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-er verstorbene ein nichts werther mensch gewesen, und dasnatürliche band zwischen eltern und kindern ihn von dieser ab-scheulichen anklage abhalten sollte, welche ihn anstatt einerbelohnung mit einer ewigen schwach belegen wurde. Dessenohngeachtet trieb er seinen falschen eifer fort, und kam nachAthen, wo er Socratem so gleich besuchte, welcher ihn dochdurch seine philosophische gründe abwendig zu machen wußte.Plato hat hierüber einen äialoAum geschrieben, welchen erLutypssroir nennet, worinnen das gesprache, jo Socrates MitEutyphrone darüber gehabt, enthalten ist. Man konnte sichzwar einbilden, es sey nur eine erfindung Platoms , dadurcher unter der person des ertichteten Eutyphronv habe wollen ei-nen heuchlerischen frommen oder einen abergläubischen mannvorstellen; allein Nr. Datier (in seiner Übersetzung PlatoniStom. I. p. 56;. 2. eäit. ksris. 1701.) zeiget aus alten scriben-ten, daß in der that ein solcher Eutyphron gewesen, welcher sichvon Socrake hat weisen lassen , und von obigem widernatürli-chen beginnen abgestanden., Woraus er schliesset, daß die äia-loZi Platonis nicht allezeit über errichtete cksmat-e geschrieben,sondern nach der natur und Wahrheit der Personen, die darin-nen eingeführet werden, seyen gewachst worden, wie auch Te-lephon dergleichen hinterlassen hat.
Eux , oder Deucius, (Bertrandus ä') ein Cardinal undErtz-Bischoff von Ambrun, war ein Franzos, gebürtig vonBlandiac in der Dioeces von Usez. Er legte sich auf die erler-nuug der geist-und weltlichen Rechten, und machte darinnenvortrefliche progressen. Man gab ihm anfangs die Prodsteyvon Ambrun, und an. 1,2,. erhielt er gar das Ertz-Bißkhnmdaselbst. Der Papst Benedictus XII. schickte ihn an. i;; z. nachItalien, und als er nach r. jähren wieder zurück kam, gab er ihmden Cardinals-Hut, und machte ihn zum Vice-Cantzler der kirche.Hierauf wurde er Bischofs von Sabina , und gieng als Abge-sandter des Papsts Clementis VI. nach Italien, allwo er sichauch bey der wähl Jnnocentii VI. befunden. Erstarb zu Avi-gnonan. Ig;;. und hinterließ die Historie von Christi leiden undsterben in Sapphischen versen. in ksn. xii.
in annal. fi'/L.'». 6aII. purp. Lall. Ldrill. t?racco-
, in vit. Larä. , Ital. sscr. tom. I.
IM. äe I'Lglis. ä'Lvign. ttaricr , bist. äs Dauxk. L äss Lrck.ä'ämb. <8:c.
* Euxippis, eine tochter des Scedas, eines armen kin-wohners zu Leuctra, welche, nachdem sie durch die Sparta-nische Gesandte geschändet worden, sich sechsten umgebracht.
XV.
Euzojus, ein Diaconus zu Alexandria, wurde nebst Ario,dem Bischoffe in besagter stadt, abgesetzt, aber hernach, da erdem Kanser Constantino ein glaubens-bekänntnis, welches mitder rechtgläubigen lehre übereinstimmte, zum schein überge-ben , von der kirche wiederum angenommen. Bald daraufbeförderten ihn dre Arianer auf den Antiochischen stuhl; erwurde aber wider alles ihr vermuthen rechtgläubig. SscEn.
an. ;6o. z6i. ^79.
* Euzojus, ein Bischoff zu Cäsarea in Palästina, woselbster zugleich mit Greqorio dlarianrsno ehedessen studiret hatte.Er brachte die bibliotheck Origenis und Pamphili in gutenstand , und ward endlich unter Theodosio vertrieben. Er hatein und das andere geschrieben, davon aber schon zu Hiero-nymi zeiten nichts mehr übrig gewesen. Epiphanias ss-eres. 7;.hat ihn unter die Arianischen Bischöffe gezehlet. O« ,dibl. äss ant. äu IV. üscle.
* Ewanczitz, oder Eywanschitz, Eybanschitz, Eiben-
schitz, eine stadt in Mähren, drey weilen von Brinn, amstutz Jqglau gelegen. Sie gehörte ehemals den Herren Leippe,jetzo aber den Fürsten von Lichtenstein. Sie ist nicht allzugroß, hat aber eine schöne Vorstadt, und werden daselbst vielerelrgions - verwandte geduldet. irinsrar. Lsrm. c. 7.
x. i8?. segg.
* Ewelm, oder New-Elme, ein schloß an der Thems in
Orfordshire, wurde von Wilhelm äe In Pole, Hertzoge vonSuffolck, nebst einer feinen kirche und Hospital angelegt. Weilaber sein enckel, Johannes, Graf von Lincoln, sich in eine con-spiration wider, König Henricum VII. einließ, zog der Königunter andern güthern auch dieses ein. Lrir. p. 266.
Th- Hearne hat versprochen , eine Nachricht von diesem orte andas licht zu stellen. Gel. Zeit. I7Z2. x. 829.
* Ewes, ein marckt-flecken in der Englischen GrafschafftSurrey, 12. wellen von Landen gelegen, ist wegen eines präch-tigen pallasts, den Komg Henricus VIII. daselbst bauen lassen,bekannt. viL ^
Ex , lat. Isca, ist ein fluß in Engelland, welcher in Som-mersetshire entspringet, bey Wmsford vorbey gehet, hernachden fluß Dnnsbrook bey Dnlverton gegen abend zu sich nimmt,sodann in Devonshire lauft, und geraden weges südwärts nachTiverton zu fleußt, allwo er den flnß Loman und von morgenbey Stokecannon, den fluß Columb, ein wenig weiter hinun-ter aber den fluß Credy von abend zu sich nimmt, darauf umeinen grossen theil von der nord-west-und südlichen gegend vonEreter herum fließt, ein klein ecklein weiter hinunter sich mor-genwärts mit dem flusse Clyst , und westwärts mit dem flusseKent vermischet, und endlich bey Exmouth sehr breit sich in dasBritannische meer ergießt.
der sow^
LX^OIOK, war bey den Römern ein knecht, v»die schulden einfordern, als auch die ardeits - leuthe anham'muste, daß sie das ihre z» rechter zeit Ilefern sollten. UnterRömischen Kayftrn waren verschiedene LxLÄvres iribmorw ,ssscalium prieüscionum, snnorurrum Lc. äe servis-
* Epagon, ein Botschaffter von Cvpern, aus dem geschiehder Opläogenum, eines volcks in dieser insul, welcher »awRom abgeschickt worden; er soll durch die erfahrung in geg^wart der Römischen Bürgermeister bewiesen haben, baß dieOpkioALnes in der that eine anerbohrne krafft haben, die schüttgen fliehen zu machen, und diejenigen wieder zu heilen, so Udenselben etwan gestochen worden. Man sagt, er habe sich ss',
sten in ein faß geleget, welches mit schlangen angefüllet geweft' '
worauf diese khiere seinen leib angefangen zu lecken, und ihm 0"durch nicht mehr schaden gethan, als ein kleiner Hund ihm mm"geschadet haben. /Vr»» IM. nawr. lib. XXVIII. c. z.
* LX^MlJOX, eine berühmte mauer, an dem Coris*
thischen Ikkmo gelegen, welche der Kayser Emanuel an. »4^'aufführen ließ, um Pelopvnnesum vor den einfüllen der Bg*.barn zu bewahren. Sie wurde also genennet, weil sie 6. nnlen lang war. Sie fieng bey dem korm UeckX«, d. ^stadien von Corinlho an, und gieng fort bis an den Hafens.Cenchrea gegen dem Saronischen meer-busen , der nun E'Mheisset. Amurath II., nachdem er die belagerung von Consta« ^nopel aufgehoben, liesse sie an. 1424. niederreissen, ohngeaandes friedens , den er mit den Griechischen Kayftrn geschlE,hatte. Die Venetianer (um Morea besser beschützen zu konm'faßten hernachmals den entschluß, diese mauer wieder auszM">fern, und zu dem ende landete an. 146;. Ludovicus Lorevamit seinem volck daselbst an, um sich mit Berkholdo ä'Este zu tojungiren, und gesamter Hand mit ihm biß grosse werck zu u>mnehmen. Zu dem ende liessen sie zoooo. mann daran arvew-welche innerhalb »4. tagen das werck zu ende brachten, «»o ^mit doppelten grüben versahen; auch setzten sie der länger;6. thürne. Die ungläubigen kamen zwar bald diefts vuwerck anzugreiffen, sie wurden aber abgetrieben. Lorer» §gieng hierauf Corinthv zu belagern, hingegen hatte Berthen ^das Unglück, daß er in dem selbe von einem stein zu tode gowo §fen wurde. Bertinv äe Calcinato wurde das comniandoBertholdi stelle aufgetragen; da er aber hörte, daß Begn"omit 80000. mann auf ihn zu marschirte, so verließ er Cor""^und hub die belagerung auf, und also fiel diese mauer, ^mit unsäglichem kosten gebauet worden, wieder in derHände. äetcripr. Nore-e.
ist der nähme der regierung, welche sOrientalischen Kayser über das untere theil von Italien,dem der obere theil von den Lombarden weggenommen won.^durch ihre Gouverneurs geführet. Es begriff solches unter ' .die haupt-und residentz-stadt der Exarchen, Ravenna, oeov, ^chen Bononien, Jmola, Faenza, korum kopilü,vii, Cäsena, Bobbio, Ferrara, Comachio, Adria,und Gabellum, ja die stadt Rom selbsten, wiewol diese wHz-der schwäche der Orientalischen Kayser und aufnähme der v §mischen Papste nicht allerdings ihre unterthänigkeit bezeugwollte. Der erste unter den Exarchen oder Gouverneurs .j,ser städte war, wie insgemein dafür gehalten wird, /nus. Denn nachdem der tapfere General Narses von dcs^fers Juftini des jünger« gemahlin Sophia gar schimpfi'M ^ctirt worden, wußte dieser sich nicht besser zu rächen, ^
erdie Longobardrn aus Pannonien, heut zu tage Hungarn, ^rief, welche sich auch durch die anmuthigkeit der fruchte, w ^ihnen Narses zu diesem ende aus Italien zugeschickt, garbewegen liessen, daß sie gantz Italien, ausser vbqedachtenten, welche dem Kayser treu verblieben, einnahmen. he-nun in der beständigen devotion zu erhalten , wurde, wwreits gedacht, Longinus unter dem titul eines Exarchen ,jähr 568. oder; 70. nach Italien geschickt. Seine naE s^e,gleichwie er selbst, führten mit den Longobarden schwere"hatten auch mit erwehlung der Römischen Päpste g^'^npt-drießlichkeiten, bis endlich an. 74z.oder 744. Ravenna, die vstadt selbst, von dem Longobarver-Könige Aistulpho eroven- ^dadurch dem Erarchat ein ende gemacht worden, »acyvrüber anderthalb hundert jähr gestanden. Allein da Aum ^hessich damit blos nicht begnügen wollte, sondern über dieftv'Kirchen-Staat einfiel, und den Papst Stephanum in v» ^Rom sehr ängstigte, rief dieser Pipinum aus Fran»^ Ajr-hülffe, welcher Aistulphum nöthigte, nicht allein die m Aa-chen-Staate eingenommene örler zu restitniren, sondernvenna nebst dem, was darzu gehörte, dem Papste adzu»
Die succeßion der Exarchen:
An.; 68. oder 70. Longinus. An. 6ig. Jsaacius.
;8;. Flavius Smaragdus. 642. Theodorus ssan"
587.Romanus. 648. OlvmpluS- - ..-hps,
598. Caüinicus. 652. Theodorns Lw ^
602. Smaragdus, aufs neu aufs neue emg"
eingesetzt. 685. Johannes P><«v'
Li2. Johannes Lemiqius, P^ina. -
aus Thracien gebür- 702. TheovhNwcnw.^K,
tiq. 71°. Johannes
6iS.Eleutherius, ein Du- nmÄon nur
nuctrur. dere, odschon