Band 
Dritter Theil. D - Ha.
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nicht lange hernach Professor, wobey er in seinen lectionen ei-nen solchen zulauf hatte, daß auch der alte Tabor ihn mitschälen äugen ansähe. An. rS6;. wurde er BraunschweigischerRath, und Professor Juris publici in Helmstädt, an. 1678.aber Assessor des Kayserllchen Cammer-Gerichts. An. 1680.

nahm ihn Kayser Leopoldus zu seinem Rath an, und erneuerteihm den alten Adel, worauf er auch nebst seinem stamm derRheinischen Reichs-Ritterschafft einverleibet wurde. Er starban. 1700. Seine schriften sind an. 1707- zu Straßbura zu-sammen gedruckt worden. Von seinen söhnen war 1.) Chri-stian Wilhelm an. 1716. Holstein-Gottvepischer Staats-Mini-ster, und Gesandter auf dem Reichs-tage zu Regenspurg. 2.)Ulrich aber bekleidete an. i?'«- au dem jetzt-besagten Hofe diestelle eines Hof-und Justitien-Raths.

Evckh, (Johannes) war ein sehr kunstreicher und höchst-berühmter mcchler von Maseyck m Brnbant an. 1Z69. oder 70.gebürtig. Er hat schon in seinen jungen jähren eine grosse in-rlination zu der zeichnungs-kunst an den tag geleget, und dar-innen fowol als in dem mahlen nachgehends verwunderlicheschritte gemacht; aus seinem vatterlande begab er sich in dievolckreiche stadt Brügge in Flandern , allwo er sich durch sei-ne auf holtz in eyer-und leym-farbe gemachte stücke sehr re-nommier gemacht. Ihm hat man zu verdancken die schöne er-findung des künstlichen fürnis über die eyer-und leym-farbe,welchen die Jtaliäner bjshero vergebens zu erkünsteln gesucht;wie auch die öl-farbe, so vor dieser zeit den mahlern unbe-kannt gewesen. Seine gemählde, und darunter sonderlich diegrosse tafeln in der St. Johannis-kirche zu Gent, darauf;;«,unterschiedene angestchter stehen sollen, werden von den künst-iern sehr hoch geschähet. Sein älterer bruder Hubert undMargaretha seine schwester werden bey vorfallender Meldungberühmter mahler ebenfalls selten mit stillschweigen Übergän-gen. Gandrarts Acad. k. II. l,b. III. p. ri;.

Eyderstädt, siehe Eiderstede.

E^derwald, siehe Ardenner.wald.

Eydgenossenschafft, stehe Gchweitzerland.

Eve, Az?e oder Ea^, ist eine kleine stadt in der Engli-schen provintz Suffolk an den grentzen von Norfolk, welchedas recht hat, zwey Deputirte zu den Parlements-versamm-lungen abzusenden. Ihr nähme bedeutet so viel, als eine in-sul, weil ein kleiner stuß, an welchem sie liegt, sie fast vonallen feiten umgjebt. L'Mriäe», Lritann. öeevereF, äelis. clsl'LnZl. p. 872. (;6.)

Eserlandt, ist eine kleine insul zu Holland gehörig, wel-che nahe an der insul Texel lieget.

* Ezss, (Albrecht von > der Rechten voäkor und Päpstlicher

Cämmerer, wie auch Lanonicus zu Ba.mberg, Würtzburgund Aichstädt. Er starb an. 147;. und hat eine coüection vonden zierlichen redens-arten der Rednern , Poeten, Geschicht-schreibern und Philosophen gemacht, welche unter dem titulMarZariw koetica, Lpiüolaris A Orawria zu Nürnberg 1472.148«. in fol. heraus gekommen. Angleichen hat er geschrieben:1 r. äs sie nxoria ; Lpiü. von der Vorbereitung zum tobe.VettZbem. inLUngh. txpogr. Oerm. üsmmstogr.

* EMnberg, (Caspar Matthäus) Stifts-Szmäicus zuNaumburg, ein söhn Caspar Eylenbergs» Oeoonomi in derSchul-Pförte, war in historischen fachen wohl erfahren, undstarb am 1696. den 2;. dec. in dem 66. jähre seines alters.

Er hat ein buch äs Laübus tragicis Virorum fcripLis <L eru-äitione illustrium > Und einen Imcstacum äs Successione ab in-restaw hinterlassen, doch ist vermuthlich keines noch zur zeitzum druck gekommen. Ludewigs schul-Historie, k. II. p.r;?.

blaumk. littsme. tz.7;. Seine deduttion den schützbelangende, welchen das Haus Sachsen in dem Stift Naum-burg hat, ist an. 16;?. in fol. gedruckt worden.

* Epmoutiers, ein flecken und Collegial-Stift in dem Li-mofln an der Vienne, sieben stunden von Limoges gegen mor-gen. Ti/atz, , Oicsson.

Eyndhoven, eine kleine stadt, nebst einem schlösse, andem fluß Dommel, in demjenigen theil des Holländischen Bra-bants , welches das Kempenland genennet wird. Sie liegtzwischen Hertzvgenbusch und Mastricht, 4. Meilen von demerstgedachten ort, und hat vor diesem den Grafen von Burenzugestanden, von denen es an das Hans Oranien gekommen.Am i;8;. 1587. 1601. und 164;. ist sie von den Spaniern,an. 1629. aber von den Holländern erobert worden.

,äelör. Lelg. topoxr. ink. 6 erm.

* Esudius, (Jacobus) gebürtig von Delft, war Capi-tain in diensten örr vereinigten Niederlande , aber dabey vonunqemeiner gelehrsamkett. Er hat die Historie von Seelandbis auf an. 1296. m Lateinischer spräche beschrieben, welchenach seinem an. 1714. M Haamstede, einem von ihm erneuer-ten schloß, erfolgten frühzeitigen tobe auf kosten der General-Staaten gedruckt worden. Sonst hat man noch von ihm eingelehrtes werck äs Tsltationibus Veterum, und einesanimlungvon Lateinischen und Niederländischen gelichten, welche zu Lei-den an. r6n. in 4. heraus gekommen.

beschreibung von Delst.

Eyre, (William) ein Englischer Minister von der Pres-byterianer parley, studirte in Orford, und wurde nachgehends,weil er sich der rvkfvrmität nicht unlerwerffen wollte, von sei.

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uem amte stillgestellt. Zwischen ihm, Woodbrige und WMsen entstund eine dispute von der rechtfertigung , welche ervon ewiqkeit geschehen zu seyn behauptete, welches auch >e>*uem buch , VinäiciT Justlstcgrionis gratuitR genannt, den an-las gegeben; er starb in einem privat-leben zu Milksham an-1670. , c,f ejLÄ. Ninissr. Es muß mit diesem nicht eon«

fundirt werden William Eyre, 8vcius eines LolleZii in Cam-bridge, welcher um das jähr 1607. florirt, und eine Lpuw-l-im an den berühmten I. Usserium geschrieben, darinnen "die surbsmicgm coäicis feript. wie auch punäkorum VvcS'lium littersrum defendirt, (eben wie es nach ihm die huX"torki gethan ,) und von dieser Materie ein völliges werck ver-spricht, auch zu erkennen giebt, daß er sich sonderlich auf d'*Arabische und andere Orientalische sprachen gelegt habe; Ahat aber hernach L. Capellus einige episteln von eben dicken»smllore in seine Lritieam tscr-rm gebracht, darinnen er Mfür Capelli meynungen erkläret. * .

* Erring, (Ellas Martin) Pfarrer und Superintendentzu Rodach in Francken, hat sich sonderlich durch die leben»beschreibung Hertzogs Ernsts des frommen in Gotha bekan«gemacht. Sie kam am 1704. in Lateinischer spräche zuzig heraus, unter dem titul: Vita LrneA kü, vucisul-e. Anton Teißier stellte einen auszug davon in FranMscher spräche an das licht, welcher zu Berlin an.druckt worden. Eyring schrieb selbst hierauf ein viel weitlamtiger werck in Temfcher spräche, darinn ausser dem leben E»tzog Ernsts auch das leben seiner eitern , drüber und sov'.sollte beschrieben werden. Er wollte es unter dem titul: Cmmsicher Regenten - spiegel rc. heraus geben; konnte es aber nm/zu stände bringen. Er starb den 1;. oct. am i?;y. ^'

Llster theil.

* Exselius, (Joh. Philippus) ein Meäicus, gebohckzu Erfurt am i6;r. besuchte erstlich das basige Oymnsirvr-?und studirte so dann die Medicin zu Jena, ingleichm -ner vatter-stadt, woselbst er auch an. 1680. die würdevoctnris erlangte. Hierauf verfügte er sich nach Westphiwund wurde zu Bockem Stadt-kk^lisris, kehrte aber an-nach geendigter pest wiederum nach Erfurt zurück, da er oeum das jähr 1687. Meckicinss extrgoräinsrius, an. 169?/kschologi^ krokeüor oräinMUS Wurde, und zugleich ^Facultät eine stelle erhielt. In dem folgenden jähre verkam .te er die Pathologie mit der kroksssions AnsromiD « r- ^rurglR, wozu hernach auch die krotsstio LoCLnices kam, wde so dann noch an. l?i;. klliloloplü-L Ngzister , llNd1715. ein Mitglied der Aeademie Nsr. Luriolorum, wora>' ^am 1717. den ;«. ium in dem 65. jähre seines alters w» ' ;abgieng. Seim schriften sind: Lompenäium kti^stoloKla^x.Lomp. kacholvßicvm; Lomp. 8emio1oZicum ; Lomp-Mulls Neäicis prLsccibenäis; Lomp. krüÄicum; Lornp-rurgiLum äcc. welche au. 1718. unter dem titul: Operaäica L Lüirurgica , zusammen wieder aufgelegt worden.ner Disputationen, deren eine ziemliche anzahl, zu Mwgen. Lrchräia licemta, k. n. ssÄ. II. , ..z

* Ezagen, eine Afrikanische stadt IN der provintz Hab gier,Königreichs Fez. Sie ist alt, und ein werck der emwvv j,§.und liegt an einem Hügel, drey stunden von dem fluffe ^

Die einwohner flnd reich, und haben schöne reb-berge /von sie einen treflichen wein sammlen; und der König ^ihnen davon zu trmcken, ob sie schon Mahometaner si'w',,„cr.gen liegt auch stunden von Fez, und hat bey 700. einw^/

Um diese stadt liegen noch einige dörsiein, die noch «>",,« zugerichts-zwang Ezagen gehören. Der Gouverneur w per--dem schütz der provintz ;oo.pftrde erhalten , welche» ' esteNlich wider die Portugiesen ist, so ehedessen r;. bis 20- ^11-in das land hinein streiften, und dasselbe gäntzlichdecken. äescript. RarvLLo tom. il. lid.

6'ar«e,7/e, OiÄ. 6eogr. 'kchtü

Ezechias, ober Hiskias, ein frommer und gott-Oss^i,ger König in Juda, in der ordnung der i;., war »» Htckdes Königs Ahas, und seine Mutter hieß Abi, eureZachariä. Er wurde ä. A. ;r;;. ü. L. 7^2. gebohre« 'Mkam ü. N. ;r;7. ü. L. 727. zurregierunq. Er bemur^jeBdie abgötterey auszurotten, hingegen den wahren E, bücherwiederum anzurichten. EusebtuS berichtet, daß er vu» , ge-Salomonis untergebruckt, darinnen von natürlichen >a^ piivhandelt war, und deren einfältige leuthe mißbraucht untreuGenedrardus mit den Rabbiner» behaupten, daß er em ^^,1-licher Nstkemsticus gewesen, und eine reformatwn ^ ^xca>r!kdecs bey den Jüden vorgenommen habe, durch eine m AMtion des monals Nisan , so alle ;. jähr geschehen. Phil!»diesem war er auch glücklich, indem er nicht allem m ,

ster schlug, sondern sich auch von der dienstbarkeit versehen Könige frey machte. Doch geschahe es in ^' AssyciMre seiner regierung, daß Sennacherib, König von ^ xM-mit einer grossen armee in Judäam kam, und vielte, wodurch Hiskias gezwungen wurde, ihn mit em» -summa gelbes zu besänftigen. Hierauf zog zwar L-e»in Egypten, nach ;. jähren aber kam er mit ftincr » Mder in Judäam, und belagerte Jerusalem. E,

in der äussersten gefahr sahe, nahm seine zufluml a»qebät, und eckanate dabur^i -in- N»>i-»»iae und w ^ u>>

gebat, und erlangte dadurch eine schleunige und wunv»hulffe von GOtt; denn der enget des HErrn fuhr uu»