Band 
Dritter Theil. D - Ha.
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roli VI. wider die Engelländer grosse dienste, bekam auch Wasund Bcssan in der viwces Agde gelegen, zur Verehrung. Erwar Königlicher Rath und Cämmerer, Seneschall und Gou-verneur von Rovergue, rc. und verrichtete an. 1454- eine Ge-sandtschafft in Castilien. Seine gemahlin Johanna vonPourpicres, Frau von Lugarde und Vernines, von derenkindern nachgehcnbs soll gesagt werden. Bec oder Begonvon Esteing, Gouverneur der stadt und vestung Pezenas,hat mit seiner gemahlin Johanna von Lestrange verschiede-ne kinder genüget. Unter den söhnen ist Johannes II. Vi-comte von Esteing / von Delphin«, welche er sich an. 146;.beygeleget, ein vatter Catharina worden, die aber ohnver-heurathet gestorben. Ihr vatter Johannes machte vor seinemende an. 1500. ein testament, darinnen er Wilhelmum, Gil-lot genannt, zum erden eingesetzet, welcher aus den nach-kommen Wilhelmi, eines sohns ^ohannis I., war. Denndieser Wilhelmus, Johanms I. söhn, vermählte sich, wieschon gedacht, mit Johanna von Pourpieres, die ihm ver-schiedene kinder gebahr, darunter Caspar I. von Esteing,Herr von Lugarde, Vernines rc. Seneschall und Gouver-neur von Rovergue, rc. zu mercken. Er vermählte sich an.14^5. mit Johanna, Freyin von Mnrol, die ihm gebohrmLudovicum, Wilhelmum, Gillot genannt, Antonium undFranciscum, welche beyde sich in den geistlichen stand begeben.Von Antonio siehe in dem folgenden artickul. Sein bru-der Franciscus, Bischofs zu Rodez, Abt von St. Chaffre,ward anfangs Dom-Herr und Graf zu Lyon. In Italienlegte er guten gründ in den studier,, und nachdem er in dengeistlichen und weltlichen Rechten grosse wissenschafft erlan-get , nahm er an. 1488. den NoÄor-titul an. Nach seiner zu-rückkunft in Frankreich wollte ihn Carolus VIII. zum Parle-ments-Rath zu Paris machen; allein er schlug dieses aus,um dem Kirchen-staat desto bessere dienste leisten zu können.Darauf wurde er an. rzoi. zum Bischofs zu Rodez erweh-let, davon er aber wegen Caroli von Tournon, der daraufprätension machte, nicht eher als nach ;. jähren besitz nehmenkonnte. In eben diesem jähre gierig er als Ambassador nachRom, da ihm Julius II. die regierung über die stadt Avi-gnon und Grafschafft Venarßin aufgetragen. Er starb zu Ro-dez an. 1529. in dem 69. jähre seines alters. Wilhelmus,Gullot zugenannt, wurde von seinem vatter vor dem erstge-bohrnen söhne Ludovico, welcher blind war, zum erben sei-ner güther eingesetzt, auch durch Johannen, II. wie gedacht,zum Vicomte von Esteing ernennet. Er starb aber > in sei-nem söhn Caspars II. wiederum aus. Ludovicus, der erstge-bohrne, welcher blind war, Herr von Vernines, Anual undTolende, vermählte sich an. 1489. an Margaretham von Com-born, die ihm nebst Carolo, Priorn von Parisot, rc. Johan-ne , Dom-Herrn und Grafen zu Lyon, Groß-Capellan zu Ro-dez, Gabrielen, von Esteing gebohren. Dieser war Herr,vonMurvl, Vernines, rc. und nach dem tode seines vettern Ca-sparis II. Vicomte von Esteing. Er vermahlte sich an. iz ig.mit Charlotte von Arpajon , die ihn zum vatter machte Fran-cisci I. Vicomte von Esteing und Cadars, rc. wie auch Rittersdes Königlichen ordens. Dessen gemahlin, Catharina vonChabanncs, gebahr ihm Johannem III., so einer von denberühmtesten Capitainen seiner zeit worden. Er hielt sich zuder Ligistischen partey, und nahm verschiedene platze in Rover-gue und Auvergne ein. An. 1621. befand er sich bey derbelagcrung von Montauban, starb aber noch zu ausgangedes gedachten iahrs, von seiner gemahlin, Gilberta von Ro-chefoucaut, hinterlassend Johannem Ludovicum, FranciscumII. Joachimum, Abt von Jssoire, und nachgehends Bischofsvon Clermont, so an. 1650. gestorben; Ritter von Maltaund Commandeur von Morlan, Ludovicum Freyherr« vonSalmicch , rc. Bischofs von Clermont und verschiedene ande-re. Johannes Ludovicus, Graf von Esteing, rc. wardHauptmann über roo. leichte pferde, und starb in der be-sten dlüthe seiner jähre an. 1623. nur 2. töchter nach sichlassende. Sein bruder Franciscus II. aber pflantzte das ge-schlecht fort. Er war von der Königin zum Capitain-Lieute-nant über 200. mann gemacht, und der König selber ernenn-te ihn an. 16;;. zum Ritter seiner orden. Er starb an. 1657.zu Troyes in Champagne, Joachimum Grafen von Esteingnach sich lassend. Dieser brachte sich sowol durch seinen ver-stand als tapferkett grossen rühm zuwege, und zeugete mitseiner gemahnn Claudia Catharina, einer tochter Petri, Mar-quis von Jnteville, ersten Präsidenten des Parlements zuBourgogne, und nachmals in Dauphins, Franciscum Mar-quis von Esterng, und Dionysium, Abt von Esteing genannt.Ülemoir. ML. äs 1a maist ä'Weing. ÄMNEk. 6sI1.

, in cttrcm. vr- , muryr. Oall. Itzl-eL Ital. Issr.

, Osrclin. <Kc. ...

* Esteing, (Antomus ä) ein söhn Caspari l. ä'Esteing, er-hielt nach und nach verschiedene geistliche würden, und an.1506. das Bißthum Angoulcme, nachdem ihn Ludovicus XII.in der ehe-scheidungs-sachc mit seiner gemahlin Johanna, alsseinen General-Pröcurator gebraucht hatte. Auf dem c«nci-lio zu Pisa nahm er sich der freyheiten der Französischen kirchemit grossem eifer an, und war sthr bemüht, die verfallene kir-chen-zucht wieder herzustellen. Er starb an. 15 2;. wie man sagt,am gift. , Oall. Lsiriit.

Estella, eine alte stadt im Königreiche Navarra, und zwar die

Haupt-stadt in einem kleinen ländgen, welches 1 a Merindad 6°Estella genennet wird. Sie liegt am flusse Ega, ist ohngefehr 6'oder 7. meilen von Pampeiona entfernet, und hat ein gut casteü.

Estella, (Didacus) ein Franciscaner-Mönch in dem XVI.sk>culo, aus Portugall, oder wie andre wollen, aus Navarra gebür-tig. Einige geben auch vor, daß er eine Bischöffliche würde beses-sen. Man hat von ihm: Lommemsrig in Luc« Lvsng.; Xbe-toricam LLLlestslticam live cis Xatione concionanäi ; Lxplics-tionem klslmi LXXXVI.; cls In V-miclaä stet IVlunäo ,

L bibl. <Ks.

* Eftepa , lat. Lttepa, eine kleine Spanische stadt in Anda-lusien , nahe an der grentze des Königreichs Granada auf einemberge, 6. oder 7. meilen von Eccia.

Esterhasi, eines der ältesten und mächtigsten geschlechterdurch gantz Ungarn. Man giebt vor, daß solches, gleichwie derHertzoge von Croy ihres, in »„verrückter ordnung von Adam bi»auf gegenwärtige zeiten könne hergeleitet werden. Esteras solldaraus um das jähr 969. gelebet, den Christlichen glauben undvornahmen Paulus angenommen, seinen vorigen nahmen aberanstatt des zunahmens behalten haben. Man machet ihn zu ei-nem söhn des Euri, eines Hunnischen Fürsten, und führt dessenUrsprung von Attila her, der von dem Nimrod abstammen soll*Um das jähr 1070. hat sich Ludovicus Esteras, der von dem Kö-nige Salomon in Ungarn zu seinem General gemacht worden,hervor gethan. Sein söhn, Michael Esteras, ahmte dem vatterin dem rühm der tapferkeit nach, und erhielt deswegen von demKönige Ladislao 8 °m<tto in Ungarn zu seinem wapen einen ge-crönten güldenen greif, der in der vördern rechten klaue einenblossen sabel hielte im blaue» selbe. Er hatte nebst einer tochterChristina 2. söhne, Franciscum und Andream. Der letztere da-von zeugete Sigismundum, so an. m2. das leben eingebüsstl,Labislaum und Matthiam. Ladislaus wurde ein vatter Ste-phan» dessen 2. söhne, Georgius und Franciscus, beyderseits dasgeschlecht fortgepflantzet, wiewol der letztere in seinem soh»iPaulo, so sich in den geistlichen stand begeben, und an. 1186. zuMAbt des Benedictiner-klosters zu unserer lieben Frauen auf demberge Mainant erwehlet worden, wiederum ausgestorben. Geor-gius aber, so an. nzg. des Königs Bela General worden, »»»wegen vielfältig erwiesener proben seiner tapferkeit den zunahmmen des kriegers bekommen, hinterließ einen söhn Ludovicum,der ein vatter Demetrii und Johannis worden. Der letztere da-von zeugete Petrum, dessen söhn Emeritus den König Andreamin dem zuge in das heilige land begleitet, und an. 1218. in derbe-lageruna der stadt Damiate das leben eingebüsset, Matthiamhinterlassend, welcher Emericum und Johannem gezeuget, da-von der erstere ein vatter Petri worden, so an. 1296. gestorben-Sein söhn Benedictus Esteras wurde an. 1 zro. zum Freyherr'von Galanta, sein söhn Andreas zum General, gleichwie st»enckel an. i; 86 . von dem Kayser Sigismundo zum Lgutts 3""raw gemacht. Er kam an. i; 96. vor Nicopolts um, Nicolam'hinterlassend, der Franciscum gezeuget. Dieses letztemStephanus, Freyherr von Galanta, war ein tapferer Held, unverlohr an. 1526. sein leben in der Macht bey Mohaz, AIdem Könige Ludovico II. vergeblich mißrathen hatte. S>e»söhn, Martinus Esterhasi, zeugte Benedictum und Stephan»»''unter welchen dieser in der Macht bey Kerest an. 1596. blieb, '!ner aber zeugte Franciscum, Ritter und Vice-Gespan der Mi»burgischen Gespanschafft, welcher Gabrielen» Danielen» PUlum und Nicolaum hinterlassen. Von dem ersten wardgang gezeuget, von dem andern Georgius Caspar, Thom^L-lgismundus, Michael, Ericus, Johannes und Daniel, umwelchen Sigismundus, Michael und Ericus verschiedene "M.hinterlassen. Der dritte söhn Francisci, Paulus, hat Few'fcum, Nicolaum und Alexandrum gezeuget; der viertemerckwürdigste wurde den 8. apr. an. i;8z. gebohren, er f»'Mden titul eines Grafen von Beregh, worzu er an. 1617. vonKayser Matthia gemacht worden. An. 1622. wurde er K.avMlicher Cammer-Herr, und ;. jähr hernach kslarinus desnigreichs Ungarn, und Ober-Gespan des Oedenburger-tats , auch endlich an. 1628. Ritter des göldenen Vliesses,er denn dem Kayser in der unruhe mit dem Bethlen Gabor' ^wohl zu statten kam. Er schlug an. 1624. die Türcken , »weben in die quartiere ziehen wollten, und bekam viele,Nachgehends trug er zur erwehlung des Kayserlichen a>»> ,Printzen, Ferdinand» zur Ungarischen Crone nicht wenigund starb an. 1644-, nachdem er von feiner andern gem,,»>e,Christin« Niari vvn Bedeg, Emerici Grafen von Turzo wm-Hein vatter verschiedener kinder worden. Unter den söhnen VAMStephanus, Graf von Beregh, mit Elisabeth, Grast»von Bethlenfalva vermählet, die ihm Ursulam, so eine gc>lin seines bruders Pauli, kslarini in Ungarn worden, »»dislaum , welcher sich in den geistlichen stand begeben, wren. Der andere söhn Nicolat, Ladislaus, wurde an.den Türcken erschlagen; der jüngst-gebohrne, Franciscus,Commendant zu Papa, und hinterließ Antonium, C, 7 ^alle»Lieutenant unter den Kayserlichen Husaren worden. ^brüdern aber ist zu mercken Paulus, des heiligen Rom A-Reichs Fürst Esterhasi von Galanta, Graf in Fracknoregh» Herr in Eisenstatt, Kayserlicher würcklicher W xesRath, kslstinus des Königreichs Ungarn, Ober-GE>Oedenburger-Comitats, General - Oberster des KomgUngarn, und Ritter des göldenen Vliesses. Er »Ä^steN-gebohren, und an. 1687. in den Reichs -