Band 
Dritter Theil. D - Ha.
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Bald daraufbemächtigte er sich noch mehrerer Cyprischer stadte,zog sich aber hiedurch die Perser auf den hals, bey denen da-mals Artaxerxes lVlnemcm regierte, welche dann.thens aufdie bitte der Cyprier, theils auch, weil sie Evagora anwach-sende macht mit scheelen äugen ansahen , und sich bey so gutergelegenheit dieser ihnen treflich wohl gelegenen msul völlig zubemeistern wünschten, mit einer grossen armee m dieser in-sul anlandeten. Evagoras vergnügte sich anfangs, das strnrgezu schützen, hielte sich auch in Salamme, samt semem söhneProtagora , (welchen Diod. 8iculur fälschlich Pythagoram nen-net ) so tapfer, daß die Perser mit all ihrem volck nichts davorausrichten konnten, da er hingegen selbige kurtz zuvor nurmit ;o. mann erobert hatte. Em so guter fortgang frischte ihnan, weiterS um sich zu greiffen , wie er dann in kurtzer zeit fastdas gantze Cypern in feine gemalt brachte, hernach in Phöni-cien einfiele, das land verwüstete, Tyrum einnähme, Cilicienzum abfall von den Persern bewegte, und deren trouppenmehrmals grossen schaden zufügte. Die gröste kunst Evagoräwar, daß er von allen , die sich vor der Perser macht forchten,entweder öffentliche oder heimliche hülffe an sich zu ziehenwußte, als von Acori dem Egyptier, von verschiedenen Grie-chischen städten , ja so gar von Hecatamno, dem Könige inCarlen, der zwar selbst mit einigen hülfs-völckern im Persischenjager war, aber doch jenem unter der Hand mit geld beystun-de. Als sich der krieg bis ins zehende jähr verzogen, wurde end-lich ein friede geschlossen , darinnen Evagorä ein ziemlicherstrich landes in Cypern bliebe, nur daß er sich zu einigem tri-but verstehen muste. Sonstcn hat sich dieser Fürst der Athe-nienstr und übriger Griechen, da sie von den Lacedämoniernam härtesten bedränget worden, rühmlich angenommen, vor-nemlich Cononem , als der zu ihnen geflohen, wohl gehal-ten , auch endlich viel beygetragen , die Persische Gouver-neurs zu bewegen, daß sie sich ebenfalls der Spartaner machtwidersetzet; wie dann Evagoras zu diesem ende nicht nurden vernünftigen rath gegeben, sie zur see anzugreiffen, son-dern auch zu einem solchen krieg zu waffer den besten theilschiffe hergegeben. Vor seinem tode sahe er seine kinder, söh-ne und töchter in gutem flor, als Fürsten und Fürstinnen,stunde aller orten in ansehen, und hatte eine ziemliche macht, so-wol zu Wasser als zu lande, auf den deinen. Allein, mit demallem kam er unglücklich um das leben, Massen er von ei-nem verschnittenen, nahmens Nicocle, (wie ihn DiodoruSLiculus nennet) oder besser (nach des Theopompi bericht)Thasydäo, unversehens ermordet wurde, ä. N. ,610. L. 6.,74. v. e. ;8o. Olymp. LI.Worauf ihm sein söhn Nico-cles in dem Reich gesolget, nicht aber, wie Diodorus fer-ner meynet, der von ihm falsch also genannte mördcr undLunuokus. Dieser sein söhn ließ ihn sehr prächtig begraben,auch bey gegebener gelegenheit vielerley spiele mit tantzen, mu-siciren, fechten und wett-rennen, fowol mit Pferden als schif-fen , halten; wie dann auch der berühmte Atheniensische Red-ner Socrates seine zu lob des Evagorä gestellte fürtrefliche redein dieser feyerlichkeit gehalten hat. in prmeg. Lvsg. L in

bist. sä Xicociem. X'errspk. äs red. 6rLc. Ich. II.kolit. üb. V. c. 10 . T'z-eopsmp. spuä kboüum. Owcl. Nc.Ub. XIV. 6c XV. 0,---/: lib. II. c. i6. *

Evagoras II., ein söhn des vorigen, wurde von dem Kö-nig Artaxerpe Ocho nach Cypern , allwo er vorher regieret,geschickt, daselbst die rebellirenden Könige oder Herren über ei-ne grosse stadt zu demüthigen. Evagoras nun suchte zwar,mit hülffe der Perser, fein vatterliches Reich wieder zu erlan-gen , wie sie ihm dann auch zu diesem ende den AtyenienserPhocion mit einer ziemlichen macht zugaben. Aber, als es sichin die länge verzog, wurde Evagoras bey dem Könige verdäch-tig gemacht, daß er sich dadurch genöthiget fand, zu dem Kö-nige zu reisen, und sich zu entschuldigen. Es glückte ihm auchso weit, daß er eine grosse provintz in Asien zu gouvernirenüberkam. Weil er aber diese übel verwaltet hatte, entflöhe ernach Cypern, allwo er gefangen genommen und getödtet wor-den. bibl. lib. XVI. Sonst finden wir noch ei-

nm dritten Evagoram bey Diodoro 8icu1o , welchen dieser ge-schieht-schreiber zu einem Gouverneur der provintz Aria,unter Antigono, kurtz nach dem tode Alexandri IVI. machet,ihm auch das lob grosser klugheit und tapferkeit beyleget,üb. XIX. *

Evagoras, gebürtig von Lindus, ein Griechischer scri-bent, hat erne hlstone von dem Königreich Egypten , dasleben des Tunagents, und anderer mehr verfertiget. Manweiß nicht, zu welcher zelt er eigentlich gelebet. Suidas ge«dencket seiner, desgleichen thut auch Plinms von einem diesesnahmens Meldung , mewol er von diesem unterschieden ist.dVr*. üb. X.

Evagrius, ein Patriarch zu Constantinopel, welcher an.,7°. durch die rechtgläubigen nach dem tode Eudoxi, so derArianischen stete zugethan war, zu dieser wurde erwehlt wor-den. Der Kaystr Valens , welcher die rechtgläubigen ver-folgte, schickte ihn ins elend, darinnen er auch vermuthlichgestorben. Die Griechische und Lateinische Arche setzt seinentag unter die zahl der heiligen Märtyrer auf den s. mertz.

lib. VI. L. IZ. 14-

L.L.

Evagrius, ein Priester von Antiochia, lebte zu ende desIV. liLLuli. Er wurde von dem anhang des jüngst-verstorbe-nen Paulini wider Flavianum zum Bischofs von Antiochraan. ,88. erwehlet, lebte aber darauf nicht lang. Er stund ingrosser Vertraulichkeit mit Hieronymo, und hat das leben An-ton« , sv Athanasius beschrieben, aus dem Griechischen ins La-teinische übersetzt. Es befindet sich zwar noch heut zu tage eineVersion von dem leben des Antonii unter des Athanasir wercken;ob aber solche ihren Ursprung von Evagrio haben mag, wolleneinige in Zweifel ziehen, estsl. c. 128. 6c exilk. 6.

6cc. exiü. 78- lil). V. c. 2,. lib. V.

e. 15. Vssome». lib. VII. c. 15. g. L. ,72. ,89.

Evagrius, Lontieus und üyperborits , von seinem ge^burts-orte ohnweit des kcmti Luxini, zugenannt, war einMönch, und lebte zu ende des IV. Lculi. St. Basiiius ver-ordnete ihn zum Leckor der gemeine zu Cäsarea, und GregorittSXyllenus trug ihm nach dessen tode das Diaconat auf. VonGregorio XsrisnTeno, dessen unterrichrung in der heil. Schrisser genossen, wurde er zum Lrcbiäisccmo der Constantinopoli-tanisthen kirche gemacht. Allein er blieb kaum ein jähr da-selbst , als er wegen seiner schönen gestalt und netten aufführungin kleidern, einem vornehmen Herrn verdächtig wurde, alswenn er mit seiner frau in verbotener Vertraulichkeit lebte,da er dann dessen raachgier zu entfliehen, von einem enge»im träume soll ermähnet worden seyn. Hierauf nun kam ernach Jerusalem, und erwehlte, auf einrathen der Melamavon Rom, die ihn in ihr Haus genommen, das kloster-le-ben, welches er in Egypten bey 15. jähr geführet, undim-mtttelst den beyden Ülscsrüs, st die Verbesserung und hem-gung des lebens trieben , eifrigst angehangen. Nach dieserzeit versuchte zwar Theophilus Llexsmlrinus, ihn zu anrieh-mung eines Bißthums zu bereden, allein er schlug solches ab.Im übrigen hielt er sich zu des Origenis partey, weswegener auch von Hieronymo zum öftern widerleget wird.welcher zeit er eigentlich gestorben, kan man nicht sagen,doch ist dieses gewiß , daß er sein leben auf ein Hohes al-ter gebracht. Man hat von ihm verschiedene schritten:als Orsticmes live krece« centum; Onoltics kroblewaMlexcerUs ; Lpistolam sä IVlelrmism ; I-ibrum centum 8ementisr-in ünscboretsrnm ulum sivs LIememsrium libr. II. sltsruM

nä lVIonscbos in Lcenobüs äegente« , sä Virgines Oeo stLrs-tss slterum ; Alonscbmn live äs Vits scitivs, OnosticuMlive äe lis, gui cognitiom's munsrs äonsti (unt ; üntirib^ticum säverlus tentances Osemones ; Lc. bist. I-bU'

liscn. , Spill, sä Ltelip. prsek. säv. kelsg. ep. 60-

äe viri8 illustr. e. 11. , lib. IV. c. i8>

, lib. VI. c. ;o. 40. Ka/o». ü. L. ,88- n. 10;. '

stistor. liter. O« Lc.

Evagrius , ein Griechischer strrbente im VI. Lculo, warum das iahr z,o. berühmt, und ist von dem Evagrio kA'tico unterschieden. Man weiß weiter nichts von ihm, außerdaß er ein buch geschrieben unter dem titul: ülterestio 8imom»^uä-ei 6c Ikeoplnli Llirillisni, davon Gennadius schreibet»daß es zu seiner zeit allen bekannt gewesen; heutiges tage»aber ist es nicht mehr vorhanden. leript. ecel. c. 5"-

lib. I. äs lum. eccl. c. 49. -

bibl. esc!.

Evagrius 8ebolssticu8 , ein berühmter kirche» - scribeßim VI. üesulo, wurde zu Epiphania, einer stadt in Sprich»an. ;;6. oder ;,7. gebohren. In seiner rügend wurde erder Grammatic, Rhetoric, und andern wissenschafften wovunterrichtet, und gab endlich einen Advocatcn zu Antioai)

in solchem ansehen, daß, da er an.zum andern mal verheurathete, die stadt deswegen offenr»»"^spiele anstellete. Der Kayser Tiderius machte ihn zum ^re und Mauritius zu einem kiLkeÄo. An. 589. begleite^.,den Patriarchen Gregorium nach Constantinopel, dahin oe»'bige, wegen beschuloigung vieler übelthaten, citiret wor»Die zeit seinestodesist ungewiß. Man hat von ihm ll-»-lisK. lib. VI. darinnen er die kirchen-historie von an.,4lchfängt, und bis auf das 12. jähr des Kaystrs Mauritil oocc 'an. ^94. continuiret. Seine übrige schritten sind nicht >'vorhanden. , coä. 29. , tom. I. oblsrv. ^

s. ,8- äe Icript. eccl. snnsl.

6r-ee. lib. II. c. 2;. v« 6cc.

Evander , soll, nach einiger meynung, König in AE^gewesen seyn, und wird wegen feiner beredtfamkeit vor w»"söhn gehalten. Er reisele L. IVl. 2740. L. 0. 1244- w>» ,F,mutter Carmenta, einer Weissagerin, in Italien. Dtwelcher damals der Lbmiginum König war, nahm w-freundlich auf, i,nd gab ihm eine weitläuftige landicysnwelche er unter seine geführten theilete; darauf baneicstadt auf dem berge Palatino , die er Pallanthum nennerc^j,dem nahmen seines groß-vatters, und richtete daseim»dem gott der Arcadier, zu ehren eine statue auj. „nvder erste, welcher die Lateiner den gebrauch der buchn"den acker-bau lehrte. äs oriZin. «ent.

Fr». lib. XI.III.