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sen; und als er hernach die einwohner der westlichen insulnwieder zum gehorsam gebracht, welche zur zeit der langwieri-gen kxiege auftührisch worden, starb er im M jähre seinerregierung, und ohngefehr im ;6. vor Christi geburt.
-r««. bist. 8cot.
Evenus III., der i6. König in Schottland, succebirteEdero, war ein geiler und wollüstiger Herr, Unmassen er 100.concubinen hielte, ja gar die vielweiberey durch ein gewiß gese-tzt bestätigte, wodurch er jederman frey ließ , so viel Weiber zunehmen, als er erhalten konnte, nut angehängter Verordnung,daß er allezeit die erste nacht bey den Werbern der Edelleutheschlafen wollte, und diefe bey den Weibern der gemeinen leu-the, welche l etztern dieselben mit den Edelleuthen gemein habensollten. Durch dieses und viele andere laster machte er sich beydem gantzen Adel so verhaßt, daß dieser die Waffen wider ihnergriff,seine armee schlug, und ihn zu ewiger gefangenschafft ver-dammte , worauf er von einem feiner feinde im gefängnis stran-guliret wurde, der aber seinen lohn mit dem strick darfür be-kommen. Dieses geschahe im 7. jähre seiner regierung, und ohn-gefehr ein jähr vor Christi geburt. , dick. 8cot.
Evenus, ein Poet, welcher sich in Elegischen versen hervorgethan, und in der XLI. 01 >mpisäs geledet. Er war ein kr-Lco-xwr des historien-schreibers Philisti, und wird von dem Artsto-tele, da er zeigen will, wie die gewohnheit die andere natursey, angeführet. Man hat noch heut zu tage zwey exigmin-mstL von ihm.
Evephenus, ein Pythagorischer kkilnsopdus, welcher,nachdem er von Dionvsio, dem Tyrannen zu Svracusa, zumtobe verurtheilet worden, weil er den lVIstspontinis widerra-then, sich mit ihm in ein bündnis einzulassen, vor solchem ur-theil so gar nicht erschrack , daß er nichts mehr, als nurdieses von dem Tyrannen verlangte, daß er ihm vorhererlauben mochte nach Hause zu gehen, um seine schwe-ster zu verheurathen, sintemal er bald wieder kommen,und sich zur voüziehung des über ihn gesprochenen Urtheilsdarstellen wollte. Hierüber lachten die anwesenden; der Ty-rann aber fragte ihn, wen er unterdessen an seine statt zumbürgen überlassen wollte ? darauf stellte er ihm seinen freundEucritum dar , welcher denn gantz willig war, die 6. mvnatüber, da er würde abwesend seyn, an seiner statt als bürge zubleiben, und sodann auch die strafe auszustehen, wofern er umdie bestimmte zeit nicht wieder da seyn wurde. Über solche son-derbare freundschafft und hertzhafftigkeit verwunderte sich jeder-man heftig. Allein noch mehr erstaunte der gantze Hausse, alsEvephenus wieder kam, und sich vor dem Tyrannen darstellte,welcher sodann über die lugend dieser zwey freunde sich heftigverwunderte, und nicht allein beyde los gab, sondern auch ver-langte, als der dritte mann mit in ihre frcundfchafft aufge-nommen zu werden. lib. V. in vionssio comm. 22.
Indessen ist zu mercken, daß Cicero, Val. Maximus undDio-dorus 8iculus, da sie eben diese ge schichte erzehlen, gantz ande-re nahmen der zwey freunde anführen ; sie nennen solche nem-lich Dämon und Pythias. Hyginus heisset selbige wiederumänderst, Morum und Selinuntium. Auch sage» alle, der zumtode verdammte hätte nur tage zeit begehrt, nicht aber 6.monat, da dann das erstere weit gläublicher ist. , äsoKc. üb. III. c. Iv. tVi/. lib. IV. L. 7. Droä. 8/c. inexc. keirelo. p. Z4Z- c. 257. *
* Everard, (Embertus) von Arendonck in Brabant ge-
bürtig, war vossor der Theologie zu Löven, auch ein berühm-ter Prediger, und anfänglich Pfarrer zu St. Jacob , nachqe-hends aber zu St. Peter. In der ausgabt der wercke St.Augustini, welche zu Löven in zehen bänden an das licht ge-treten , hat er an dem siebenden band gearbeitet. Er starbden 6. jun. an. 1604. bibl. Lelg.
* Everard , ein Engelländer, lebte in dem XI. iLoulo. Erwar ein bruders-sohn des damaligen Bischoffs von Peterbo-rvugh; und weil er für einen sehr tapfern mann gehalten wur-de, machten ihn die Malcontenten , welche das loch Wilhelmieongussikoris abwerffen wollten, zu ihrem anführer. Diesesgeschahe zu Ely. Everard rüstete sich alsobald, eine belagerungin besagter stadt auszuhalten; daher als Wilhelm dahin kam,konnte er mtt aller mühe nichts ausrichten, bis die Möncheeines dabey stehenden klosters durch ihre verrätherey die mißver-gnügten nöthigten, sich dem Könige zu ergeben. Allein Everardhatte noch zeit sich aus dem staub zu machen.
kiss. ä'HnZIet. tom. II. liv. VI.
Everhardt und Mittelburg, eine Freyherrliche familiein Bayern , welche von dem adelichen geschlecht von Eberhardtin der Ober-LaufMltz unterschieden ist. Nikolaus Everhardtvon Mittelburg hinterließ zwey söhne, Nicolaum den grösser»und Nicolaum den kleinern. Jener war krokellor Juris zuLöven, hernach aber krasses des grossen Raths daselbst, undstarb an. Seine söhne waren l.) Petrus, ssüeoiogiX Oo-ssor und Abt des Prämonstratenser-ordens ; 2.) Johannes,ein guter Poet und Redner, welcher an. 1 als Kaiserlichergeheimer Secrsrarius verstorben; z>) Hadnanus, KöniglicherSpanischer Cantzlar in Zütphen und Geldern; 4.) Nicolaus,Königl. Spanischer Rath und Gesandter zu Venedig; ?.) Eber-hardus, Lgues suMus, der an. i; 6 i. als Präsident des ho-hen Raths m den Niederlanden verstorben. Dieses letztem
söhne CaroluS und Arnoldus , welcher letztere Präsident ivGravenhaag gewesen, haben diese linie in den Niederlandenbeschlossen, indem sie unverheurathet gestorben. ObgedachterNicolaus der kleinere ließ sich zu Amsterdam nieder, und hat-te einen söhn gleiches nahmens, welcher an. 157°. als kro-kessor Juris zu Jngolstadt verstorben. Seine drey söhne, Geor-gius, Caspar und Nicolaus, sind ebenfalls kroksilores Jurisauf der jetztgedachten Universität gewesen. Des letzter«, nerv-lich Nicolai, söhne waren i.) Ferdinandus, Hauptmann UNeumarck in der Ober-Pfaltz, 2.) Nicolaus, welcher Xelpom»Juris heraus gegeben. ;.) Albertus, welcher anfangs krotei-sor zu Jngolstadt, hernach bey den Grafen zu Hohenzollss«,und endlich in der Abtey Weingarten Cantzlar gewesen. 4.) W«-helmus, der an. i;yo. als Bayerischer Rath mit tode abgegan-gen. Zu ausgang des XVII. keculi war Frantz SicgmunbFerdinand, Freyherr von Everhard aufMittelburg, Herr amLichtenhaag, geheimer Rath bey dem Bisthoffe zu Freystngewund LäminiürLwr der Grafschaffl Engersdorss.
* Everardus, oder Everhardus, (Nicol.) ein Mus,
wurde Miääelkurgensis zugenannt, weil er an. 1461. zu Grips-kerque in der insul Walchern bey Middelburg gebohren wor-den, erhielt zu Löven an. 149;. die vossor-würde, und lehr-te daselbst einige zeit die Rechte. Hierauf ward er des BischEzu Cambray Official und Resident zu Brüssel, wie auch Lsnom-cus der kirche von St. Guido an der Lech , in der Vorstadt MBrüssel. Nach diesem verließ er den geistlichen stand, verheu-ralhete sich, und wurde beysitzer des grossen Raths zu Mechem'ferner Präsident des Raths von Holland und Seeland, A»als er solche stelle 18. jähre verwaltet, Präsident des grosse»Raths zu Mecheln, allwo er an. i;;2. den y. ang. gestorben«Seine schuften sind : ssoxics Juris, seu koci sirgumentorum 15'xsles, Basel i;44- Franckfurt i;yl. in 8. LonliliaäuowlVlstsris Nonstsris, Cöln 1591. Lstslogus preecipusrum ke-gum eäiscenäsrum, ib. 1607. in 8. Loissilis sive XelxoataJuris, Löven i;77- Franckfurt 1594. bibl. Lelg-
8 -wrrr» ärlisn. Lsls. eloe. Val. /'st/iee-
III. 4 -.
* Everardus, (Nicol.) ein Mus aus Amsterdam, hattezu Jngolstadt die kroseilionem Juris; 5. jähr verwaltet, iparauch bey den Hertzogen von Bayern, Guilelmo iv. und desiensöhne Alberto V. Rath gewesen, als ihn Kayser Carl V. zuARaths-gliede zu Speyer verordnete. Er starb an. r;86. nah"
zo. jähr alt. Seine fthriften sind: Issgoge sä Jurisxruäen-rism; äs ssesilbus L kiäe Inürumentorum ; visp. äsbus ; Lentum srgumentsnäi Aoäi, Leiden r ^47. Ichsses sakrobibitione Llienstionis fgssne per Teststorem in ultims vo«luntAte. Sein söhn gleiches nahmens war krofsslor Jurisnonici zu Jngolstadt. üthen. LelZ.
* Everbergh , oder Mont-Everard, eine Herrschafft lNBrabant, nebst einem dorfe und schönen schlösse, welchessehen Löven und Brüssel in der ö-ullisße von Campenhoutdem eingange des Waldes lieget. Sie hat ehemals der
lie von Montenacke zugehöret, von welcher Philippus, VicoAte von Montenacke, an. 1480. starb, und nur zwey töchter namsich ließ: Die älteste, Maria, Vicomtcsse von Montenacke,wählte sich an. 1498. mit Carolo von Rubemprs, Herrn v"'Bievene, und die jüngste, Margaretha von Montenacke,von Everbergh, mit Antonio Succrs. Als nun dieses letz»"tochter und erbin, Johanna Succrs, das zeitliche gestg«Aerbte Antonius von Rubempre, des vorgedachten Caroltckel, die Herrschafft Everbergh, und hinterließ sie seinem Mne Philippo, Grafen von Rubempre, welchem zu ehrenHerrschafft von dem Ertz-Hertzoge Alberto an. 1620. denfebr. zu einer Baronie gemacht wurde. Dieses Philipp! eNACarolus Philippus AntoniuS von Rubempre, Graf von A §taing, Groß-Jägermeister von Brabant, hatte die ehre, dav ^König Carolus II. an. 1686. den i. may die Baroniebergh zu einem Fürstenthum erhub, welches hierauf»',,tochter, Louise Brigitte von Rubempre, ihrem gemahl,cisco Philippo von Merode, Grafen von Montfort, zugevr«"tropk. äs Lrsb. tom. II. p. 2Z0. L 27». kup?»tom. I. x. 296.
* Everdingen , (Albert von) ein berühmter mahlss/,^,ein bruder Cäjaris von Everdingen, von welchem der so»»de artickul handelt, und ward an. 1621. zu Alckmaer gevovSeine lehrmeister waren Roland Savry, und Perer
von Harlem. Durch dieser anführung erwarb er sich E' Un-schicklichkeit , und findet man zu Amsterdam sowol alsdern orten viele vortreffiche stücke von seiner arbeit , »An-zeigen , daß er nicht in einem theil der Mahlerey allein,dern überhaupt grosse kunst besessen. Doch geriethen M»'In-sonderheit die landschafften wohl, in welchen er dieder vorstellete. Der anlas sich auf dergleichen arbeit UM Mist ihm von einem ungewitter gegeben worden, weiE, gx-einsmals aufdie küsten von Norwegen geworffen, und wzwungen, einige zeit allda zu bleiben. Er starb im nov.an- ^r-und hinterließ drey söhne, darunter zwey sich auf die»»kunst legten. Gr. aUgem. Holl. Lexicon.
* Everdingen, (Cäsar von) ein bruder des obgedach^ perberti, ward an. 1606. zu Alckmaer gebohren. Er war ^^elMahlerey sehr geschickt und angenehm. Man zeiget zu xjele