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wollte, beybrachte, und ihn hernach mit ttiehrerrr wundentödtete, doch mit diesem erfolg, daß auch er (als er seinenfeind zu frühe todt oder ohnmächtig glaubte, und nach der ge-wohnheit seiner waffen berauben wollte, um sie als em prächti-ges sicgs-zeichen aufzubehalten) annoch in den untern-leib einenstich empfienge. Wie dieser sieg eines theils dem Eumem er«grosses ansehen zuwege brachte, so vermehrte er anderseits denmid der Macedonier gegen ihn, daß er, als ein fremder, dieMacedonische Generalen und trouppen solcher Massen über-wunden hätte; aber noch schlimmer für rhn war dieses, daßzu gleicher zeit Perdiccas, für den er gefochten, m Egyptenumkommen, und die bisher unter ihm gestandene macht zudem feinde übergegangen war. Da sthlug dann das Wetter rechtzusammen, Eumenes wurde von allen für ei» feind erkläret,und Antigonus, wie auch Antipater, erhielten den beseht, aufihn loszugehen. Wie heftig nun der erstere Eumenem ange-griffen, dieser aber sich recht heroisch widersetzet, und mittenunter tausend vorgefallenen schwierigkeiten, sowol vom feinde,als seinen eigenen leuthen, dennoch allezeit die gröste standhaff-tigkeit, tapferkeit und kriegs-kunst von sich sehen lassen, endlichauch, durch die ledige untreu und Mißgunst seiner Macedonier,in Antigoni Hände gefallen, davon ist das vornehmste schon indie artickul Antigenes, Antigonus und ArMrschiäes ein-gerücket worden. Um nur das noch nicht angeführte kürtz,sich zu berühren , so wiche anfangs Eumenes dem feind aus,so viel er konnte, machte ihn aber durch unversehene Überfällesehr müde, wie er dann einsmals den gantzen troß von desAntigoni armee ertappete; und zwar eben an dem vrt, allwoerwenig tage zuvor, durch einiger der seinen verratherey, et-was schaden empfangen, und sich auf die flucht begeben müs-sen , so, daß ihn damals Antigonus auf viel Meilen von sichentfernet achtete. Jedoch half er heimlich selbst darzu, daßselbiger troß wieder entwischte, weil er klüglich vorsehen konn-te , daß ihm seine soldaten nicht so leichtlich durch alle unweg-same örter nachfolgen würden, wann sie auf einmal eine soreiche beute, erkrieget hätten. Antigonus belagerte ihn hernachin einem schloß auf den grentzen zwischen Cavpadocien undLycaonien, nahmens Nora, kam auch mit selbigem zum ge-spräche, aber ohne daß Eumenes das geringste einzugehen ge-sinnet war, welches seiner bisherigen gewalt etwas abbrechendürfte; mittlerweile erfand er an diesem engen orte ein Mittel,leuthe und Pferde so wohl zu üben, und in der angewöhnten di-sciplin zu erhalten, daß sie bey erfolgendem auszug eben so frischund hurtig waren, als wann sie immer in dem freyen selbe vordem feinde gestanden wären. Endlich kam es doch zu einemvergleich, weil sich Antigonus , nach vernommenem tobe An.tipatri, gegen Griechenland und Macedonien wenden wollte,um selbige lander, als das Haupt des Reichs, in seine gewaltzu bringen, wobey sich Eumenes abermals sehr großmüthigerzeigte, indem er sich nicht, zu beschützung der macht des An-tigoni , sondern lediglich für den söhn Alexandri AI. und dessenMutter Olympias, verpflichten wollte, auch die Macedonierselbst, so ihn belagert hielten, in abwesenhett Antigoni darzubewegte. Wie nun dieser hiemit gar nicht zufrieden war, undalles für sich allein zu behaupten lust hatte, so blieb er nichtsdestoweniger Eumenis feind, welcher letztere aber diesen Vor-theil von den tractaten zog, daß er inzwischen aus seinemschlösse weggekommen war, und einige neue völcker hatte samm-le» können. Mit diesen nun erklärte er sich für Alexandri ge-schleust , und wußte eine Mang (ohngeachtet ihin die Mace-donier schlecht genug, und fast nur, wann sie, wegen ihrernachläßigkeit und mülhwilliger zertheilung in den quartieren,in gröste gefahr vor des feindes Überfall gerathen waren, woll-ten gehorsam leisten,) den krieg so wohl zu führen, daß er oh-ne einigen schaden vor der viel grösser» macht Antigoni im-mer bestünde, und, da es letztlich zu einer schlacht kam, mitdem fuß-volck aufseiner feiten einen völligen sieg erhielte; weilaber zu gleicher zeit seine reuterey, wegen schlechter anführungdes Peucestä, ebenfalls auf die flucht geriethe, so bemächtigtesich der feind des lagers, mit der darinn befindlichen bagage,selber und Ander der Macedonier; worauf diese, um sol-chev alles nach dem anerbieten Antigoni wieder zu bekommen,ob sie schon wurcklich im selbe Meister waren, dannoch den ver-zweifelten und höchst-fchimpffichen fchluß fasteten, ihren preis-wurdlgen General seinen feinden auszuliefern, wie in obge-rneldten artlckuln schon erzehlt worden. Da bemühete sichnun insonderheit Demetrius, Antigoni söhn, und neben ihmNearchus, der die schiff-gotte Alexandri AI. commandiret hat-te, diesem tapfern mann das leben, wofür er felbsten imgeringsten nicht bäte, zu erretten; der haß aber gegen einenThracier , der dre Macedonier mehrmals mit so wichtigenstreichen empfangen, war bey den übrigen fo groß, daß seintod beschlossen werde» muste. Antigonus meynte ihn Hun-gers sterben zu lassen, wie er dann bis an den dritten tag oh-ne speise geblieben, als aber dre armee fortrücken sollte, und esgefährlich schiene, einen solchen gefangenen bey deren beständi-ger bewegung und marsch zu bewahren, wurde er getödtet,
M der zeit, so in L. ll. L. 419 - A. L. zi;. Ohmx. LXVI. 2.
A. AI. ;66y. einfiel. 6t co^». Alex. IN vim Lumenis.
Drs^. /»L«. 0. Eben dieser Eumenes ist
es auch, welcher ein tage-buch der geschrchten und feldzügenAlexandri AI. verfertiget hat, so von Athenao und Aelianoangeführet wird; daher auch die vorige editionen dieses
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Lerici sowol als Moreri selbst denselben gar unrecht von demGeneralen unterscheiden. Beyde obige scribenten nennen ihnEumenem Lsräislmm, oder von Cardia, eben wie er auch vonden Hiüoricis immer benennet wird, wo sie ihn von anderngleiches nahmens unterscheiden wollen. üb. X. c. 9 -
ÄVr'a». üb. III. c. 2;. *
* Eumenia, eine alte stadt in Groß-Phrygien in Klein-Asien, an dem flnffe Cludro, nicht weit von der stadt Eucarpra.Ihren nahmen hat sie von ihrem stifter Eumene, dem bruber desKönigs Attali, erhalten. xil. x>. 864. bitt. nat. v-2Y. IV. Q. n. 7. tVo/eML«/, V. r. Vtex/ba««,. IN
den Christlichen zeiten war ein Bischöfflicher sitz allhier, so unterden Ertz-Bischoff zu Laodicea gehörte, und in der Xotitia ücLw-ÜL Eumeneia, in Hieroclis Xoruis aber Eumenia genennerwird. Die umliegende gegend heisset bey Plinio 1 . c. Lumeae-tica ftegio. c 7 etla^r«c, not. orb. ant. III. 4. §. zz.
, ist der nähme dreyer höllischen surren, wel-chen zu Athen ein altar aufgerichtet gewesen, und ein eigen fest/genannt, gehalten worden. Man stellte alsden»eine grosse proceßion an, wobey kein knecht etwas thun durftte, wildern es muste alles durch manns- und wetbs - personellvon freyer und guter ankunft verrichtet werden. Die kuchen-und andere essende waaren, wurden von den üxbebis oderjunggesellen zugerüstet und gebacken. Die Sicyvnier schertengleichfalls ein solches fest , und opferten da den Liunemcüburtragende lämmer, gössen mullum , das ist, wein mit Hornsaus, sie zu verehren, (welches sie Übarionem nennen) und ge-brauchten dabey zerstreute blumen an statt der kräntze.
in übeüo, omnem cloälum eile überum. ?««/«». in LorintN-bitt. üb. I. in Lolon. 6r-ee. (er.
äs ksü. ftrces. *
Eumenius, so in den vorigen editionen dieses Lexici sowolals bey Moreri bisher ohne gründ Eumvnius genannt, aucydeswegen von seinem ort versetzet worden, war aus Athemen-sischem stamm entsprossen, obwol er selbst in Gallien geboo-ren war, Massen schon sein groß-vatter, nachdem er sowol MAthen, als Rom durch Unterweisung der fugend in der bered^samkeit, grossen rühm erlanget, letztlich eben birst kunst bwins 8<-ste jähr seines alters zu AuZustoclunum. (heut zu tageAutun,) in Gallien gclehret hat. Wie nun dieser sein groß-fth"in ansehung der zeit, da er lebte, gar schöne gaaben zür bered»-samkeit befasse, so ward ihm noch rn ziemlich jungen jähren ebendieses amt an gleichem ort aufgetragen; solches geschahe oawnach ansang des IV. stesnü, als Constantius Chlorus, owvatter Constantmi Al. die höchste gewalt in Gallien hatte.Er brachte sich dabey in solches ansehen, daß er von diesem am*an den Hof beruffenMld zu einem der wichtigsten Secretariate»
( so den titul Alsgistri ülLlL memori-e trug) befördert wurbf-als man ihn inzwischen der schule zu Autun immer sehr notiMachtete, auch vielleicht seine stelle viel leichter in der obgedEten geheim-fchreiberey, als in dem Redner-stuhl dieser stadt 5 »ersetzen getrauete, ward seinetwegen ein gantz ungewöhnlich^fchluß gefasset, nemlich, daß man ihn zwar wieder an fein Astes amt, in die Calheder zu AuZutioäunum setzte , ihm avHzugleich eine solche bestallung zulegte, welche doppelt so f'vausmachte, als er zuvor am Hof genossen. Eumenius stw!'erzehlet, selbige wäre in lexcems millibus nummüm odertiüm bestanden , welche summ in ansehnng des gewichm ssiunserm heutigen silber-geld verglichen, nicht weniger als crA.'bajoirs (oder fünf orts-stücke) ausmachet; und ist der gelew»Casaubonus hier gar schlechtlich gegründet, wann er zu oc.Minderung der summ lexagens an statt lexcens lesen will, w»ches erstere nur i zoo. auswirft; weil nicht nur Eumeniuszweyten mal mit unterschiedlichen Worten ein gleiches sagE'dern auch die helfte von i;ov.als 750. bajoirs eine gar zu «ev .liche besoldung für einen AInZistrum lscrre msmoriL ausgev ^wurde. Allein wie man sich von feiten des Hoff großmwv»und freygebig gegen Eumenium erwiese, also übte ergleiche lügend gegen AuZulloclunum aus; dann ob er ^mit einer sehr zahlreichen familie beladen war, so erlaEdoch nichts mehrers, und bat sich von Constantio Chloro Mne sonderbare gnade aus, daß man ihn die durch die DE" ^sche unruhen, d. i. durch die empörungen der Gallischenren zerstörte schule zu Autun wiederum mit selbigem gelb aus-richten erlauben möchte. Die rede, worinn er darumhalten, ist noch vorhanden; wie auch 2. ksnegMi; der. ^an eben den Constantium, nachdem er sowol der Batavm'von den Francken gesäubert, als absonderlich Britannien ^derum bezwungen hatte, weiches zuvor Carausius, undihm Mectus in die 7. jähre der Kaystr herrschafft enrzovund der andere an dessen söhn Constantinum den grossen,chen er an eben dem tage hielt, als die erbauung der siav»tun gefeyert wurde, und darinnen er beydes des vatters uv . ^sohns lob auszubreiten suchet. Sonst giebt auch Eurnenwerkennen, daß er einem feldzuge Constantii beygewohnec,chem dieser von dem Rhein bis an die Donau alles uo»den, und sich unterwürfig gemacht hatte; folget aber mmaus, daß Eumenius auch ein kriegs-mann gewesen, U Mi,minder wegen seinem eine zeitlang getragenen Secretarw ,gem hat beywohnen können. la rribu»
Eumetn, siehe Cleobulina.