn dv^-an. i;66. aufs neue darzu, worauf er endlich an. 1574- «>?jähre seines alters an der Wassersucht starb. Sein söhn E»a>'äs« Aimars, «velchen ihm eine Engelländische Dame gebohre'Lhinterließ Ludovicum Eicalinnm, welcher einen soh»nahmens gezeuget, so den titul eines Marquis von Gar^ 8führt, v« memoir. bilior. 8,a«,a»rk, vies a
bom. iüullr. äs Dauphins. 60^^07. Le 8.
Escalona, eine stadt in Neu-Castilien, etwa 6. weilenwestwärts von Madrid, beydem flußAlberche, auf einer ya ^gelegen. Der benachbarte boden ist fruchtbar an wein,. '-it-früchten, auch mit guter vieh-zucht versehen. Sie hat ew «V t,läuftiges schloß, welches noch der König Rodericus ge"?
Um die mitte des XV. Lsuli erhub sie der König Roderieuo ^zu einem Hertzogthum, in favor Iohannis Ferdinand! Pam ^Marqgrafen von Villena , und Gross - Meisters des O»
St. Jacobs. äelic. äs I'üsp. x.; 18.
* Escander, (Emir) ein söhn des Kara Joseph/ !^kzweyter Sultan der Turcomannen, aus seinem geschlecvle'die regierung, nachdem er seinen bruder Abusaid ermorde« « ^jähr der Heg. 824. und Christi 1421. an, «vurde zweyM»/Scharock, dem söhn des Tamerlans, überwunden, Adie stadt Tauris nahm, und Escanders bruder Giban-e>^flschenckte. Dieser fieng darauf an den Escander in einem ^