Band 
Dritter Theil. D - Ha.
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dev^^off von Noyon ernennet; allein da sein älterer bru-lii-L ^ ? diesem jähre vor Laon das leben eingebüsset hatte,de? das geistliche wesen fahren, und grenz an. 1597. zu fel-^ ^ ^ denn unter dem nahmen eines Marquis von Cveu-/^b dey vielen gelegenheiten besonders hervor that. Nachdems iv. an. iüio. meuchelmörderifcher weise umgekom-«ffss! - ^dyte er sich bey der Königlichen Mutter, Maria von, in gutes ansehen, und wurde an. 1614. an die Her-w Savoyen und Mantua geschickt / um die streitigkeitcn,er ^ unter einander hatten, beyzulegen. Von dar begablani> Venedig, und kehrte sodann wieder in sein vatter-An. 1621. muste er als Ambassador nach Rom gehen,qi^dst er nicht wenig dazu beytrug, daß Gregortus XV. den^.Wichen stuhl bestieg. An. 1624. schickte ihn der König alsnet>> .^deutlichen Ambassador zu den Eydgenossen, und ernen-N^.'dn zum General - Lieutenant über die armer, so in dasAUeun ruckte, welches land er in kurtzer zeit von der fremden->^Mng reinigte, und hierauf an. 1626. den Marschall - stabdi? s Ng. An. i6;c>. kam er dem Hertzoge von Mantua WiderT,,«' dserlichen zu hülffe; an. 16; 2. aber belagerte er die stadt, und nahm sie den 19. mertz mit accord ein. An. 16,6.arv er als ausserordentlicher Ambassador an den Päpstlichengesendet/ und befand sich daselbst noch an. 1641. An.hatte er die ehre, daß Ludovicus XIV. das ihm zugehö-Nem -Eduisat Coeuvres, unter dem nahmen Estrees, zu ei-dj'?.Hertzogthum und Pairie erhub, worauf er an. 1654. beya», Kvnigs crönung die stelle eines Connetable vertrat, undden 19. dec. als Pair seinen sitz in dem Parlementer r-i' Er starb endlich an. 1670. den 5. may zu Paris, dab.W alter auf 98. oder wie andre wollen, auf 102. jähr ge-hatte, und wurde zu Soissons in der kirche der Feutl-h.,, ' neben feiner andern gemahlin , beerdiget. Man hatstMl Memoirer äs la ckexeuce äs Marie äs Meäicis, einenfe der belagerung von Mantua, wie auch viele brie-

luw,- "lemoires von seinen hin und wieder gepflogenen hand-vnn u,, welche in dem mannscript zum theil in des Abtsd->. Wrces bibliotheck befindlich gewesen, zum theil noch in«er, . niglichen bibliotheck anzutreffen sind. , Kick.

äs l' k- 600. tom. VII. x. 470. Le , kikl. kick.

^ b rsnLe.

yx..Estrees, (Johannesvon) Herr von Valieuund Coeu-Baron von Dodenville in Boulonois, Großmeister vonvon n^rie, war ein söhn Antonii von Estrees III. Herrnneu, und Johannä, Frau von la Cauchie, die ihn an.AÄ'gebohren hatte. Er wurde bey der Königin Anna vonF>..wgrie als Page erzogen, und that hernach dem Königetai!! k ^o I- in dem krieg gute dienste. An. 1547. war er Capi-der garde Henrici II. welcher ihn an. 1990. zum Groß-von der artillerie, und an. 1996. zum Ritter des Kö-y^''wen ordens, wie auch zum Capitain von Folembray er-""e, worauf er an. 1558. Calais einnehmen half. An.ruM-^atigte ihn Francifcus in der bedienung eines Groß-derder artillerie, und ließ ihm die gemalt, alle beyr/ür x rie erledigte stellen zu besetzen. Carolus IX. that an.in gleichen, und machte ihn zum Lieutenant-dsneraldvll > Orleans, woselbst er in abwefenheit des PrintzenDrl?>V ^cheguyon, der Gouverneur von dem Hertzogthumwar, das völlige commando führte. Ob er nunhey hebe zu dem Könige von Navarra, und dem Prin-inera i §°ndö, die Reformirte lehre annahm, und dieselbean ask der Picardie auf dem schlösse zu Coeuvres, welches erdein H>Mbracht hatte, össentlich predigen ließ, so diente er dochknd g? in dem Hugenotten - kriege mit beständiger treue,vüs 'wrb an. 1571. , kick. gen. rom. IV. x. 599. tom.

erstk^dses, (Johannes, Graf von) Herr von Tourpes,von ron von Boulonois , Marfchall und Vice - AdmiralNanWrickreich, Wce - König von America, Gouverneur vonWar > und dem lande Nantois, Ritter der Königlichen orden ,andere söhn Francisci Hannibalis I., Hertzogs vongemäss Packs und Marschalls von Franckreich,von dessen erstersie,, Uw, Maria von Bethune. Er that an. 1644-seinen , er-lina/n ^g, und commandirte bey der belagerung von Grave-verw!.E>n regiment fuß - volck, wurde aber dabey an der HandNeg"adet, die jhrn davon lahm blieb. An. 1649. war er, Oamp bey dem regiment von Navarra, diente alsvlid . O-rmp bey dem angriff der brücke zu Charenton,der,, den belagerungen von la Bassee, Ppern und an-de>n «y^rnehmungen bey. An. 1654. commandirte er untervh„,ssIj 5 Mall von Hocquincourt, bey dem angriff der liniende im fni^^as, zwey bataillons von der ersten linie, und wur-den .,«^n jähre General-Lieutenant der Königlichen ar-ten , .'.ss^auf er die feinde, die sich in Avesnes werffen woll-tie„„p^^uete, bey der unglücklichen belagerung von Valen-Wuch- "v^r' uach tapferer gegenwehr, an. 1696. gefangenln dem 1667-wohnte er dem feldzug in Flandern bey, undder flott- enden zahre muste er, als General - Lieutenant vonw>g -u -s'wch America gehen, allwo er den Engelländern ge-^wirai^"en machte , und an. 1669. die charge eines Vice-sranckreich davon trug. An. 1670. nöthigte erl<nckts^auber von Algrer, Tunis und Säle, nachdem er sie'^bliche mal empfindlich geschlagen, um friede zu bit-

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ten. An. 1672. commandirte er eine estadre von ;o. grossenschiffen, mit welchen er zu der Englischen flotte stieß, und da-durch die Holländer zwang, daß sie sich nach ihren küsten umse-hen neusten. An. 167;. legte er in drey auf einander folgendentreffen, gleichwie an. 1674. in befchutzung der küsten und Ha-fen , nicht geringe ehre ein. An. 1676. nahm er den Hollän-dern die insul Cayenne in America mit dem degen in der faustweg, schlug ihren General Binck an. 1677. bey der insul Ta-bago, und bemächtigte sich nicht nur der vestung dieses nah-mens , sondern machte sich auch von der insul Goeree auf demLako veräe Meister. Nach diesem wurde er an. 1681. Mar-schall von Franckreich, an. 1686. Vice-König von America,an. 1688. Ritter des heiligen Geistes, an. 1691. Ritter St.Ludovici, und an. 1704. Gouverneur von Nantes, worauf eran. 1707. den 19. may zu Paris in dem 8z. jähre seines al-ters starb, und seine ruhe - stätte in Soissons fand. ,

Kick. Zsnsal. tom. IV. x. 60;. tom. VII. x. 621. 911. tom. IX.x. 226.

* Estrees, (Victor Maria, Hertzogvon) Pair und Mar»schall von Franckreich, Ritter der Königlichen orden, Grandvon Spanien von der ersten classe, Graf von Coeuvres, ersterBaron von Boulonois, Herr von Tourpes, Vice - König vonAmerica, läsuremmr - 6 eners 1 von Nantois rc. war des vor-Verstehenden Iohannis, Grafen von Estrees, ältester söhn vondessen gemahlin, Maria Margaretha Morin, die ihn an. 1660.den ;o. nov. gebohren. Er that an. 1678. zu lande unter demMarschall von Crequy, als Fähndrich bey dem regiment vonPicardie, feine ersten kriegs - dienste, wurde aber an. 1679.Capitain von einem schiffe, und hielt sich an. 1680. jn Ameri-ca , gleichwie die beyden folgenden jähre wider die Algierer, vorandern wohl. An. 1684. wohnte er der belagerung von Lu-xemburg bey, und bekam den 12. dec. die anwartung auf diestelle eines Vice - Admirals, die damals fein vatter bekleidete,wie auch den rang eines General - Lieutenants, wiewol mitdieser bedingung, daß er noch zwey jähr als Schiff- Capitain,und drey andere als LKes ck'LIcaäre dienen sollte. An. 168;.half er unter seinem vatter Tripoli, und an. 1688. Algier bom,dardiren, wurde auch in diesem jähr vor Philippsburg ver-wundet. An. 1689. diente er zur see als General - Lieutenant,und commandirte an. 1690. als Vice - Admiral, in der schlachtbey Bevesieres, wider die Holländer und Engelländer, woraufer in Engelland eine landung unternahm, und sodann nachTeutschland gieng , das ende des feldzugs mit abzuwarten.An. 1691. commandirte er en ekekdie schiffe und galeeren, wel-che zu erobernng von Nizza, Oneglia und Villasranca nicht we-nig beytrugen. An. 1692. segelte er mit der Königlichen flottevon Toulon nach Brest, belagerte an. 169;. zur see die stadtRoses in Catalonien, und hielt sich in dem folgenden jähre anden küsten dieser provintz auf. An. 1695. und 1696. beschützteer die ufer von Provence, an. 1697. aber half er mit der flottedie stadt Barcellona zur Übergabe zwingen. Im folgendenjähre befand er sich bey Cadix. An. 1701. gieng er nach Nea-polis, und wurde von Philippo V. nicht nur zum General-Lieutenant von seiner see - macht, sondern auch an. 170;. zumGrand von Spanien von der ersten classe ernennet. In ebendiesem jähre machte ihn Ludovicus XIV. zum Marschall vonFranckreich, worauf er an. 1704. in dem see - treffen bey Ma-laga alles that, was man nur von ihm verlangen konnte. An.1705. ward er mit dem Königlichen Ritter - orden beehret, undan. 1707. nach seines vatters tode zum Gouverneur von Nan-tes , zum Lieutenant - Lenersl von Nantois , und zum Vice-König von America ernennet. Zugleich nahm er den titul einesMarschalls von EstreeS an, indem er vorhero der Marschallvon Coeuvres geheißen. An. 171;. erwehlte ihn die Franzö-sische Academie an seines Vetters, des Cardinals von Estrees ,stelle zum mitgliede, die zu Soissons hingegen zu ihrem Ickote-«ckor. Unter Ludovici XV. Minderjährigkeit war er ein Mit-glied des Regierungs-Raths, wie auch Präsident von demevisseil äs Marine, erbte an. 172;. nach feines Vetters, Ludosvici Amandi, tode das Hertzogthum Estrees, und nahm an.1729. den 29. aug. als Pair feinen sitz in dem Parlement. An.i7Z2. legte er die würde eines Vice - Admirals von Franckreichnieder, und wurde an. 17;;. in das geheime Raths - undDepechen - LoUeZium aufgenommen. Endlich starb er an.i7?7. den 27. dec. als der letzte seines geschlechts. Seinegemahlin, mit deren er sich an. 1698. vermählet, war JuliaFelicitas, eine tochter Annä Julii , Hertzogs von Noailles.

kick. geneal. tom. IV. x. 604. tom. VII. p. 649. L912. tom. IX. x. 254.

Estremadura , lat. Lxtrsmaäura, wovon ein theil in derAlten Baturia und Tnrdetania begriffen, eine landschafft mSpanien, welche unter das Königreich Castilien gehört. Sieliegt an den äussersten land - grentzen Spaniens, und führetdahero auch den heutigen nahmen. Gegen abend stoßt sie anPortugall, gegen morgen an Castilien, gegen,Mitternacht anLeon, und gegen mittag an Andalusien. Dre langesollsich auf90. und die breite auf ;o. Spanische meilen erstrecken. Die vor-nehmste stadt darinnen ist Badajoz. Nebst dieser sind Merida,Alcantara, Placentia, Coria, Albuquerqne und andere. Ohn-geachtet aber das land mit pomerantzen - und citrvnen - desglei-chen öl - und feigen - bäumen wohl versehen ist, so wird es dochwegen der allzugrossen sommer - httze nicht gar sehr bewowit.