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schrieben. Er legte sich hauptsächlich auf die Untersuchung derkioster-hrstorie von Franckreich, weshalben er auch die vor-nehmsten provintzien dieses Königreichs durchreiset«, und dieauf dieser reise gesammlete Nachrichten , von dem Ursprung,stistern, Vorrechten der Abteyen und klöster, und was sonstenhierzu gehörig, in 45. bänden in fol. zusammen getragen,welche er alle innerhalb n. jähren mit eigener Hand abge-schrieben. Diese seine mehr als gemeine bemuhungen und Ver-dienste waren ursach, daß Etiennot an 1684. zum General-Procuratorn seines ordens an dem Päpstlichen Hof ernennetwurde; welche bedienung er auch, nebst der ihm von Innocen-rio XII. verliehenen Lllessura LonZre^ationis fupsr älfciplina^egularlum, bis an sein an. 1699. den 20. jun. zu Rom er-folgtes ende mit vielem rühm verwaltete, auch sich die gunstder vornehmsten an dem Päpstlichen Hos erwarb. Es istzwar unter seinem nahmen nichts in druck heraus gekommen ,jedoch haben sich Mabitlon, le Nourry, Dionysius Sammar-thanus, und andere der von »hm gemachten stnnmlungen mitnutzen bedienet. praskat. sä adl. 8an<ckor. <L snnal.
Len«äi<ck. xrrek. aä 6aU. Lbrist. L- Ne/, bibl.
8. Naur.
Etlmgen, lat. Oechllngs, eine kleine stadt, nicht weit vonDurlach gelegen, welchem Marggrafen sie auch zugehöret.Anfänglich mag sie ein dorf gewesen seyn, welches den Herrenvon Etlingen zugehöret. Nach der zeit aber ist sie zu einer stadtaufgerichtet worden, und hat dem Reiche unmittelbar zugestan-den , bis an. r2;4. Kayfer Friedrich II. selbige, nebst Durlach,den Marggrafen zu Baden geschenckt, welches Cruflus alsogiebt, daß nach heimfallung der Grafschafft Kreichgow an dasReich, Kayfer Friedrich II. Durlach und Hildesheim, wobeydann auch Etlingen muß gewesen seyn, an die Marggrafenüberlassen. Jrenicus setzet noch hinzu, daß die Marggrafenein recht durch Heurath schon zuvor darauf erlangt gehabt. Indem Spanischen sncceßions - kriege hatten die Teutschen, nach-dem die Stolhofische linie war verlohren gegangen, allhiereine andere linie gezogen, welche die Reichs-trouppen unterdem commando des Hertzogs von Würtemberg bedecken soll-ten , so aber den Franzosen ziemlich platz machen musten.Die linien wurden deswegen die Etlinger-linie genannt, weildaselbst wie auch zu Mühlberg die Teutschen ihr Haupt-quartierhatten. annal. 8uev. Üb. III. k. III. c. I. erstem,
äs orä. egu. p. 498- /re»re«,, Lerm.exeg. lib. II. x. ro.cle red. Laä. p. 28.
* Etric, siehe Edric.
* Etropius, oder Etrobius, (Foh.) hat gegen die mittedes Xvi. feeculi gelebet, und ein Diarium von Kaysers CaroliV. kriegs-expeditton in Africa geschrieben , welches CorneliusScepperus den andern dahin gehörigen Idriptorlbus , davoner zu Antwerpen an.1999. eine collectiv» heraus gegeben, einver-leibet« Es stehet auch in Schardii Icriptor. rer. 6erm. tvm. II.
Etsch , Adige, lat. Lrkelis, Ltsgis und Utrianub , so Nebstdem Po einer der grdsten flösse in Italien, welcher im bergeBraulio, an den Tyrolischen grentzen , entspringet, hieraufdas Tridentinische, Veronesische und Paduanische durchflicffet,bis er sich endlich bey Fossone, in dem Hertzogthum Venedig,in das Adriatische meer stürtzet. Er hat einen sehr schnellenlauf, und ist bereits in dem Tridentinischen ziemlich breit,fängt aber erst bey Verona an schiffbar zu werden. Von diesemfluß hat ein gewisser district in Tyrol den nahmen Etschlandbekommen, und erstreckt sich derselbe längst der Etsch hin an diestadt Botzen. lib. III. c. 19. L 16. lib. III.
Eneiä. äelcr. Ital.
* Ettenbach, ein kleiner fluß in dem Brißgau, welcher beyEttenheim vorbey fliestet, und sich unweit Cappel in den Rheinrrgeußt.
* Ettenheim , lat. Lttenbelmum, eine kleine stadt im Briß-gau , dem Bißthum Straßburg gehörig, welche Graf Echo oderOtto von Habspurg, ein söhn Etticonis, erbauet haben soll. Lu-ca Fursten-saal, p. 49. Nicht weit davon liegt die Benedicti-'uer-Abtey Etten-Münster, welche von dem 21. Bischoffe zuStraßburg Wiggero erbauet, und Mönchs-Zell genennet, abervon dem obgedachten Grafen Ethone dem 2;. Bischoffe zuStraßburg an. 714. erneuert , und nach ihm Ettenheims-Ethenen - oder Ethen - Münster, lat. Lrbonis Nonallerlum,genennet worden, ^n einem cbronico manufcripto wirdder ansang des klosters an. 700. und des städtleins an. ?;4.gesetzt. äs Lplto. c. 5. p. 99. Hansfeelzag. El-
saß , v. yi. feg. Es war das kloster schon in dem XI. üecu-1o in grossem ansehen, allem Otto , Freyherr von Hohen-Stauffen, war ein freund des Kaysers, und erlaubte demsel-ben , daß er die kloster-guther den soldalen einräumte. LucäFürsten-saal. An. 1607. ist solches zum andern mal in die Burs.Mische union getreten. Leuckftlds snrigg. Lursk. c.p- 76. , I. L. Lerman. issr. ?. II.
x. 22. zi. Was die stadt noch anlanget, so lst sie an. I6;7.rm aug. von den Schwedisch-Weimarischen emgenommen wor.den , und hat nachgehends viel in dem krreg ausstehen mus-st». HKNS I. s. itmsr. 6erm. contin. I. e. Z2.
?. 44 ;.
Ettersberg , Lytersberg , ein hoher berg in Thüringen,eme halbe meile von Weimar, worauf ein wald befindlich, da«rinnen viel 100.stück wild gehen. Er wird von den einwohnerndieser gegend der Wetterhahn genennet, weil sie sich sonnen-schein versprechen, wenn dessen spitze helle ist; hingegen windund regen befürchten, wenn sich um denselben einige wolckenzusammen ziehen. Das an. 1706. darauf erbauete schloß, liebstdem darzu gehörigen Amte, heißet Ettersburg. Q-L orat. äelauäe ViuariL. LVeZsrtt jetztfiorirendes Thüringen.
Ettighausen, siehe Brunnen.
* Ettmüller, (Michael) ein berühmter Neckicus, war zuLeipzig den 26. may an. 1644. gebohren. Nachdem er da-selbst und zu Wirtenberg der studien abgewartet, auch eine rei-st nach Italien, Franckreich, Hoü-und Engeüand gethan, wur-de er in seinem vatterlande Doüor, Lilessor der medicinischenFacultät, und endlich krofellor Lotamcen oräinariua , inglei«chen LK7MISL und Lnsromise extraoräinariu8. Er starb aberin seinen besten jähren den 9. mertz an. l 68 ;. nachdem ihmeine gewisse chymische operation unglücklich abgelösten, under daher in eine gefährliche kranckhett verfallen. Seine schrit-ten sind sowol besonders, als auch hernach von dessen söhn,Michael Ernst Ettmüller, zusammen heraus gegeben worden ;darunter sind : Inltitutionez AileäisL ; LoUegium Lk^micuiNL kkarmscsuticum ; cle xr-elcribsnäis kormuüs; Oissertstio-
nes Ls. Lc. Seine opem sind alle zusammen zu Neapolis1728. in fol. in V. wmis aufgeleget worden. Gedachter seinsöhn hat in einem brief »ä 8sbrLckium sein leben beschrieben'Stock. hist. der medicinischen gelehrth. §. 2;;.
* Ettmüller, (Michael Ernst) Neä. V06. Kayserl. Leib-ÜIeäicu8 Uild Lomeswar gebohren an. 167;. den 26. au«aust. Sein vatter war Michael Ettmüller, von dem der vor-hergehende artickul handelt, die mutter aber Margaretha Bo-sin; er war kaum zehen jähr alt, so starb sein vatter in dein,9. jähre seines alters. Ais er nun in dem Zittauischen undAltenburgischen Lymnsiio einen guten gründ im studiren ge-legt hatte, begab er sich an. 1692.'nach Wittenberg, trieb da-selbst die Philosophie mit grossem fleiß, und dtsputirte so darinunter dem prseststio Vegetl äs Naculis In 8ole vlss, hieramgierig er wieder nach Hause, wurde Nagitter, und legte Mauf die Medicin, bediente sich hierinnen der UnterweisungBohns, Langens, Ortlobs, Pauli, unter welchen berühmtenmännem er auch dergestalt zugenommen, daß er schon an. 169?,'den grsäum volckoris anzunehmen vor fähig erklärt wurde;zwey jähr brachte er nachgehends auf reisen zu, und nachdem erin Teutschland sowol als auch Engeüand und den Niederlandendie vornehmsten örter und merckwürdigsten fachen in augenfthemgenommen, wandte er sich wieder nach Hause, und wurde vondem Rath zu Leipzig zum Nsälso im Lazareth bestellt. M-1702. wurde er krokessor MeälclnL extr-iorälnrlrlll8, nachge-hends an. 1706. LnstomiX L Lkrrurgise extraorämsrius-
Endlich wurde ihm an. 1719. nach Bohns tvde die krofeM"
kb^üologiis oräinsri», und <M. 1724. die krofeülo
xise orämsria aufgetragen, nachdem er das jähr zuvor dasctorat verwaltet. Er wurde auch an. i?;o. zum viredroffder Levpoldinisch-Carolinischen Academie ernennet. Er 0^rathete an. 1712. eines Weissenfelsischen Rathsherrn, Petrr Tr--ckelii, hinterlassene wittwe, Magdalenam Sophiam, gebE«Rüdingerin, mit welcher er eine einzige tochter zeugete, die E.gar bald verstarb. Sein ende war den 29. stpt. 17;-.hat sich sonderlich damit um die gelehrte weit verdient s«macht, daß er alle schriften seines vatters accurat zusannmgetragen , und an. 1708. zu Franckfurt am Mayn in fol, E >aus gehen lassen. Seine eigene schriften anlangend, st "er viel zu den AllceU. Xsr. Lur. und den LateinischenTeutschen nciib Lruäitorum beygetragen, nächst welchen nafolgende zu mercken: cklllertstio äs ssadku 8enssrum exter ^rum; äs 8ingultu, an. 1697. die er lud xrLÜäio Bohnugrsäu vodkoris gehalten. Üillsrt. äs Varioli8, an.
Lorpore liumsno f^mxatketiso; welche zu Amsterdam (7 ^in 4. heraus kam. krogrsmm-l äs so, an Nsäicos äscese ^fe tsäarlo«? 1702. Orst. In guanwm Meälslna äici gconjs<ckurall8 ? krogramma an. 1719. äs Olligenti»tl8 continuanäa, L Oratio äs ^ltematmn Xoxis In ;na ; Illssertallo äs Nsälco msnäace, äs Xgroto wen»-äs Lssedlu Nusices in Homine ; äs Toimencis Lüinenäis; äs LircuIationL 8an8uini8 In kcetu; äsan klantL vLnenakN ante lapfum extlterlnt ? äs Vltns8omnum L Vlgillgs; äs VI§IIH8 InvoluntarliL; äs Diatur-
älea; äs vivinatlonibus Reäicis; Dpiüola probiern rn e ^Ovario novo - aäverfaria Unatoinico-ÄIsäico-LIürursio.
17;;. p. !4o. feg. , ^
* Ettrich, oder Ettrick, lat. Lttrlcus, ein kleinerder Schoktländrschen provintz Twedale, der ssch bey S>enden fluß Twede ergeußt.
Etwinus, siehe Etstnus. ^ zh-
Etzdorff, eine alte adeliche familie in Missen,rcn Ursprung in Thüringen genommen und in dem Am»senfels ihre sitze zu Reuden und^inwitz hat. Balcyai»^^ete um das jähr 1496. Hans Heinrich und Melchior, gev
zu Rohmen und Herschdorf, haben an. »i47. seievel,