Band 
Dritter Theil. D - Ha.
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provintzen, gar viel zur grund-leguna und aufnähme seiner So-cietät beygetragen. Als er aber auf das Loncilium zu Tridentberuffen wurde, starb er an. 1546. an einem fieber. Lebitt 668 kam. L 6am. illulkr.

Faber, (Philippus) ein berühmter Francifcaner-Mönch,war zu Spianata, ohnweit der stadt Faenza, von schlechteneitern gebühren. Nachdem er seine studier», welche er zu Pa-dua angefangen , zu Rom geendiget, wurde er zum Laccs-tsmev gemacht, und gieng hierauf nach Venedrg, daselbstdie Philosophie zu lehren. Nachmals wurde er von seinem or-den einmüthig zum General-Aßistenten erwehlet, welche würdeer auch zu grossem nutzen dieses ordens in die ;o. jähr beklei-det. Ausser diesem machten ihn ferne ordens-druder zuin auf«scher der studier, zu Cremona, Parma und Padua. An die-sem letztem orte wurde ihm auch die Metaphystc zu lehren auf-getragen , und nachdem er dieses amt ;. jähr mit gutem fort«gang verrichtet, wurde er zu der theologischen ?roksllion be-fördert , auch zugleich mit einer penston, dergleichen keiner vorihm gehabt, jährlich versehen. Dieses bewog ihn niemals die-sen ort zu verlassen , ob ihm schon Urbanus Vlls. die stelle ei-nes Inquisitors zu Rom ertheilen wollte. Im übrigen habenihm die Scotisten die neue aufnähme ihrer lehre, so damalsziemlich herunter gekommen war, zu daacken. Er starb an.rszo. den 28. aug. im 66. jähre seines alterS. Er hat ver-schiedene schriften verfertiget, deren ein theil in die Hände ei-nes krostssoris zu Padua, Felicis Osti, gekommen, aber mitseinem tobe zu gründe gegangen. Unter denen, die noch übrigfind, findet man Opus äs krimstu ketri kontifisis 8.0ms-ni uilvsrlus 4. priores 6s 8sp. Lcdelisiiics libros N. ämo-nii 6s Ilomims; s6verlus ^rkeos ; Lommentsr. in 4. librvs8ententisr.; Mstspkzsscsm, Welche sein succelsor, MatthiasFerchms, mit beyfügung seines lebens an das licht gestehet;6s Leniuris Lsslsstastisis, 6e kcse6süinstions As.in elo§. 6>br/r»r, tb. 6'buom. Istt. iMperra/. musseum biüor.in tttsatro.

Faber, (Tanaquill) einer der grösten Lftticorum des XVII.kTculi, war zu Caen in der Normandie an. 1615. von armeneitern gebvhren. Er zeigte gleich in der ersten fugend einen ge-schickten köpf, wurde daher dem studire» gewiedmet, undvon seines vatlers bruder» einem Geistlichen, erzogen und un-terwiesen. Weil er eine schöne stimme und gutes gehör hatte,ließ ihn derselbe 4. iahr lang blos mit der muflc zubringen,und im irten seines alters erst anfangen die Lateinische sprächezu lernen, darinn er es aber in 6. monaten weiter brachte,als andere in 2. jähren. Doch die allzu grosse schärfe feinesVetters machte ihn so verdrießlich, daß ihn sein vatter wiederzu sich nach Hause nehmen, und ihm einen andern krLsspto-ism geben muste. Dieser war zwar gelehrt, konnte aber nichtGriechisch, und weil der junge Fader die Nothwendigkeit die-se spräche zu lernen , schon erkannte, suchte er sich sechsten zuhelffm, und nahm auch in kurtzem darinn eben so sehr zu, alsunter feinem krs-eeptors in der Lateinischen. Nachdem er sichdie grammatic bekannt gemacht, nahm er, wie ehemals Sca-liger, gleich den Homermn und die Imgicos vor die Hand.Nach anderthalb jähren ward er in die schule nach Fleche ge-schickt, allwo er sein studiren mit besonderm rühm zu endebrachte. Die Jesuiten bemüheten sich sehr, ihn bey sich zu be-halten , er aber gieng in seinem ig. fahre wieder nach Haufe.Sein vatter schlug ihm vor, in den geistlichen stand zu treten,als darinnen er bey seiner armuth am besten fortkommen könn-te ; worzu er sich aber durchaus nicht wollte bereden lassen.Als er einige jähre in der Normandie zugebracht hatte, giengrr nach Paris, da er bald freunde und Patronen fand. DerHerr äs Rovers brachte ihn zu dem Cardinal Richelieu, derihm die aufsicht über die schriften, die im Louvre gedruckt wur-den, auftrug, da er aus den vsrisntibus IsÄionibus der altensuüiorum die besten auslesen sollte, und verschaffte ihm einebesoldung von 200. Pistolen. Er war auch gesonnen , ihnzum KeÄore des zu Richelieu aufzurichtenden Loliegü zu ma-chen, da er seine vorige besoldung behalten, und noch anderewichtige einkünfte darzu bekommen sollte; aber der tod desCardinals machte alle diese Hoffnung auf einmal zunichte. Ma-zarin fragte nicht viel nach der gelehrsamkeit, und da Faderseine besoldung nicht mehr richtig erhielt, ward er verdrießlich,und legte selbst seine bedienung nieder. Nachdem er einigefahre zu Paris vor sich gelebet hatte, gieng er mit dem Mar-quis 6s Franciere nach Langres, allwo er eine liebe zur Pro-testantischen religron bekam. Er verließ also seinen Patronund zugleich dre Römische krrche, und gieng wieder nach Pa-ris, und kurtz darauf nach Brmilly in Touraine, da er sicheinige jähre aufhrelt. Dre Academre zu Saumur war damalssehr in sior, undssvurde mrt den gelehrtesten leuthen besetzt,daher man auch Fabern eine daselbst m der dritten classe er-ledigte stelle antrug, dre er sondemch wegen der schönen ge-gend deS landes annahm, und der rhm zu gleicher zeit ange-botenen Profession der Griechischen spräche zu Niemägen vor-zog , ob gleich die besoldung darbet) gar mäßig war. Diesesamt hat er viel jähr lang verwaltet, und tN der zeit seine mei-ste» schriften heraus gegeben. Einige monate vor seiner letztenkranckheit, berufte ihn der Churfürst von der Pfaltz nach Her.delberg; allein der tod übereilte ihn, ehe er sich dahin hege.

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den konnte. Man hatte ihn vorher nach Utrecht und Leidenverlangt, welche letztere stelle er auch gewiß würde angenom-men haben, wenn ihn nicht ein drief eines freundes, oder,wie einige wollen, die liebe zu einem srauenzimmer auf ärme-re gedancken gebracht hatte. Diese hat ihn noch auf andereschwachheiten verleitet; denn als er einsmals eine reist na«Paris that» suchte ihn Colbert daselbst zu behalten, that rhmsehr vortheilhafftige Vorschläge , und ließ ihm ein Haus rm^then; aber ehe stchs jemand von seinen freunden versähe, warFaber wieder nach Saumur gereist, weil es ihm nicht mög-lich gewesen war, länger von seinem srauenzimmer zu ssevn,wodurch er Colberts gunst und kurtz daraufeine besoldung vo»;oc>. thalern verlohr, die ihm der König einige jähr lang v«rte zahlen lassen. Ohngeacbtet er sehr arm war, so gar, oaoer auch einmal seine bidlivthcck verkauffm muste, so lebte ^doch ziemlich verschwenderisch. Er war jederzeit wohl geuE»und parfumirt, ließ auch öfters gantze kistlein mit handW'vseidenen strümpfen und nadeln aus Engeüand, wie auch mlerhand essentzen, rauchwerck und pondres von Paris und vvRom dringen, um seine freunde damit zu beschenckcn. ^war von den vornehmsten leuthen hoch geschätzt , als dercfreundschafft er sehr geschickt zu unterhalten wußte. Seine o*ständigkeit in der freundschasst ist daraus zu erkennen, daß *dem Herrn Pelrsson seinen Lucretwm zugeschrieben, als 0^selbe in der Bastille saß, und sich im unglücklichsten zustambefand. Er war sehr mitleidig und überaus dienstfertig,te heraeqen lügen und prahlen nicht leiden. Der zorn ubereite ihn sehr leicht, gieng aber bald üderhin. Er war wvh'wstatt, von mehr als mittler grösse, und etwas starck von »eio -hatte sehr lange blonde krause haare, und blaue überaus nhasste äugen. Er gieng wenig aus, und suchte sein vergmgen im studiren, bey seinen Ändern, und in seinem garle>'den er selbst angelegt, und mit allerhand schönen blumen verrhen hatte. Wie er grosses vergnügen in Unterweisung stwkinder fand, so versäumte er auch nicht die geringste gelege»heil, dieselben bey sich zu haben, und wußte sie so zn era>^niren, daß fie dadurch nicht müde gemacht, sondern udera^ergötzt wurden. Er aß wenig, und pflegte fast immer oavzu arbeiten. In der fugend hatte er sich gewöhnt langesitzen, aber nach der zeit ist er niemals über Mitternachtgeblieben, und dergegen jederzeit um 4. uhr aufgestauetDas geringste geräusche konnte ihn aufwecken, und soerwachte, stund er auf, wenn gleich andere noch nicht z» ^the waren. Diese lebens-art und die gewvhnheit, daran»sein sslsclicus seit einiger zeit gebracht hatte, den weinmischt zu trincken, hatte ihm das geblüte so erhitzt, daß ^seinem 57. jähre in ein hitziges fieber fiel, das ihn in ,j.gen ums leben brachte. Ob er gleich in dieser kranckheitstentheils phantafirte, so übersetzte er doch r 8. fabeln des ^manns in Lateinische verse, die er grossen theils selbst ZU spier brachte. Als aber das fieber überhand nahm, v>" ^er dem Dacier, als dem einzigen schüler, den er jederMsich hatte, dieselben in die jeder, der sie auch hernach dA"lassen. Er starb den 12. sept. 1672., und man sagt, er >willens gewesen, wieder zu der Catholischen religion zu 'v ^wiewol sich das schwerlich mit seinem Vorsatz nachzu gehen, zusammen reimet. Er hat einen söhn Hintern"' pder viel jähr lang als Französischer Prediger in Holwnv ^Engeüand gelebet, aber nachgehends wieder nach F^ss<,,e,-gegangen, und die Catholische religion angenommen» pchen eine tochter, die den berühmten Dacier gehcuratye« ^sich durch viele schriften bekannt gemacht. Von ihm sio-folgende schriften: Lpistolgs Lritisss ; ssnucreomis Anis Lsrmins sum nvris; Lxolioäorum c. n.; kkseärr ^

s. r>.; 8ucretimn c. n.; I-ongineun c. n.; Viss 6es B

Liess ; Wetl>o6e pour commencer Ie8 Humsnire 2 ; ä*" ^c. n.; leremium c. n.; Wisni Ilistori'am vsrism c-u-- ^cisni ssimonem L Librum 6sWorte keregrini c. n.; »woreinVitsm ssstsssl; XsnoxkvntiL Oonvivium; LIcibmäeMklutonis ; kluwksbum 6e 8upsrlk1tione, und andere,molres pour la Vis 6s ssanncgui le kevre xarOrigines 6e Laen. *

Passer, (Timäus) ein Niederländischer Rechtsge^hwelcher von Leuwarden in Frießland gebürtig geweicn ' ^ I.

an. 162;. gestorben. Man hat von ihm ärmotsl.

L Oispukst. Lnniverssr. s6 lib. IV. Inüit. HnttiliisM-

bibl.

Faber, (Vitus) oder Guy 6u Faur, Herr vonPräsident des Parlements zu Paris, war gebürtig vonst, allwo seine familie bereits von200. jähren her M' ^kl^nehmen Häusern durch heurathen vereiniget, und dur« por-dring der ansehnlichsten ehren-stellen grosse Hochachtung .^gt,ben. Nachdem er den gründ seiner studier, zu Parw A ge-begab er sich nach Italien. Als er von dar wieder zm,^ zukommen, brachte er sich gleich anfangs bey dem Parn'

Toulouse grosses ansehen zuwege, und wurde rn dem /seines alters bey demseibigen zu einem Rath erneniiel'wie ihm bald darauf in dieser stadt das amt eures jz dewters aufgetragen worden. Einige zeit hernach grenzecharacter eines Ambassadors aus das Lonsiliimr na«seines Königs intereffe darbey zu beobachten. Bey stm