Band 
Dritter Theil. D - Ha.
Seite
414
JPEG-Download
 

414

fai

erfolgtes ende mit vielem rühm vorgestanden; zu welcher zeiter auch zugleich zum dritten male die würde eines vec-nn beydem Rath zu Toulouse bekleidet. Er war in führung der fe,der überaus geschickt , auch in der Poesie nicht unglücklich, wieer denn noch im -o. jähre seines alters getichte verfertiget, wel-che jedermans beyfall erhalten. ^ 1712.

julllet p. ILO). ^

tom. IV. ^ÜbNkkS bibl. Zeneal. 6 . p. 140. ie^.

*Faille, (Ioh. Carolus äs Is) ein Jesuite von Antwerpen,gebaren an. 1597. Erhalte sich insonderheit auf die Mathema-tik gelegt, die er anfänglich zu Dole, hernach zu Toven, und end-lich zu Madrid lehrte, allwo er auch den Don Juan ä'Austrra,Königs Philippi IV. natürlichen söhn, darmne unterwies, undsich demselben so angenehm machte, daß er ihn nachgehendsüberall begleiten muste. Er starb auch bey rhm zu Barceüonaden 4. nov. an. 1652./ und ließ ihm der Printz ein grabmahl auf-richten , darinnen er ihn Asgistruin iuum incomparsbilemnennte. Man hat von ihm TdeoreiNÄtL cle Lentro 6 rLviwtispsrüum Lirculi L Lllipsis, Antwerpen IÜZ2. in 4. und The-ses inecstsnicss, Dole 162;. , äisr.

* Fairfax, ein bekanntes Englisches geschlecht, welches umdas jähr r<>66. mit Wilhelmo Lonqnestore aus der Normandienach Engelland gekommen, und sich zu Toucester in der Graf-schafft Northumberland niedergelassen, nachgehends aber inYorkshire seinen sitz aufgeschlagen, woselbst Richardus Fairfaxum das jähr 1206. die güther Askam besessen. Dieses Richar-di söhn, Wilhelmus, zeugte mit Alicia, einer tochter und erbinRicolai von Bugthorp, Wilhelmum Fairfax, welcher das auchWalton in Northumberland käuflich an sich gebracht. Vondemselbe n stammte Thomas Fairfax von Walton ab, welcheran. 1415. "arb, und Richardum nach sich ließ. Dieser heu-rathete EMtachiam, eine tochter und erbin Johannis Calthorp,und bekam mit ihr unterschiedene Ander, von denen Wilhel-mus und Guido zu mercken:

I.) Von dem ältesten, Wilhelmo, war Thomas Fairfax ent-sprossen, welcher an. 1623. den 10. febr. von Carolo l. zumVicomte und Baron von Fairfax von Emeli in der Jrrländi-schen Grafschafft Tipperary gemacht wurde. Von desselbennachkommen war 1727. Nikolaus Fairfax der sechste Lord,und hatte einen einzigen söhn, Carolum, der sich Elisabecham,eine tochter Hugonts Lords Clifford von Chudleigh, des Vi-comte Dunbär wittwe zur gemahlin genommen.

U.) Guido Fairfax - des vorerwehnten Wilhelmi bruder,wurde von Eduards IV. zum General-Prvcurator verordnet,dauete um das jähr 1478. das schloß Steelon in der Grafschaffttzorck, und hinterließ von Margaretha, einer tochter Wilhel-mit Ryhtervon Ryhter, Wilhelmum, welcher von an. 1509.bis an. 1515. Richter von Common-Pleas war. Dieser zeu-aete mit Elisabeth«, einer fchwester Thomä Manners, Gra-fen von Rutland, Wilhelmum, welcher unter Henrico VIII.Ober-Scheriff der Grafschafft Jorck war, und mit Jsabella, ei-ner tochter und erbin Johannis Twaits, das schloß Äenton er-heurathete. Der aus dieser ehe erzeugte söhn, Thomas, erhieltan. 1578. den Ritter-stand, und hinterließ von Dorothea, ei-ner tochter Georg« Gayle von Acham Grange, einen söhn,der gleichfalls Thomas hieß, und von Roberto Grafen von Esssex in dem lager von Rouen zum Ritter geschlagen, von demKönige Carolo I. aber an. 1627. den 4. may zum Baron vonCaMron in Schottland erkläret wurde, und in dem 8 ». jähreseines alters starb. Von seinen Andern, die ihm Helena, einetochter Roberti Ask, gebohren, sind Ferdinandus und Henricusmerckwürdig: r.) Der älteste, Ferdinandus, Lord Fairfax, ver-mählte sich mit Maria, einer tochter Eduardi Sheffield, Gra-fen von Mulgrave, und starb an. 1647. Von seinen söhnenblieb Carolus an. 1644. als Oberster, in dem treffen bey Mar-ston-More; Thomas aber der berühmte General, von dem einbesonderer artickul folget, gieng an. 1671. mit tobe ab, und hin-terließ von Anna, einer tochter und mit-erbin Jlorati, Lords Ve-re, nur eine tochter Mariam, welche mit Georgio Villiers, Her-tzoge von Buckingham, verehelicht gewesen. 2.) Henricus Fair-fax, des vorbcnannten Ferdinand! jüngerer bruder, war ein sat-ter Henrici, welcher an. 1671. nach seines vatters tode den tituleines Lords erbte, und mit Francisca, einer tochter und erbindes Ritters Roberti Barvick von Tolston 4. söhne zeugte. Vondenselben succedirte ihm der älteste Thomas, welcher Ober-ster der garde und unterschiedene mal wegen der GrafschafftÄorck ein Mitglied des Parlements gewesen. Er starb an. 171Ü.und hinterließ von Catharina, der einzigen tochter und erbinThomä Lords Colepeper, unter andern Thomam Fairfax, wel-cher noch an. 1727. als Lord Fmrfax florirte. Bd-vol. II. p. 4;r- x. I6y.

Fairfax, (Thomas) Lord Fairfax und Baron von Came-ron in Schottland, war Ferdmandt, Lord Fairfax von Sorks-hire, söhn, den er mit Maria, Edmundi, des Lords Shea-field und Grafen von Mulgrave tochter, Menget hatte, undwurde zu Denken, in dem kirch-fmele von Otley in Yorkshire,an. isi 1. im jan. gebohren. Nachdem er seine jungen jähre zuerlernung der nöthigen wissenschafften rm St. Johannis-Lol-legio zu Cambridge zugebracht, diente er tn den Niederlan-den unter Horatio, Lord Vere, und war bey der eroberungvon Hertzogenbusch. Nach feiner zurückkunft vermahlte er sich

far

mit Anna , des besagten Lord Vere tochter und erbin. NaHdem Konig Carolus I. an. 1642. zu Zorck eine armee gewo«den, wurde Thomas Fairfax, ohngeachtet er dazumal nowein blosser Knight oder Ritter war, von den Land-Standen aden Konig abgeschickt, demselbigen ein bitt-schreiben M u^rgeben, und ihn zu ersuchen, daß er seinem Parlement fohftvund keine trouppen werben möchte. AIS aber der Komg w'.ches nicht annehmen wollte, drang er so ernstlich darauf,er es endlich noch in Heyworth-Movr zu Pferde sitzend ubergUda bey nahe 100000. Personen gegenwärtig waren. Da er ao^nun einen unumgänglichen krieg vor äugen sahe, nahm *unter seinem obbemeidten vattcr , welcher auch ein etsrwvVertheidiger der sache des Parlements war, dienste an,nachdem er in der nördlichen gegend glücklich gewesen, mawte ihn das Parlement den ;i. dec. an. 1644. zum Gener«"nachdem Robert, Graf von Essex, abgedanckt worden.der Haupt-schlacht bey Naesby führte er das Corps cle barwle, so wider den unglücklichen König Carolum selbst föchte, a'Cromwel und Jreton dagegen die beyde flügel; wie dannder sieg von Cromwels feite zu erst anfienge, und Carownicht ehender in die flucht gebracht wurde, als bis ihm Cro>^wel in die flanquen gieng. Bald darauf schlug er den GE"Hopton bey Taunton, allwo fast das gantze Königliche Mtzvolck in stücke gehauen wurde. In dem folgenden jähr an. 'nahm er neben Cromwel Oxford ein. Nachdem also die kries'worinnen er seine tapferkeit sattsam an den tag geleget, gMAlich zu ende giengen, wurde er in Londen, so wol von derals dem Parlement, mit grossen freuden und ehr - bezeuge,gen empfangen. Als König Carolus von Holdenby nach ,deriy, Neumarket und andere örter gebracht worden, crwnsich Fairfax gegen denftlbigen überaus höflich, gleichwie ^auch hernach zu Hamptonconrt that. Gleichwol war wCromwels partey zu starck, daß er des Königs tob hattehindern können, ob er schon willens war, ihn mit einem ,^giment aus dem gefängnis los zu machen. Jmmitcelft wo»te er bey desselben verhör durchaus nicht die Richter-stelle 0kleiden, ob er wol zum Haupt der darzu verordneten CoMiw'flon war erwehlet worden; es soll auch seine gemahnn ",dem ansang dieses criminal-processes, als die nahmen der ^wehlten Richter öffentlich abgelesen wurden, und Fairfaxzugegen war, mit lauter stimme ausgeruffen haben : Er >viel zu vernünftig und zu ehrlich, als daß er sich hieben euw ^den sollte. Vielmehr bearbeitete er sich möglichster Massen, ^execution so lange aufzuschieben, bis er sich unter der armee ^nen anhang gemacht hätte; dahero ihn die post von des Mnigs rode um so viel heftiger erschreckt, da ein so hartes »rwohne seine gegenwart vollzogen worden. An. 1648- den ..febr. wurde er zu einem mitgliede des Staats-Raths erwewFso aus zo. Personen bestund. Allein, da König Carolus ^nach Schottland schiffte, legte er sein amt, auf einrathen ^wohlgesinnten Presbyterianischen Prediger, nieder, und w §te nichts wider den König thun, worauf Cromwel anstelle kam; der Lord Fairfax aber begab sich auf ftm wHaus, und war bereit, sich zu Georg Booth zu schlagen-1659. widersetzte er sich mit einer gewissen partey, deren hago §war, dem sogenannten freyen quartier und den unrechtmasAzauflagen; gleichwie er an. 1648. vor die freyheit des Parten« ^stund, da Cromwel solches mit gemalt verdrängete.januario an. 1659. nach dem tode Cromwels, errvehiren ^die noch übrigen glieder des Parlements, welches denvom thron herab gestürtzet hatte, und von dem man beya»^te, weil es nie förmlich wäre abgeschaffet worden,. Avu denseine gemalt und ansehen annoch, und weiches wurcklicy. ^Richard Cromwel des Protektorats entsetzet hatte, und e> ^freyen Staat aufzurichten bedacht war, zu einem, mus ^des Vtaats-Raths , und im nächst - folgenden april wurs ^zum Land-Richter der Grafschafft Bork erwehlet, warmit unter den 12. abgeordneten des Unter-Hauses vonParlement, welche zum Könige Carolo II. infandt worden; da dann sein grosser rühm ihm bey leo- ^grosse Hochachtung erworben. Als er in Engelland wt^« pen,rück kommen, und bemeldtes Parlement aufgehoben w".^begab er sich auf feinen land-sitz, brachte daselbst «mges leben in der stille zu , welches er den 12. nov. an.im 60. jähre seines alters beschlossen. Im übrigen wirkest-Herr von sonderbarer klugheit, aber noch grösserer lM'i Kt>Über dieses rühmten seine eigene feinde dessen goucvi. s->Seine grosse liebe zu der gelehrsamkeit ließ er melM" ^ iNhen, absonderlich, da er die bibliotheck zu Oxford,der Parlements-armee gemalt gerathen, erhielte, oa».dieftr nicht so grossen sthaden, als wie von des Komatey, erlitten. Unter dieses Lords nahmen wurden, oaGeneral war, viel brieft, gespräche, Gesandtschaft«»,erzehlungen von scharmützeln, schlachten, eroderunge» ^oder jener vestung, städte, und dergleichen mehr ^xjptc,geben. Er verehrte des Dugdale und Dodsworth man«'^von den antiquitäten von Dorkshire, welche zum wenw>.^ sie22. bänden bestunden, der Universität zu Oxford, zsst-an. 167;. gebracht worden, in bist. o»»»-

vicse L NLLI8 Lsrol. , comment. äs c>fm.

Lae-«/, in elsnclns motuum llngl. , mew , xeo

Xing Lksrles I. Beschreibung des 20. jährigen krieg- ^,Königreichen Engelland, Schottland und Inland