Band 
Dritter Theil. D - Ha.
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sag fa h

, oder Buchlein, (Paulus) wurde an. 1504. zuKMUbern gebühren, allwo stin vatter Schulmeister und^lavkschreiber war. In dem n. jähre feines alters gieng erbiä^« delberg/ seine studien daselbst fortzusetzen/ allwo er auchda verblieb / worauf er sich nach Straßburg begab/

u»!>.' . Mgend zu unterrichten / sich angelegen seyn ließ /cb-lllcicher zeit von Wolfgang Capito die Hebräische spra-daOlka ^te- Hierauf wurde er nach Jsny im Algöw beruffen/der schule vorzustehen; doch gieng er wieder nachWürg, lehrte die Hebräische spräche / und legte sich zu,^uf die Theologie. An. r^7- erhielt er die stelle einesi» Wers zu Jsny / und wendete alle neben-stunden an / sichHebräischen spräche vester zu setzen / gebrauchte sich auch-ber Unterweisung Eliä Levitä/ eines Juden, wel,er aus Venebig zu sich kommen lassen. Es befand sichtru« -Ä" grosser liebhaber diefts ltuclii an besagtem orte / Pe-Lräia-k Ar, ein Rathsherr / welcher auf seine kosten eine He.k-Ueye buchdruckerey aufrichtete. An. 1544. wurde er zu>ratzvurg Prediger und krokellor Tlieologise, da er aberwegen des Interims/ nebst dem Bucero/ seines»tz^chtfeht wurde / gieng er mit diesem / des Ertz-Bischoffsw ^Cramers von Canterbury verlangen genüge zu leisten,h. VWelland. Bey seiner ankunft wurde er von Konig Eduar-iebv.« ""ch Cambridge geschickt / auf der Academie daselbst zuvkin- ' Ein er starb bald darauf an. i,?o. den 1;. nov. nichtargwohn beygebrachten gifts. Unter der Königin Ma-m?." 3 lerung wurde sein leichnam ausgegraben und verbrannt,s»-» von ihm verschiedene wercke / die er aus dem Hebräi-Lateinische übersetzet / als da sind : Tkiskiees Llis- ;

«Us - xc Latrum; 8eMentise lVlorsles; Tobiss Hebrsi.

sirio' 'u Lentstsuckum; kreostiones llebrsicT; Lxxo-

llebrsicsrum in IV. cspits Lsnescos Ls.Nsl 0 "^' üb- II. VI. L XVII. Mäa« insnnsl. Vpa»cka«. sn-in lib.III.prosop. esilgies Tbeol.

* r» 4besl. tiiestr.

d-ss^agnani/ (Prosper) ein Italiänischer Rechtsgelehrter/ vont- j"Mkunft keine Nachricht aufgezeichnet, war zu Rdm fastter Ax e 8ecretsriu8 sscrse Longregstioni8 , und ein so beruhm-pej^vocat, daß man eine Rechts-sachc ordentlicher weise be-gewonnen hielt, wenn er deren führung über sich ge-dex- Die Päpste selbsten trugen auch vor ihn eine beson-nn iu, Pachtung, und unterliessen nicht in zweifelhafften fäl-44 feinen rath zu fragen, üb er nun gleich in demdu'rck seines alters völlig blind geworden / so war er dochNur ki -ffb seines treflichen gedächtnisses in dem stände, nichtatitlvc!e> ihm vorgelegte viele Lslus geschickt und fertig zu be-riilln ^ sondern auch selbst seinen weitläuftigen Lomments-yyd .uver die vecrersleg in die feder zu dictiren, der zu Rom,iia-b » Eern orten, in z. fol. öfters aufgelegt worden. Ergchkj iu Rom um das jähr 1678. in einem alter von etlich undöxz 2 lahren. viÄ. äes Lss äs Lonls. äsns 1a tsbls

L 7^' rom. I. reist, msnulcr.

l8^,6undez, (Stephanus) ein Jesuit, war gebürtig vonjqy. g' und lehrte die Theologie zu Lisabon, allwo er den i;.sie gestorben. Seine schriften sind: (Zu-ettiones

OtsicÜ8 L Lsfibu8 Lonscientice in V. Lcclesise^icini-, ' üpologis pro illo Trsökstu sä (^useilionem äe Ts-tzi; ^ ^urn L5u, in tzusärsgesims; in X. kr-ecepts Oesslo-se g..,- -lultiri-l <Le. , bibl. bibl. ,

L^-t-c-.XVH. Ls.

dintzWun, rjne ziemlich grosse stadt in der Schwedischen pro-be^^iecarlien, bey welcher sich das grosse kupfer-bergwerck

L

Liin^r, «in Frauen - kloster Benedictiner, ordens an dersHafft o» ?ue meile von Zürich, in der Eydgenoßischen Graf-en R-En gelegen, ist an. n;o. von Lüthold, Freyherr«Lcvpvi/^nsperg, Iudenta seiner gemahlin, und ihrem söhnde„,' gestiftet, und an das kloster Einsiedlen vergäbet wor,iett a»k x ch mit diesem vorbehält, daß die Käst - vogtey jeder-bvl, Ä. " ältesten seines Hauses fallen sollte; die FreyherrenSina?« ^Mrg, Legern, Haßlen, Steinmur und Waster-Fahxhatten allda ihre beqräbnisse, und die Edlen vonSrstb o ^ gewöhnlichen sitz. ^ottinaers Evdgenoß. Ürchen-b l- p. 6rü. *

Hottinczers Eydgenoß. ktrchen-

d°Esnsbeck,' Fahrensbach, (George) ein Liefländischervach^dientc anfangs in den einheimischen kriegen, trat aber§eide».,Ms in Rußische dienste, und erwarb sich durch seine^chvs n M einen unsterblichen rühm. Hierauf zog ihn Fn-chn, »il/ Konig in Dänemarck, an seinen Hof, und ertheilte-chenchp lEin die charge eines Ober-Marschalls, sondernchsul auch auf lebens - lang die in Liefland gelegene!>chi-g-d»^7 Um diese zeit gieng er, mit genehmhaltung des/e stell?chien Königs, nach Dantzig, und vertrat darinnenMtey )!?es Commendanten, als die Polen selbige belagertd^ey'. »,/achdem aber diese streitigkeiten glücklich beygelegtiahr wiederum nach Dänemarck, und hielt sich

gehen auf, bis ihm erlaubet wurde, nach LieflandMeten ' und das commando über die Polnischen völcker an-^kvw',,^ er denn das glück hatte, die Russen erstlich beyAgeltuna V^nach bey Luckow aus dem selbe zu schlagen. Zu^Elichmansehnlichen dienste, zumal da er zu derenLiäo» tEung nicht wenig von seinen eigenen MittelnL-mc,» ///. Theil.

sah fai 41)

aufgewendet hatte, wurde er von dem Könige in Polen mitdem schloß Karkus beschenktet, und zum Präsidenten zu Wen-den ernennet. Es war aber der König in Dänemarck übel zu-frieden, daß er sich , ohne sein vorwissen, der Republick Po.ien immer mehr und mehr verbindlich machte, forderte des-wegen die obgedachte insul von ihm wieder ab, und wie ersich darzu nicht verstehen wollte, ließ er sie mit gewalt ein-nehmen. Hierauf erhielt er an. 1598. von der Cron Poleudas Gouvernement über Liefland, und hatte r. jähr hernachdas unglück, daß ihn die Schweden in dem schloß Borcholn»belagerren, und selbiges zur Übergabe nöthigten , da denn seinfast Königlicher schätz zugleich verlohren gieng. Als ihn die über-winder fragten, warum er selbigen nicht bey zelten, in sicherheitgebracht halte, gab er ihnen die großmüthige antwort: damiteuer König sehe, daß er mit keinem geringen menschen zu thunhabe. Nachgehends leistete er den Polen in Liefland vortreff-liche dienste, bis er an. 1617. die Schwedische partey ergriff,nachdem der Hertzog pon Curland auf diese seile getreten, undihn zu seinem Statthalter bestellet hatte. Ob er nun wol Per-nau, Dünamünde,, Wenden, und andere vestungen, de»Schweden in die Hände lieferte, auch die haupt-vestung Ri-ga überrumpeln wollte; so gieng er doch in folgendem jahrowieder zu den Polen über, und brachte vorgedachte örter, auss,fer Pernau , unter den fuß; worauf er nach Warschau beruftfen wurde, und nicht lange hernach»in hohem alter, das zeit.liche gesegnete. Die Schwedischen scribenten geben ihm schuld,daß er nur aus list zu ihnen übergetreten, um ihren Königrecht in das gärn zu locken. cbron. Liess hist.

8sxc>n. pufendorffs einleitung zur Schweb, hist.

Fahrensbeck, Fahrenobach, (George) ein söhn des vor-hergehenden, trat an. 16,0. in Chur-Bayerische dienste, underhielt die stelle cmes Obersten, nachdem er sich von jngend aufin dem kriege versucht, und unterschiedenen Potentaten gedienethatte. Er setzte sich auch bald in fo guten credit, daß man ihm,nebst dem General Cratz zu Scharffenstein, an. i6;z. die ve-stung Jngolstadt anvertrauete; allein dieses machte ihn un-glücklich, daß er sich in die verrätherey verwickeln ließ, ver,möge deren besagter General den ihm anvertrauten ort denSchweden in die Hände liefern wollte, als worüber ihm daSschwerdt zuerkannt wurde. Da er nun den 19. may des vor-gedachten jahrs auf den richt - platz kam, fieng er eine redegegen die umstehenden an, um dadurch seine Unschuld an dentag zu legen; allein weil er sich gar zu harter expreßionenbediente, wurde ihm auferlegt zu schweigen und nieder zuknien. Indem aber der fcharfrtchter den hieb vollführen wollte,bückte er sich, daß das schwerdt über den köpf wegfuhr , undihn nur ein wenig verletzte. Hierauf sprang er von dem scha,vvt herunter, und war mit reinem worte dahin zu bringen,daß er seinen köpf gutwillig hergegeben hätte. Es befahl dem-nach der General Aldringer, das ausgesprochene urtheil anihm mit gewalt zu vollstrecken; da er denn von 4. scharftrichtern, welche zugegen waren, in stücken zerhauen wurde;seine gemahlin bäte inzwischen wehmüthigst um Kayscrli-chen pardon, erhielte solchen auch, aber zu spät, sintemalder von Hof ausgeschickte courrier erst den folgenden tag an-gelanget ,, und schien es also, als wenn man aus paßionnir«tem gemuthe mit der execution geeilet hätte.

tom. III. p. 66. *

Fajence, eine stadt in Provence, in der Vi«ce8 von Fre-juls und ls Viguerie äs Draguignan, zwischen Graste, Kre-mls und Draguignan, auf einem lustigen und fruchtbaren Hü-gel. Die Bischöffe von Frejuls sind Herren von Fajence.

Fall, (Noel äu) ein Britannischer Edelmann, und König-licher Rath bey dem Parlement zu Rennes, war ein gelehr-ter Mu8 zu ende des XVI. üeculi. Man hat von ihm die Hi-storie seiner provintz und dasige Parlements-schlüsse, desglei-chen daS ^8 Livile. welches er, auf anhalten etlicher guterfreunde, in locos communes eingetheilet. L« «i«

«e, kibl. krsng.

* Faille, (Germain äe Is) war zu Castelnaudari in Ober-Languedoc den ;o. octobr. an. 16,6. gebohren. Nachdem erzu Toulouse die Rechte studiret, ward er an. i6;8. Königli-cher Advocat in seiner vatter-stadt. An. 1646. muste er alsFiskal mit dem Herrn äe 1s Ferriere, Gouverneur von Mon-tauban, nach Rovergue gehen, den allda entstandenen bau-rcn-tumult zu stillen, worauf er an. 16;;. das Syndikat zuToulouse erhielte. Hier bekam er gelcgenheit, das Archiv die.ser stadt zu durchsuchen, welches ihn nachmals veranlaßte, diessnnsles äe Toulouse zu schreiben; davon er den ersten theilan. l68?>, den zweyten aber an. 1701. in fol. zu Toulouse anslicht stellete. Dieser letzte gehet nur bis an. 16,0. und ob ihmwol seine freunde gerathen, baß er sie weiter fortsetzen sollte,hat er sich doch allemal damit entschuldiget, daß er solchesnicht thun könnte, weil er entweder viele bittere Wahrheitenschreiben, oder dem amt eines geschicht-schreibers kein genü-ge thun müste. Vor diesem hat er sein Trsite äs ls IVo-blelle äss Lspitouln äe Toulouse, Toulouse 1667. tN 4. her,aus gegeben, welches auch ib. 167z. in 4. 1707. in 8 - wiederaufgeleget worden. Mit diesen beyden wercken aber hat er einebesondere pension verdienet. An. ,694. nahm ihn die Academieäe8 ftux slorsux zu ihrem 8sLretsno an; welcher bedienunger bis an sein den ir. nov. an. 1711. im 96. jähr seines alters

Mm; erfolg-