Band 
Dritter Theil. D - Ha.
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juni cls Alultiruclins, ibiä. und Irrbulss gn-rwmica8 Ac. welcheder Päpstliche Leib-Ns<lisu8, Johannes Maria Lancisci , an.1714. zu Rom wieder drucken lassen , und eine Nachricht vondem leben des suckvris beygefügt. , bibl. Xsp. (?-->»--

ci-- tom. IX.

* Eustachius , (Johannes Martinus) ein NeapolitanischerPIeciisu8 und pkilolopkus im XVI. sLLuio, gebürtig von Gam-batesa, schrieb Vitam Ll-mcl, Laleni, I?77- UI 4.cls NscÜLMLtlntiguicate; Introclucllionem keu lileäisum. Sein Vetter/ Jo-hann Nikolaus, hat an. 1608. Opulsnlum äs 8itu L LsrsLivimus LeneventLNX drucken lauen. 2^0??^, ololiotli. H/o«.

^ Eustachius , (Johannes Thomas) ein sehr frommer undgelehrter Bischofs von Larina, war zu Troja in Apulien den 7.junii an. 1979. von adelichen eitern gebühren. Sein »alter,Johannes Martinus , war ein berühmter kbi1olopim8, undfeine mutter Sulpitia eine gebohrne äeTutiis. Er studirte zuNeapel in dem Or-aorio St. Nerii, zu dessen orden er sich an.1592. bekennet, und ließ schon damals eine grosse Heiligkeitvon sich spüren , die er nach der zeit durch ein conformes lebenimmer höher brachte. Bey seinem studiren in der Theologiemachte er sich zugleich die katre8 wohl bekannt, übte sich auchdergestalt in den grund-sprachen, daß er die fonts8 sechsten zurathe ziehen konnte. Nachdem er in die 20. jähr mit predigenallda hingebracht , und sich bereits auf der reise nach Lo-retto befände, erhielt er die Nachricht, daß ihn Paulus V. zumBischofs von Larina ernennt habe. Er weigerte sich zwar solchewürde anzunehmen, weil er ein gelübde gethan, sich ohne vor-gangige bcrathung mit seinem Beicht - vattcr keinem einzigenamte zu unterziehen ; allein der Papst benahm ihm den scrupel,da er ihn als der Vatter aller geistlichen Vätter von seinem ge-thanen gelübde frey sprach. Er ward also den 9. januarii an.2612. vom Cardinal Roberto Bellarmino zum Bischofs einge-weyhet, brachte darauf das eingegangene 8emln3rium Lleri-corum wieder in stand, stellte öftere Visitationen an, und ver-waltete sein Bischofs! iches amt vier jähr lang mit aller Vollkom-menheit , da er so fort dasselbe niederlegte, und sich in sein Ora-torium nach Neavvlis zurück begab, wo er den I. jan. an.1641. mit tode abgieng. Man sagt, daß er sowol im leben ,als auch nach seinem tode wunder gethan. Vor die Heiligenhatte er eine grosse Hochachtung, sonderlich aber gegen die MutterGOttes, der zu ehren er auch zwey capellen aufgerichtet. Seinehinterlassene schriften sind: Libsr LsLlssisrum, ImaAinum 30titulorum L Virßim8; cls Oblervantia , Invocatione L Imi-tations efutclem Lc. Lac-c/r/r. in vita sokanm8 suvsnalis Lnoi-NLIV. p. ;4o. dibl. Xap. LZbeL«,, Ital. sasr. tom.

VIII. p. ;o6.

Eustachius, Patriarch zu Antiochien, war aus der stadt Si-tze in Pamphylien gebürtig, und wurde anfangs zu Beroeain Syrien, und nachgehends von denen auf dem Lonsilio zuNicäa verfammleten Kirchen-vättern zum Bischofs von An-tiochien gemacht. Er soll im nahmen dieser Versammlungden Kayser Constantinnm N. mit einer vortreflichen rede em-pfangen haben, wiewol andere dieses dem Eusebio von Cäsareazuschreiben. Weil er sich aber gar heftig in Vertheidigung derrechtgläubigen wider die Arianer aufführte, unterliessen diesenichts, was zu seinem schaden gereichen konnte. Daherowurde er von ihnen auf dem 8Moclo, welchen Eusedius vonNicomedien undTheognis von Nicäa nahe bey Antiochien zu-sammen gebracht, seines amtes entsetzet. Weil sie auch kei-ne tüchtige Ursache dazu finden konnten, bestellten sie ein leicht-fertig Weibsbild, welche vor den Richtern mit einem eydeaussagen muste, daß sie Eustachius beschlafen. Darzu kam,daß er beschuldiget wurde, als wann er schimpfliche re-den wider des Kaysers mutter Helenam ausgestossen, undsich der Sabellianischen irrthümmer verdächtig gemacht. Die-sem nach wurde er um das fahr 429. oder ;;o. nach Traja-nvpel in Thracien verwiesen. Allein seine Unschuld wurdebald hierauf offenbar, da das bestochene unzüchtige Weibs-bild in eine schwere kranckheit gefallen, und vor jedermanden betrug entdecket. Er starb aber in gedachtem seinem exi-Ho, verschiedene schriften hinterlassend , davon noch heut zutage übrig sind , Or^cio brevi8 96 Lonitanünurn Imp. die sichbey dem Gregorio krssbvtsro und Surio befindet, wiewol ander auftlchtigkeit dieser schuft einige zweifeln wollen; fernerLommentarw8 in Nexaemeron , welchen Leo Allatius mit an-merckungen heraus gegeben , den aber andere dem Eustathiogleichfalls ablprechen , und endlich Oillsrtatio äs Lngallrim^-cho, darmnen er des Qrigenis lehren bestreitet.

lib. I. c. 2l. Äc-tater, lib.I. s. 24. in Spill, all so-

lit p. 629. liv. II. e. 19. in 9nnot. Lck

Luseb. äe vit. Lonüclnt. m. lib. III. c. ^y. Lc.

Eustachius, Bischofs von Sebaste in Armenien, war vonsehr unbeständigem gemuthe , und gab sich bald für einenrechtgläubigen , bald für einen völligen, bald aber nur füreinen halben Arianer aus. Ja an. ;6z. schlug er sich zu derMacedonianischen partey, befand sich auf dem Lonsifio zuLampsaco, und reisete endlich zum Papst Llberio, bey wel-chem er sich gar orthodox stellete. Aber der berühmte Basi-lius, so vorher sein freund gewesen, und diesen menschen in-nen und aussen kannte, soll seinen betrug entdeckt haben, die-ser auch darauf entsetzet, und eines elenden todes gestorben

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seyn, da ihm Petrus, der jüngste brnder Basilii, gefolgtAlso zwar lässet sich dieses manns Historie aus Basilii schuftten zusammen fassen; allein Socrates und Sozomenus meldenvon dem allen fast kein einig Wort, sondern vielmehr ga>wdas gegentheil. Nach ihnen war der vatter Eustathii,lalius, Bischofs zu Cäsarea in Cappadocien, welcher aber die-sen söhn zu allererst der Bischöfflichen würde unwehrt geach-tet oder entsetzt haben sollte, weil er sich in der kleidung gmnicht Bischöfflich aufgeführt. Nachgehends steuerten sich ebenauf dieses urtheil seines eigenen vatters die Acacianer, eineder Arianischen steten, als sie denselben in ihrem Constantinopon-tanischen Lonoilio ebenfalls entsetzten. Wobey indessen wob'zu mercken ist , daß sie die Ursachen dieses fchlusses gar mE'auf einigen Zwiespalt zwischen ihm und ihnen in derjenige»lehre gesttzet, wegen welcher sonsten die Arianer veriuMpwaren; sondern schlechterdingen sich auf das urtheil seines ei-genen vatters gegründet haben. Wobey diese zwey UNoric» >ohne von Petro dem bruder Basilii Meldung zu thun , demEustathio im Sebastenifchen Bißthum einen MeletiumNachfolger geben. Sie erzehlen ferner, der 8>noc!u8 zu Gan-gra hatte nachdem viel grobe irrthümmer an eben dieser Per-son verdammt, als daß er, ungeachtet ihn schon das Loncmumzu Cäsarea mit beystimmung seines vatters entsetzet, viele la-chen wider alle gute ordnungen übernommen, sonderlich s»ehe für unzuläßlich gehalten, viel schon verheurakhete von ein-ander geschieden , viel speisen verboten, die leuthe von oe>»Christlichen Versammlungen abgezogen, und anderen statt o»»heilige Abendmahl in ihren Häusern zu nehmen vermahnet,knechte von ihren Herren und deren dienst abwendig gemaw^unter dem verwände, daß sie dabey GOtt nicht recht v»neu könnten, die fasten in der Wochen verwvrffen, hi»Me>die feinige angehalten , an den sonntagen zu fasten, end»m

sogar das gebät, welches in den Häusern verheurathetcr >em

the geschahe, eben sowol als allen stgen und geistliche ^nchtungen der in der ehe lebenden Priester für unnütz n»»gantz unfruchtbar auszeichnen. Das Gangrensische Loncil'wfüget noch anbey, er habe die Verehrung der grabmayuder Märtyrer und anderer für heilig geachteten drter vndämmt, und die verlassung aller zeitlichen güther von ett»unumgänglichen Nothwendigkeit erachtet, wo der mensch wo»te selig werden. Sozomenus rühmet sonsten die stammkeit und den eifer dieses manns, auch die fürtrefliche wurctutziseiner predigten , machet ihn auch noch ferner zu einem » 5Heber des Mönchen-lebens in Armenien, Paphlagonien »Ponto, mit dem beysatz, daß ihm auch das buch von dieser .bens-art, welches man gemeiniglich dem grossen Basilw ^'legt, von einigen zugeschrieben werde. Übrigens will zwBaronius und äuPin aus der bisher beschriebenen per»,zwey machen, und Eustathium den Bischofs von Sebaste v»dem zu Gangra verdammten unterscheiden , hiemit Ksem stücke Svcratem und Sozomenum eines fehlcrs besev»'^gen. Allein keiner von beyden hat seine meynung alwwiesen, daß ihm mehr hierinn zu glauben schiene, w'Hnen, welche der zeit, in welcher alles vorgelossen, w "gewesen sind. LaD. in Spill. kill. ecsl. ill>. II- ^lio. III. c. 14. iL IV. 24. Lai'E gä LN. ;ül. n. 44 -I-r'-r, bibl. äs8 autk. escl. aä steo. IV. *

Euftathius, Bischoff zu Thessalonich, war unter denM,fern Manuele und Alexio Comneno um das jähr n7°-drr»^y-Man hat von ihm Lommencarm über Homerum und D» ^sii Lsrisgeün ; cls IllnsniL A Iünsne8 ilmoribu8 lib. VI- >wol ihm diese letztere von einigen abgesprochen werden.

cls Hillor. 6r. lib. IV. s. 19. p. 491. Läse, in ln»-x. 478. in bibl. 6 r. lik. II. c. p. 289- -.st

Eustachius , war ein ketzer im IV. lleculo, stincr prdft^sion nach ein Mönch, welcher, wie Epiphanius bericht^ (sen seinen stand so hoch hielt, daß er alle verehlichte PJ>von dem ewigen leben ausschloß, weil das in privat-ya.verrichtete gebär böse wäre. Darneben band er seiueu »'^egern ein, daß sie alle ihre güther verlassen müsten, PSwelches sie keine Hoffnung hätten in das Paradies zu ko» ^Über dieses ordnete er fasten an den sonntagen an, » - ^liessen sich von ihm unterschiedene weiber verführen, » »ihre männer verliessen, auch sehr viel sclaven nähme»ro gelegenheit, von ihren Herren wegzulauffen.

hoer. 40. .pNÜ'p

Eustachius, von Epiphanea in Syrien gebürtig,der regierung des Kaysers Anastasii um das jähr 496. I»

Er hat Lkronisorum Lompenäium von Aenea bls amstasium und einige andere fachen verfertiget. Er hat»» ^».eroberung von Amida, so sich an. ;c>;. zugetragen, beiun

kill. ecclef. lib.XIV. c. 97. Anülac, in VOLL ecr,

Eustachius, ein sehr geschickter und beredter mann 'um das jähr 440. berühmt. Er hat 9. reden BasilN ''

6. tagwercke aus dem Griechischen ins Lateinische uo^^

Es befindet sich diese Version unter den wercken des § ge-an. lüo;. zu Paris und an. 1616. zu Antwerpen ycr ^ zl.kommen. clivin. Ie«ll. s. 1 . ae tcrip -

in not. acl b. l. fuppl. x. 87-

* Eustachius , krossssor zu Constantinopel, hat neb ich