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H. Maria in der St. Antonii-strasse in Paris z» ihrem aufent-
halt. Nach ihrer entfernung war der König eine lange weileauf keine weist darüber zu frieden zu stellen , wollte etliche ta-ge hinter einander keine speist zu sich nehmen , und war überdie Massen betrübt, ließ sich aber doch zuletzt werfen, als chmsein Beicht-vatter gesagt, daß er sie auch rm klostec besuchenkönnte, welches er auch eine zeitlang that, brs endlrch der Car-dinal Richelieu, wider welchen die Is Fayette dem Konrge be-ständig in den vhren lag , einen weg fand, dre nebe gegen sie mdes Königs hertze nach und nach zu unterdrücken, worauf der-selbe auch sie weiter zu besuchen aufhorche. Sre ward hiernachstunter dem nahmen der mutter Angeüca, Supmorin des Ma-rien-klosters zu Chaillot, welches sie gestiftet, und starb an.i66z.Ihr Umgang mit dem König soll gantz unschuldig gewesen seyn,und man sagt, daß er ihr nur em einzig mal einen unziemli-chen vortrug gethan, den sie ihm aber hart verwiesen, unddaraufvollends in der entschliessung, das kloster-Ieben zu erweh-len , gesiarcket worden. Nein. cie Is , rom. I. L V.
NelanZss äs , tom. II. kref. äs mem. äs Is F'a-yette.
* fayette, (Maria Magdalena Pioche äs Is Vergne, Grä-
fin von Is) ein gelehrtes frauenzimmer, war eine tochter Ay-mari Pioche, Herrn von la Vergne, Gouverneurs von Havreäs Grace, und Mariä von Pena. Sie wurde an. r6;z. mitFrancisco Mokier, Grafen von Is Fayette, nach dessen tobeaber mit dem Ritter von Sevigns verheurathet, und besaß diegeschicklichkeit, die jungen Herren am Hof durch ihren Umgangzu Huten fltten zu gewöhnen. Hiernächst war sie von grosseraufrichtigkeit und einem scharfen verstände, und hatte sich son-derlich in den Lateinischen Poeten wohl umgesehen; wiewol ihreinige schuld geben, daß sie sich durch ihre gute eigenschafftenzu einer tadelhafften eigenlrebe verleiten lassen. Sie starb an.,6yz. im um. in dem 6o. jähr ihres alters. An der ausar-beitung des bekannten Romans, Is krinsells äs Lleven ge-nannt , hatsie den meisten theil gehabt; einen andern aber, derden titul In krincelle äs Nontpsnüer führet, allein verfertiget.Es ist auch an. 1720. Historie äeNsäsms Hsnristts, üu-ckelle ä'Orlssns, so von ihr aufgesetzet worden, heraus gekom-men. An. I7;e. sind ihre Nenioires äs IsLour äs krsnosxour Is8 snnees 1688. und 168-). worinnen viele merckwürdigeNachrichten stehen, im druck erschienen. Sonsten soll sie auchden Roman, 2siäe, der unter dem nahmen des Nr. ä- Se-grais ausgegangen, und wobey Segrais nach seinem eigenen ge-ständnis nichts gethan, als daß er bey der disposition ihr einwenig geholffeu, verfertiget haben, , Kitt. gsn. tom.
VII. p. 62. Le , kill. äs ls krause. 5eFrarr, oeuvrS8 tom.
I. Oe Kkts , memoires III. ;oy. Le , II. 177.
* Favus, (Antonius) ein Franzost, war voclor Tkeolo-8lL zu Genf, allwo er an. I6l6. im aug. gestorben, und Lom-inent. in ksclestsstenr L in kstärnum XllX. Genf 1609. in 8.in kpiüolsm sä stomsno8, ib. 1608- M 8. in i- sä TimotbeumL kstämmn DXXXVII. ib. 1609. in 8. knckirräion Oisputs-tionum Ilreologissrum , ib. 160;. M 8> R^pomn^mstron; äsVits L Obitu kksoä. Lsrse, ib. 160;. in 4. nachgelassen, lere-re , äisr.
^azellus, (Thomas) ein Prediger-Mönch, war von Sa-va, einer stadt in Sieilien, gebürtig. Er brachte sich durchseine geschicklichkeit grosses ansehen zuwege, und wurde da-hero zum Provincial seines ordens erwehlet. Er starb an.1571. und hinterließ einige wercke, darunter seine Historievon Sieilien in 20. büchern bestehet. Sie ist anfangs La-teinisch geschrieben worden, aber nachgehends hat sie kscerRenatus von Florentz in das Italiänische übersetzet. Ob schondieses buch sowol die geschichtet» als die geographie in Sici-lien in vielen stücken erläuteret, so ist es doch in dem zu tadeln,daß man darinnen den fabelhafften erzehlungen der land-leu«the und einwohner allzu viel glauben zustellet. *
* Hazellus, (Hieran.) ein bruder Thomä, dem er es anlugend und gelehrsamkeit sehr gleich gethan, war aus Saccain Sieilienoder wie Mongitor in bibl. 8isul. anführet, ausPalermo gebürtig, und hatte zu Palermo den Dominicaner-orden angenommen. Er brachte es so weit, daß er MagisterIKeoloZlL wurde, und vor den besten Prediger paßirte. WiePirrus 8icä. lssr. tom. III. x. ;;7. erzehlet, hat er sonderlichvon an. 1540. bis i,88. florirt, in welchem jähre er auch ge-storben seyn mag , nachdem er Lonlüiror 8. Offisü und Ist-brorum Lenlbr, wie auch drey mal ssecstor seines Profeß-hauses gewestn. Seine schriften sind kreärcbe gusresimsli inzwey theilen, davon der erste zu Palermo 1574. in 4. der an-dere aber um r 5 88. heraus gekommen, beyde sind zu Venedig1592. in 4. in zwey toiM8 nachgedruckt; äs Irinitsts libri lll.Mayntz 1616. in 4. Ausser dem liegen zu Palermo folgende ma-nustripte von ihm: Lommentsrn in ksslmos in 10. oder 12. vol.in Lvsneelium Nsrci vol. IV. oder VIII. in 4. in Lctus stpoüolo-rum vol III oder IV. 8ermons8 vol. I. äs Inäulxentüb vol. I.
äs kegno Lkrissi, welches aber nicht cvmplet, und von einigenseinem bruder beygeleget wird. , bibl. vomin. tom.
II. v. 282. bibl. cur.
A - oder Fo, der vornehmste götz in China, den sie alsden obersten beherrschet des Himmels anbaten. Sein bild istgantz strahlend, und mit lauter licht umgeben, die beyden Hän-de hält er unter den kleidern verborgen, um dadurch anzuzei-gen, daß er alle.dinge unsichtbar thue. Zu seiner rechten Hand
hat er Confucium, Iverer-cr von vcn gvvcn-vrcu»» '"HtNdie götter gezehlet »vird, und zu seiner lincken Hand Eamoder Lansu, welcher der vornehmste von der andern stete Mreligion ist. ässsr. Lkinse. ^
Featly, (Daniel) sonst auch Fairclough genannt, ein C"»lischer sbso1ogu8 , ist im Oxfordischen an. 1582. geboyreund legte den gründ seiner studier» zu Oxford, da er aE " j-160;. NsZisser Lrtium worden. Hierauf legte er sich.das üuäium IbcologiL, und »vurde des Englischenten am Französischen Hose, Th. Edmonds, Prediger; va ^oft gelegenheit hatte, währender dieser jährigen Gel«"schafft, mit denen von der Römischen kirche zu difputiren,welchen er wegen seiner scharfsinnigkeit gepriesen »vurde.seiner zurückkunft bediente er ein und ander geistliches«'^und »vurde an. 1617. Lrofessor ssbeoloßiX zu Oxford ,noch die Präsectur des Lollegü Obessejenlix kam. B»sließ er sich angelegen seyn, die Englische kirche und deren.mit Nachdruck , sonderlich wider die Papisten, zu versew" yals aber an. 164z. die Englischen Bischöffe abgeschaffet, « ^die Versammlung der Geistlichen zu Wrstmünster, weichtreligion in eine neue Verfassung bringen sollten, angesetzt'«de, ward er auch darein gezogen. Ob schon er nun m ^was eine reformation verlangte, wollte ihm doch dregrosse Veränderung nicht anstehen; er brachte eines und va» ^dere zu behnf der Bischösslichen orden vor, redete von ^alienation der geistlichen güther, als von einem kirchen-rau .und beschwerte sich über die allzu grosse freyheit in reM« yfachen, die man nahm, und die zu vielen spaltungen ^steten anlas gäbe. Wie er mit dergleichen reden in dersammlung haß verfallen, bestellte man heimlich emen >«> chassten gesellen, welcher, unter dem vorwand den ^ Müber schwere qewissens-puncten rath zu fragen, sich Mfreundschafft insinuirte, und endlich ihm etliche bncfe a» ,Ertz - Bischoff von Armagh, Iac. Usserium, herausMit versprechen, solche ihm sicher in die hä»»de zu verm, ^fen; weil er aber solche nicht dem Ertz - Bischoff, lL",« esder Versammlung zustellet«, »vurde daraus offenbar, das ^ ,einiger Massen mildem Könige und der Englischen kircheund sich nur darum in diese Versammlung habe m»mev ^lassen, damit er desto besser den Bischösslichen dienen, ^e.die allzu grosse Hitze der anders gesinneten mGtgen ch" „gHierauf wurde er aus der Westmünsterischen versamr»ausgestossen, seine zwey Veneücis , die er um Londen vin sequester gelegt, seine schriften und güther consismel, Myer ins gefängnis gewiesen, da er in grösser armuthfein leben beschlossen, an. 164;. zu Chelscy. Seine »n ^ fe-scher spräche heraus gegebene schriften sind in fol. zusaw"' lvi,druckt worden, die vornehmsten sind : Leben Joh. lll^alis-'item, Joh. Iuelli, item Rob. Abbott, Bsschoffs zu S ^;bury; Gebat - buch , unter de»n nahmen LnsäiaRömisches Fischer-garn gegen Fischers, samt einem «ss ^xe-Schutzschrift für H. Lynde sichern weg; Catechlftnu«' zV.digten , rc. kill. äs Is rebell. ä'gnglet- r
ll^oaä. kill. <L sntig. Oxon. x. 242. *
Febbrnger, (Joh. Pauk) war z»r Nürnberg an.bohren, und kam von der Nürnbergischen schulejähre seines alters auf das O^mnalimn zu Altdorf, e,ela"nach Straßburg, hernach nach Jena, und endlich «am -Au-flädt gieng, und daselbst die Theologie unter Calixtoum^ilenejo hörete, von dar er sich mit zweyen vorn Adel mbegab. AIs er aber wegen des kriegs wieder nach «reisen gesonnen war, wurde er als Insseclor lllumnor»Nürnberg beruffen , welche stelle er auch annahim.jähr darauf erlangten ihn die Barone in Obern -zum Superintendenten, da ihn aber der Rath zu AofelstHnicht weglasset» wollte, und ihn kurtz darauf M« rLogice8 und Netspk^üses zu Altdorf machte. . Rachoerhielt er auch die kiofelllonem ?oIiuLS8 dazu, d»e ^seinem söhne abtreten wollte, der aber bey dem «' MAamtes starb. Nachdem er also erstlich die krolÄllone--^,, Mpk^sicsm und I.oxissm niedergelegt hatte, behielt ee ^elck^l'vliticsin Übrig , die er bis an sein ende verwalte»den rz.oct. an.i68i. erfolgte. Man hat von ihm bAtzlN ^0Keli§ioM8 Lvsngelicorum öc kkotinisnorum; Imwo« ^äcltism und Incsrnsticinem Lkrissi Wider BauMgarlsMdern streit-schrtsten »vider 8cklicklinßinm, 8ckmslcr
lium, die V^LlenburZio8 und andere; LommeMÄttMNetspkysicv8 llriüotelis ; IlisliMtione8 Netairbltlwa 2 . sAtum äs Lsuli8; Lisssrtstianum Lolicicsrum tow- §6««^<üstu8 äs .suäiLS, äs Nsgissrstu , äs Lonläi«»'' ArUsAribus Ls§iku8; Obleivscionsb in läesm sr-snco
äicü, und viele andere. memorise ^
tkestrum, äisrium.
welcher von den götzen-dienern mitJtss^
fonderhETorbern"verachten, u>" >grösten mam» ich ^ Coppenhagen, ^
weil er wußte, das ^tlantzlrch zu runuren. L rk
er ihm vor w^s^?^ sehr äfersüchttq >var,des Königs maitr-a> Torbern grosse gurrst bey AoluM«,^«fuhr,rächtt//n^ ' da es der
' rachere ex sich dergestalt, daß er dem Könrg-durm p,