Band 
Dritter Theil. D - Ha.
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eva

' war ein fest, welches die einwohner dertemn!, x A elnem Hirten zu ehren hielten. Denn als sie dena,H «e Diana bauen wollten, und den marmvr darzn mitte»^-wert her verschrieben hatten, zeigte ihnen einhir-Pirodorus, daß sie denselben auf ihrem gründielka -.en graben könnten. Er hatte solche marmor-steineals a-'^fchr entdecket; indem eine geiß von seiner heerde,len we andere gerennet, und mit dem Horn flössen wol-a-wt! .EYberenausweichung einen felsen getroffen, so, daß einden stuck davon abgefallen. Dieserwegen bekam er

das LvsnZsIusund hatte nach seinem tobe die ehre,rnaV^x E monate geopfert, und zu dem orte, wo er denk>ies 2 !?r. gefunden, eine proceßion angestellet wurde. Sonsttev^e M dasjenige außerordentliche fest also, welches ge-k y wurde, wenn man eine angenehme post erhalten hat-^ dvenn pflegten sie zu opfern , und ihren freunden et-iu schicken. üb. X. c. 7. in äges.

l- c. 15. ^i?«. rer. Ör-ec. üb. I. in Lreox., lirst. lib. II. Orsec. serists.

cie 5 ett. 6rX--.*

hrissen in der kirche diejenigen texte,wan an sonn-und fest-tagen erkläret. Sie sind nachbip», aufgekommen, und jederzeit in besonderer ehrer-,-Uag gehalten worden, wie man sie denn in ansehnlichengar sauber und kostbar abgeschrieben, mit einem schö-and und edelgesteinen gezieret, und manchmal in einemKlaren kästlein verwahret hat. Wenn der Diaconus dasEvangelium verlesen sollte , so führte man ihn in proceßionvnv "Ä / und trug ihm wachs-kertzen nebst einem creutzei??' Wenn es verlesen wurde, stund das volck auf, und, aus ehrerbietigkeit den stock von sich; die Polen aber« gen mittlerweile ihre säbel, und hielten sie blos in den hän-anzuzeigen, daß sie bereit wären, das Evangelium mitI-a? 'Hwerdt zu verfechten. Wenn einer schwören muste, soau^k ^ hie finger auf das Evangelium. Man brauchte esin wrewol aus aberglauben, daraus zu sehen, ob mandie Verrichtungen glücklich seyn werde, und geschahedann"' haß man das buch ohngefehr aufschlüge, und so-tun« hm Worten, die zum Vorschein kamen, eine deu«

ü»>.x hie vorgehabte fache machte. Wenn ein feuer ent«

W/sso trug man es dahin,

^ cte cult. LvsngeÜor.

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und fieng an zu bäten, rc.//amnrencH. äs ulu coäicis

hj/XEOkUäkNM, oder LVäX6LüI8VMIDiVl,Man her alten und Griechischen kirche das buch, darein6r-ec ^ Evangelien geschrieben hatte. O« glols.

M^Evangelus, ein reicher Tarentiner, welcher einen preisweil " Mythischen spielen davon zu tragen wünschete, unddie-han>>. "tcht krafft genug hatte, in den rennspielen und bey dend-,"b-Md Waffen - gefechten etwas zu hoffen, so wollte er inAn? Ä, wagen. Er kam demnach aufDelphos, durchschg, Wmeichler darzu angetrieben , und zeigte sich in demvon m einem güldenen rock und einem lorbeer-krantz, ba-ren von dichtem und gediegenem gold verfertigt wa-

stineWuchten aber aus grossen schmaragden bestunden;tvelä,-war auch mit gold und edelgesteinen, und figuren,str vv^Äouinem und Orpheum vorstellcten, ausgezieret; die-Urm "HM aufzug zöge die äugen aller zuschaun auf ihn,>vok,i ""chte zederman hoffen, daß man wunder von diesem solMaea Werten mann hören wurde. Da er aber anfieng zuals 'und seine leyer zu schlagen , hörte man nichtsiM,elende falsche stimme, die noch über das nicht mit demharmonirte , welches er über diß so ungeschicktten M er auf einmal, fast ehe er anfieng , drey säi-he,,ff,k M ; dieses machte das gantze volck lachen , anstattbackk- ' wie sie zuvor gehoffet hatten, zu bewlindern, undman stmer genug gespottet, wurde er endlich vonchtb?» "hMen des schauspiels, als ein unwürdiger mittvtk x^hvn dem tksatro gestäupet. Also zog er gantz scham-unsel,-« "vh reizte, daß das gold, ob es schon die, so esvon verblenden kan , dennoch, wann sie keinen genuß da,th^oaven, wenig würckuna für die b

wenig würckung für die Hochachtung eines reichen

, (Cornelius) ein betrüger, der sich um das rahrMaan-^vhrend der bürgerlichen unruhe in Engelland bekanntEr war von Marseille gebürtig, und daselbst von ei-hem aus der provintz Wallis gezeuget. .Well er

fM- Printzen Königs Caroli I. in etwas gleich sahe,

Redete entschluß, sich für denselben auszugeben, und be-legen gemeine volck in Engelland, daß er Franckrelch des-Ziff binäNEu hatte, weil ihn die Königin ferne mutter mitM eine» wollen. Den i;. may gedachten jahrs kam er

^ests zu Sandwich , da ihm der Bürgermeister

»l das a)...^x ersinnlrche ehren-bezeugungen erwiese, und ihnvttn dlei-^ a x^ Eapltains Forstat, eines von den Alderman-gemgß k^Wh^( führte, woselbst er seinem vermeynten ständeals ex *Het wurde. Des folgenden sonntags ließ er sich,her leib-mn^che Meng, das blosse schwerdt vortragen /.und vonm-wache mit blossem Haupt begleiten. Das gerächte vonWstsr. Lm/E ///. Theil.

eva eub z6;

ferner gegenwart war kaum ausgekommen, als sich so bald einemenge adelicher Personen von beyderley geschlecht zum Hand-küsse einfanden , und ihm mit kostbaren geschencken aufwarte-ten. Er spielte seine perfon gantzer 8. tage glücklich, bis end-lich der Ritter Dishinton , welchen der rechte Printz vonWallis kurtz zuvor aus Franckreich nach Engelland gesandthatte, bey seiner durchreist;» Donvre mit Verwunderung er-fuhr , daß sich der Printz zu Sandwich aufhielte. Er begabsich deswegen ungejaumet dahin , und da er aus der mit demvermeynten Printzen gepflogenen Unterredung den betrug satt-sam mercken konnte, fuhr er denselben mit derben schelt-worten an. Unterdessen breitete sich das geschrey vvn die-ser fach immer weiter aus , und wurde beschlossen den be-trüger bey dem köpf zu nehmen. Er retirirte sich zwar aufdie insul Thanet, wurde aber daselbst betreten, und anfangsnach Canterbury, von dar aber nach Londen in Newgate ge-bracht; aus welchem gefängnis er dennoch mitte! bekommenzu entfliehen. Kilt. äes troubles äs 1» 6r. Lre-

tsgne.

* Evanthes, der nähme drey gelehrter männer; der erstewar von Mileto, von welchem Diogenes Laertius in dem le-ben des Weisen Thaletis Meldung thut; der zweyte war vonSamos gebürtig, und Plutarchus gedencket desselben in sei-nem 8o1one. Des dritten vatter - stadt ist Cyzicus gewesen,wie zum theil aus St. Hieronymo in seinem zweyten buch con-tra sovini-mum zu ersthen ist. Endlich gedencket noch Pli-nius eines vierten Evanthis in seiner Klitoris nstursli üb.VIII. c. 22.

Evaricus , Eurtcus, oder Ertcus, ein König der Go.then in Spanien, war Theodorici I. söhn, und Theodorici II.bruper, welchen letzter» er todten lassen , um ihm in der re-gierung zu folgen. Er verwüstete gantz Portugal!, perheertegantz Ober - L-panien und Navarra, und bekam das meistedavon, sonderlich Pampelonne und Saragossa, in seine ge.walt, nahm auch in Gallien Arles und Marseille weg, giengdarauf in Auvergne, belagerte Clermont, schlug auch denKaystr Anthemium, ohngeachtet Reothinus, der König inBritannien, auf desselben feite war, und setzte gantz Auvergne,Berry, Touraine und Provence, in das groste verderben,starb endlich zu Arles um das jähr 484. oder 48;. seinen söhnAlaricum zum Reichs - Nachfolger hinter sich lassend.

äs reb. 6et. <L /äa/r«,, in cbron. K/io«.

/i«ar. üb. VII. ex. 6. üb. VIII. c. 9. Üb. II.

c. 2;. *

Evarrsius, von geburt ein Grieche, und eines Juden sobn.war der fünfte Papst nach St. Petro, succedirte Anacleto anno. unter des Kaysers Adriani regierung, und wurde zu dessel-ben zeit, wegen Vertheidigung des glaübens, zum Märtyrer-tode gebracht, nachdem er y. jähr und;. monate aufdem Päpst-lichen stuhl gejessen. Lxixöa». bser. 27. Ir-e«. üb. III. e. r.

ep. 16;.

Evax, ein König in Arabien, der sich in der Medicingrosse wtjstnschafft zuwege gebracht, und in dem I. LLulo gele-bet. Er schrieb einen tractat von den Ampücibus, und dedrcir-1e ihn dem Kaystr Neroni. Man sagt auch, daß er dem Kay.str Tiberro em werck von der krafft der edelgesteine zuge-schrieben. üb. XXV. c. 8- äs kbil. c. 12.

§- S-

LOLÜM8, oder, nach den ältesten manustripten jbwol al-dem ausspruch der Griechen,besser LVHL6L8, waren neben denDruiden und Barden eine art Priester bey den alten Galliern, sokünftige dinge vorher verkündigen wollten. Sie legten sichhauptjächlich auf die erforschung der natürlichen dinge underkänntnis der gestirne. , üb. IV.üb. XV. , msm. äss Osnl. liv. I. c. 16. *

^uboea, eine insul bey Livadia, siehe Negroponte.*^uböa , eine alte stadt in Sicilien , deren eigentliche lägeman banden Alten nicht angezeiget findet, doch wollen emtge,^s ä^im thal äi Noto an dem Sicilramschen meer gelegen.

, p. -X S«°» W s«-b°ni» «-» IM

a- nff.a- VI. p. 418. , not. orb. snt. II.

? 'Nach'dieser^muthmaffung soll also heut zu tagedaselbst die vestung Castellazjiv stehen. s'aseF«,, äelcr.8icil-

Euboicus, (Nicolaus) ein gelehrter mann, welcher dieGriechische und Lateinische spräche verstanden, und in dem XV.sseculo gelebet. Er scheinet aus der insul Euboea oder Ne-groponte gebürtig zu seyn, auch daher den nahmen zu haben.Er war mit auf dem Lonciüo zu Florentz, als Lpilcopus 8s-8UNÜNU8, wie er sich selbst nennet , (welches von Sagona in derinsul Corsica verstanden werden muß,) und erwarb sich daselbstgrossen rühm. Er hat eine genealogie von den Turcken hinter,lassen, die aber nur in etlichen blättern bestehet, und am endedie form eines briefs hat, datirt aus Napolk vorn so. ml. an.1476. Das Latein ist ziemlich, schlecht, und der auszug dergenealogie oder Historie der Turckrschen Kaystr hat auch garnichts befonders; sie findet sich in collsLone lcripdorum ?ur.cicorum , welche Herold an. zu Basel ausgegeben. H>»»-äa». snnsl. * , .

Hy; Eub.