Band 
Dritter Theil. D - Ha.
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erhoben. An. is^. vermählte er fleh , wie bereits ge-M V mir Ursula, seines bruders tochter, und zeugte mit ihr, Ober-Gespan zu Oedenburg, Paulum , Stepha-num, Alexium, Franciscum Michaelem, Kayserlichen Cäm-und Oberst-Hofmeister des Königlichen Hofes in Un-8":"/ st steh an. 1694. mit Anna Margarethe äe Blandrate,es Grafen Dessana und Marquis von Rad in Piemont tvch-vermahlet, Gabrielen:, so Kayserlichcr Cammer - Herr,mir sr^nes regiments Husaren Oberster ist, und sich an. 1694./"-.Margaretha Christian«, Graf Ottonis Henrici von Aben-H^g und Traun tochter, vermahlet, und andere kinder mehr.AaHdelN aber die erste gemahlin des vorgedachten Pauli gestor-er sich an. 1682. des Grafen Stephani Töckely vonAwa tochter bey, welche ihm an. 168;. einen söhn, Iose-gebahr, welcher Kayserlichcr Cämmerer, Obersteruns per Szaladienser Gespanschafft Ober-Gespan worden, undW mit Maria Octavia, Freyin von Gtlleis, vermählt. Al-l^vweil die vorgedachte Tockelische tochter an. 1700. ihremge-mit gift vergeben wollen, wurde ihr das jähr daraufdasr,> - gesprochen, daß sie die zeit ihres lebenö in einem kloster

L" ^uln in Oesterreich gesanglich zubringen sollte. Er selbstMv an. 171;. den ii. mart. und succedirte ihm fein söhn GrafÄ'chael im Fürsten-stande und in der Oedenburgischen Gespan-'chafft. Ungarisch Türckische chronick; fpisiie-

>n psrr. polier. Imio/. n. k. Ludolphs schau-bühne;?7?^burg. remarq. sä an. 1701. <L 1704. Souverainenvon Europa, p. 8n.

> ^Lfterre, eine stadt und landschafft dieses nahmens, aufAr den Franzosen zuständigen insul St. Domingo in America,W einen fruchtbaren boden, und die einwohner daselbst sindvor cwilisirt. Lasar, voiLge 3 UX Isles kranqoisss äs I'Lmsri-' tom. II.

Estevay, stehe Eftavay.

Esthen, Esthland, lat. MKonia, eine provintz in Liefland,»eentzet gegen Mitternacht an den Finnländischen meer-busen,vegen mittag an das eigentliche Ltefland oder Letten, gegen^gen an das Hertzogthum Pleseow, und gegen abend an dieAaWsche see. Sie wird in sechs kreise eingetheilt, und be-Wst Wyhrland, Aüentacken, das Bißthum Dörpt, und dieMiethe Ierwen, Wycke und Harrten, wie auch die insuln/ Dagedoen, Moen, Warmsoe, Wrangoe, Kien, Wo-hMolm und andere mehr. Es ist dieses land fischreich, unds//"get,viel getreyde Herfür, so an weit entlegene örter wegengute verführet wird ; überdiß hat es einen Überfluß an ge-und gutem wildpret. WaS die Historie dieser landschafft«v/M, so ist jn selbiger, nachdem um das jähr 1190. einMönch von Segeberg, nahmens Meinard, die Christliche re-Mvn in Riga und den nahe gelegenen orten gevrediget, ein gu-1-^ gründ zu annehmung derselbigen auch in Esthen dadurch ge-worden. Im übrigen ist sie jederzeit ein sammel-platz derarischen, Dänischen, Schwedischen und Mosco.witischen§-"ren gewesen, so haben auch die Schwerdt - Bruder undendiiAb Ordens-Meistcr schwere kriege darinnen geführet, bisdie Schweden nach geschlossenem frieden mit"icau in Esthen meister blieben, worinnen sie aufs neue an.tz.o- >n dem Olivischen friedens - schlusse bekräfftiget wurden,va , gu. 1704. haben die Russen nach eroberung der stadt Nar-in Haupt-stadt Revel diese provintz eingenommen, undauf-, vor wenig jähren gemachten frieden hat sie ihnen müssenrg überlassen werden. skrcm. k. I. k. 7. Ls.

qz»" cbron. 8sx. k. I. äe reb. Dsu.

'"Attische chronick, üb. II. Liefländtsche geschichte.

cie Lep. kol. lib. I. c. 8- *

Akiasü^r., eine berühmte Jüdin und gemahlin des KönigsMg^verr m Persien. Sie war, wie einige dafür halten, desaa^ovchai bruders tochter, oder wie andere wollen, von ihmKleiner tochter aufgenommen, aus dem stamme Benjamin,te es ^>>ch auch unter den Jüdischen gefangenen befand , füg-Abaä^^tt durch eine sonderbare schtckung, daß sie des Königsdavn» ll^gemahlin wurde. Wer dieser Ahasverus gewesen,half, ' uuden sich unterschiedene meynungen, indem einige dafür' vaß es Darius, der Perser; andere, daß es Darmsandpv-' pudere, daß es Astyages; andere, daß es Cambyses;kerr^ i "aß es Lerxes; und wiederum andere, daß es Arta-*en gewesen sey; sehr viele wollen mit sonderba-

Han8-«"ven beweisen, daß Darius Hystaspis söhn darunter ver-leg ^„l,,verde. Welche diese letztere meynung behaupten, wol-Hana v-in- diese Esther bey den Griechischen scribenten Arty-^erris kl,/ g^ichwie Scaliger, der sie für eine gemahlin desde. glaubt, daß sie bey ihnen Amestris genennek wer-

svydei^I!?/ey, wie ihm wolle, so zeigte sich noch weiter einbey, erempel der Göttlichen Vorsorge an der Esther, in-Iüdiswp» ^esilbe das grosse unglück , so durch Haman dem^gestünde, nicht allein abgewendet, sonderngesturtzet wurde, und den verdienten lohn seinesdcn n^^M ' v)ie solches alles in dem buche, so vongehöre" ^ a ^'hret, mtt mehrern beschrieben ist. Dasselbeseligen von GOtt eingegebene bücher der

^a°NE,eslst aber noch nicht ausgemacht, ob es vond-w Ahojakim, oder selbst von

^chnunq ^ ""ewol die meisten der letztem

^Vvfern dieser Ahasverus, König Ar-"ljlor. ///. Theil.

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taxerres lsongimanus gewesen , so ist Esther um das jähr derWelt zar;. lt. L. 4^9- V- 0 . 29;. Olymp. LXXX 2. zu ihmhinein geführet worden. I. II. üb. XI. ->n-

tig. c. 6. ssn. 59. ; e?M III.

csn. 47. in klal. I. biK. essl. Üb. III. c. 2;.

SLtSLÜ. 4. ^0^. üb. IV. L. Ig. Hr/a/?A5,

in kütl. I. äs äcxllr. Lbrik. üb. II. c.z.

in tsripr. eccl.

v6lc. bibl. , encbir. bibl. 6ie.

Esthius , (Lubertu s) ein Aleäicus, war von Straßburggebürtig, allwo er den gründ zu erlernung der freyen künste ge-leget. Hierauf gieng er nach Basel, und hörte in der MedicinPlaterum, Bauhinum und Stupanum. Nach diesem besuch-te er verschiedene Akademien in Teutschland und Franckreich.Bey seiner zurückkunft übernahm er die voLor-würde, undpracticirte zu Creutznach. Nach verfliessung vier jähre wurde erzum Professor lVIeäicinse nach Heidelberg beruffen, da er ab-sonderlich die Anatomie und Botanic fleißig triebe, worauf eran. 1606. im sieben und dreißigsten jähre seines alters gestorben.

in rbesrr.

* L8 LKML8, war-eist volck in Vindelicien , welche die

Lrigsnciox und üicstiox zu Nachbarn hatten. Sie wohnten ge-gen demursprungdesJller-fluffeszwischen den Alpen, ohnge-fehr im heutigen Bißthum Augspurg in Schwaben an der gren-tze von Tyrol. Ihre Haupt-stadt war Osmpoclunum, oder dasheutige Kempten. IV. < 7 -Larrrtr , not. orb. snt. II. 7.

§. 9. will. Oerm l. c. x. 19.

* Estival, oder Estivay, lat. 8tivagium, eine Abtey Pra-monstratenser-ordens in Lothringen, in der vicLcex Tour andem fluß Meurte nebst einer stadt in der Laiüags von Mirccourtgelegen. ^/«rt,«rere.

* Estival, lat. Lliivsüum, Mivsle, Ltivals, eine Abteyin dem Französischen Hertzogthum Matne, Benedictiner-vr-dens, welche Radulphus von Beaumvnt, Vicomte ä« Lud«,und Herr von Montrever, ums jähr 1109. gestiftet. De/«

äslcript. äe Lrance, tom. V.

Eftius, (Wilhelmus) ein Probst zu St. Peter in Douayund Cantzler der Universität, war von Gorcum gebürtig. Inseinen jungen jähren studirte er zu Utrecht, und zu Löven lehrteer die Philosophie und Theologie mit grossem zulauf, nahmauch daselbst an. 1 ;8c>. den voüor-titul an. Einige zeit hieraufwurde er nach Douay beruffen, die aufsieht über das Semins-rlum zu haben, da er sichIann in solche Hochachtung setzte, daßman ihn zum Probst zu L-t.Peter und zum Cantzler der Universi-tät machte, in welcher würde er auch an. 161;. m dem 72. jähreseines alters starb. Man hat von ihm Lommentsrmm inomnes ksuü Lpissvlsx ; in üibr. Lentenkisrum ksrri Tombsräi ;Lnnotgtionex in xr-esipus 8L äissiciüom Rcriprurre Lass; IVlsrty.rium Lämunäl Lampisni; Uissorism ülurtyrum Oorcomien-üum, Ls. Er hat glich grossen antheil an der edition der werckedes heiligen Augustini, so die vEorex zu Löven ans licht ge-stehet , gehabt; wie er denn für seine person das gantze neuntevolumen durchgegangen. Zeig. in fsk. Lssäsm.

äe lcripr. ssec. XVII. IVtü. LelZ. , in

clencbo lcript. in sser. 8srixt. Lc.

Estnerberg, ist das gebürge auf der rechten feite des Rheins,gegen dem Rheinthal über gelegen, darinnen Eschens, Vadutz,und Feldkirch liegen. An. 1499. in dem Schwaben-kriege fielendie Schwaben und Oesterreich» in das Rheinthal, wurden abernicht nur von den Eydgenossen zurück getrieben , sondern diestsetzten bey dem dorfe Veysen über den Rhein, steckten solches inbrand , belagerten , eroberten und verbrannten Vadutz , zogenhernach auf Benderen, und legten diesen ausgeplünderten vrtin die asche, weil die muthwillige Schwäbische lands-knechledarum den Eydgenossen zur schwach ein kalb getaufet, und sol-ches Amman Rüde genennet hatten. 6«/^. Xüset. Üb. I. p. §.b. lib.X.p. 129. *

Estoile, (Claudius ä') Herr von Saußi, ein mitqliedder Französischen Academie, war aus einer alten familie zu Pa,ris gebürtig. Sein vatter bediente die stelle eines Gerichts-schreibers bey der Cantzley zu Paris, und sammelte verschiedeneUrkunden , aus welchen hernach einer von seinen freunden dasbuch verfertiget, so unter dem titul: sournal äs ss qui s'eltpasse fous Henri III. heraus gekommen. Sein söhn Claudiuslegte sich hauptsächlich auf die Humaniora und Poesie; wie erdenn sonderlich die regeln des rüsatri sehr wohl soll verstanden,auch gar gute verse verfertiget haben, beneben aber dieselbe sooft durchgangen und ausgebessert, daß er uns nur wenig stückeübrig gelassen, darunter vornemlich zwey comödien sind, 1abells Ll'slave, und Intrigue äes Liloux; er arbeitete an einerdritten, aber der zu geschwind erfolgende tod verhinderte derenausferrigung. Man findet auch einige andere seiner getlchte inverschiedenen collectionen Französischer verse, welche stlt fünfzigin sechzig jähren ausgegangen; er soll den gebrauch gehabt ha-ben, feine verse jewetlen seiner magd, die noch dazu Nicht allzu-viel geist gehabt, vorzulesen, sintemal er m der meynung ge-standen , kein vers sey für recht gut zu hasten , könne auch we-nig rühm dabey gesucht werden, wo nicht etwas darin« wäre,das auch ziemlich tummen und ungelehrten leuthen gefallenkönnte; Malherbe und Möllere haben aus eben dieser Ursacheein gleiches.gethan, und ihre magde einiger Massen zu ihren

G g; Musen