Band 
Dritter Theil. D - Ha.
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fae sag

einfalle der Kayserlichen ins Ferrarische starck bevestiget.lib. XIX. c. i. itinerar. lib. I.

lib. I. äescr. ImI.

Färno, (Gabriel) gebürtig von Crewona, einer der vor-treflichsten Poeten seiner zeit, machte sich durch die wissenschafftder Griechischen und Lateinischen sprachen bey dem Cardinal äsMedicis, so nachmals unter dem nahmen Pu IV. Papst wor-den, ingleichen beydem Cardinal CarolaBorromao sehr be-liebt. Er starb an. 1561. in der besten bluthe semer iahre, eheer noch seine schriften genugsam ausarbeiten können. Manhat von ihm Aesopi fabeln in verschiedene gattungen von Versenübersetzt; desgleichen Terentü Lomosä-38 ex vetustMmib II-lbriii vsiluuni iLlions emenstai98 ; äs IVIein8 Oomisi§libr. 1. ; vislog^ LMiguic-Num; in sulkersno8 Seötsmgue6erman!cam Llegias ; ObfervLtiones in LswIIum ; Lpillolam,qus continetur cenlura einenästionum sivianarum LaroliLigonü Lc. Er hatte auch sonderlich an crläuterung undVerbesserung des tepts im Planto , Cäsare , Ciceronis epiüo-lsrum und theils oratiomnn , sodann auch Livii und Suetoniigearbeitet. Und wie sein kritisches urtheil und acumen für-treflich gut gewesen, so haben die Gelehrten destomehr ursach de-ren vertust zu beklagen, Massen von dem allen das wenigste her-aus kommen ist. 7 lib.XXVIII. 6t>r/r«r tbeatr.

6e scrixt. ü-c. XVI. var. Isü. lib. X. L XVI.

eloge8 wm. I. L III. *

* Aaes, (Johannes) war zu Lüneburg den II. febr. an.1646. gebohren. Nachdem er zu Helmstädt studiret, und an.167;. zu Steigerberg in der Grafschafft Hoya, an. 1682. aberzu Minden einen Prediger abgegeben, kam er an. 1687. in glei-cher bedienung nach Stade, woselbst er zuletzt am 1699. Se-nior wurde. Er hat verschiedene vocationen nach Dörpt, Lun-den und Quedlinburg ausgeschlagen, und ist an. 1712. im jul.zu Stade gestorben. Unter seinen schriften sind : äs ^ubilsck

Vontiücum Komsiwrum; Lxercit. in Äleäirstione8 Lsrteln;äs Osrei8 L»ptismslibu8 IrLÄ.; Lxpoticio Lpikolsesäkbilemo-nem ; Lkristu8 inccisn3tn8; äe Hebäomaäs ms^ns; Ilotse näL^mläum äs ritu lepslienäi Lc.

Fäsch, siehe Fesch.

Fäsrus, s Joh. Jacobus) von Zürich gebürtig, war eintrejiicher Mrtiem-Nicu8, hatte die Lpbemeriäe8 ausgerechnet,und den Zürichischen calender gestellct. Seine über das in dendruck gegebene schriften sind: öelicise Mronomics-, betreffendden gebrauch Spk-erL srmillsris, ültrosLvxü, klanetolsbii undijoroloAiogrspki» bnomicse, Zürich an. 1697.; Anleitung,wie man aus dem calender die anMerckung und andere merck-würdigkeit der planeren beobachten soll,. Zürich an. 1710.Auf der bürger-blbliotheck sind zu fthen schone von ihm verfer-tigte Sxllernsm Lüronomisa; karsäoxum Necksnico-Mro-Hvmicuw, livs klsnetolsbium. Dz^rff. Züricher geschlechtb. *

Hafiln, ein König von Oviedo in Spanien , folgte seinemvatler Pelagiv an. ?;6. oder in der regierung, führte sie abernicht länger als zwey jähr, indem er auf der jagd von einemhären umgebracht worden. Alphvnsus I. der keusche, succe-dirteihm. Ac.

Faga, oder Set Faga, welcher an. 1647. nach Parisgekommen, und sich daselbst für einen der vornehmsten Mini-ster des Königs in Persien angegeben, auch deswegen grosseHöflichkeit empfangen. Allein da sein betrug an den rag gekom-men, fand man, daß er ein blosser zoll-einnehmer gewesen.

* Hage, (Raymundus äelg) von Jsle en Albigeois ge-bürtig , mag zu einem exempel der grossen krafft, so die natur.liche neigung bey dem menschen hat, dienen. Ohne einigeanweisung fieng er in seinen jüngsten jähren an so vortreflichzu zeichnen, daß jederman darüber erstaunte. Als er nachRom gekommen war, wiese er von seinen Hand - rissen etlichevor, und setzte dadurch alle kenner in eine um so viel grössereVerwunderung, als weniger man sich von einem so jungen men-schen solche stücke versprach, die einen vollkommenen mcisteranzeigeten. Er war in der wissenschafft der Muskeln unver-gleichlich , und zeichnete seine bilder mit einer solchen freyheit,-aß sich auch Michel Ange derselben nicht würde beschämet ha-ben. Seine neigung zu einer ausgelassenen lebens-art hat ihnverleitet, öfters solche schändliche dinge zu entwerffen, welchekein tugendkebender mensch ohne zu erböthen anschauen konnte,und in diesen stucken zeigte er noch mehr feuer und kunst, als inernstlichen Materien. Übrigens ist er bey dem zeichnen geblie-ben , und hat niemals mit dem Pinsel gemahlet. Er starbin der bluthe semer jähre, gegen dem ende des XVII. stec.

* Dackel, ein ansehnliches geschlecht in den Niederlanden,welches viel berühmte leuthe hervorgebracht. Caspar Fagel er-warb sich durch seine gute elgenschafften anfänglich die stelle ei-nes kenlionsrii von Hartem, und that sich fvlgends in dersel-ben dergestalt hervor, daß er an. 1670. zum 6re6isr der Ge-neral-Staaten ernennet wurde. An. 1672. wurde er an Wil-helmum Printzen von Oralsten, und nachmaligen Konig vonEngeüand, von den Staaten abgeordnet, um selbigem dieNachricht von seiner erhebunq zum General-Capitam zu über-bringen. Als aber kurtz darauf der entschluß gefastet wurde,mit dem Könige von Franckreich, der bereits etliche prvvintzen

sag

in seiner gewalt hatte, einen frieden , so gut als man dense^gen bekommen könnte, einzugehen, widersetzte er sich vm»zaghafftigkeit mit allem eifer, und war auf keine weise zu vewgen , daß er diese resolutivn gesiegelt hätte, wiewol dem, "geachtet die Deputieren diese reise vorgenommen. Nach dienwurde er den 20. aug. welches eben derjenige tag war, dar«,sein Vorgänger Johann äs Witt ermordet worden, zum G'""kenliormrio von Holland ernennet, welcher mühsamen und s -jährlichen bedienung er mit solcher klugheit vorgestanden» """er auch an. 1677., da er wegen abnehmender leibes-kraffte»seine entlassung bat, dieselbe nicht erhalten konnte. Erein grosser freund des Printzen von Oralsten, wußte aber Ufen interesse mit dem nutzen und den absichten der Repu""-,so wohl zu verbinden, daß beyde theile aufs vollkommensten'ihm zufrieden waren. Sein bruder, Heinrich Fagel,ihm in der würde eines 6reKer der General-Staaten, die NrAgehends auch von Caspar Fagel, des letztem söhne, berleu"wurde. Johannes Fagel, Herr von Cralingen, so von jug''auf in Holländischen kriegs - diensten gestanden, war an. rgebohren, wurde an. 170z. Brigadier, an. 1711. GeMv'Major, und an. 1727. General - Lieutenant von der cavaller>'Erstarb an. 17,2. den 4. jan. zu Gertruydenberg, woM'.die stelle eines Commendanten versehen. snnai- "

krov. un.

* Jaget, (Paulus äs) ein Französischer Geistlicher imiLLula, war Kirchen-Rath und Procureur der GeistlichkeitFranckreich. Er hat das leben des Ertz-Bischoffs zu Pari»».?^tri äs Marca, beschrieben, welches vor dessen Diilertsüomvxoükumi8 von an. 1669. in 12. stehet. 7 °catsl. bibl. r-'

Aaggiuola, ( Uguccione) gebürtig von Mala Trebara» eilnem ort in Romagna , welcher sich zu ansang des XIV.durch viel tapfere thaten wider die Guelphen berühmt geMM"In der action, welche bey Cerrone wider dieselbige vorgegaEhat er in seinem schulde vier spitzen^von Partisanen und dreyM

wurf-spieffe zurückgebracht. Denen Tarlati, Herren

Arezzo, half er wider die Florentiner, die er unterschied^Mal überwand. Hernach stund er denen von Pisa bey, we'Aihn, weil er ihren feinden, denen von Lucca, viel vorher"'lohrne Plätze, auch einige von deren selbst-eigenen örternnommen hatte, zu ihrem Ober-Herrn erwehlten. Als oi"geschehen, brachte er auch Lucca mit gewalt unter sich t§rmittelst einiger Gibellinischen geschlechter, sonderlich v-HJnterminelli, welche er vorher durch den errichteten verg>'^allda wieder hatte einsetzen machen , und die , nach erwe" -aufruhr, ihm eine stadt-pforte eröfneten , bey welcherheil der stadt Lucca durch mord , raub und brand, vielden geschahe, und unter andern der Römische kirchen -so kürtz vorher, ausforcht vor KayserHeinrich dem VII- Abiein die kirche von St. Frtano war geflüchtet worden, dM«»^.unter Uguccione stehende Teutsche trouppen geplündert tv" yDieser setzte darauf die Gibellincn daselbst wieder völlig eM/ ^gieng mit seiner sieghafften armee vor Pistoja. Diesezu hemmen, kamen ihm die Toscanische Guelphen, Mf'AsRobertus, König von Neapolis, einen ansehnlichengeschickt hatte, mit einer starcken armee bey MontecatM"gegen. Allein, er schlug sie aus dem selbe, den 29., aug-izi;., da sonderlich achthundert Teutsche reuter, welche'sich hatte, das meiste zum sieg beytrugen. Als nuncatino sich darauf ergeben, und er das Florentinische A ^jkgar sehr verwüstet, kehrte er zurück nach Lucca. AM' Mdem endete sich auch sein glück; dann als er, durch d>'N M-aufgeblasen , dem Banduccio Bonconti, einem der vor» jssten und ansehnlichsten bürger zu Pisa, samt dessen E' insie sich seinen gewaltthätigen Unternehmungen widersetz''' ^ß,dem mart.des folgenden iahrs öffentlich die köpfe abschlEj^ar--erbitterte es die Pisaner so sehr, daß sie nur auf gelegene n wer-teten , sich wider ihn zu empören; gleich darauf im, ap'derbte es des Uguccione söhn, der in Lucca gouvermrie,mehr, indem er ohne seines vatters willen, aus bloljc»Castruccium Castracant, welcher, wegen seiner tcwteriandern qualitäten, bey dem volck sehr beliebt, auch 1"'^falls ein Gibeüincr, und aus dem um den Uguccione 1 'vverdienten Hause Jnterminelli entsprossen war, gefang' st ermit dem Vorsatz, ihn auch des lebens zu berauben. -A chy>>doch ein solches, ohne sich vorher zu verstärcken, «m»börste, rüste er den vatter aus Pisa zn sich; drestr zukaum zu solchem ende aus Pisa gezogen, so griff vao pe»

den Waffen, schlug todt, oder verjagte, was nocy ^

Uguccionis leuthen in der stadt war, und rüsteGherardeschr zum Haupt aus. Worauf dann dre voalsobald den köpf aufzustrecken begunten, Uguccionegestalt darnieder geschlagen wurde , daß er, ohne eln'v ^such zu thun, sich mit seinem söhn ins elend begab," , gv

zuflucht zu Can äslla Scala, Herrn von Verona , u«,^ Hertzwo er hernach zu dessen bestem in vielen begebenhcnen 1 ^upt»,hafftigkeit sehen ließ. Castracani wurde darauf Ov'

Lucca, und endlich gar Herr der stadt. (Siehe PM'Da nun Uguccione auch unter andern dem Can ore nbelagern half, wurde er kranck, und nach Veronaallwo er an.i; i9.siarb, und ein sehr solennes leich^M^empfieng. ^ 4l/kx^. <7«j>rrs/o, ritratti äi eento u

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