Band 
Dritter Theil. D - Ha.
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fal

««,, KemmkltvZr. k. III. p. ;8. Souverainen von Europa-x. 8i?. , colleiI. guür. x. 8r.

Falcandus, (Hugo) ein berühmter scribent im XII. (L-culo, schrieb eine Historie von dem elende des Königreichs St-ritten , so es unter Wilhelms I. und II. in die r;. jähr erlitten.Er hat den begebenheiten, die er erzehlet, meistens selbst bey-gewohnet, und beschreibet sie auch mit gar guter Vernunftund staats-klugheit. Solche ist an. i;;«. von Gervasio vonTournay heraus gegeben/ und nachgehends zu Franckfukt an.1579. nebst den übrigen Sicilianifchen scribenten gedrucktworden. Fazellus giebt Guiscardum vor den Urheber dieseswercks an. 8^»« an. H14. /'«se//. bist. 8icil. lib. VII. c. 4., äs Hist. I.at. lib. III. c. 7 - *

»Falces, ein Spanischer flecken in dem Königreiche Navar-ra / an dem flusseArragon in dem Majorate Olite, zwey stun-den von der stadt dieses nahmens gegen abend, , Dior.

Falcidius, war ein Zunftmeister des volcks zu Rom, wel-cher ein gesetz machte, kalciäia genannt, krafft dessen ein vat-ter sollte befügt seyn, sein haab und guth zu vermachen, wemer wollte, wenn nur der vierte theil davon dem rechtmäßi-gen erben bliebe.

*Falck, (Michael) war zu Dantzig an. 1622. den 8. vct.gebohren, und wurde daselbst erstlich krokellor I-oZicss, lVls-ispk^ücL <L ?kilost>pbi°e praöiic-L , endlich aber voctsr 1?beo-logise. Er starb an. 1676. den iy. dec. im vier und fünfzig-sten jähre seines alters, und ließ viilsrtationes Theologien ;Lollegium koliticum; äs 8criptur3 in kbxstci» aäiiibenäa <Lc.

ausgehen. Ltben. Oeäauens.

* Falck, (Nathan.) ein 1ksologu8, und söhn des vorher-stehenden Michaelis, gebohren zu Dantzig den n. oct. an.166;. begab sich von bannen nach Rostock und Wittenberg, undthat eine reise in die Niederlande, Holland und Franckreich,worauf er den grsclum vocloris TbeologiX zu Wittenberg an-genommen , und zum katioie und krkepolito zu Stettin , insgleichen zum krokellore IbeologiT xrim 3 iia amLarolino erwehlet worden. Er starb endlich an. 169;. den 18.aug. nachdem er Oustern3kium Dissertationum pbilosopkica.rum; äs ÜLmonolo^iL recentiorum 3U<ttoium k3ls3; GOtt-gesheiligte frühe-und vefper-stunden; 8ek>ten3rium s3crum Lon-cionum sacrsrum und I)iss>ut3tioii6S heraus gegeben»

/>r«Z. memor. sstieol.

^alcken, eine von den ältesten adelichen familien in Pormlnern, welche von dar in die Marck Brandenburg gekommen,«nd daselbst das guth Bleddin lange zeit besessen. In Meistenund in der Nieder-Laußnitz ist sie ohngefehr im XIV. Lculobekannt worden. Hermann Falcke hat sich um das jähr 1240.als Heermeister in Lteffand durch seine kriege mit den Russen be-rühmt gemacht. Hans und Matthias, Chur-Sächsische Mi-nisters, sind an. 1412. auf dem schloß Lochau in einer ftuers-brunst umkommen. Clemens war um das jähr i;8o. Chur-Sächsischer Jägermeister und Amts - Hauptmann zu Moritz-burg. Hans Ehrich wird an. 1^96. unter die Lehns-Vasal-len des Nieder - Lausitzischen klosters Dobrilug gezehlet, undzwar wegen des Ritter-guths Känwitz (insgemein Kämlitz ge-nannt,) so dessen nachkommen noch jetzo besitzen,

Pommeri. tbearr. Grössere Lausitz.hist.k.lII. P.6;.

Falckenau, eine stadt nebst einem schloß in dem Elnbognerkreise, an der Eger auf einem fruchtbaren boden gelegen, ge-hörte ehemals den Grafen von Schlick, nun aber denen vonNostitz. Es wird dahernm alaun, schwefel und kupfer - wassergemacht. topoziLpb. p. 28. 8Mr». miscell. äec. I.

lib. III. c. 7. §. k- 74- k c. 8> §. r- x. 8?. Vogtens jetzt-leb.Böhmen, p- 94-

Falckenberg, ist der nähme (i.) einer kleinen stadt an dem-jenigen busen des Teutschen meers, welcher 8inu§ Loäauus ge-nennet wird, in der provintz Halland, 6. bis 7. meilen vonHalmstadt, nord - westwärts gelegen; (2.) einer kleinen stadtmit einem schloß, in dem Schlesischen Fürstenthum Oppeln,an dem fluß Steina, zwischen den städten Oppeln und Grot-kau gelegen. Sie hatte an. 1527. den titul eines Fürsten-thums, und residirte Hertzog Conradus aus der Ovpelischenlinie daselbst. Jetzo gehöret sie dem Graf Zerotin.

Falckenberg , eine adeliche familie, deren stamm-HäuserAlt-und Neu-Falckenberg in Hessen, nahe bey Homburg, ge-legen. Arnolphus warb an. 10; 5. Abt zu Weissenburg undLimburg, nachdem er vorher zu Corbey diese würde bekleidet.Im 98. jähre seines alters ward er Bischoff zu Speyer, undstarb, da er 102. >ahr alt war. Walther soll sich an. n;2.in Syrien wohl verhalten, und die stelle eines Gouverneurszu Tiberias bekleidet haben. Siegfried hat sich zu KaysersWenceslai, und Trio zu Kaysers Fnderici III. zeiten, in demkriege sigoaliret. Cuntzmann wird beschuldiget, daß er an.1400.den Kayser Fridericum, aus dem Hause Braunschweig, mitaus dem wege räumen helffen. Christoph war an. 1510. Schke-sischer Fürsten-Rath zu Teschen. Moritz, Kayserlicher Oberst-Lieutenant, blieb an. i6;i. in derschlacht bey Lutzen, und sollden König in Schweden» Gustavum Adolphum, erschossenhaben. Heut zu tage blühet diese familie annoch an dem Schei-ne. tom. III. tcript. rer. 6erm. Spangenb. Adelst),

k. II. pufendorffs Schweb, kriegs-gesch.

fal

s Falckenberg , ein ansehnliches nunmehro Gräfliches Aschlecht in Schweden, welches vermuthlich von der adelE"familie dieses nahmens, so noch jetzo am Rhein floriret, abge-stammet ist. Dietrich von Falckenberg hielt sich nach ansangdes XVII. sseculi in den kriegen mit Polen , als SchwedischesOberster über ein Teutsches regiment, so wohl, daß ihn GEsvus Adolphus, da er an. i 6 ;c>. in Teutschland gieng, alsnen Hof-Marschall und General-Major mit sich nahm,an. i 6 ;i. als Commendanten nach Magdeburg schickte, WAches er gegen die Kayserlichen tapfer vertheidigte. In waysrender belagerung dieser stadt suchte ihn der General von Pap'penheim auf Kayserliche feite zu ziehen, und ließ ihm 4-nen goldes nebst dem Grafen-stande anbieten; allein erte den trompeter, nachdem er dessen anbringen durch NoAnen und zeugen registriern lassen, mit einer harten anlE»Brück , und wehrte sich aufs äusserste, bis der ihm anvertrEort mit stürm übergieng, da er auf der stelle erschossen, vAsein leichnam, bey anzundung der stadt, auf der gasseten und verbrannt worden. Sein bruder Melchior hathernach als Schwedischer General-Kriegs-Lommillarius vckannt gemacht. Sein enckel, Conrad, Graf von FalckenberH/wurde an.isy;. Vice-Präsidcnt im Ober-Hof-Gerichte zu St?»Holm, und an. 1709-, da er schon 86 . jähr alt war, KoE'würcklicher geheimer Rath und Lllsllor des grossen Raths ÄStockholm, worauf er an. 1714. im 91. jähre seines alAmit tode abgegangen äs reb. 8 uec. Ehenttt'd'

vom Teutschen kriege, zi/exc'ttre

Falckenberg , (Johann) ein Prediger-Mönch zu KamvUwelcher den Creutz-Rittern zu gefallen eine schmäh-schrift.Mden König Uladislaum Jagellonem, und die gantze Polnli»^nation verfertigte, die als Barbarn und ein ungerechtes ra»berisches volck durch die gesamte macht der Christlichensten sollten ausgerottet werden. Wie nun selbige demNischen Abgesandten zu Paris in die Hände kam, nahm/rmit auf das Loncilium nach Costnitz, allwo sich der sutngegenwärtig befand, und brachte es dahin, daß er zuewigen gefangniS verdammet wurde. Nachdem ihn aber Pas'Martinus V. von dieser strafe absolvirte, so begab er sich. ^dem Hochmeister nach Marienburg, in Hoffnung, eine ansth"liche belohnung zu bekommen ; allein da ihm dieser vor ich.muhe nur 4. marck zahlte, schmiß er ihm selbige vor die Mssund stieß die allerheftigsten schmäh - Worte heraus. H^Ua,ward das urtheil über ihn gesprochen, daß er ersäuft werdente, ehe man aber solches bewerckstelligen konnte, begabsich auf die flucht, und setzte hernach zu Kamyen eine viel' ^züglichere schritt wider die Creutz-Ritter auf. Indem er s"nach Basel auf das Concilium reisen, und daselbst sech^ichPiere ausstreuen wollte, ward er bey Straßburg von eumfreunden der Creutz-Herren geplündert, und ihm alle ex«xlsria genommen. Er starb auf der rück-reise beynachdem sich der obgedachte König vergebens viel mubsdeck Papst gegeben hatte, ihn auf den scheiter-hauffengen. O/«KoA.' lib. X. bist. kol. p. Z7Z.

eäits 3 V 3 näerb 3 rt. *

Falckendurg, (Lucas von) ein berühmter mahlet AMecheln, sonderlich in Verfertigung der landschafften unvniatur-arbeit. Die aufruhr, so sich an. i;66. zu Me»^„und in dem gantzen übrigen Vrabant erhoben < trieo^^^von Haus nach Aachen und Lütlich, allwo er sich,aufgehalten, bis unrer Wilhelms I. von Oranien dre la^irsich verbessert haben; so bald er nun wiederum eine aM> ei-ne ruhe sahe, begab er sich mit seinem bruder Martm^c-nem gleichfalls fürtreflichen mahler, wieder in sein b»^,tland ; Ertz-Hertzog Matthias aber nahm ihn bald daraussich nach Ltntz in Oesterreich; und endlich begab ck stmNürnberg , allwo er sich auch niedergelassen, und an-noch im leben gewesen ist; man findet daselbst noch v>e>,>gemählde. Gandrarts Academ. k. II. lib. III. p. r?a- ^

* Falckendurg, (Friedrich von) ein berühmterwar vermuthlich ein söhn des vorhergehenden Luca vo«ckenburg. Er lag in stiner kunst dem landschafft-mah»'h xi-sonderlich ob, und erlangte darinnen vor andern das ^nes vortreflichen Meisters. Sein gemählde, in welchemHistorie von dem zinsgroschen vorstellet, ist von denverständigen bewundert worden. Er starb den av»

an. 162;. . »,ttdei«

* Falckendurg, (Gerhard) gebohren zu Nimmst" ' - MXVI. ÜLLlllo. Er übertraf nach dem zeugnis THU?' tilidNiederländer in der wissenschafft der GriechischenGuicciardinus setzet ihn unter die anzahl der beruhmi^stusthe, welche die zierde von Nimägen gemessn sind- HELipsius legt ihm auch an verschiedenen orten ssmA Mesgrosses lob bey. Er starb aber schon in dem 4^

alters in der stadt Steinfurt, wo er unter dem gesE^de Efen von Bentheim war, und betruncken von dem psunter gefallen, und also sein leben elendiglich und ' gElich verlohren. Neben den noten über IVonm vsnDionysisca, welche er schon in dem 29. jähre semes „ jhMgehen lassen, hat man noch etwelche Griechische verje §welche Janus Dousa seinem Lommenrario überlum einverleibet hat» elogsr. *2^