Band 
Dritter Theil. D - Ha.
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^Aarttese, Laste! Famese, eklie stadt und schloß auf ei-

welchem der kleine fluß Olpita unten durchläuft.Wo«t m das Hertzogthum Castro, ist nur zwey stunden von'"'"diesesnahmens entfernet,und liegt derselben nordwärts,vn"". 'E' haben beyde von den Hertzogen von Parma, welchedas bemeldte Hertzogthum Castro lange zeit besessen., OiEon.

»jL^uesius, oder wie ihn andere nennen, Furnius , (Hen-^'ar gebürtig von Lüttich. Er lehrte das Recht, die be-ek an und sprachen mit grossem rühme in Italien, daher»um E er wieder nach seinem vatterlande zurückwollte,aliv,n otellor der beredtsamkeit nach Pavia beruffen wurde ,«eä» ^ 1601., oder wie Valerius Andreas will, an. 1619.

j ' ."bn. Seine schriften sind : äs 8imu1scro Iveipub. seu ässei, politisW L oesonomisN Virtutis; Oiptttsra ^ovis

^ krincipis IMitutioris; Lvitome Orkis Verr^rum;

^ u, OvAaitions L Oüentis; Lpillolxe; äs Insttaricms Lisero-^onssribenäls epilt. bibl. tttear. ä'ttuom.

,^,8aknham, eine marck-stadt in der Grafschafft Surrey, undtvem?^ vornehmste ort in dem von ihr genannten Hundred,Z-jM von dem flusse Wve gewässert, und mit der residcntz dergl/^oosse von Winchester gezieret wird. König Alfred erhieltwier^ einen herrlichen sieg wider dir Dänen.

oo 8arnobius , ein Gothischer Kriegs-Oberster, befand sichOll su^' der armee des unmündigen Greuthungischen oderrl,en> h'ichm Königs Vitherichi, als derselbe von den einbre-s/. Hunnen genöthiqet ward, bey dem Römischen Kay-s„^me»riniano, wiewol vergeblich, schütz und auftnthalt zudls aber die Gothen hierauf mit gemalt über diesa>s, Zeugen, ward Farnodius mit seinen Gothen und Fai-»cssia "" ^ui Kayserlichen Feldherrn Frigerido aufdas Hauptvgen, wobey er selbst im treffen blieb. HVar-

; XXXI.Von Bünaus Teutsche Reichs-.Historie,

§. i;y. p. 8-;.

> ^ 5 vnovius, oder auch Farnesius, (Stanislaus) ein Lnst-aus Polen, lebte um die mitte des XVI. KeLuIi. An.sick, ^oute er sich von den andern Ilistmrsts , und verfügteM"'uch Sandec zu dem Gubernatoren dieses orts, Stanisl.§„M., unter dessen protection er eine besondere kirche und schuless^'chtet. Er war fast Arii meynung, und lehrte, Christusvor feiner geburt aus Maria gewesen, und sey nichtdein . den H. Geist anzubäten. Bey der taufe führte er nachH.'/teinpel andererIInirariorum, die eintauchung ein. Diesevan, ^ Mische kirche blieb eine zeitlang in Polen stehen, bisLeders tode seine anhänger sich zu den Socinianernvote/S-"' Farnovius war an. 1614. noch bey leben , und sollfe,i> iMdliche bücher in Polnischer spräche, sonderlich betref-l>,j.j °'e präexistentz unsers HErrn Christi, geschrieben und pu-ei haben, biMotst. Mst-lriM. *

Ti,u^'"Vode, ein schloß nebst einem dorf und Herrschafft inÄuva'^e" unweit Eisenach, ist ein Sachsen-Eisenachisches lehn.Hlistn^r Hartman» von Kirchberg hat es an. 14;r. vor 1500.Iol, stulden erkauft. An. 1677. den 6. april hatHertzogVera von Sachsen-Eisenach dem Burggrafen von Kirch-Georg Ludwig, nicht nur ein geistlich Ünter-LonMoriumdies./""ste steuern zu Farnrode erlaubet, sondern auch wegenÄrVis die Ritter-dienste und einige andere zinse erlassen.c»sg ist xg ,,ur ein adeliches Ritter-lehn gewesen , hatkrb.,,"!> unter die Herren und Grafen gehört laut §. io. desHxxss^^gs zwischen Hertzog Wilhelm , Hertzoq Albrecht und.^Vnst von Sachsen, von an. 1641. Der Burggrafschaff» "yderg führt deswegen das Oireclorium unter der Ritter-ss's den land-tägen des Fürstenthums Sachsen-Eisenach.

" Lnnal. 8ax. p. 526. L»e>'r gsogr. Zensus, s. 12.

schf^sperg, Farnspura, ist ein grosses bera-schloßaufeinemlsskj'?den felstn, in dem Baßlerischen Sißgow oberhalb Gel-gelegen. Es gehörte vor altem den Grafen vonüonnl c'n < welche um diese revier und im Frickthal ihr alteshat ÄMus und Herrschafft gehabt haben. Graf Sigmund>var -157. als es durch das grosse erdbeben zerfallenneuem erbauet. Nachdem aber der Thiersteinischeses liamm mit Graf Otto an. 14-8- erloschen, kam die-Ivhan» K^it zugehörigen dörfern , an seinen tochtermannsvra "Luedrich von Falckenstein, des stammes von Bach-vdrjg Dessen svhn Thomas verfiel mit der stadt Bern undschaff» cv'Hdgenossen in einen krieg; dann weil er, .in gesell--ävy.amüs von Rechberg, die den Bernern gehörige stadtverdra«„'?ssHllicher weile, mit list erobert, ausgeplündert unddere a„s > kamen die Berner, Solothurner und an-iager vor Zürich abgeschickte Eydgenossen, zu-soichxz ^000. starck, für das schloß Farnsperg, und belagertenAnia9„x^'x""n der Französische Dauphin und hernachlvvvg , XI., und unter ihm der Graf von Armagnac mit'Nina' N" lm Elsaß läge, willens dem Papst, durch ver-^ versammleten Loncilü, und zugleich demMich' °,"*ch entsatz der von den Eydgenossen belagerten stadt^ begab sich der vonRechberg

u>s Elsas .."Us dem belagerten schloß durch der belägerer lager^ arme» beredete denselben , daß er mit

^ aufbrach, und den 2;. aug. an. 1444. Basel vorbey

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gegen Farnsperg anruckte; die Baßler hatten nicht nur alleinsich zu einer tapfern gegcnwehr gefaßt gemacht; sondern auchdie Eydgenossen vor Farnsperg vermahnet, zu ihnen in ihre stadteinzuziehen. Es haben dieselbe darauf iüoo. mann beordert,sich in die stadt Basel zu werffen, und selbige beschützen zuhelffen, allein sie konnten ihr vorhaben nicht vollbringen. Dannals sie den 26. aug. morgens frühe über Liechstall herab , aufdie Bratteler - wiese gekommen, stunde der Französische vortrabzu Pferde unter dem Grafen von Dampmartin schon allda vorihnen. Er ward aber hertzhafft angegriffen, und sich gegen Mut-tentz (aüwo etliche andere regimenter lagen ) zurück zu ziehengezwungen. Die Eydgenossen drungen ihnen starck nach, grif.fen die feinde bey Muttentz nochmals an , und trieben sie garüber die Birß hinüber, setzten auch sechsten durch das Wasser,willens, ihrer ordre nach, bis in die stadt hindurch zu dringen.Sie wurden aber bey dem siechen-haus und capelle zu St. Ja-cob von der gantzen feindlichen armee umringet und angesprengt,also daß sie gezwungen waren stand zu halten, wie sie dann diecapelle, den kirch - Hof und garten zu ihrem Vortheil genommen,und sich bis auf den letzten mann desperat gewehrt, also daßnur 16. mann davon gekommen , welche doch deswegen bey ih-rer Heimkunft peinlich als feldflüchtige und meineydige ange-klagt, und kümmerlich mit dem köpf auf der schütter frey ge-lassen wurden. Der Dauphin verlvhr bey 6000. mann, unddarunter etliche 100. fürnehme leuthe und hohe Officirer. Sol-ches nahm ihm die lust tiefer in die Schweitz zu gehen; er be-gab sich also in das Suntgöw zurück. Die Eydgenossen zo-gen gleichfalls vor Farnsperg ab, und den octob. erfolgteder friede mit dem Dauphin. Zuvor an. 1442. hat Johan-nes von Falckenstein das schloß und Herrschafft Farnsperg anErtz-Hertzog Albrecht versetzet, aber hernach an. i4?y. löseteThomas solches wiederum ein, und gab es der stadt Basel an.1462. auf ewig zu kauffen, welche eine Landvogtey daraus unddas schloß zu einer Wohnung ihres Landvogts gemacht, der alle8. jähr aus dem kleinen Rath dahin gefttzet wird.ckron. Lasst. Ich. I. p. ,7. L Ich. V. p. feg. 6^/.cttron. Lasst. p. 82. 84> <L iio. Ich. XII. p. zgi. b-

skrsn. M8ct. k. III. aä arm. 1444.cirron. ÄI8ct. Ich. XI. c. 17. *

* Farnswort, oder Farnewert , (Richard > einer der er-

sten lehr - jünger Georgii Fox, des Urhebers der secte der Qua-cker in Engelland, in dem letzt-vcrstrichenen s-eculo. Er nahmnicht nur alle citele träume seines lehrmeisters an, sondernwar auch der Urheber derjenigen gewohnhcit, durch welche dieQuacker noch bis auf den heutigen tag von andern menschensich zu unterscheiden pflegen , indem sie Könige und Fürsten,mit einem Wort, alle menschen in der einzeln zahl Du heissen.Farnswort schrieb hierüber ein besonderes buch, in welchem erzeiget, daß die anrede in der mehrern zahl eine unverantwort-liche , und den rindern des lichts unanständige schmeicheleywäre. Fox hieß diese herrliche erfindung gut, und führte siein der secte ein. ?. , List. stes Tremistsurs, tom. I.

* Farolfus, (Michael Angelus) ein BischoffzuTraloinDalmatien , war auf der insnl Creta gebohren. In seinerjugend kam er nach Venedig , woselbst er in den Minoriten-or-den trat, und darauf zu Padua unter der anweisung Fran-cisci Macedi den studien oblag. Nach diesem gieng er nachRom, und erhielte allda durch seine Verdienste nach und nachdie ansehnlichsten ehren-stellen bey seinem orden; würde auchgar zum General desselben ernennet worden seyn, wo nicht sol-ches seine reife nach Spanien verhindert hätte. Bey PapstAlexandra VIII. hat er die stelle eines Caplans und Predigerszwey jähr lang verwaltet, und von Elemente XI. das Bißthumzu Tralo erhalten , welchem er bis auf seinen an. 171;. den6. mertz erfolgten tod mit rühm vorgestanden. Seine schriftensind: Lonslcmes in 8sceIIo kontiüsis kaditre ; 8^nc>ps,5 Lon-troversisrum drsecorum cum IHrsts; pro Lkmonilatione 8.^clsobi äs Älsrckia tonst tres; mit welcher letzter» schrift eraber die gunst des Römischen Hofes, und den ihm bereits zu-gedachten Cardinals-Hut verschertzet. /'aF-rstaM, IM. 6vmn.kat. tom. II.

Faros, lat. kttsros, eine stadt in'dem Königreich Alaarvein Portngall, nebst einem guten Hafen, und einem unter denErtz-Bischoff zu Evora gehörigen Bißthum.

Farra ,, ( Alexander) war von Castellazzo, einer stadt indem Maylandischen, gebürtig, und wegen seiner klugheit undtapferkcit im XVI. steculo sehr berühmt. Anfangs gab er ei-nen soldaten ab; aufzureden seines bruders aber legte er sich aufdie studien. Nachdem er diese zu Pavia einige zeit mit grossemrühm getrieben, wurde er zum Mitglied der Academie äegli nK-äatl ernennet. Er gab einige schriften heraus , darunter: M.racoll ä'ämors; äella sstvimtü äelslluomo und äsll'Ittkisio äsLopitani 6enerali. Pius V. machte ihn zum Gouverneur vonAscoli, und der Marchese von Peschiera gab ihm das Gouver-nement über Cafal. tkeatr. ä'ttuom. letter. «Ls.

* Fars , oder Farststan, kersts propria, oder das eigentlichsogenannte Persien, eine grosse provintz des Persiamschen Reichs.Sie stößt gegen morgen an Kirman, gegen abend an Susistan,gegen norden an Erack-Atzem , und gegen suden an den 8inumkerlicum. Sie ist sehr volckrelch und fruchtbar, auchsonderlichwegen der guten weine und bezoars berühmt. Ihre küste wirdmeistens von Arabery bewohnt. Dle haupk-stadt darinnen heißt

Schiras,