um die ehre bewerben liessen, die reliquien ihres mit-bür-^ lhrem vatterlande zu begraben. Sonst haben gedachteei«- ^nser um diesen grossen Poeten die trauer angeleget, undx er freunde Philemon, wollte sich aufknüpfen, wenn erg.'U, daß er in jenem leben Eurividem zu sehen bekäme, unddn>Uch ihrer hie gehabten knndschafft erinnern könnten. Als dasAthm einsmals verlangte, daß er in seinen tragödientdi^ > "'orte wegstreichen sollte, sagte er mit grosser freymü-: Ich mache meine wercke nicht, daß ich von euchs-I'te», sondern, daß ich euch lehren will. Er beklagteeinmal gegen den Poeten Alcestis, daß er in ;. tagen nichtmn ,, I- Verse habe zuwege bringen können, ohngeachtet er,-jI Er macht gearbeitet habe, dagegen dieser mit grosser'Mßnmgkeit antwortete, daß er ohne mühe ihrer mehr als2., verfertiget habe. Ja, sagte EuripideS, aber es ist die-di- "uterscheid zwischen meinen und deinen, versen, daßtgO memigen allezeit , deine aber nicht langer als ;."L.e dauren werden. , in tüeünopüor. <L in
65c. üb. III. L. 4. ^/r».
liss H' 22. 0-»orrr«t« , apuä Luleb. äs pr-ep. Lvsng.lib n o- II- , lib. XV. s. 20. ^L/ra». vsr. bilk.
c. i;. inst. orst. lib. X. s. I. ÄttÄat, in
K a-ocpo'?. ii/nZr/?-»'. L Sar-
ole^p ^ vita Lnripiciis. in I.. 6s iV.stbvIn, 8opbo-
.uripicie. vis 6e8 koste« 6ress. Lav/e. I'a-
A bibl. 6rTs. üb. II. s. 18. ? .
Wes^oipus, ist ein see-arm zwischen Achaja und Negroponte,n,'U>tr bey der Haupt-stadt der besagten insul so enge ist, daßauf einer schlag-brücke und einer andern steinernen brü-ch, von schwibdögen über selbige gehen kan, zwischen wel-D? thurn stehet, den die Venetianer aufgerichtet haben,ein^ nenneten diesen see-arm Lmipum Luboicum. DieG.oobner daselbst nennen ihn Egripos, und die Jtaliänerdx. u; Negxgpyn^ , «her eigentlich derjenige theil beyder Negroponte ist, da kaum eine einzele galleere zwischenjxtz..chadelle und dem thurn der Venetianer dürchfahren kan;>Neii?« ^'vd auch dieser nähme der gantzen meer-enge auf 12.Eb -v ergeben. Es ist merckwürdig, daß die ebbe und fluthpa/'rr weit andere abwechslungen als an andern orten zu habenri^er; doch ist dabey zu melden, daß alle, die diese fach besserSem,/ sOhet haben, berichten, daß die bewegungen des Euripi ei,vexst M) nicht ebbe und fluth seyen, als welche in dem genauernsp^auoe sich fast nirgend in dem Mittelländischen meer rechtlehr,, asten; sonderlich daß alles in einer stets-während, und^ sts,-"ordentlichen bewegung der wasser bestehe , welche, wiesei, w ", eines theils von dem beständigen einfluß einer gros-li»d?r»ge wasser aus dem konw stuxino ins Aegeische meer,hesin^^ anders theils durch die viele im Aegeischen meer sichh>assO"che jnsnin, an welche das also bewegte und gestoßenezv,^ f immer anschlägt, ihren Ursprung hat, als wodurch nichtl,„d - " der breiten offenen fee, doch gewißlich in einer langene>nx Malen meer-enge, wie der Euripus ist, sich nothwendigChitin. ^ständige Veränderung hervor thun muß. Die er-luria >,'-?aß Aristoteles, weil er die Ursachen dieser abwechs-ist st icht ergründen konnte, sich selbst darein gestürtzet habe,längstens von den Gelehrten verworffen worden.!i». , Lc. vo^ags ä'lla-
ja epilk. *
MI8-I-MNVL8, flehe Ü6IVL8.sche^^ron , lat. LKronium, eine kleine stadt in der Französi-bictin-»"oschafft Maine am fluß Evre, mit einer Abtey Bene-des Ar dens , 9. weilen von Mans , welche um die mittej-he lTcuü gestiftet, und in dem IX. zerstöret , hunderttet h Oarauf aber von einem Grafen von Blois wieder ausgerich-
, t>. Ob llescript. 6e Is kr-incs, tom. V. p. 144.
^int ^ tom. I. üb. III. 22. topoZr. 6es
Cablss?opa, Agenoris, des Königs in Phönicien tochter, undhq,b.schwester, in welche sich Jupiter verliebte, sich ihrent-thx.iI, w einen ochsen verwandelte, und mit sich in dasjenigeCliro,, " Welt führte, welches nachgehends nach ihrem nahmentiliz »5 gbncnnet wurde. Andere hingegen berichten, daß Aste-"°n Minos, als er mit den Phöniciern krieg gefuhret, siesM Mn L. AI. 25; 8 . g- L. 1446. weggenommen, iuif einowctu "urus genennet worden, gesetzt, und nach Creta ge-cheff , allwo sie an Asterium vermählet wurde, wel-be>, wegen seiner tugend und gerechtigkeit Jupiter zu nen-Meru LW. Noch andere erzehlen, daß des Königs in Cretadie s„^neral Taurus, Tyrus eingenommen, geplündert, undsthiff Ma geraubet habe, welche aber bereits mit Jupiter ;.ü»s , Rhadamanlhus, und Sarpedon gezeuget; Aste-dec v-., ..hernach Europam geheurathet, und weil er keinekin-Mt , We erhalten , habe er des Jupiters söhne an kindes^ von Kommen. Bochartus hält dafür, daß das wort Euro-heißf ' oen r.Griechischen WörternLbur-appg, welches sovielsvpäer oui weiß gesichte, herkomme, weil nemlich die Eu-^sseiy >,?a.boegletchung mit den Africanern weiß sind; von eben^r. o!,s,vsunge leitet er auch den nahmen der tochter Agenorismetamorpb. L«/eL. in sbron. üb. I.
, ^ Oanssn. p. 456. S»>/s.
pa , lst emes von den 4. theilen der Welt, welches sich
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Zitvä. bis aufden yz. oder 94. erstrecket, woraus erscheinet, daßes fast gantz innerhalb der 2onss tempemCL und nach keinemtheile in der Lvns wrriäs, wiewvl nach einem kleinen stücke anund in der 2 orm K-igiäL lieget. Gegen mittag hat es das Mit-telländische meer, wodurch es von Africa abgesondert wird; ge-gen abend grentzet es an das Atlantische meer, gegen Mitter-nacht an das Eis-meer, und gegen morgen wird es von Asiengeschieden, durch den LrsKipelsWm, den fee Marmora,die meer-enge bey Gallipoli, das Schwache meer, die meer-enge von Cas-sa oder den Bosphorum , den see Zadaque und den ffuß Donoder Tanais, von welchem man eine linie bis an den fluß Obi,und von dar vollends an das Eis-meer ziehen muß. Alles nun,was man von der lincken Hand zu gegen abend antrift, ist Euro-pa, alles übrige zur rechten Hand aber Asia. Die äußerliche ge-stalt betreffend, so vergleicht es Strabo und viele nach ihm miteinem brachen, einige aber von den neuern erd-beschreibern sa-gen , daß es einer sitzenden iungfrau ähnlich sey, da denn diesereinbildung nach, die fontange Portugall, und Spanien der köpfseyn soll, Languedoc und Gascogne wird durch den hals, Frank-reich aber durch die brüst, Italien und Groß-Britannien durchdie ärme, Deutschland durch den bauch, Böhmen durch denNabel, das übrige theil aber des leides durch die übrige Kö-nigreiche und provintzen vorgestellet. Die länge von Europawird von dem gebürge St. Vincentii in Spanien bis an denfluß Obi gerechnet, und begreift 900. Teutsche weilen in sich.Die breite von mittag gegen Mitternacht wird von dem vorge-bürge Tänarä in Morca an bis an Rutubas in Scritosinnia,so in den heutigen land-charten Noortkin genennet wird, gerech,net, und begreift 550. Teutsche meilen in sich. Man zehlet dar-innen ohngefehr z i. grosse provintzen, als 1.) Spanien mitden daran stoßenden insuln , 2.) Franckreich, ;.) Groß-Bri-tannien mit einer grossen menge verschiedener kleiner angren,tzender insuln, 4.)Jrrland mit den gleichfalls dabey gelege-nen kleinen insuln, 5.) Ober-und Nieder - Deutschland, 6.)Böhmen, 7.) Dänemarck mit den insuln Seeland und Füh-rten , 8.) Norwegen mit den insuln Jßland und Frießland,9.) Schweden mit Läpp - und Finnland, io.) Liefland, n.)Preussen mit Cassuben, 12.) Atthauen, 1;.) Klcin-und Groß«Polen mit den darzu gehörigen provintzen, als Podolien, Vol-hynien, Podlachien, Masovien, Samogitien, rc. 14.) Ungarn,15.) Sclavonien, 16.) Bosnien, 17.) Croatien, 18.-Gal,matten, 19.) Italien, 20.) Sicilien, 21.) Sardinien, 22.)die insul Corsica, 2;.) Candia, 24.) Griechenland mit kleineninsuln, 25.) Servier,, 26.) die Wattachey, 27.) Bulgarien, 23.)Siebenbürgen, 29.) die Moldau, zo.) die kleine Tartarey, undendlich zi.) Moskau oder Rußland. Unter die Beherrscher die-ser lande werden gerechnet 2. Kayser, als der Römische undTürckische; Verschiedene Könige, als der in Spanien, Frank-reich , Engelland, Polen, Dänemarck, Schweden, Portugall,Ungarn, Preussen, Sardinien, und Sicilien; wiewol etlicheandere Königreiche sind, welche von obangeführten Potentatenbesessen werden, zum exempel Böhmen, Dalmatien, Croatien,Sclavonien rc. Ausser den Königen ist zu bemercken , derCzaar in Moskau , welcher sich den Kaysern gleich schätzt,und nunmehro auch würcklich den Kayserlichen titül mitgrossen solennitäten angenommen , der Ertz-Hertzog in Oester-reich und Groß-Hertzog von Florentz, die Hertzoge, sonder-lich durch Deutschland und Italien; desgleichen unter den Geist-lichen der Papst, die Ertz-Bischöffe zu Mayntz, Trier, und Cöln;ferner verschiedene freye Republicken, als da sind Venedig, dievereinigten Niederlande, Genua, Lucca, das Schweitzerland, dieGraubündter, das Walliserland, Genf, denen noch andere Ra-gusa und St. Marina hinzufügen. Die insuln, flüsse und bergein Europa sind folgende: Unter den insuln sind erstlich auf demOssano die Britannische insuln, als Engelland, Schottland undJrrland, die Inlul« Orcsäe«, Hebriäe« und einige andere mehr;die grösten auf dem Mittel-meere sind Sicilien, Sardinien, Cvr-sicas Candia, Cyprus, Rhodis, rc. die insuln von Griechenlandund einige andere an den küsten von Italien und Provence.Die insuln auf der Ost-see sind Seeland, Fünen, Rügen, Born-holm, Gothland, Oesel, rc. ' Die vornehmsten flüsse sind, derRhein, die Donau, Mayn, Weser, Elbe und Oder sn Deutsch-land ; die Loire, Seine, Rhone, Saone und Garonne in Franck,reich; der Po und die Tiber in Italien ; der Tagns, Duero,Guabiana, Ebro, Guadalquivir in Spanien; die Weirel undNieper in Polen; die Wolga und Don oder Tanais in Moscau;die Thames in Engelland; die Tay in Schottland ; die Shan-non in Jrrland; die Scheide und Maas in den Niederlanden.Die berühmtesten geburge in Europa sind die Riphäischen ge-bürge in Moscaudie Carpalhischen zwischen Polen und Un-garn , die Pyrenäischen zwischen Spanien und Franckreich;die Alpen und das Avenninische gebürge in Italien und an dengrentzen desselben. Obwol Europa das kleineste unter allen 4.theisen der Welt ist, so ist es doch um verschiedener Ursachenwillen allen übrigen vorzuziehen. Die tust ist darinnen gemaßi,get, und die landschafften sind sehr fruchtbar, ausgenommendiejenige, welche sehr weit gegen norden zu liegen. Es hat anallen nothwendigen lebens - Mitteln einen Überfluß. Die ein-wohner sind von sehr guten sitten, höflich und sinnreich inwiffenschafften und handwercken. Von den Franzosen ur-theilet man, daß sie von guten Manieren, erfahren, tapfer, aberetwas zu hitzig und unbeständig seyn. Dre Teutschen sind ver-ständig, aufrichtig, tapfer mw arbeitsam, werden aber insge.
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