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Franckreich, um desto eher von ihm hukffe wider Carolum Mar-tellum zu erhalten, ihn für souverain erklärte. Eudo sammletehierauf seine trouppen, und stieß mit zu den Königlichen, al-lein Carolus Martellus erhielte dennoch an. 719. den sieg. Alsnun der König sich hierauf nach Aquitanien zu Eudone retirirte,wollte ihn Carolus Martellus von diesem letztem durch seineGesandten einige zeit hernach ausgeliefert haben; allein er ver-stattete solches nicht , als unter Versprechung, daß der Königseinem stände gemäß sollte tractiret werden. Zwey jähr hernacherwies er wider die Saracenen vor Toulouse grosse tapferkeit.Inzwischen begab sichs , daß sich Munuza, der SaracenenGeneral, in des Eudonis tochter, wegen chrer schönheit, ver-liebte , und nichts unterließ , wodurch er selbige erhalten konn-te. Weil nun Eudo gern sahe, daß die Saracenen in inner-liche unruhe möchten verwickelt werden, so versprach er ihmselbige, unter dem bedinge, wenn er sich wider die Sarace-nen aufwiegeln würde. Gleichwie nun dieser solches so gleichins werck gestellet; also fiel Eudo in Neustrien ein, waren aberbeyde so unglücklich, daß Eudo von Carola Martello überwun-den ward, Munuza aber gar umkam. Der Saracenen KönigAbderamus that darauf in Aquitanien einen einfall, wider wel-chen Eudo, so Caroli Martelli hülfs-völcker, um welche erbey ihm angehalten, nicht erwarten wollte, abermals un-glücklich föchte. Allein, nachdem er seine zerstreuete armeewiederum zusammen gebracht, und sich mit Caroli Martellisuccurs conjungiret, ließ er sich an. ?zr. in ein neues treffenein, darinnen Abderamus das leben verlohr. Gleichwol konn-te er sich nicht enthalten, aufs neue in Neustrien einzufallen;allein, nachdem er gehöret, wie Carolus Martellus immit-telst so grausam in Aquitanien verfuhr, starb er an. 7;;.von bekummernis. Sein söhn und Nachfolger war Hunal-
dus. OeZa»'- IN sppenä. L. lo6. 107.
üb. V. L. 16. Kilt. sranc. origine lies ssrzn-
gcü» tom. II. x. 226. 2;;. memoir. äe l'tült. äu ksngue-
äoc p. 524- , ckrvn. äe Kranes. LÄr-^eEr, Kilt. cls
France.
Eudo , der jüngste söhn Rvberti Königs in Franckreich,war als ein appanagirter Printz mit seinem stände nicht zufrie-den , sondern ließ sich wider seinen bruder, König Henricum I.an. io;7. zu einer redeüion verleiten, ward aber in einer ve-stung von demselben eingeschlossen, und nach Orleans gefan-gen gesetzt. Nach einiger zeit ließ ihn Henricus I. wieder kos,und setzte ein solches vertrauen auf ihn, daß er einen theil derarmee seinem commando übergab, als er wider den Hertzogvon der Normandie Wilhelmum an. i-,?4. zu felde zog; Eu-do aber hatte das Unglück, daß er damals die schlacht verlohr.
sp. ck« lom. IV. He/l«sx. cunä. Siehe Henricus I. König in Franck-reich.
Eudo I. Hertzog von Burgund, war der jüngste bruder Hu-gonis I. welcher ihm an. 1078. das Hertzogthum Burgund ab-getreten. Von ihm hat die Abtey zu Citeaux ihren Ursprung.Er that hierauf an. noz. eine reise in das gelobte land, undstarb 2. jähr hernach in Cilicien. Er hinterließ von seiner gemah-lin Mathildis, Graf Wilhelmi II. in Burgund tochter, nebstverschiedenen andern kindern, Hugonem II. Hertzog in Bur-gund. Von Eudone II. ist nichts merckwürdiges zu erinnern./)« , Kilt. äs Lourg.
* Eudo III. Hertzog von Burgund, war der älteste söhn Hu-
aonis III. Hertzogs von Burgund, von dessen erster gemahnn,Adelheid von Lothringen. Er bestätigte an. n-z. der AbteySt. Benigne zu Dijon alle diejenige freyheiten , die derselbensein vatter verliehen hatte. An. 1209. ließ er sich zu demkriege wider die Albigenser mit dem creutze bezeichnen, und be-gleitete an. 1214. den König Philippum Augustum indiePi-cardie, da er in der schlacht bey Äouvines die avant-gardeführte, und weil er sehr dicke und schwerfällig war, in grossegesahr kam, als ihm das pferd unter dem leibe getödtet wor-den. Er hat das Hospital zum H. Geiste in der Vorstadt zuDijon gestiftet, und fein leben an. 1213. den 6 . jul. ru Lyonbeschlossen , als er im begriff war, nach dem gelobten lande zuziehen, worauf man ihn zu Citeaux beerdiget. Er hatte sich mitTheresia von Portugal!, Königs Alphonsi I. tochter, vermählet,aber wegen naher verwandtschafft, sich an. 1195. wieder vonihr geschieden, , diü. tom. I. x. 542.
* Eudo IV. Hertzog und Pfaltzgraf von Burgund, Graf
von Artois, Aussone und Chalons, Herr von Salms, Titu-lar-König von Thessalonich , war der dritte söhn Roberti II.Hertzogs von Burgund, den derselbe mit Agnete, Königs Lu-dovici IX. tochter, gezeuget hatte. Er folgte seinem bruder Hu-goni V. in der regrerung, und hatte mit den beyden Königenvon Franckreich, Phiüppo V. und Carolo IV. viel Verdrießlich-keit; bey Philipps VI. aber stund er m grossem ansehen, undföchte vor denselben an. i;28. den 22. aug. in der schlacht beyMomcassel, warf sich hernach m St. Omer, welches dieEngelländer zu belagern droheten, und schlug Robertum III.von Artois davor weg. Er that auch noch an. ^46. inGuienne und Flandern kriegs - dienste, stiftete die Carthauszu Beaune in Burgund, und starb an. - 149 - zu Sens, wor-auf man ihn zu Citeaux beerdigte. , tust. genes!, ton,.
I.x. 548-
Eudo I. Graf von Blois, Chartres, Tours, rc. welcher rnder Historie wegen seiner tapferkeit und gottesfurcht berühmtist, starb an. 99;. und hatte zu seinem Nachfolger EudonemII. Grafen von Blois, welcher auch Hertzog von Champagnegenennet wird , und mit dem Hertzoge der Normandie Ri-chard» II. wegen der stadt Dreux, die er demselben nicht restl-tuiren wollte, und wegen des schlosses Thilleres, so er wolltedemoliret haben, in streit war; auch nachmals dem GrAfen von Corbeil Burcardo Melun wegnahm, aber dadurcyden König in Franckreich Robertum wider sich erregte, welchernebst den Normännern ihm Melun wieder entrissen. Als aberder Hertzog der Normandie die Dänen wegen diestr fache zuhülffe rüste, vermittelte Robertus einen frieden zwischen bey-den theilen , mit diesen conditionen, daß Melun Burcardowieder gegeben ward, Dreux der Graf von Chartres, und Thil-leres , nebst dem tsrriwrio um Dreux der Hertzog der Norman-die behielt. Nach Rudolphi des faulen tode machte Eudo U-prätenffon aus das Königreich Burgundien wider den Kayss'Conrabum 8 sliLum, weil er Rudolphi schwester Berthä sov"war, wurde aber von dem Kayser wieder daraus vertrieben,und hernach in einer schlacht bey Bar von Gozzelin, dem Her-tzoge vonMeder-Lothringen, an. 10; 7. im 55. jähre seines al-ters getödtet. Lbron. sä s. 999. bemmeere. lib.''
L. n. Mr-Ps, äs Lonrsä. 8 s 1 . sä an. io;2. leg.
Lor. sä ä. s.
* LsIV 08 L 8 , ein altes volck, so weyland in Vor-PommeNtheils an der küste, theils an einer insul des Balthischen meer»in der gegend von Stralsund gewohnt, von welchem abernichts mehr als der nähme übrig ist, wiewol auch dieser andem ort ihrer Wohnung untergegangen. Tacitus äs mor. 6er-msnorum 40. zehlet sie unter die 7. Schwäbischen völcker ander Ost-see. Die übrigen heissen Iteuäigni, Lviones, Lag» 'Vsrini , Lusräones, Xuitkones , worunter die llngli die be-rühmtesten sind. , 6erm. sntig. III. 27. ^
rer. krsne. I. ;. Janckers anleitung zur mittlern Geograph'II. l. x. 90. not. orb. ant. II. §. Lo.
Pömmerl.
LllOOXI^, war der nähme, welchen die Poeten einervon den?. U^säibus beylegten. Siehe UVLM8.
Eudoxia, eine gemahlin KayserS Theodosii des jüngertt,und tochter Heracliti, eines Atheniensischen kbilolbvbi, vor»wie andere wollen, Leontii, eines Sophisten , welche vorherden nahmen Athenais geführet. Sie war von schöner S-statt, gelehrt und beredt, welches alles ihr zu besteigung 0^höchsten würde den weg gebahnet. Weil sie aber eine HUdin war, wurde sie getauft, und ihr der nähme Eudoxra s-geben. Sie lebte mit ihrem gemahl und dessen schwester P"cheria, welcher sie ihr hohes glück meistens zu dancken UUlange zeit in gutem Verständnis, bis endlich solches desfers favorite, Chrysaphius Lunuclnis, durch seine verieundüng gestöret. Hierauf begab sie sich in das gelobte »an^,verfiel aber in die Eutychianische ketzerey. Doch hat sie ^hiervon wiederum bekehret, und ist, nachdem sie n. >ayr»Jerusalem zugebracht, an. 460. im 67. jähre ihres altersben. Sie hat von der Römer sieg wider die Perser, lwUgemahl zu ehren, ein helden-getichte verfertiget. Man eig'ihr auch zu einen Lenwnem von Christo unserm mwiewol andere ihn von der Proba Falconia geschriebenseyn vorgeben. Zonaras leget ihr auch bey die Vollendung^Lentonum keroicorum, welche ein kstricius angefangen hn. ^Sie hat in Griechischen helden-versen Netspkrsstn Octsrev^wie auch der Propheten Zachariä und Danielis; ferner r-. ^cher von dem heiligen Cypriano dem Märtyrer heraus 1.
ckron. kslcksl. sä Olxmx. LLL. Ännee, , lu».lib. VII. c. 2i. Lr-aK»«, , lib. I. 0.20. Wce/>z>o7. Ich. ^7.^,, siuisl. lib. XIII. , in bibl. ,
mutier. Lbilos. sexm. 24. 2;. feg.
Eudoxta» Licima zugenannt, KayserS Arcadii genE^,,hiett des Theophili Llexsnärini partey wider Chrysoiw'''"und brachte es dahin, daß dieser an. 40;. aus der jttw-^ßjaget wurde. Die urfach ihres Hasses soll gewesen sEo,pelihr vorgetragen worden , wie sie Chrysostomus eine-H'genennet, darzu noch kam, daß er die am Hofe im, PU jhirgehende laster allzu frey strafete. Gleichwol aber rietbald darauf wieder zurück. Allein da ihr zu ehren erne' ^0-aufgertchtet, und durch solches festin der gottesdienst echMüchchen wurde, konnte Chrysostomus nicht umhin, seindagegen zu bezeugen. Da nun dieses Eudoxiä zu ohre''men , schlug sie sich «dermal zu Theophili partey, "N^yc-jagte Chrysostomum zum andern mal ins elend an. 4^4-sie abortirte, und in noch eben demselben jähre starb.
Xo»«rar. 8«ro»r«r. , äe äoittrins tewk- -
c- 47 - /kerma»,!. Sayst^
Eudoxia, Theodosii des jungem tochter, und ^ Ag,Valentiniani III. gemahlin , welcher von dem tyrann ,ximo erschlagen wurde, der sie darauf, als besten zches <an. 45 e. mit gewalt heurathete. Um nun diefts zurief Eudoxia Gensericum in Italien, welcher Rom Schleite, und sie mit ihren beyden tochtew in AfttGlU u