Band 
Dritter Theil. D - Ha.
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Fanari-Rioso, ist eines von des Groß-Sultans kust-hän-sern, nahe bey dem Hafen von Chalcedonia, und nicht weit vondem ausgangs der meer-enge von Constantinopei in Naivsten,welches von Solimanno II. erbauet worden. Es liegt auf ei-nem kleinen vvrgedürge, an dessen ende ein thuen ist , welcherden schiffen bey liacht-zeit durch aufgesteckte fackeln den weg wei-set. Dieses Kiofo stehet mitten in einem der schönsten gärtenin der Türckey , von wannen man den grösten theil von Con-stankinopel und Galata, so nur eine meile davon liegen, se-hen kan. Es bestehet aus verschiedenen Pfeilern, welche vier-eckicht gesetzt sind, mit gallerien rund umher, und ist mit ei-nem dache in der gestalt eines gezeltes bedeckt. In der mit-ten des saals ist ein fein tabulat, so mit küssen und künstli-chen tapezereven versehen, mit einem marmornen gegitter um-geben , und mit schönen gemahlten blum-wercken gezieret ist.Nebst dem giebt es auch daselbst viel kleine fontainen undspring-brunnen. 6Ve/or, vorige äs Lonllammopls.

ffstNäULI, von dem Lateinischen Wort f-mum, ein Heyd-nischer tempel. Mit diesem nahmen sind erstlich von den Hey-den selbst benennet worden die Priester der Cybele und Bello-na, als welche beyde nahmen bey den meisten Heyden eine gott-heit bedeuteten. Jene stelleten sich, als waren sie gantz aussersich sclbsten, und voll des geistes der göttin, deswegen sie denköpf sehr schüttelten, daß ihnen die haare zerstreuet herum flo-gen , und denn schwatzten sie verschiedenes, so sie für göttlicheoffenbarungen wollten gehalten wissen. Die Griechen nenntensie auch oft Lmbeos. Nachdem aber, weil auch die Heydenselbst den Hiebey gebrauchten betrug leicht gemercket, und des-wegen diese künstle, und Lellonünl jederman zum gespött wur-den , so sind von den alten Christen alle diejenigen also genen-net worden, welche den götzen gedient, und hiemit ftlbigeneine gottheit zugeschrieben ; um welcher Ursache willen in denalten Französischen ehronicken dem Könige Clodoväv, vor seinerbekehrung der nähme eines kanscisl beygelegt wird. Nach-mals hat man unter den Christen solche Personen mit diesemWort angedeutet, welche sich unmittelbarer göttlicher offenba-rungen und daher rührender sonderbarer wissenschafften ge-rühmt. Insonderheit hat man Weigelium, den urheber derNosencreutzer, und Jacob Böhmen nebst deren anhange ksns-rlsas titulwet. In Franckceich hat man das Wort künstlsosvon denjenigen gebraucht, weiche daselbst, nach der widerruf-fung des edicts von Nantes, der Reformirten lehre beygepflich-tet, und sonderlich von denen, welche in den Sevennischen ge-bürgen, oder in andern gegenden, die Waffen zu Vertheidigungihres glaubens ergriffen, aus ursach, weil sich würcklich einigeunter ihnen befunden, welche sich dergleichen offenbarungen undringeistungen berühmten. Von den erstem sind zu sehenäs srte kost. Z«E, 7 . Ilk. IX. ,/«D. sgt. 4. in kle-

Ilog. üb. I. äiv. lnü. Über die letztere ist ein gewissesbuch, unterm titnl : I/Ürltoire äu künstlsme äs krance. *

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»imng «alt-, «mrd-m.

* Feme, bin ansehnliches geschlecht in Engeüand, welches ei,ue geraume zeit zu Badsel in der Grafschafft Kent ansäßig ge-wesen. Thomas Fane von Badsel, Ritter, zeugte mit Maria,der einzigen rechter lind erbin Henrici Ncvile, Lords Aberga-venny, Franciscum Fane, welcher an. -So;, bey Iacobi i. crö-iiung zum Ritter vom Bade geschlagen, und an. 1604. den2;. may zum Baron le Dispenser, an. 1624. den 29. dec. aberznm Bars» Burghersch und zum Grafen von Westmorland er-hoben wurde, worauf er an. 1629. den 21. mertz mit lobe ad-qienq. Von seiner gemahlin Maria, einer tochter und erbn»Antonii Mildmay von Apethorpe, hinterließ er 2. söhne, Mild-may und Franciscum, welche an. 1626. bey Caroli I. crönungmit dem orden des Badeö beehret wurden:

I. Der älteste, Mildmay Fane, erbte die vatterlichen wür-den , und verehlichte sich erstlich mit Gratia, einer tochter desRitters Wilhelmi Thorneyhurst , hernach aber mit Maria, ei-ner tochter Horatii Lords Vere von Ticburg, und wittwe desRitters Rogerii Townshend von Raynham. Die erste gebahrihm einen söhn Carolum; die andere aber zwey töchter und ei-nen söhn, nahmens Vere. Der söhn erster ehe, Carolas, wurdenach seines vatters tode Graf von Westmorland , ingleichenBaron le Dispenser und Lord Burghersch. Weil er aber oh-ne erben starb, so folgte ihm sein halb-bruder Vere, welcheran. 1681. bey Caroli ll. crönung Ritter des Bades wurde, undmit Rahe!, der einzigen tochter und erbin Jvhannis Bence,Aldermanns zu Londen, töchter, und so viel söhne, nemlichVere, Thomam und Jvhannem, zeugte. Der älteste, Vere, suc-cedirle zwar dem vatter, starb aber an. 1699. unverheurathet.Hierauf wurde sein bruder Thomas , Graf von Westmorland,wie auch Dispenser und Burghersch, welcher sich an. -7,2.mit Elisabeths Furch verehttchte, nachdem er seine erste gemah-lin Catharinam, eine tochter und erbin Caroli Strynger vonChariten, und wittwe Rrchardr Beaumont von Whiteby, an.17,0. durch den tod emgebuffet. Er selbst starb an. 17)6. den14. iulii als Königlicher geheimer Rath, und Lieutenant derprovintz Northampton , auf den guthern seines bruders desLords Catherlough, nach einer langwierigen kranckheit.

II. FranciscusFaiie, des obgedachten Mildmay Fane bru-der , nahm seinen sitz zu Fulbeck in der Grafschafft Lincoln,und wurde, wie bereits gedacht, an. 1626. bey Caroli I. crönungzum Ritter vom Bade ernennet. Sein söhn Henricus, der eben

von Miyeimo M. zu einem mttgstede des geheimenin Irrland ernennet. Er war hierauf svwol unter dieserder Königin Anna regierung , wegen Reading in der Grrgschafft Bercks ein Mitglied im Parlemcnt , und zeugteElisabetha, einer tochter Thvmä Sapcott von Ereter, einen MCarolum Fane, welcher an. 1714. von dem Könige Georgs 'zum Msffor des geheimen Lonsilll in Jrrland, und an. ' 7 '?'den 7. april zum Baron von Loughuyse in der Grafschafft r-.merick, und zum Vicomte Fane erhoben wurde. Er hat >'mit Maria, einer schwester Iacobi Grafen Stanhope,wählet, die ihm unterschiedliche kinder gebohren.

* Fanjaux, ksnum Jovls, ein stäbtlein in Languedoc, nMweit von Toulouse. , VIÄivn. O-oxr.

* Fanna , ein Italiänischer flecken in dem Frianl gelegn'

Er ist ohngefehr 2. stunden von Mvnte Regale entfernet, » .so weit von den grentzen des Bellunesischen gedieths. Er » ^nach der muthmassung einiger das alte Vannia, so die H«»?stadt der Vannier war, gewesen seyn. .

Fannia, eine berühmte Römische Dame, unter des regrung des Kaysers Domitiani, war eine tochter des Paetr-r-vsea und der jünger» Arriä. Sie folgte zweymal ihrem m«'Helvidio ins elend, aber znm dritten mal muste sie drettv Azwungen bauen, weil sie das leben ihres manncs Helvidu s" „den Senecionem verfertigen lassen , darzu sie die benottM .memoiren gegeben. Als sie deswegen vor gerichte gefv" ^wurde, gestund sie es öffentlich, und zwar mit dem bemM„daß sie solches gar inständig an den Senecio begehret .Aber als man noch ferner in sie drang , ob nicht auch.ihre »>-^ter davon wissenschafft gehabt, entschlug sie dieselbe völlig,te auch in allem eine ungemeine unerschrockenheit, sogar,sie sich keineswegs scheuete, eben diese schrist von dem leben ^res manns mit sich ins elend zu nehmen, welches die unihrer dannisirung gewesen war. Durch welche großmuw.keit sie sich bey allen ehrlichen leuthen eine so grosse hochg^-tung , als vvrhero durch ihre anmrtthigkeit eine sonderbarede zuwege gebracht. Üb. I. so. 16. üb. VII. op-

L üb. IX. ep. i;. *

Fannia, war Caji Titinii, eines Minturnischen bürgers, kv)Weib. Sie war wegen ihrer unkeuschheit beruffen, dem r»achtet heurathete sie Titinius, in Hoffnung, wenn er fernewurde im ehebruch ertappet haben , wollte er sich von ^scheiden, aber ihr als einer ehebrecherin die mitaif. nichtw'^zgeben. Das begab sich so, die fache kam zur klage,war Richter. Dieser suchte erst den Titinium in aüte r" ^ Mden, daß er seiner geschiedenen stauen die mitgist gnmausantwortete; und als dieses vergebens war, sprach, erurtheil: daß Titinius, weil er in schliessung der ehe m» °umgegangen sey, die mitgist zurück geben sollte, veroanaber zugleich die Fanniam, als ihres lasters genügst"!' be-zeuget, zu der darauf gesetzten geld-strafe, welche eben ve ^gen sehr gering war, und nur einen nummum leltsttlum, Enach unserer heutigen müntz kaum einen groschen answ»damit der schimpf desto grösser wäre. AIs nun nacMv ^der flüchtige Marius in den pfützcn bey Minlurnä ge>''wurde, legte man ihn zu der Fannia in hasst, in hoffE», ^diese durch sein ehemals gefälletes urtheil beschimpfte xjegenugsam bewahren, und nicht zum besten halten wurv^- ^aber dagegen ihm alle Höflichkeit erwiese, es sey nun / v'ewe-von der gerechtigkeit seiner urtheile allzusehr überzeuge'sen, oder daß er ihr dadurch , daß er ihr die witzm ' ^ sieverschaffet, einen grösser» gefallen erwiesen, als wen»vor die redlichste stau in der welk gehalten hätte,üb. VIII. c. 2. Lnste. * .^r,

Fannius Strado, (Cajus) ein Römischer Bürgerswelche würde er ä. X. §9;. N. z82;. ä. L. 161- u' ^ soValerio Messala verwaltet. Unter ihm gab manvon ihm den nahmen bekam, vermöge dessen den »o ^ yagen Verschwendungen bey gastereyen einhalt gethan wmman kurtz vvrhero ein Lenütus-Lonüätum in eben vrov ^ ye»gemacht hatte. Desgleichen kam ein edict heraus, ^. Schott-Rednern und küllosvpblb in Rom länger zu bleiben ^v-äs clür. Xbctor. c. I. 6,'eK««, lib. II. c. 24-c. ii. IVr«. üb. X. c. ;o. kelle/«,, üb. II. stch

Fanmus, (Casus) ein söhn des vorhergehenden, ^.Exeydeirrdurch seine berebtsainkeit bekannt gemacht. Unter wap^Mfeinem Bürgermeister-amte, welches er mit Cnero^^MAenobarbo ck. K. 6;,.. g. M. ;8S2. L. e. irr. gofuhr ^ gstffdes Caji Gracchi faction aus , wider welche er fl/y ' ivff'sem eifer gesttzet. Die rede, so er deswegen gUM»von Cicerone gerühmet. c?rce»-o, in Lruw. -

Lrüscborum. ^j» bt^

Fanmus, (Cajus) ein söhn Marci Famui, welche ^ ^44-der des Fannii Strabonis war. Er wurde ä. K. 614, »7L. L. 140- zum tzu«ffors und zwey jähr hernach zu» ^^/e Averordnet. Unter Scipione gü-lssrio dem Migern,.^„o "die Waffen in Aftica, und unter Fabio MaMio SeroSpanien. Er war zugleich den studien nicht unE'?.^ erst'-er unter dem berühmten Stoischen kbllolopbo ,

net. Er that dieses auf zureden seines schwreger - v ^aln